Zum Weltdrogentag: PIRATEN fordern neue Drogenpolitik

Bild: Tobias M. Eckrich

Anlässlich des heutigen Weltdrogentags fordert die Piratenpartei Deutschland die Bundesregierung auf, die seit Jahrzehnten erfolglose repressive Drogenpolitik aufzugeben. Eine moderne und zukunftsweisende Drogen- und Suchtpolitik muss nach Ansicht der PIRATEN davon ausgehen, dass sich der Konsum von Suchtmitteln nicht verhindern lässt. Statt auf Verbote sollte deshalb auf Aufklärung, Akzeptanz und kontrollierte Abgabe gesetzt werden. Dies erfordert eine Abkehr von der »Nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik«, welche von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, Anfang dieses Jahres vorgelegt wurde.

»Prävention ist, da stimme ich Dyckmans zu, gerade in der Drogenpolitik sehr wichtig. Doch sollte diese ehrlich und sachlich stattfinden. Solange Drogen mit sehr hohem Suchtpotenzial, wie Tabak und Alkohol, in Supermärkten gehandelt und wesentlich risikoärmere Drogen wie Cannabis nicht einmal aus medizinischer Indikation heraus in Apotheken verkauft werden dürfen, wird das politische Projekt zum Scheitern verurteilt sein«,

kommentiert Andreas Rohde, Koordinator der Bundesarbeitsgemeinschaft Drogen in der Piratenpartei Deutschland, die Strategie der Regierung.

Die PIRATEN fordern eine ideologiefreie, wissenschaftlich fundierte Neubewertung der existierenden psychoaktiven Substanzen und Suchtmittel nach ihrem tatsächlichen Abhängigkeits- und Schädigungspotential. Umfangreiche Studien belegen, dass Tabak und Alkohol zu den zehn gefährlichsten Drogen neben zum Beispiel Heroin und Kokain zählen. Cannabis steht dagegen erst an elfter Stelle [1] [2].

Darüber hinaus fordern die PIRATEN den Übergang zu einer akzeptierenden Drogenarbeit. Die meisten ernsthaften Probleme entstehen erst durch das Verbot bestimmter Drogen.

»Die pauschale Prohibition führt zu einem Schwarzmarkt, der vor allem einen effektiven Jugendschutz unmöglich macht. Die Tabuisierung des Themas und die Kriminalisierung des Konsumenten führen zu gesellschaftlicher Ausgrenzung bis hin zur Obdachlosigkeit, Ausbeutung, Prostitution und Beschaffungskriminalität«,

so Markus Barenhoff, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland. Außerdem steigen bei gleichzeitigem Steuerausfall in Milliardenhöhe die gesundheitswirtschaftlichen Kosten in Folge des Konsums verunreinigter Drogen.

Ein mögliches Vorbild für Deutschland könnte Portugal sein. Hier führt eine akzeptierende, am Menschen orientierte Drogenpolitik seit zehn Jahren zu nachweislich besseren Ergebnissen. [3]

Quellen:
[1] Schadenspotenzial: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Drogen-schadenspotenzial-nutt-2007.svg&filetimestamp=20101223210331
[2] Alkoholmissbrauch: http://de.wikipedia.org/wiki/Alkoholkrankheit#Verbreitung_und_Ausma.C3.9F_der_Krankheit
[3] Drogenpolitik Portugal: http://www.heise.de/tp/artikel/34/34857/1.html
[4] Parteiprogramm Drogenpolitik: http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Drogenpolitik
[5] Parteiprogramm Suchtpolitik: http://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Suchtpolitik

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Kommentare

32 Kommentare zu Zum Weltdrogentag: PIRATEN fordern neue Drogenpolitik

  1. Itari schrieb am

    Wenn Suchtmittel und Drogen gefährlich sind, dann sollte man etwas dagegen tun und nicht resignieren. Es geht bei politischer Bewertung darum, die Kriminalisierung zu entschärfen und den illegalen Drogenhandel sowie die Beschaffungskriminalität trocken zu legen, aber nicht darum, den Suchtkonsum gutzuheißen.
    Und ja: Alkohol und Tabak sind grundsätzlich abzulehen und damit auch alle Produkte, die es enthalten. Und ich würde zu den 10 gefährlichsten Suchtmitteln auch Zucker zählen; fast noch gefählicher als Alkohol oder Tabak (Diabetes).

