Gemeinsam gegen GEMAinheiten – PIRATEN rufen zur Demonstration gegen Tarifreform der GEMA auf

Bild: Tobias M. Eckrich

Die Piratenpartei Deutschland ruft zur Unterstützung der Demonstration am 25.6. in Berlin gegen die aktuellen Tariferhöhungen der GEMA für Clubs und Diskotheken auf. Das Motto der Demonstration lautet: »Gemeinsam gegen GEMAinheiten«.

Bruno Kramm, Beauftragter für Urheberrecht der Piratenpartei Deutschland, meint dazu: »Das Maß ist voll. Nicht nur, dass die GEMA in vollkommener Intransparenz über die Jahrzehnte ein unfaires und unkontrollierbares Verteilungsmodell der GEMA-Tantiemen für Urheber etabliert hat, nein, sie beteiligt sich jetzt sogar aktiv am Sterben der Clubkultur. Nichts anderes bedeutet diese Tarifreform, die viele Diskotheken dazu nötigen wird, ihren Geschäftsbetrieb einzustellen.« Kramm selbst wird an der Demonstration teilnehmen und eine Rede halten.

Die PIRATEN hatten bereits in der Vergangenheit die Tarifreform für öffentliche Aufführungen und die Tarifreform der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) für Leermedien aufs Schärfste kritisiert, die ebenso auf Initiative der GEMA zum 1.9. eingeführt werden soll.

Im Zuge des von der Piratenpartei Deutschland initiierten Urheberrechtsdialogs diskutierten einige PIRATEN mit der GEMA die Folgen der Tarifreform. Die Antwort der GEMA zu den dargestellten Härtefällen war sinngemäß: »Das hatten wir so nicht auf dem Schirm.« Umso bezeichnender ist es, wenn die GEMA jetzt die Diskussion aussetzt und auf ein Schiedsgerichtsverfahren vor dem Patentamt wartet, während Diskothekenbesitzer bereits ab 1.1.2013 die Differenz zwischen dem neuen und dem alten Tarif auf ein Sperrkonto einzahlen müssen.

Die Piratenpartei Deutschland ruft alle Betroffenen aus Kreativwirtschaft, Tourismus, Gastronomiegewerbe, Clubbetreiber, Veranstalter und Künstler sowie alle Teilnehmer an kulturellen Veranstaltungen auf, sich an der Demonstration zu beteiligen.

Flattr this!


Für Kommentare gelten die hier einsehbaren Regeln.

Kommentare

37 Kommentare zu Gemeinsam gegen GEMAinheiten – PIRATEN rufen zur Demonstration gegen Tarifreform der GEMA auf

  1. daniel burmeister schrieb am

    es währe schön wenn es dazu auch eine demo in hamburg gäbe
    so nun zu meiner meinung :
    ich finde KEINER aber auch wirklich keiner sollte iwelche rechte haben gebühren auf musik zu schlagen
    die er nicht gemacht hat das macht den ganzen markt kaputt den unsere künstler haben es schon schwer genug mit den ganzen raubkopien

    ich bin GEGEN GEMA
    LG euer daniel

  2. Basti Bak schrieb am

    Das ist doch ein klarer Akt der Expansion kapitalistischer Bestrebungen. Die GEMA verfehlt hier ihren eigentlichen Auftrag die Produzenten zu schützen. Nun entzieht die GEMA ihnen die eigentliche Geldquelle: die Konsumenten! Der deutsche Bürger ist immer weniger bereit, mehr Geld auszugeben, wenn zunehmend institutionelle Einrichtungen ihre Stellung für kapitalistische Zwecke missbrauchen. Dazu zählt die deutsche Bahn, die GEZ, die Krankenkassen und dergleichen. Sie waren ursprünglich dafür da, in der Gesellschaft eine Stimme für das Volk zu sein! Wo ist Deutschland jetzt? Kann man denn überhaupt noch von Deutschland als Land reden? Vielmehr scheint die Bezeichnung „monetäres Schlachtfeld übersät mit Konsumleichen“ passender zu sein!

  3. Frits Kool schrieb am

    Kultur und Finanzierung der Kulturschaffenden ist eine Gemeinwesenaufgabe – für eine Sozialisierung der Kultur, auch der Popkultur, aber nicht über die Geier, wie GEMA und GEZ! Das Privateigentum, auch das geistige Copyright gehört aufgehoben! Nicht das individuelle Streben nach Reichtum durch Vermarktung von Kunstwerken steht dabei im Fokus, sondern die Kultur für viele!

