Musik und Creative Commons: Urheberrechtsdialog der PIRATEN geht weiter

Bild: Tobias M. Eckrich

Zu den größten Kritikern der von der Piratenpartei Deutschland geforderten Urheberrechtsreform gehört die Musikbranche. Aus diesem Grund treffen sich Vertreter der jungen Partei am Samstag, dem 16. Juni, unter dem Motto »Rock und Pop« mit Musikern, Produzenten und Konzertveranstaltern, um in einen gemeinsamen Dialog zu treten. Im Besonderen wird diskutiert werden, welche rechtlichen Rahmenbedingungen der Künstler für sein Schaffen unabhängig von den übergeordneten Verwertern tatsächlich braucht.

Die »Klassik« wird voraussichtlich im Juli in München an einen weiteren Runden Tisch verhandelt. Im Vordergrund stehen hier Werke, deren Urheber bereits länger als 70 Jahre tot und deren Schutzrechte bereits erloschen sind. In diesem Zusammenhang unterliegen Solisten, Dirigenten, Verleger und Bearbeiter Urheber- und Leistungsschutzrechten.

Der letzte Runde Tisch dieser Veranstaltungsreihe am Montag, dem 18. Juni, widmet sich noch einmal branchenübergreifend dem Thema »Creative Commons«. Insbesondere wird erörtert werden, inwieweit der Commons-Begriff und die Idee der Teilhabe geeignet sind, tatsächlich ein Ausweg aus festgetretenen Wahrnehmungs- und Auswertungsvereinbarungen zu sein.

An der Runde »Rock und Pop« werden unter anderem teilnehmen:

  • Zoe Leela, Musikerin
  • Berthold Seliger, Konzertveranstalter
  • Dr. Eddi Höfer, Musikproduzent
  • Florian Blokesch, Berliner Labelkontor
  • Jimmy Fox, Monongo Studios
  • Christian Höppner, Deutscher Musikrat
  • Eva Kiltz, Verband unabhängiger Musikunternehmen e. V. (VUT)
  • Markus Roscher-Meinel, Deutscher Rock & Pop Musikerverband e. V. (DRMV)
  • Bernd Schlömer, Bundesvorsitzender der Piratenpartei Deutschland
  • Bruno Kramm, Urheberrechtsbeauftragter der Piratenpartei Deutschland
  • Johannes Thon, Piratenpartei Rheinland-Pfalz

Als Teilnehmer der Runde »Creative Commons« wurden eingeladen:

  • Maik Michalke, OMc e.V./ C3S Verwertungsagentur
  • Kelda Niemeyer, Wikimedia Deutschland e.V.
  • John Weitzmann, Collaboratory
  • Stephan Urbach, Piratenpartei Berlin
  • Constanze Kurz, Chaos Computer Club
  • Julia Kotowski, CC Musikerin
  • Ellen Nerdinger, Piratenpartei Nordrhein-Westfalen

Beide Berliner Veranstaltungen finden von 14:00 bis 18:00 Uhr in der Kantine im Aqua Carré, Ritterstr. 25, in Berlin statt und werden live im Internet übertragen von Piratorama .

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Kommentare

26 Kommentare zu Musik und Creative Commons: Urheberrechtsdialog der PIRATEN geht weiter

  1. dr. motte schrieb am

    hallöchen,

    tolle runde! kann leider nicht dabei sein…

    meine haltung ist die:

    ich bin der urheber meiner musik. wem ich die rechte übertrage, meine musik zu verwerten, werde ich ab sofort selbst entscheiden. und auch über die art und weise wie dieses geld akkumuliert wird. in der digitalen welt, brauche ich so etwas wie die gema nicht. ich brauche einen guten und fairen digitalen vertrieb.

    die GEMA hat mit der möglichen zerstörung meiner existens, durch die gema tarifreform 2013 ihre rechte verwirkt!

    wir von FAIRplay (gemeinsam gegen GEMAinheiten) fordern:
    – Stopp der GEMA Tarifreform 2013
    – Transparente Abrechnungsmodalitäten
    – Beteiligung aller Betroffenen bei der Tariffindung
    – Stellungnahme und Intervention der Politik auf Landes- und Bundesebene
    Source: http://www.electrocult.de

    beste grüße

    dr. motte

    • DJ Fritz schrieb am

      @Motte: zahlste denn die ganzen Förderungen durch den Staat zurück, jetzt wo Du meinst, das alles nicht mehr zu brauchen? Oder ist das „solange ich kassiere ist alles geil, aber wenn nicht mehr so viel, alter, alles scheiße mit Kultur in Deutschland“?