    • Leseratte schrieb am

      Ihnen ist aber schon klar, dass Sie in einem freiheitlichen Rechtsstaat leben, und der „Drogenkonsum“ eines Konsumenten weder Ihr Ansehen, Ihre Gesundheit, Ihr Eigentum oder Ihre Sicherheit gefährden? Kommen Sie mir nicht mit dem Strassenverkehr, dafür gibt es berechtigterweise entsprechende Gesetze.

  2. Unbekannt schrieb am

    Hallo Liebe Piraten,

    Ich bin für die Legalisirung von Cannabis, ich bin erst 18 Jahre alt aber das soll nicht heißen das ich jeden Tag dan Kiffen würde! Ich habe eine Krankheit „Psoriasis“ und Cannabis könnte es zum größten teil stoppen. Für Psoriasis gibt es Tabletten und Co. Aber nicht hilft! Die Tabletten sind nicht gut sie fressen einen auf und Wirken tun sie so gut wie gar nicht! Viele Menschen in Deutschland brauchen genau diese Droge um Gesund Leben zu können. Deshalb „Bitte“ ich euch wen Ihr mit den anderen Parteien Reden solltet genau dieses Thema anzusprechen! Und den Anbau von Cannabis zu Entmineralisieren!
    Ich glaube wen Sie oder irgendjemand aus einer Partei „CDU,SPD,Grüne“ etc. eine Krankheit hätte wo genau durch Cannabis dies aufhalten könnte oder verbessern könnte würde der jenige es nehmen! Bitte geht in euch und denkt genau dort drüber!

    • JJ schrieb am

      Du wirst es nicht glauben – es gibt unzählige aus CDU, SPD, GRüne und weiteren Parteien welche auch ohne eine Krankheit bekämpfen zu müssen Cannabis konsumieren, nicht nur Cannabis!!. Da ja aber schon jeder noch so kleine Kiffer kriminalisiert wird, während daneben der Tablettenabhängige sich sein Ephidrin in jeder Apotheke holen kann und dies sogar öffentlich konsumieren darf und nicht mal aus dem Straßenverkehr gezogen werden kann weil keine Tester darauf reagieren, wird keiner dieser Politiker oder in der Gesellschaft gut sittuierte Mensch sich hin stellen und sagen: JA, ich kiffe und bin trotzdem erfolgreich und vor allem sozialkompatibel und nehme am Gesellschaftlichen Leben mehr Teil als mancher Abstinenzler! Leider.

  3. Aexae schrieb am

    Wirklich „Gefährlich“ werden die meisten Sachen erst, wenn die Sucht gewinnt und darunter entweder Körper oder soziales Umfeld leiden. Das ist bei unserer Drogenpolitik derzeit unumgänglich: Wird jemand Suchtkrank ist er also verloren! Das Menschen mit einer Sucht aber eigentlich immernoch gesellschaftlich produktiv sind wird ausgelassen, auch den eventuellen medizinischen Nutzen etwaiger Substanzen gibt man ebenfalls keine Chance. Heutzutage werden lieber tablettten mit fiesesten Nebenwirkungen als alternative angesehen, und wenn wir uns mal ehrlich die Frage stellen, wie viele Menschen in unserer gesellschaft Tablettensüchtige sind, wäre es ein äußerst interessantes Ergebnis. Menschen müssen sich mal wegschädeln und zeigen ganz einfach Suchtverhalten! Das ist so! Nicht nur beim Substanzmißbrauch. Also warum nicht die Leute einfach mal in den Arm nehmen und ihnen helfen, anstatt sie zu „übersehen“ un auszugrenzen!