  4. Jarek schrieb am

    Wenn es nicht an einem Wochentag stattfinden und die Werbetrommel mal bisschen kräftiger rühren würde und es vllt mehr als nur eine Veranstaltung gäbe, könnte es auch etwas bewirken. Selbst ich als Pirat habe erst heute davon erfahren:/

  5. egon jung schrieb am

    Wieder der ewig gleiche Fehler von Gastronomen und Veranstaltern!

    Bittet Gäste um ihre Unterstützung!

    Macht ihnen klar, dass auch sie von solchen Maßnahmen betroffen sind.
    Explodierende GEMA-Gebühren heißt auch:
    – Preiserhöhungen bei Eintritt und/oder Getränken => auf Kosten der Gäste.
    – Weniger Veranstaltungen => weniger Auswahl für Gäste.
    – Weniger Öffnungstage in Clubs und Discos => geringeres Angebot für Gäste.
    – Schließung einiger Clubs und Discos => auf dem Land oft gar kein Angebot mehr.

    Solange Gastronomen nicht lernen, welches gigantische Potential an Menschen sie mit extrem geringen Mitteln ansprechen (können) und welche Macht sie dadurch haben (auch bei Wahlen), solange werden sie, trotzt ihrer gemeinsamen beachtlichen Größe, immer nur als ungeliebte und stimmlose Randgruppe behandelt.

    Das Gejammer wegen Existenzbedrohung und Umsatzrückgang interessiert weder Gäste, noch Politiker.

    Setzt Euch einmal auf die andere Seite der Theke und denkt aus der Sicht der Millionen von Gäste.

    Lernt endlich dazu, entwickelt Euch weiter und nutzt Euer Potential!

    • JJ schrieb am

      Nee, eben keine Preiserhöhung. Gegenteil. Erstmal drüber informieren bevor gewettert wird!

  6. Ellen Dosch schrieb am

    Liebe Piraten,

    vielen Dank für Eure Unterstützung! Hier ist ergänzend zu Eurem Aufruf noch die PM der Initiative „FAIRplay – Gemeinsamg gegen GEMAinheiten“. Ein Download-Link fürs Pressepaket befindet sich ganz unten.

    Viele Grüße,
    Ellen Dosch
    Vorstand electrocult_e.V.

    __

    Berlin demonstriert gegen die GEMA Tarifreform 2013
    Gemeinsam gegen GEMAinheiten – für faire Tarife

    Anlässlich der Jahreshauptversammlung der GEMA, vom 25.06. bis 27.06.2012, ruft die Berliner Initiative „FAIRplay – Gemeinsam gegen GEMAinheiten“ zur Demons-tration für den sofortigen Stopp der GEMA Tarifreform 2013 auf. Am Montag den 25. Juni 2012, von 18:00 bis 22:00 Uhr findet eine Kundgebung in der Schönhauser Allee, auf Höhe der Kulturbrauerei statt, bei der das Bündnis die Öffentlichkeit und die GEMA-Mitglieder über die Gefahren und Folgen der geplanten Tarifreform informieren möchte. Parallel dazu findet im „Frannz Club“ in der Kulturbrauerei das jährliche Mitgliederfest der GEMA statt.

    Mit großer Sorge betrachten Club- und Kulturveranstalter in ganz Deutschland die neuen GEMA-Tarife für Clubs, Diskotheken, Musikkneipen und Straßenfeste, die ab dem 01. Januar 2013 in Kraft treten sollen. Entgegen der Behauptung der GEMA, sie wolle lediglich 10 % der Eintrittsgelder, stellte sich heraus, dass durch die vielen neuen Zuschläge, durchschnittlich 600 bis 800 Prozent Verteuerung und mehr auf die Veranstalter und Clubbetreiber zukommt. Der DEHOGA (Deutscher Hotel und Gaststätten Bundesverband) veröffentlichte Beispielrechnungen, in denen Tariferhöhungen von über 2000 Prozent vorgestellt wurden. Dies bedroht die Existenz aller Clubs und Veranstaltungsorte in Berlin und bundesweit!

