Ein barrierefreier Kinosaal für Menschen mit Behinderung ist zu wenig

Bild: Tobias M. Eckrich

Die Piratenpartei Deutschland begrüßt das Vorhaben des kultur- und medienpolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Wolfgang Börnsen, Kinos für Menschen mit Behinderungen barrierefrei zu gestalten. Dafür reicht es nach Ansicht der PIRATEN aber nicht aus, einen barrierefreien Kinosaal pro Stadt einzurichten und zu fördern. Die PIRATEN fordern bei Inangriffnahme eines solchen Projekts die konsequente Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.

»Es ist ein erster guter Schritt, Barrierefreiheit als Förderkriterium im Filmförderungsgesetz zu verankern. Doch wird Herr Börnsen mit der reinen Freiwilligkeit und einem rein finanziellen Anreiz für den Umbau nicht weit kommen. Der Umbau muss für große Kinos verpflichtend werden, ansonsten ist die konsequente Umsetzung der Behindertenrechtskonvention nicht machbar«, so Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland.

Weiterhin kritisieren die PIRATEN die Fokussierung von Börnsen auf hör- und sehbehinderte Menschen. Die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern werden kaum beachtet. Für Menschen im Rollstuhl ist die Filmauswahl heute noch auf die wenigen Kinosäle mit Plätzen für Rollstühle begrenzt. Weiterhin ist es Rollstuhlfahrern in der Regel nicht möglich, als Gruppe ins Kino zu gehen. Seitens der Kinobetreiber werden oft die Brandschutzvorschriften als Grund genannt. Einen Extraraum, in dem Menschen im Rollstuhl im Brandfall eine Zeit lang sicher sind, gibt es ebenfalls nicht.

»Menschen mit Behinderung stoßen in Kinos immer wieder auf Hürden, die so nicht sein müssten. Hier gibt es ganz klaren Handlungsbedarf«, ergänzt Schlömer.

Nach Ansicht der PIRATEN ist eine Verpflichtung zum barrierefreien Umbau für große Kinos zwingend notwendig. Die Bundesregierung ist seit dem 24.März 2009 verpflichtet, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Die Partei reagiert damit auf Äußerungen Börsens (in einer Pressemitteilung vom 31. Juli) im Zusammenhang mit der anstehenden Novellierung des Filmförderungsgesetzes (FFG).

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Kommentare

15 Kommentare zu Ein barrierefreier Kinosaal für Menschen mit Behinderung ist zu wenig

  1. Jacky Neiwel schrieb am

    Sehbehinderte im Kino?
    1. Wie soll das aussehen und 2. Was bitteschön muss man dafür umbauen? Bekommen Sehbehinderte dann einen extra Sprecher ins Ohr, der erklärt was auf dem Bildschirm passiert? Das ließe sich mit einfachen Mitteln machen, halte ich aber für Quatsch. Der Spaß für diesen Kinogast dürfte sich dabei doch stark in Grenzen halten.

    Ein echter Schritt nach vorne wären nur Filme, die sich auch für Sehbehinderte quasi von selbst erklären, mit vibrierenden Kinostühlen, die sich auf beispielsweise Actionfilme programmieren lassen.

    Für die Hörgeschädigten Untertitel einzublenden dürfte jetzt nicht das Problem sein, es sei denn man will es ausschließlich den Hörgeschädigtem zeigen(nervt sonst schon beim Filmgucken, wenn ich ehrlich bin) dann wäre ne Brillenlösung sinnvoll. Aber wie setzt man das um, ohne dass der Kinobesuch im Grunde zur Farce wird und der ganze Film auf der Brille läuft? Entweder man synchronisiert die Brille und sendet darüber bloß den Untertitel, wobei der Gast dann entweder seinen Kopf während der Vorstellung still halten müsste oder der Untertitel müsste mit dem Kopf rauf und runter tarieren

    ODER MAN BRINGT UNTER DER LEINWAND EINEN STREIFEN AN, WO DEN TEXT NUR ZUSCHAUER MIT BRILLE SEHEN KÖNNEN

    Das mit den Rollstuhlfahrern finde ich derzeit teilweise auch noch arg traurig. Ich war mal in Hamburg in einem Kino mit genug Platz, wo es wirklich keine Probleme geben sollte und mit Fahrstühlen. Aber ansonsten sind die Gänge auch einfach meistens viel zu eng.

  2. Rheinhold Birgmann schrieb am

    Fordern macht Spass, oder?