  4. hlx schrieb am

    „Drogen“ sind leider in unserer Gesellschaft leider sehr essentiell, um den Frust und Stess abzubauen, der in dem a-sozialen-Leistungssystem created by CDU/CSU und FDP vorhanden ist, ob es Alkohol, Koffein, Nikotin oder sonst was ist, ist dabei eigentlich eher nebensache.

    Wer an illegale Drogen herankommen WILL hat das schon immer geschaft und wird es auch immer schaffen, wir leben schließlich in einer Marktwirtschaft in der jeder Konsumentenwunsch auch gedeckt wird !
    DIe Augen davor zu verschließen ist höchst fahrlässig, aber da ist ja CDU/CSU standart verfahren.
    Das Neu-Begutachten des Problems ist der 1. ernsthafte Lösungsversuch seit langem,

    weiter so….

  5. Ben schrieb am

    Die Debatte geht halt um Drogen und nicht um Zucker – sicher gibt es weitaus mehr legale Dinge aufm Markt, die nicht gut für Mensch und Tier sind. Aber warum resignieren statt bekämpfen beantwortet ein Artikel aus der FAZ ziemlich genau.
    Ich sehe das alles auch eher global statt national – selbst wenn man das Problem in Deutschland los wäre, hätte das immer noch keinen Einfluss auf Ländern, die z.B. teilweise komplett vom Drogenkartell regiert werden. 50.000 Tote in Mexiko in den letzten 5 Jahren wegen Drogenkriegen; und ich schätze, darunter sind nicht ausschließlich Gangster.

    Hier noch der Artikel:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/legalitaet-als-letzter-ausweg-machen-wir-frieden-mit-den-drogen-11734267.html

    Die Bekämpfung durch Gewalt und Überwachung ist am Ende und fordert dauerhaft tausende Tote – ich weiß nicht, warum man auf diesem verachtenden Kurs bleiben sollte.

  6. Hans schrieb am

    Hab hierzu ein Zitat von Rudi Gaul anzubieten das ich mehr als passen finde: „Wenn Politiker entscheiden können, welche Drogen gut und welche schlecht fürs Volk (also auch für mich) sind, dann kann ich das auch, da ich mir die gleiche Entscheidungsfähigkeit und Intelligenz zuschreibe wie viele, oder die meisten Politiker. Also will ich auch meine Entscheidung selber treffen.“
    Macht weiter so Piraten, we win!

    • thomas schrieb am

      Wer ist Rudi Gaul? irgend ein Theatherwissenschaftler? Persönlich wäre ich begeistert, wenn er allgemein schon mal über Dinge nachgedacht hätte außer sich selbst, Theaterleute haben so an sich, dass sie rein Egofixiert sind. Aber sonst: ja, mag sein, dass er „schlau genug“ ist, klarzukommen (weil er Subventionen bekommt) aber das gilt nicht für jeden.

      Die Frage, die jeder Befürtworter beantworten muss:
      Entweder ich erlaube Drogen (ob alle oder nicht ist egal) und jeder ist für sich selbst verantwortlich (d.h. die Krankenversicherungen zahlen NICHTS wenn du in deinem XYZ-Rausch einen Unfall hast) oder Du verbietest, was Du nicht kennst. Und mit kennst meine ich kennen. Nicht „aber mit Cannabis haben wir 120 Jahre Erfahrung :((((„. Mit Alkohol haben wir 5.000 Jahre Erfahrung. Das bedeutet „kennen“. „Aber ich kenn voll so zwei Kiffer die voll so klarkommen, weil Papi voll korrekt krass Wohnung zahlt ey, alder“ ist keine wissenschaftliche Studie.