    Lotar Küpper, Anmelder der Kundgebung und Vorstandsmitglied von electrocult_e.V., erklärt hierzu: „Die Berliner Clubkultur mit allen daran hängenden Arbeitsplätzen, z. B. auch in der Tourismusbranche, stellt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor der Stadt dar, den es in einer sonst industriearmen Region unbedingt zu erhalten gilt.“

    Unterstützung der Initiative haben sämtliche Parteien des Berliner Abgeordnetenhauses zugesichert. So wird zum einen auf politischer Ebene ein ernsthafter Dialog mit der GEMA und deren zuständigen Schiedsstelle, dem Deutschen Patient- und Markenamt gefordert, auf Initiavenebene konkrete Unterstützung geleistet, u. a. durch beratende Tätigkeit bei Aktivitäten und mediale Unterstützung, als auch durch öffentliche Statements und Rede-beiträge von Parteivertretern bei der Kundgebung in der Schönhauser Allee und einer geplanten Podiumsdiskussion, ebenfalls am 25.06.2012 um 15:00 Uhr im Maritim Hotel Berlin, Stauffenbergstraße 26, EG Raum 2 (direkt neben der GEMA-Versammlung).

    „Wir freuen uns über das große Interesse aller Parteien an diesem Thema, denn es geht wirklich uns alle an! Die Betreiber und Veranstalter, deren Personal, die Zulieferer, die Taxifahrer, die Hotels und Hostels, die Grafiker und Druckereien, die Spätis… und nicht zuletzt die Gäste! Denn die müssen die Rechnung am Ende teuer bezahlen!“ sagt der DJ, Musiker, Labelchef und Pressesprecher der Intitiative, Dr. Motte.

    Wir stellen klar:
    _Wir sind NICHT gegen die GEMA, sondern gegen die Tarifreform 2013!

    Wir fordern:
    _den sofortigen Stopp der GEMA Tarifreform 2013
    _faire und transparente Abrechnungsmodalitäten
    _die Beteiligung aller Betroffenen bei der Tariffindung
    _eine gerechte und faire Umsetzung des geltenden Urheberrechts in Deutschland
    _rasches und entschiedenes Handeln der politischen Entscheidungsträger, bei der richtigen Weichenstellung unserer ökonomischen und kulturellen Zukunft

    Wir demonstrieren:
    _Montag, 25.06.2012
    _18:00 – 22:00 Uhr
    _Schönhauser Allee, Höhe Kulturbrauerei

    Pressepaket:
    _

    __
    Pressekontakt:

    FAIRplay – Gemeinsam gegen GEMAinheiten
    Eine Initiative Berliner Club- und Kulturveranstalter

    Koordination Sabine Hoffmann-Acheampong, Tel. 0176 / 48 666 228
    Kundgebung Lotar Küpper, Tel. 0157 / 855 50 773
    Pressesprecher Matthias Roeingh, Tel. 030 / 69 81 51 92
    Ingo Damm, Tel. 0178 / 206 44 81

    Offizielle Website:
    Facebook-Seite:

    electrocult_e.V.:
    ,

    • JJ schrieb am

      Aufwachen – das ist die Chance für uns, die Jugend von Alke zu bekommen bitte unten mal den Kommentar lesen…

  7. Christoph schrieb am

    Liebe Piraten, als politische Partei habt ihr den öffentlichen Auftrag, einen politischen Meinungsbildungsprozess in der Bevölkerung anzuregen. Voraussetzung dafür ist, dass man die Menschen umfassend informiert. Umfassend hieße in diesem Zusammenhang aber auch, dass man nicht verschweigen darf, dass die meisten Veranstaltungen durch die geplante Tarifreform günstiger werden, weil kostenlose Veranstaltungen oder Läden mit weniger als 100m² Tanzfläche weniger zahlen, teilweise deutlich. Das stärkt gerade kleine Clubs und Nischenkultur.

    Ich bitte Euch: Hört auf Halbwahrheiten zu verbreiten, sondern werdet Eurer Verantwortung gerecht, die Menschen umfassend und ausgewogen zu informieren. Vertraut darauf, dass sie ihre eigenen Gedanken machen und versucht nicht, sie mit einseitiger Information und Stimmungsmache zu manipulieren. Ihr macht Euch sonst nur unglaubwürdig.

    • Geisterkarle schrieb am

      Welche Läden haben denn weniger als 100m²? Das sind lächerliche 10x10m! Und man muss da auch noch mit einrechnen, dass die GEMA nicht die „Tanz“fläche zählt, sondern die komplette Fläche des Ladens: Bereich hinter der Bar? Lagerräume? Büroräume? Das zählt alles zur Flächenberechnung der GEMA hinzu! Da bist du schneller über 100m² als du „Mei is das günstig“ blubbern kannst!