    Die kleinen Kinos stöhnen heute schon – die neuen Projektoren mit 4k Technik kosten riesige Summen und dann kommt noch jemand und will, dass die Gebäude umgebaut werden. Vielleicht wären die Piraten so gnädig und setzen sich noch mit weiteren Aspekten auseinander: wie soll ein Vorstadtkino Barrierefreie Zugänge einrichten, wenn dazu beispielsweise tragende Wände (in einem Kinosaal sind alle Wände tragend!) durchstossen werden müssten und möglicherweise andere bauliche Vorschriften zu beachten sind?

    Solche Forderungen führen am Ende dazu, dass es nur noch Ketten gibt, die ihre Neubauten entsprechend nach Baukastenprinzip abändern können. Die spielen dann nur die Blockbuster aus Hollywood, die sich halbwegs rechnen und dann jammern wieder alle über das so langweilige Programm, wenn Men in Black 12, Ice Age 8 und der 29. Marvel Comic als Film läuft. Dann wird nach dem Programmkino gerufen, das in den unabhängigen Kinos laufen würde – die man dann mit solchen Forderungen ruiniert hat.

    Ich habe definitiv nichts dagegen, wenn man einige Gleichbehandlung möglichst überall dort, wo es möglich ist, umsetzen will. Aber es ist doch recht einfach, da überall Forderungen zu platzieren, ohne die betriebswirtschaftlichen Konsequenzen auch nur im Ansatz zu bedenken. Hinter den Kinos stehen am Ende auch Familien und Arbeitsplätze. Es scheint sich gerade bei den Piraten in die Hirne eingebrannt zu haben, alle Medienschaffenden seien gierige Gauner, die euch mit DRM verseuchen wollen und die Freiheit aushebeln wollen. Nein, die meisten dieser Schaffenden sind die Leute ganz am Ende der Kette, die einen Kredit aufnehmen müssen, um 3D Technik zu beschaffen und (studentische) Mitarbeiter bezahlen, damit sie die Saalaufsicht machen können. Und denen würgt die Piratenpartei jetzt einen rein. Herzlichen Glückwunsch!

    • Jacky Neiwel schrieb am

      Grade die Ketten wie Cinemaxx und Cinemotion haben sich in der Vergangenheit nicht grade mit Ruhm bekleckert, wenn es um Behindertengerechtigkeit ging. Die privaten kleinen Raucherkinos boten, als sie noch erlaubt waren, optimalen Komfort. Da war Platz, wenig Stufen, Service per Knopfdruck und es war immer ein wenig Licht im Raum. Diese Kinos wurden durch Schwachsinnsideologien dem Erdboden gleichgemacht!

      Ansonsten kenn ich auf Borkum nochn Kino, indem normale Stühle stehen und es unten im Kinosaal keine Stufen gibt, auch 3D.

      Im Cinemaxx hier in der Nähe hast du hingegen Treppenstufen so weit das Auge reicht, enge Gänge und ungeschultes Personal, dass schon nicht mehr klarkommt, wenn man 2X1,5Liter Colabecher bestellt.

      Die „Improvisationskinos“ sollten ihre Vorteile endlich mal ausspielen und auch dafür werben, dann werden die Großen zurückstehen.

    • Christoph schrieb am

      Die allermeisten Kinos gehören doch heute schon zu den großen Ketten (UCI,Cinestar,Cinemaxx usw.) Die verdienen garantiert genug. Barrierefreiheit (die bei uns im Grundgesetz verankert ist, niemand darf wegen… seiner Behinderung benachteiligt werden) sollte nicht mit dem Kauf moderner Technik verglichen werden. Investitionen muss jeder Gewerbetreibende tätigen, um auf dem Markt mithalten zu können. Außerdem sind die meisten Kinos doch selber schuld, das sie jahrelang Behinderte ausgegrenzt haben. Natürlich wird es nicht möglich sein überall die Kinos barrierefre umzubauen, aber in den meisten Fällen ist das schon möglich. Umbaukosten würden gar nicht viele entstehen. Einfach auf Höhe des Eingangs ein paar Kinosessel ausbauen, und die Plätze für Rollstuhlfahrer reservieren. Ich war mal in einem amerikanischen Kino in Kaiserslautern, da war der Eingang ebenerdig, und die Reihe ganz hinten war komplett für Rollstuhlfahrer frei. Natürlich werden dadurch zum Teil die Kapazitäten des Kinosaals verringert, aber mal ganz ehrlich, wann ist der schonmal komplett voll? Barrierefreiheit ist gar nicht so schwer und so teuer wie man glaubt. Meistens scheitert es nur am guten Willen.