      • Leseratte schrieb am

        „Ich kenn voll so zwei…“ bis drei tausend Obdachlose mit Schnapsflaschen in den Händen die da voll so am Bahnhof klarkommen. Merkwürdiges Argument. Sie suchen sich mal schnell jemanden heraus den Sie verachten und schieben dessen Wesen auf den Konsum einer bestimmten Substanz. Dass Obama auch mit Cannabis klar kam, ebenso wie z.b. einige Schweizer Politiker ( unsere dürfen so etwas ja noch nicht zugeben ) oder etliche bekannte Künstler übersehen Sie dabei. Vor 120 Jahren war Hanf bereits in 50% aller Medikamente enthalten.
        „In Europa sind die ältesten Funde ca. 5.500 Jahre alt und stammen aus dem Raum Eisenberg (Deutschland).“ sofern man wiki glauben schenken darf…

        • JJ schrieb am

          Und noch viel älter! Diese Droge wuchs seit jeher in den Wäldern. Ich denke das weiß jeder. Man sollte sich auch nicht darum streiten was nun länger als Rauschmittel bekannt war – sondern wie man in der gesellschaft damit umgehen sollte.

      • JJ schrieb am

        Ich kenn voll so 2 Kiffer und noch mehr, die in Vorständen großer erfolgreicher Unternehmen sitzen, einige leiten Ihre eigene Firma – denen zahlt kein Papi je die Miete. Und die sind angesehen und erfolgreich in der Gesellschaft. Einer ist Schuldirektor. Hm. So nun kenn ich noch viel mehr alkoholiker, die bekommen mittlerweile gar nichts mehr hin, können selbst mit Hilfe von Papi und Mami keine M;iete zahlen, denn sie versaufen sie… Der Staat zahlt für die die Miete, also im Grunde ich und alle Steuerzahler. –> soll nicht heißen das ich grundsaätzlich für die legalisierung von Cannabis bin, sondern eher das ich für ein generelles Alkohol- und Tablettenverbot bin!

  7. nodding schrieb am

    Meinetwegen sollten alle Substanzen, zumindest die am wenigsten schädigenden Vertreter einer Substanzgruppe (Croc muss ja nich sein) in Betäubungsmittelapotheken verkauft werden. Geprüft, mit Beipackzettel und Zubehör, Dosierungsanweisungen, Sicherheitshinweisen und Steuermarke(!). Ein Schubladenzieher mit Beratungsfähigkeit kann so die Kunden direkt auf Gefahren hinweisen oder Hilfsangebote vorschlagen – direkt an der Quelle sozusagen.
    Was kann denn so schlimm daran sein, einfach mal so ein bisschen Koks oder Heroin auszuprobieren? Ja, es macht süchtig, so wie vieles andere auch. Aber verantwortungsvoller Umgang fängt da an, wo man offen und ohne Fingerzeigen darüber sprechen kann.
    Wie immer: Die Dosis macht das Gift. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die wirklich ganz kleine Heroindosis, gerade genug für einen angenehmen Entspannungszustand, schädlicher sein soll als eine Tafel Schokolade oder der Psychopharmaka-Chemieböller vom Großgiftmischer. Weg mit der Schere im Kopf!
    Man würde mit Sicherheit viele Anwendungsmöglichkeiten für bisher strengstens verbotene Substanzen finden, die weniger Nebenwirkungen hervorrufen als teure „normale“ verschreibungspflichtige Medikamente.
    Wohlgemerkt: Alle Medikamente sind Drogen. Schonmal Tramadol probiert? Man kann wirklich nicht die Linie ziehen zwischen „medizinisch sinnvoll“ und „zum Vergnügen geeignet“. Das ist und bleibt willkürlich. Die Pharmakonzerne werden sich sicher wehren, wenn man im Garten Stoffe herstellen dürfte, die teure Medikamente überflüssig machen.