      • Christoph schrieb am

        Du hast Recht, es wird nicht nur die Tanzfläche gezählt. Diese falsche Information hatte ich ausgerechnet von einer Seite von Gegnern der Reform. Die Wahrheit liegt aber wie so oft irgendwo in der Mitte. Lager- und Büroräume etc. werden nicht mitgezählt, sondern die dem Publikum für die Veranstaltung zugänglichen Räume und zwar voll. Das heißt, dass der Bereich hinter der Bar oder dem DJ-Pult berechnet wird, nicht aber die Toilette oder Garderobe.

        Viel wesentlicher ist aber, dass hier beide Seiten mit selektiven und falschen Angaben arbeiten, sowohl die GEMA als auch die Gegner der Tarifreform. Natürlich ist es fragwürdig, wenn man herausstellt, dass Clubs unter 100m² weniger bezahlen, aber verschweigt, dass es davon sehr wenig geben dürfte. Viel gravierender ist aber, wenn man wie die Piraten behauptet, es gebe Steigerungen „zwischen 400 und 2000 Prozent“, aber verschweigt, dass es eine Härtefallregelung gibt, die die Steigerungen auf maximal 76% begrenzt. Entweder, die Piraten haben sich nicht richtig informiert oder aber sie schreiben bewusst die Unwahrheit. Ich weiß gerade nicht, was ich schlimmer finden soll.

        • Tolga schrieb am

          Härtefallregelung? Des ist mir neu. Wenn dem so wäre, dann hätte das die GEMA längst als Gegenargument benutzt. Aus welcher Quelle beziehst Du diese Info? Du beziehst Dich aber nicht auf Live-Konzerte oder so, oder?

  8. Peter schrieb am

    Ein Verein der ein halbes Jahrhundert die Bevölkerung veräppelt, hat sein Aufgabengebiet verwirkt.
    siehe link … von 1951 :

  9. Returion schrieb am

    vergleicht man die derzeitige Tarifliste für Diskotheken so zahlt …
    eine Diskothek mit 100qm monatlich 452,93€. – Nach dem neuen Tarif ab 2013 wären es 330€
    eine Diskothek mit 200qm monatlich 686,83€. – Nach dem neuen Tarif ab 2013 wären es 660€
    eine Diskothek mit 300qm monatlich 920,73€. – Nach dem neuen Tarif ab 2013 wären es 990€
    .
    diese Angaben sind aus den der Gema veröffendlichen Tariftabellen entnommen und beschreiben einen 8 stündigen betrieb mit 10 Öffnungstagen im Monat. zu den qm zahlen sei gesagt das NUR der VERANSTALLTUNGSRAUM (von Wand zu Wand) gerechnet wird. Also keine Büros, Lager oder Toiletten.

    wer möchte kann gerne selbst nachrechnen,…. hier die Links zu den Tarifen:
    Tarife bis 2013
    https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Tarife/Tarife_ad/tarifuebersicht_diskotheken.pdf
    Tarife ab 2013
    https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Tarife/Tarife_ad/tarif_m_v.pdf

    Was ich allerdings noch loswerden muss,…… Ich bin kein Gema Freund. Vorallem da musikstücke und in erster Linie Musikvideos hierzulande verboten werden nur weil Künstler nicht ihre Mitgliedschaft verweigern, oder im Hintergrund Musik läuft auf die, die Gema ein auge hat. man kann es halt IMMER übertreigen. Was ich damit hal nur sagen will ist….. Wer lesen kann ist klar im Vorteil ! und wer weiß wo es steht erst recht. also wenn man schon Informiert, dann bitte mit Beweisen !!!

    • Martin schrieb am

      Dann rechne das doch mal durch, gehen wir von 400qm an 10 Tagen mit 5 EUR Eintritt aus:
      alt: 115,46 EUR
      neu: 200,00 EUR
      Mit dem alten Verfahren wären noch 6 weitere Veranstaltungen enthalten gewesen, welche ohne viel Bürokram abgegolten wären! Bei diesen 16 Tagen sieht es dann noch deutlich schlechter aus:
      alt: 72,16 EUR
      neu: 200,00 EUR
      Das ist eine Erhöhung auf 277%, also um 177%!

      • JJ schrieb am

        Ja und? Jetzt satz das doch mal ins Verhältnis zum gewinn den Du mit einer einzigen Veranstaltung erzielst. Elende Nimmersatte Bande!

  10. Pingback: Gemeinsam gegen GEMAinheiten » Geht für eure Clubs auf die Straße » Musik » AMY&PINK

  11. sabrina schrieb am

    Ich warte auf den Tag, wo wir Gema-Gebühren zahlen müssen, wenn unsere Tochter im Sandkasten ein Lied singt.