    • bjoernMaHe schrieb am

      Ein Ladn, das menschen nicht ausschließen will, ein Land das sich zur Umsetzung von internationalen Regelungen verpflichtet hat, soll sich also weiterhin nicht daran halten? Ah ja… Es ist also ok, Menschen auszugrenzen, nur weil sie bestimmte Merkmale haben oder auch nicht haben… Die formulierung „wo es möglich ist“ ist halt ziemlich gefährlich. Wer weiß denn, was/wer morgen noch möglich ist.

      Ansonsten empfehle ich einmal, ein paar Tage sich nur in einem Rollstuhl fortzubewegen und danach nochmal über die Problematik nachzudenken. Selbst wenn man den Teil zu Hause ohne macht, ist der Erkenntnisgewinn enorm. Versprochen!

      Was das Schimpfen in Bezug auf die kleinen Kinos angeht: Verweise ich nur kurz auf Satz 1 im letzten Absatz oder auf Satz 3 im zweiten Absatz. ;-) Über die Problematik Programmkino und 4k-Digital-/3D-Kino denke ich nochmal in Ruhe nach…

      • Karsvo schrieb am

        DER WEG IST DAS ZIEL

        Das finde ich jetzt wirklich interessant: Zwei unterschiedliche Positionen, die AUSSCHLIESSLICH daher kommen, daß zwei unterschiedliche Personen zwei unterschiedlche Blickwinkel einnehmen. Und dabei ist man schon dicht dran:

        „Ansonsten empfehle ich einmal, ein paar Tage sich nur in einem Rollstuhl fortzubewegen und danach nochmal über die Problematik nachzudenken.“
        Jetzt fehlt „nur“ noch: … daß nicht nur der andere, sondern man selbst die GEGENSÄTZLICHE Position einnimmt. Also: was macht ein Kino-Besitzer, der sonst pleite geht? Wenn Ihr lernt, GLEICHZEITIG entgegengesetzte Blickwinkel einzunehmen, dann muss man über geeignete Maßnahmen nicht mehr diskutieren. Die Lösungen ergeben sich ganz von alleine. Keine umständlichen Regelsysteme und Streit um des Kaisers Bart mehr nötig. Es geht dann ganz von alleine. Das bedeutet: Die Methode ist das Programm oder: Der WEG ist das Ziel.

    • anonymous schrieb am

      da sind wir wieder bei den ökonomischen sachzwängen angekommen, mit denen jede diskriminierung gerechtfertigt werden kann.

  3. Absurdkapitalist schrieb am

    Diskriminierung hin, Diskriminierung her, wenn das „kleine Vorstadtkino“(TM) aufgrund der finanziellen Überforderung durch neue (bürokratische) Vorschriften zumacht, was haben wir denn dann? Nicht einen einzigen Kinoplatz dort für Rollstuhlfahrer mehr. Und zusätzlich als kleines „Extra“ noch ein (verkehrstechnisch) günstig nahebei liegendes Kino für einige (Tausend) Menschen… weniger. Will heißen, der in der BRD so beliebte bürokratische Rundumschlag (alle Kinos per Gesetz verpflichten, XYZ einzuführen), bringt der Masse der Bürger (inklusive des Beispiel-Rollstuhlfahrers) gar nichts. Profitabel wäre dies höchstens für die Kino-Großkonzerne, denen der Staat auf diese Weise die lästige „kleine“ Konkurrenz vom Halse schafft. Staatliche Gesetzesvorhaben zur Förderung von Großkonzernen gegenüber Klein- und Mittelstand? Mit Unterstützung/Rückendeckung durch die Piratenpartei? Ja, absolut, klingt großartig… nicht.

    Mit ein bißchen Augenmaß könnte man auch einfach auf die Idee kommen, die Verpflichtung für behindertengerechte Kinoplätze an die Kinogröße zu koppeln. Was dann zwar im Einzelfall dazu führen könnte, daß Klein-Kino X keinen separaten Platz (oder zehn) für Rollstuhlfahrer hätte. gleichzeitig würde aber die restliche potentielle Kundschaft eben dieses Kinos nicht quasi in Sippenhaftung damit abgestraft, daß es ökonomisch nicht tragbar wäre, dieses Klein-Kino umzubauen. Und dementsprechend der Betreiber den Laden einfach schließt.