    Liebe Piraten: Macht was aus dem Thema. Arbeitet genauestens einen Vorschlag aus, wie Abgabe, Kontrolle, Besteuerung usw. geregelt werden könnte. Ich für meinen Teil könnte mir die Drogenapothekengeschichte gut vorstellen. Weiches frei, Hartes nur bei regelmäßiger ärztlicher Kontrolle, maximale Abgabemengen per Konsument, strengste Reinheits- und Qualitätskontrollen bis hin zu Werbeverbot und einheitlichen Logos für die Drogenapotheken (in Anlehnung an normale Apotheken).

    • Mike schrieb am

      Frag einen Heroin Junkie, falls das menschliche Wrack dir noch antworten kann, was schlimm daran war, es eben mal zu probieren.

      • nodding schrieb am

        Oh mann. Das Oberargument ist da…
        Könnte die Verfassung des Junkies eventuell, vielleicht aber auch nur mit einer ganz winzigen Wahrscheinlichkeit daran liegen, dass er
        – aufgrund sozialer Probleme in ein Drogenumfeld geraten ist („erster Schuss“)
        – viel Geld für seine Sucht aufwenden muss
        – Beschaffungskriminalität daraufhin nicht gerade zur Resozialisierung beiträgt
        – sein Suchtstoff je nach Dealer zu 80% mit hochgefährlichem Streckmist versetzt ist
        – er ständig mit Einknastung rechnen muss
        – der Dealer ihm keine sterilen „Konsumiergeräte“ mit eintütet
        – Drogenkonsum in unserer Gesellschaft geächtet ist

        ?

        Ich meine, was soll das? Verbote helfen nicht. Da braucht man nicht mehr drüber diskutieren. Schlimmer noch: Verbote drängen Abhängige in die Kriminalität, ins soziale Abseits. Denn dort, nur dort bekommt er den Stoff.

        Der Mensch ist ein Suchttier. Seit etlichen tausend Jahren bedröhnen wir uns mit diversen Stoffen. Im Moment tun wir das mit Alkohol, Koffein, Nikotin und Pharmachemiebomben auf Rezept. Nicht gerade die am wenigsten schädlichen Varianten. Und vor allem: Alkohol z.B. ist ein relativ nutzloser Wirkstoff – er schadet nur. Aber: Er ist legal in meterlangen Regalen in jedem Supermarkt erhältlich. Und das in Dosierungen, die für die meisten Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit tödlich sind. Eine Flasche Korn reicht für 4-5 Promille. Ohnmacht. Herzstillstand.

        In anderen Kulturen war der Suchti mit seinem Wissen über „Stoffe“ und deren Wirkung vielleicht ein hochgeachteter Obermedizinmann, in unserer Kultur wird man zu Dreck auf die Straße „definiert“ wenn man „Stoffe“ nur schief anguckt. Kann absolut verstehen, dass diese Tatsache einen fertig macht. Nimmste was, biste nix. Der Medizinmann war aber jemand und ging deshalb verantwortungsbewusster damit um.

        Es bleibt so: Das Alleinelassen, das Nichtbeachten, das Nichtauffangen sind Aulöser für unkontrollierte(!) Drogensüchte. Nicht die Droge selbst.

        • mike52 schrieb am

          Toller Text! Stimme dir absolut zu, finde es gut wie du es auf den Punkt bringst.

  8. Michael schrieb am

    „ideologiefreie, wissenschaftlich fundierte“
    Ich bin auch deswegen in die Piratenpartei eingetreten, weil man mir gesagt hat, dass die Piratenpartei so arbeiten würden.
    Als sich rausstellte, dass die Piratenpartei zumindest auf Bundesebene genau das Gegenteil praktiziert und das auch immer schlimmer wurde bin ich wieder ausgetreten.

    • kessfried, schrieb am

      Die piraten sind jetzt fortschrittlich. Das ersetzt inhalte.

  9. Hier noch der „Alternative World Drug Report“ von Count the Costs, da Uno-„Experte“ Fedotow ja lieber aus Eigeninteresse von der Ursächlichkeit des Verbots für die meisten Probleme ablenkt: „Illegale Drogen verstärken die Kriminalität, untergraben die Menschenrechte und sind ein erhebliches Gesundheitsrisiko“.
    Großes Lob an Spiegel Online, die den Stuss des Prohibitionsprofiteurs Fedotow wie immer unreflektiert weiterverbreiten.