    • JJ schrieb am

      Das passiert dann wenn die Urheberrechte abgeschafft worden sind!
      Die Gema, das sind die, die für die Künstler die gebühren eintreiben um denen einen Anteil für ihr Schaffen zu sichern.

  12. Manolo schrieb am

    Hallo ich wollt paar Fragen stellen wegen unserer Schularbeit über die Piratenpartei. Auch wenn das hier nicht ganz zum Thema passt… Wäre ziemlich nett wenn mir jemand sagen könnte :) Was sind wirchge Politiker der Jetztzeit in der Piratenpartei und gibt es zentrale historische Figuren??
    Und 2.: Welches Politisches Spektrum, welche Richtung hat die Piratenpartei?? Das wärs :) Danke schon im Vorraus

    • Sylvia schrieb am

      Wichtige Politiker der Jetztzeit? Vermutlich die, die man aus der Presse/den Parlamenten kennt.
      Ansonsten kann man bei nur 6 Jahren Alter wohl kaum von historischen Figuren sprechen, aber ein Jens Seipenbusch kommt da in Erinnerung.

      Politische Richtung ist bei uns nicht ganz so einfach. Wir verweigern uns der Einordnung in ein simples links-rechts-Schema. Wir bestehen darauf, dass es da mehr als eine politische Dimension gibt.
      Am ehesten triff es ein Begriff wie sozialliberal.
      Vielleicht hilft dieser Blogpost dem Verständnis:http://www.baynado.de/blog/ueber-die-werteorientierung-der-piratenpartei

      • JJ schrieb am

        Ihr verweigert Euch eben LEIDER nicht der Einordnung in ein simples links-rechts-Schema. Sondern presst Euch gezielt in die Linke Ecke – die der JA sager. Das ihr aber wenn ihr ein Gleichgewicht findet auch wieder eine wirkliche Demokratie gebären könntet, soweit kann/darf bei euch sicher keiner denken, eben wie in den restlichen Parteien auch! (ich weiß, war ab vom Thema – aber Sylvias Antwort ja auch…)

  13. Goethe schrieb am

    Mädels und Jungs …
    Ihr wollt etwas bewegen … den Druck erhöhen ?
    Und dann unterstützt Ihr eine Demonstration gegen die GEMA im Berliner Kesselhaus? Der einzige Druck, der sich da erhöht, dürfte auf die Blase sein.
    Die Gema hat zwei GeneralDirektionen .. und in München sitzen die, die die Entscheidungen der Mitgliederversammlungen umsetzen. Eine Mitgliederversammlung wäre natürlich auch ein Anlaß den Mitgliedern Eure Unzufriedenheit zu zeigen. .. Ich halte jedenfalls die Wahl des Ortes für die Demo am 25.6. für schlecht.
    Euer
    Goethe

  14. Pingback: Demo gegen GEMA Tarifreform - Berlinpiraten

  15. JJ schrieb am

    Macht mal einen Punkt PP. Gema beteiligt sich am Clubsterben? Ihr seid wohl nicht richtig informiert? Fast alle Clubbesitzer haben seit der Wende mehrere hunderttausend Euro eingenommen (wohl eher noch mehr), einige chice Sportwagen gesammelt und nennen wahrscheinlich International verteilt mehrere Immobilien ihr Eigen. Sooo viele sind bekannt die mit einer Dicosthek(Club) den großen Reibach machen. Die Gema hat bisher im Verhältnis zum Gewinn solcher Etablissements einen winzig kleinen Teil als Gebühr für sich erhoben. Und keine Unterschiede gemacht zu allen anderen öffentlichen Tanz und Musikveranstaltungen. Und genau das soll nun geändert werden. Vor allem finde ich das so nur fair! Die ganze Welt schimpft über den übermäßigen Alkoholkonsum der Jugend in den Clubs und Diskotheken, ständig gibt es Ausschreitungen wegen zu hohen Alkoholkonsums in Form von roher Gewalt, sogar Messerstechereien werden zu Hauf gemeldet. (Nicht zu sprechen von Disco als Drogenumschlagsplatz – weil mittlerweile mehr Drogen an Schulen vertickt werden). Die Gema wirkt nun genau da dagegen und vor allem animiert sie die Eltern wieder dazu auch mal wieder an öffentlichen Tanzfesten mit Ihren Kindern teilzunehmen, weil davon bald wieder mehr angeboten werden können, da diese nämlich im Gegenzug von der Gema entlastet werden. Hat Euch sicher noch keiner gesagt, oda? Die Städte und Gemeinden werden so wieder die Finanziell mehr Mittel haben um interkulturelle Veranstaltungen mit Musikbegleitung zu organisieren, somit kann interkulturelle Bildung für Jedermann erfolgen. Für die Clubs ändert sich nicht wirklich viel, es verschiebt sich lediglich ein wenig. Da ja nun die Gebühr an Eintrittspreis und qm ermittelt wird, haben die Betroffenen nun die Möglichkeit ihre Konzepte zu ändern, was endlich dazu beitragen würde das unsere Jugendlichen weniger Alkohol konsumieren würden. Denn die weiterhin Gewinnversprechende Konsequenz aus der Gema Gebührenreform wäre, das die Clubbetreiber Ihre Eintrittspreise senken, eventuell die Räumlichkeiten verkleinern, und um den Verlust auszugleichen die Alkoholpreise drastisch anheben. Ich kann schlecht voraussagen ob die so schlau sind – ich wünsche es mir aber sehr! Im Übrigen – bin auch kein Fan von ständigen Gebührenreformen, aber in diesem Fall find ichs gut!