    Oder aber das individuelle Wohl des (beispielhaften) Rollstuhlfahrers geht über das Wohl der restlichen Kinobesucher. dann sollten wir konsequent auch ähnliche Regelungen für Restaurants, Kneipen, etc. fordern. Und zwar sofort. Und „brutalst möglich“(TM). Macht ja nichts wenn dann haufenweise Betriebe schließen, Hauptsache der Rest ist komplett behindertengerecht, nicht wahr?

    • anonymous schrieb am

      aus dir spricht gerade die minderheitenproblematik heraus, die vor allem im utilitarismus bekannt ist.

      du versuchst hier gerade, nach dem nützlichkeitsprinzip individuelle rechte gegeneinander zu verrechnen.

      nur zu doof ist dein fehler darin, dass es kein recht auf kino (jetzt für die nichtbehinderten) gibt.
      behinderte allerdings haben gruppenbezogene rechte, die sogar im grundgesetz stehen.

      es gibt genügend anderen brüokratiedruck – wie viele vorschriften mag es bloß zu sicherheitsfragen geben? wie viele unsinnige vorschriften mag es darüber hinaus geben.
      den hat man unter den kinos zähneknirschend in kauf genommen. und umgebaut hat man sowieso laufend.
      man hat sogar bei der läppischen umstellung vom extrem breiten seitenverhältnis auf das weniger breite 16:9 (nicht gerade billige) umbaumaßnahmen unternehmen können.

      aber für die rechte von menschen fehlt dann das geld oder wie?

      • Absurdkapitalist schrieb am

        Das mag zwar alles so sein (obwohl neue bürokratische Regelungen mit der Masse an bereits existierenden zu rechtfertigen, na ja…), geht aber an der eigentlichen Problematik vorbei. Was nützt dem beispielhaften Rollstuhlfahrer, wenn die Regelung zwangsweise flächendeckend eingeführt wird, aber gleichzeitig das Klein-Kino in seiner Nähe dadurch zumachen muss? Er hat dann auf dem Papier zwar seinen Anspruch auf den (oder die 10) behindertengerechten Platz/Plätze im Kino, nur gibt es eben dieses Kino nicht mehr. Realer Nutzen somit für ihn stark gegen Null gehend.

        Daher ja meine Anregung etwas AUGENMASS walten zu lassen. Es macht eben doch einen gewissen Unterschied, ob das Kino mit nicht einmal 100 Plätzen große Umbauten vornehmen muss, oder ob es eine Multiplex mit mehreren hundert Plätzen trifft, daß dazu noch an einer finanzstarken Kette hängt. Im letzteren Fall werden die Umbaukosten möglicherweise einfach unter „Werbungskosten“ abgebucht.

        Untern Strich bliebt es aber so, daß ein formaljuristisches Beharren auf dem Umbau jedweden Kinos (ohne auch nur zu erwägen, im Falle kleinerer Betrieb dies durch Fördergelder o.ä. zu kompensieren), der beispielhafte Rollstuhlfahrer ggf. kein bißchen Kino mehr hat. Weil statt umzubauen, der Kleinbetrieb schlicht schliesst. Und somit bei einer Umsetzung nach dem beliebten Rundumschlagsprinzip er nachher genauso „kino-los“ dasteht wie vorher. Und als „Bonus“ dazu noch ein ganzer Haufen anderer Leute. Dann kann er sich ggf. seine gruppenbezogenen Rechte nämlich einrahmen und an die Wand hängen, weil sie ihm in Bezug auf den Kinobesuch exakt GAR NICHTS gebracht haben. Mangels Kino das nun geschlossen wird.

        Und die originäre Initiative und Stellungnahme der Piratenpartei (s.o.) fordert ja auch ausdrücklich, das es „…für große Kinos verpflichtend werden…“ soll. Neben nicht näher spezifizierten finanziellen Anreizen. DAS klingt mir eher nach „Augenmaß“.

        • anonymous schrieb am

          die anderen bürokratiemaßnahmen sind hier nicht als rechtfertigung zu verstehen. vielmehr als demonstration, dass es auf den seiten von kinobetreibern nicht an der fähigkeit, sondern am willen scheitert.

          nochmal: keiner hat ein recht auf ein kino. es gibt nur das gruppenbezogene recht des behinderten.
          und wenn ein kino deshalb schließen muss (wobei das, wie ich weiter unten in einem kommentar schrieb, nur als gipfel des eisberges eines schlechten geschäftsmodells zu begreifen ist), dann ist das ein begleitschaden, dem man irgendwie anders begegnen muss, wenn es möglich ist. wenn nicht, dann müssen wir eben für eine moralisch fortgeschrittenere welt abstriche machen.

          analog:
          wenn mein lieblings-süßigkeitenkonzern gegen menschenrechte verstößt (z.b. kinderarbeit oder missachtung sozialer grundrechte) und sich ohne diese verstöße das geschäftsprinzip nicht mehr rentieren würde, dann müsste der im falle strengerer gesetzlicher vorschriften schließlich auch dichtmachen.
          würde da vielleicht auch jemand sagen: wie schade, jetzt krieg ich von dort nichts süßes mehr?