  10. Mike schrieb am

    Coole Sache, Drogen auf Rezept, deutsches Reinheitsgebot, ärztliche Überwachung, natürlich ohne Wartezeiten …. ups einen kleinen Unfall beim Flashback gebaut, den falschen Knopf gedrückt sorry, hab doch alles auf Rezept … Und das ganze von denen bezahlt die keine nehmen … Aufklären kann man ohne Freigabe!

    • nodding schrieb am

      Coole Sache, Alkohol ohne Rezept, deutsches Reinheitsgebot, ohne ärztliche Überwachung, natürlich in jedem Supermarkt …. ups einen kleinen Unfall beim Kater gebaut, den falschen Knopf gedrückt sorry, hab gestern Geburtstag gefeiert … Und das ganze von denen bezahlt die nix Trinken … Aufklären kann man ohne Freigabe!

      -> Merkst du was?

  11. tessarakt schrieb am

    „Koordinator der Bundesarbeitsgemeinschaft Drogen der Piratenpartei Deutschland“

    Es gibt keine „AG _der_ Piratenpartei“. Höchstens AGs _in_ der Piratenpartei.

    Hier wird der Eindruck erweckt, AGs wären irgendetwas Offizielles, was ja bekanntlich nicht zutreffend ist.

  12. Victor Aveyron schrieb am

    Ich weiß nicht, ob das Thema nicht viel komplizierter ist als nur die Frage, ob Drogenkonsum legalisiert wird, oder nicht. Es führt doch zu einer Menge Folgefragen, von denen ich nur ein Paar aufzählen will:

    Wie wirkt sich eine Legalisierung von Drogenkonsum im Bereich des Haftungsrechtes aus bei Unfällen, Sachbeschädigung, Körperverletzung, etc. In der Vergangenheit haben Leute, die unter Drogen standen, häufig auf ihre mangelnde Zurechnungsfähigkeit gepocht. Würde das so bleiben und gleichzeitig der Konsum legalisiert, käme das einem Freibrief gleich.

    Was ist mit Arbeitsrecht? Wenn der Konsum von Drogen legalisiert wird, ist eine Firma dann gezwungen, Drogeneinfluss während der Arbeit zu tolerieren? Muss ein Drogenkonsum bei Bewerbungen angemeldet werden?

    Werden für Drogensüchtige andere Krankenversicherungstarife gelten? Müssen Krankenkassen Drogensüchtige versichern? Was ist mit KFZ-Versicherungen? Haftpflichtversicherungen? Etc. etc.

    Wer soll denn die Drogen verabreichen dürfen? Staatliche Stellen? Ärzte? Und wenn es Ärzte sind, werden sie damit nicht gezwungen, gegen ihren hypokratischen Eid zu verstoßen?

    Man kann die Liste beliebig fortführen.

    Ich will nicht sagen, dass ich gegen eine Legalisierung von ‚weichen Drogen‘ zur Reduzierung der Beschaffungskriminalität bin. Ich will auch nicht sagen, dass Alkoholsucht nicht in vielen Bereichen deutlich Schlimmer ist als Cannabis-Konsum ist. Ich will sagen, dass das Thema komplex ist und nicht mal eben entschieden werden kann.

  13. JJ schrieb am

    kannm mir mal jemand sagen wieso meine posts selektiert veröffentlicht werden, also manche rausgelöscht sind? Das gibt ein völlig falsches Bild!!! was soll das? Das ist intransparent.