    • kaddy schrieb am

      @JJ:
      Alle Club- und Disko-besitzer machen den großen Reibach?- Naja habe lange in der Gastronomie gearbeitet und kann das überhaupt nicht unterstützen. Natürlich gibt es da einige, die gibt es in jeder Sparte deshalb sind diese aber nicht alle. Es gibt da so einen Spruch: „Wer nix wird,wird Wirt…“ Habe so einige Erfahrung, brauchte während der Schule/Studium Geld..
      Diskos und Clubs als Lasterhöhlen, voller Alkohol und Drogen?… Naja reichlich vorurteilsbehaftet, wenn du Drogen willst bekommst du sie in der Fußgängerzone so gut wie in der Disko. Alkohol wurde bei festen schon immer getrunken, und Ausschreitungen gab es auch. Die manchmal zügellosen Gewaltexzesse heute, spiele auf die Messerstechereien an, sind mit Sicherheit nicht auf den Konsum von Alkohol und Drogen zurückzuführen, sondern meiner Meinung nach ein Zeichen dass solche Menschen in der Leistungsgesellschaft hinten runter gefallen sind und durch die Ausübung von Gewalt sich Anerkennung erhoffen und das Gefühl auch einmal Macht zu haben.
      Schlussendlich noch zu dem Punkt: Alkohl wird teurer, Jugendliche trinken weniger?! Also so wie: Zigaretten werden teurer, die Leute rauchen weniger?! oder eher so wie: Der Sprit wird teuerer, die Leute fahren weniger Auto?! Ganz abgesehen davon dass eins sicher ist: Wenn alles teurer wird hast du am Schluss schlicht weniger Geld in der Tasche.
      Muss ich doch an meine Jugend zurück denken, da hat man sich den billigen Wodga im Supermarkt gekauft, hat sich schon mal „Aufgewärmt“ und ist schlussendlich schon sehr betrunken in den Club. Da war es dann egal was der Alk im Club kostet…
      Als Fazit möchte ich sagen: Die Gebührenreform der Gema zielt mit Sicherheit nicht darauf ab, dass sie am Schluss weniger Geld verdient!!! Das wäre ein wirkliches Novum!
      Meines Wissens nach nagen unsere „Künstler“ auch nicht am Hungertuch, also bitte sie verdienen an Werbung, Konzerten, Download, CDs, Auftritten jeglicher Art…
      Man sollte den Mist abschaffen und die Leute wieder frei feiern lassen!!!

  16. JJ schrieb am

    Ich gebe Ihnen Recht in den vielen Punkten – jedoch der Vergleich Gastronomie mit einem Club ist nicht möglich. Das sind 2 verschiedene Paar Schuhe. Tanken – und Alkohol trinken vergleichen ist auch völlig daneben, denn Benzin brauch ich um zur arbeit zu gelangen und Alkohol braucht man lediglich zum Reinigen oder in der Chemie. Der Zigarettenkonsum ist stark zurückgegangen seit der Steuererhöhung dafür. Ich rede auch nicht von den kleinen Dorf-Discos in denen sich die Schulkinder tummeln, sondern von den großen wie z.B. „P1“ und dergleichen. Da sollten die „kleinen“ draußen bleiben. Also auch der Vergleich ist nicht wertbar. Und längst verdient amn nicht mehr wirklich an CD´s als Künstler. Es geht auch weniger darum weniger Alk zu verkaufen als darum das man das mit Preisverschiebung tarrieren kann, und somit wenig Einbußen entstehen. – Den Rest hast Du einfach für Deine Zwecke ausgeblendet. Ich finde das wie gesagt nicht schlimm, es belebt die öffentlichen Tanz und Volksfeste hoffentlich wieder und trägt dazu bei auch Minderbemittelten die Chance zu geben am GesellschaftlichenLeben teil zu nehmen. UND ich denke auch nicht das die Reform dazu beitragen soll weniger Geld einzunehmen, aber das targen so viele Reformen nicht bei, wieso sollte es dann ausgerechnet die der Gema tun.