          • Jacky Neiwel schrieb am

            Ja! Weil an die Stelle eines Menschenverachtenden Süßigkeitenkonzerns nie ein sozialer Süßigkeitenkonzern, sondern ein NOCH menschenverachtenderer Süßigkeitenkonzern nur in einem anderem Land tritt. Das selbe Problem sehen wir ja beim Deutschem Pfand. Mit dem Einwegpfand, wollte man die energiebewusst herzustellenden Mehrwegflaschen stärken, stattdessen gibts jetzt ALLES als Einwegpfand. Selbst WASSERFLASCHEN, die bisher als einziges in Deutschland einem bestimmtem Recht untergeordnet waren, dass Mineralwasserpflaschen ne einheitliche Form haben, die auch von so gut wie jedem Hersteller benutzt wurde.(Was Transportwege zu den Abfüllstationen erheblich minderte) Diese Flaschen waren Gütesiegel für original Mineralwasser(die 0,7l mit den Pickeln oben)

            Heute wird einfach jede Flasche eingeschmolzen/verbrannt und die Getränkeindustrie verbraucht mehr Energie als je zuvor.

            Will sagen: Wenn die Luft dünner wird, neigt die Industrie dazu die wenigen verbliebenden Schlupflöcher auszunutzen und dabei gern mal über Leichen zu gehn.

  4. Ich schrieb am

    Die Kinos sollten lieber weniger auf 3D und 4K setzen und mehr aus altbewährtes und auf Barrierefreiheit.

    Ich persönlich mag den 3D-Mist nicht und bevorzuge ein Kino wo es nur 2D gibt und der Eintritt 5 Euro kostet.

    Die ganzen großen Kinos in der Umgebung habe ich seit vielen Jahren nicht mehr besucht.

    • anonymous schrieb am

      ich glaube, wir sollten sowieso einfach mal begreifen, dass das geschäftsmodell kino ein ausläufer ist.

      dauernd liest man: jaaa, das geld, das geld, das geld – das fehlt. die betriebe müssen schließen.
      da würde ich mir doch mal gedanken machen, warum das so ist? das problem sind doch hier nicht die forderungen für behindertenrechte, die den lauf der dinge verschnellern, sondern das problem ist der lauf selbst. und zwar der, dass kinos reihenweise schließen müssen.
      wenn die betriebswirtschaftliche rechnung umbau zur barrierefreiheit nicht verkraftet, dann ist sie es eine schlechte rechnung.

      in unserem zeitalter ist das kino am aussterben! man könnte vielleicht mal fragen, warum das so ist, anstatt dort an falscher stelle zu investieren. und dann könnte man sich maßnahmen überlegen, die tatsächlich helfen.
      wenn es keine gibt, dann war es das halt für das geschäftsmodell kino – mensch, wie traurig aber auch!

  5. Ich schrieb am

    Ich denke die Kinos sterben weil die Preise zu hoch sind.

    Viele Menschen können (und wollen) sich keine 10 Euro Eintritt oder mehr leisten.

    Zudem gibt es viele potentielle Kunden wie mich die das ganze 3D-Heckmeck nicht verstehen. Wieso muss überhaupt auf Teufel komm raus das 3D so gepusht werden? Mir (und vielen anderen) ist 2D lieber. Nur wenn man einen Großteil der Kunden ignoriert dann wird das auch nichts mit dem Geld verdienen.

    Aber die Musik- und Filmindustrie hält ja eh lieber an alten Geschäftsmodellen fest und beklagt sich über die Kunden, Schwarzkopierer und selbst die Künstler.

    Wenn die Kinos sich nicht mehr rentieren: Wie von anonymous gesagt die Kinos schließen. Oder Preise senken und bei den Labels Druck machen. Wenn die zuviel Geld wollen können die sich ja entscheiden zwischen weniger Geld bekommen oder gar kein Geld bekommen.

    Mal auf die Kunden eingehen, das wäre was. Aber in der heutigen Zeit brauchen wir ja eher noch mehr Kundengängelung, denn es kann ja nicht sein das man den ehrlichen Kunden belohnt.

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