    • Sylvia schrieb am

      Das ist eigentlich recht einfach: du meckerst und pöbelst zu viel. Leuten hier z.B. vorzuwerfen sie würden Dinge nicht verstehen, weil sie sich jeden Abend 2 Bier hinter die Birne kippen ist kein besonders toller Stil. Bei deinem Kommentaraufkommen hab ich da aber auch nicht die Zeit/Muße da nachzulesen ob der Kontext die Formulierung nicht vielleicht doch entschuldigt.

      • JJ schrieb am

        Na klar und Du bist Die, welche sachliche Argumente und seine Meinung sagen letztens noch mit „auf den Tisch pissen“ verglichen hat! Da sieht man wie engstirnig und ignorant die Partei ist – auf der einen Seite Vielfalt und Tolleranz wie Transparenz predigen. Andererseits Meinungen die Euch zu gefährlich werden können, durch welche andere User zum Nach- und Umdenken angeregt werden könnten einfach löschen oder unsachlich verdrehen. So wie jetzt dargestellt stand das nicht dort.. Naja, irgendwann wird auch mal jemand nicht mehr Zeit und Muse haben sich mit Ihrer Meinung auseinanderzusetzen, dann wirklich aus völligem Desinteresse und nicht weil einfach nicht genug Potenzial da ist bestimmte Dinge zu verstehen.

  14. chris123 schrieb am

    Dass die Piratenpartei möglichst viel Freiheit für die Menschen durchsetzen will, ist prinzipiell richtig. Aber ob ein Mensch auch die Freiheit haben soll, sich selbst zu zerstören, ist fraglich. Daher ist eine Legalisierung von z. B. Cannabis nicht unbedingt sinnvoll. Im Übrigen wird bei einer Legalisierung auch massiv Werbung für Cannabis gemacht, wodurch sich die Situation noch verschlimmert.

  15. Yarok schrieb am

    Chris123, lediglich 5% werden abhängig und die sind – im Gegensatz zu Alkoholikern – wegen der milden körperlichen Auswirkungen von Cannabis weit davon entfernt, „sich selbst zu zerstören“.
    In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass Professor David Nutt bei einer Legalisierung von Cannabis in Großbritannien einen Rückgang des Alkoholkonsums um 25% erwartet.
    Drogen substituieren einander zum Teil und wenn man die freie Wahl des Mittels zulässt, statt die sehr schädlichen und suchterzeugenden Substanzen Alkohol und Nikotin durch willkürliche „DROGEN!!!“-Verbote verdeckt zu subventionieren, wird man sehen, dass die Menschen im Großen und Ganzen auf sich selbst aufpassen und der durch den Konsum psychoaktiver Substanzen verursachte Gesamtschaden zurückgeht.
    Wenn man dann noch den Schaden durch die prohibitionssubventionierte organisierte Kriminalität (70% der Einnahmen durch Drogen!), die ja auch Nichtkonsumenten betrifft, miteinbezieht, sollte eigentlich klar sein, wie kontraproduktiv Drogenprohibition ist.

  16. Peter Gross schrieb am

    Wir sollten es wie in Tschechien machen und Crystal legalisiern, so werden einige Probleme wegfallen. ;)

    • Yarok schrieb am

      Wenn man für alle Drogen legale, qualitätskontrollierte Bezugsmöglichkeiten erlaubt, würden Konsumenten von Aufputschmitteln im Großen und Ganzen das klassische Amphetamin vorziehen. Tschechien hat nicht legalisiert, sondern lediglich entkriminalisiert und ein großer Teil der Schädlichkeit von Crystal, die übrigens medial stark übertrieben/sensationalistisch dargestellt wird, rührt von herstellungsbedingten Verunreinigungen her! Wegen der einfachen Herstellung und leicht verfügbaren Grundstoffe hat Crystal auf dem gegenwärtigen Schwarzmarkt einen Preis- und Konzentrationsvorteil gegenüber weniger schädlichen Substanzen wie Amphetamin. Bitte. Danke. Hoffentlich merkst du, dass du mit Resultaten der Prohibtion die Prohibition rechtfertigen willst. Union, FDP und SPD machen’s nicht anders!

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