    • TomTom schrieb am

      @JJ:
      Das Verhältnis muss stimmen, wenn Künstler wie Du sie bedauerst zu wenig Geld bekommen könnte es daran liegen das der Vorstandschef der Gema, 380.000 Euro im Jahr ausbezahlt bekommt. Wobei die Betonung auf ausbezahlt liegt. d.h. Steuern & Co sind hoffentlich auch bezahlt. Was den Betrag an sich verdoppelt.
      Künstler die nach der 2 CD oder was auch immer sich mehrere Autos und Villen ebenfalls über die Welt verteilt kaufen können verdienen bestimmt auch zu wenig denn sonst wäre Matthias Reim und Andere nicht Pleite, oder liegt es daran das sie Flasche Freunde hatten?

  17. TomTom schrieb am

    @JJ
    Noch was, wie Du ja geschrieben hast fährst Du ja mit Deinem Auto zur Arbeit, da könntest Du doch 10% für jedem Werktag in der Woche egal ob Du krank oder Urlaub hast an den Hersteller bezahlen schließlich würdest Du ohne Dein Auto ja kein Geld verdienen. Ach ja Dein Fahrlehrer hat Dir ja gezeigt wie Du fährst der bekommt natürlich auch noch 10% und ja die Gewerkschaft Deiner Lehrer oder Prof’s. natürlich auch.
    Auf der Anderen Seite muss man natürlich sagen, manche Künstler senden CD an Clubs die sie dann spielen. Dem einen oder anderen Clubgänger gefällt es und er kauft sich diese CD/Titel. Der Künstler wird bekannt und verkauft mehr und müsste im Gegenzug an die Clubs bezahlen oder?

    • JJ schrieb am

      TomTom: ich habe meinen Fahrlehrer bezahlt, Steuern dafür auch. Auch mein Auto habe ich bezahlt plus Steuern, an die Firma die es gebaut hat. Eine Deutsche! Ich kaufe auch sonst viele Artikel dieser Firma ein, vom Verkaufspreis erhält diese Firma auch jedesmal etwas, das es IHre Marke(Idee) ist. Damit tue ich was Du willst, nur eben auf einen Ruck, und nicht Prozentweise. Betroffene Hunde bellen. So ist das eben. Wie gesagt ich finde es nicht schlimm, Deine Vergleiche schon. Es gibt eine max. Summe darüber hinaus wird keine GEMAGebühr erhoben auch wenn errechnet nach Muster die eigentliche Summe für die Clubbetreiber höher wäre. Ich bedauere keinen Künstler. Wärst Du einer würdest Du Dich auch über Ruhm und Glamour nicht wundern, sondern das wäre normal. Ein GemaVorstand verdient aber nicht viel wenn ich das hier so lese. Das ist mickriges Vorstandsgehalt! Ja, und einige Künstler sind sicher Pleite, weil sie „Flasche“ Freunde hatten/haben. Richtig. Hey – also was die dann mit dem vielen Geld anstellen ist doch deren Angelegenheit – weißt Du ob der GemaVorstand vielleicht schon sein Gehalt verprasst hat?! Und nee, der Künstler, der im Club bekannt wurde bekommt Geld von der GEMA, nicht vom Clubbetreiber, darum gehts ja;-)