  2. Thilo schrieb am

    Schon seltsam, dass hier eine öffentliche Debatte angestoßen wird, ohne die „Creative Commons Organisation“ selbst. Bei aller liebe, aber die Piratenpartei ist auf diesem Gebiet einfach nicht kompetent – und alles andere als Erfinderin der Idee.

    • Musikpirat schrieb am

      John Weitzmann ist der „Legal Project Lead“ von Creative Commons Deutschland. Ich denke, eine kompetentere Person kann man kaum einladen. :)

    • michi schrieb am

      @Thilo: John Weitzmann ist Legal Project Lead von Creative Commons Deutschland – also ist CC de facto auch vertreten.

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    • Karsvo schrieb am

      KALTER STAATSSTREICH

      Wer über das Budget verfügt, entscheidet auch. Deswegen hat in unserer Staatsordnung das Parlament das ausschließliche Budget-Recht. Mit dem ESM (immun, Nachschußpflicht, unkündbar) wird dies durch die Hintertür auf die Exekutive verlagert und verschiebt damit die durch das Grundgesetz vorgegebene Kräfte-Verteilung im Rahmen der Gewaltenteilung in Richtung Exekutive. Durch geringfügige Änderungen am ESM kann dieser ein Eigenleben entwicklen und durch die vorhandene Macht noch mehr Macht an sich ziehen. Der ESM ist ein hinterlistiger Angriff auf die verfassungsgemäße Ordnung der Bundesrepublik Deutschland.

      • Karsvo schrieb am

        VIELE

        Und nicht vergessen: Gegen den ESM sind VIELE. Diese Leute hatten bisher keine Alternative bei der Wahl. Das Thema ESM ist nicht nur ein zentrales Bürgerrechts-Thema und schärft das Profil der Piraten, sondern es bringt auch: VIELE VIELE STIMMEN.

        • Ben schrieb am

          Bitte mit sinnvollen Argumenten und nicht nur weil es viele Stimmen bringt. Das haben wir bei den anderen Parteien schon zu Genüge.

          • Karsvo schrieb am

            „Bitte mit sinnvollen Argumenten und nicht NUR weil es viele Stimmen bringt.“

            NUR?

            Ich habe folgende Argumente aufgezählt:

            1. „Mit dem ESM (a) immun, b) Nachschußpflicht, c) unkündbar) wird dies durch die Hintertür d) auf die Exekutive verlagert und e) verschiebt damit die durch das Grundgesetz vorgegebene Kräfte-Verteilung im Rahmen der Gewaltenteilung in Richtung Exekutive. “
            2. „Durch geringfügige Änderungen am ESM kann dieser ein Eigenleben entwicklen und durch die vorhandene Macht noch mehr Macht an sich ziehen. “

            Was halten Sie an diesen Argumenten nicht für sinnvoll?

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  5. rudi schrieb am

    Ich bin ein Musiker aus dem independent Bereich und sage hiermit, die Gema ist für gewisse musikalische Richtungen ein überflüssiges Mittel. Absolut nicht mehr zeitgemäß und für gewisse Musik unbrauchbar. Ich selbst entscheide über die Rechte und Vermarktung meiner Musik. Das könnte übrigens eigentlich auch jeder Künstler aus dem Mainstream selbst in die Hand nehmen. Es geht doch bei dem veralteten System der Gema nur noch darum ihre alteingessesenen Mitglieder mit Geld zu füttern!
    Die Gema arbeitet nicht für die musikalische Kultur sondern dagegen! Clubzerstörung auf großer Fläche!

    • Don schrieb am

      Ahoi rudi,
      das ist nur bedingt richtig. Das es Regelungen geben muss, die die MAcht der GEMA einschränkt keine Frage. Studierst du wöchentlich die weltweiten Billboard Charts, ob deine Songs platziert sind (was ich dir wünsche!!) oder alle Radio Sender, ob die deinen Song spielen? Nein, machst du nicht (das behaupte ich jetzt einfach mal so) aber die GEMA macht das für dich. Die bekommt mit, ob dein Song in Vietnam seit Wochen aus Platz XY und holt dir das, was dir zusteht.
      Ich kann zu der aktuellen Club-Kultur nicht sagen, das ist nicht mehr meine Welt. Aber zu meiner Zeit (vor 20 Jahren) konnte nicht davon die Rede sein, das Clubs schliessen mussten, weil die GEMA Gebühren verlangt.
      Viel Erfolg!

  6. Don schrieb am

    Wer nicht bereit zu Kompromissen ist, wie viele in der PiratenPartei, hat nichts in der Politik verloren. War Merkel nicht genauso kompromisslos, als es um die Frage der Laufzeiten der AKW’S ging, bis Japan kam? Haben da nicht die meisten Piraten geschimpft und jetzt wo es um eigene Interessen geht, ist das alles vergessen?
    Grösse ist auch, den Gegner zu respektieren. Davon sind vor allen die, die auf die das Urheberrecht blind beharren, Kilometer weit entfernt. Ich hoffe, das wir solche Leute nicht m Bundestag wider treffen. meine Stimme habt die nicht!

  7. Archi schrieb am

    Warum stoppst du dich nicht mal selber ?
    Langsam verstehe ich, warum manches zensiert werden müsste …

    Das war mal zur Troll-Fütterung
    —————————————-
    @ dr motte

    egal, was dich vorher bewogen haben könnte – oder auch nicht –
    dein jetziger Ansatz ist gut.
    Ich denke, dass man mehr verdienen kann,
    wenn man zulässt, dass die eigenen Werke veröffentlicht werden kann.
    Damit kommt es zur Bekanntheit, du fügst dein > donate < dazu,
    und es werden sich viele finden, die spenden, wenn du gut bist.
    Ich teste viele Progs, spende auch, oder kaufe, wenn diese gut sind.
    Das Problem der Künstler liegt wohl eher in der Annahme, dass man alles umsonst haben möchte.
    Ich würde allerdings nicht für St.Martinslieder zahlen,
    die ich als Kind schon gesungen habe.
    Das sehe ich nur als neue Einnahmequelle einer unsinnigen Abmahnwelle.
    Dieses riesige Anwaltsgeschäft muß zur eigenen Internetsicherheit unterbunden werden.
    Es ist oft der Fall, dass Leute abgemahnt werden,
    obwohl sie nachweislich nichts gemacht haben.
    Es geht also nicht allein um das Urheberrecht, sondern darum, dass man die Angst schüren möchte,
    dass man sich im Internet frei bewegt.
    Dank an China und die europäischen Ankäufe,
    dank sei Merkel und die DDR und ihr Gehabe.

    Ironie aus

    • Karsvo schrieb am

      „Langsam verstehe ich, warum manches zensiert werden müsste …“

      So leicht wäre es also, jemanden zu Zensur zu nötigen?

      Wenn jemand unter einem eindeutigen Benutzernamen veröffentlicht, kann jeder anhand dessen selbst entscheiden, ob und was er liest. Dafür brauchen wir keine Zensur. Das macht die Piratenpartei hier vollkommen richtig.

      Wenn man schon bei Leuten, die mit referenzierbaren Benutzernamen auftreten, Schwierigkeiten hat, wie ist es dann erst bei den professionellen PR-Leuten, die über ein ganzen Pool vorbereiteter Benutzer-Namen und email-Adressen verfügen?

      Ich denke, daß hier jeder Leser selbst gefordert ist und nicht andere und schon gar keine Zensur!!!

      • Karsvo schrieb am

        Also hat die Piratenpartei jetzt doch angefangen, Beiträge zu löschen? Von der Piratenpartei erwarte ich, daß Sie den Leser als so mündig respektiert, daß er selbst entscheidet, was ihn interessiert und was nicht. Und das war vor dem Löschen hier durchaus möglich.

        Aber noch schlimmer ist, daß dieses Löschen als Umfallen vor wenigen Benutzerkommentaren bewertet werden muß. Wer leicht umfällt, läßt sich auch leicht gleichschalten. Oder wisst Ihr, ob die Lösch-Forderungen ggf. von der Konkurrenz kommen, um Euch anschließend Zensur vorzuwerfen?

  8. Ben schrieb am

    Was ist hier eigentlich los, kontrolliert hier noch jemand Posts bevor sie veröffentlicht werden? Ist ja schrecklich was für gedanklicher Müll hier abgeladen wird.

    • Karsvo schrieb am

      Vielleicht sollte man als nächstes fordern, Kommentare, welche Zensur fordern, zu löschen. Mal drüber nachdenken. Denn was Müll ist und was nicht, das möchte ich immer noch selbst entscheiden. DAS ist hier los.

    • Karsvo schrieb am

      Vielleicht sollte man als nächstes fordern, Kommentare, welche Zensur fordern, zu löschen. Mal drüber nachdenken. Denn was Müll ist und was nicht, das möchte ich immer noch selbst entscheiden. DAS ist hier los.

      • Ben schrieb am

        Du solltest nochmal Zensur nachschlagen. Menschenverachtende Aussagen, Themaverfehlungen und sonstige Diskriminierungen haben hier nichts zu suchen und die Piraten können/dürfen/müssen hier ihr Hausrecht durchsetzen und solchen Leuten keine Bühne bieten, fertig.

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