      • TomTom schrieb am

        @JJ:
        Wenn ein(e) Club-Besitzer/in die CD kauft wo ich von ausgehe hat er/sie sie auch bezahlt inkl. der Steuern.
        Wenn ich mir die Steuertabellen/Einkommensverhältnisse (Statistisches Bundesamt) betrachte gibt es in Deutschland sehr wenig Leute (2,1%) die mehr als € 6.000,- im Monat zur Verfügung haben. Selbst wenn ich die 6,6% nicht erfassten Haushalte dazu addiere sind das bei 39.Mio. Haushalte nicht sehr viel. (ich spreche hier von Haushalten also auch Ehepaaren die zusammen nicht soviel, was Du als mickrig bezeichnest, haben. Ein Krankenkassen Vorstand (der mit dem höchsten Einkommen bekommt ca. 280.TEUR, es gibt 72 Krankenkassen) und wir alle kennen ja die Vergütung des Bundespräsidenten aus der Presse, ein MdB bekommt brutto ca. 12 TEUR/mtl. setzt sich aus Abgeordnetenentschädigung und Kostenpauschale zusammen, das entspricht ca. 145TEUR.
        Vom Verkaufspreis einer CD bekommt, übrigens die GEMA mehr als der Künstler ( durchschnittlicher Künstler sagen die veröffentlichen Zahlen), der Künstler auch seinen % Anteil. Nur ist das in € bei einem Verkaufspreis von ca.€ 20,- bzw. 30,- halt weniger als dein Hersteller des Autos der vermutlich etwa % mäßig das gleiche bekommt, wenn er nicht der Verkäufer ist.
        Mein letzter Satz hieß das der Künstler dem Club-Betreiber bei Erfolg etwas bezahlen müsste, vielleicht weil ohne das Spielen der Cd im Club diese nicht bekannt geworden wäre.

        PS. Ich bin weder Künstler noch Club-Besitzer.

        • JJ schrieb am

          ein Clubbesitzer kauft CD´s!!! Ich kann darüber nur lachen! Und nur 2,1% die mehr als 6000€ zur Verfügung haben, das tut den Bauchmuskeln sooo gut! 6000 Euro IST ein mickriges Vorstandsgehalt. Für mich sind 6.000€ auch viel – aber für einen Vorstand der GEMA oder der Post, oder BMW, oder AUDI und und und sind 6.000€ ein Witz! Selbst für den Vorstand von Versicherungen kann man das nur dezimal sagen wie klein der Teil ist den 6.000€ seines Gehaltes ausmachen. Minister., Bundespräsidenten Krankenkassenvorstände – wenn die uns sagen würden was wirklich auf deren Konto fließt hätten wir längst die Anarchie! Hast Du darüber noch nie nachgedacht?
          Da schrieb einer am 22.06.2012 um 19:55 Folgendes:

          vergleicht man die derzeitige Tarifliste für Diskotheken so zahlt …
          eine Diskothek mit 100qm monatlich 452,93€. – Nach dem neuen Tarif ab 2013 wären es 330€
          eine Diskothek mit 200qm monatlich 686,83€. – Nach dem neuen Tarif ab 2013 wären es 660€
          eine Diskothek mit 300qm monatlich 920,73€. – Nach dem neuen Tarif ab 2013 wären es 990€
          Ich arbeite auch nicht bei der gema und bin weder Folkfestbetreiber, noch Clubbesitzer, noch Künstler. Darum find ich das alles nicht so wild. Es wird noch genügend Geld hängen bleiben für die Diskothekenbetreiber!

          • TomTom schrieb am

            @JJ
            Wer lesen kann hat einen Vorteil wer es VERSTEHT was er ließt ist klar im Vorteil! Ich schrieb nur 2,1% der Haushalte in Deutschland, damit ist gemein das die meisten Leute in Deutschland weniger als € 6.000,- im Monat haben. Wenn dieses als mickrig bezeichnest bist Du ziemlich anmassend. Ich kenne keine Disco die 100qm hat eine normale Wohnung hat auch hier der Bundes-Durchschnitt 78qm. Um es verständlicher zu machen 100qm = 10x10m.
            In einem Interview hat die Sprecherin der GEMA gesagt das es 10% vom Eintrittspreis sind, und das für jeden Öffnungstag und um es einfacher zu machen, wird dann auch noch die maximale Besucherzahl genommen, nicht die Tatsächliche. Oder mit Ihren Worten „10% vom Eintrittspreis wird wohl jeder Club Besitzer verkraften können…“ Ich möchte sehe wie Du reagierst wenn man Dir 10% von Deinem Gehalt streicht. Ach ja ich vergaß wer 6000/mtl als mickrig bezeichnet der wird vermutlich über 10% weniger lachen können.

            Schade nur das Du die ganzen Leute die hart für ihr Einkommen < € 6.000,- arbeiten und auch die Politiker so deffamierst.

  18. Pingback: Bashing der #piraten Pressearbeit: Wer fordert muss auch vorturnen können! #fefe » BB – Boomels Blog

Es können keine neuen Kommentare mehr abgegeben werden.

Weitere Beiträge: