Dritte Runde zum Urheberrechtsdialog: Schule, Bildung und Forschung

Bild: Tobias M. Eckrich

Am 8. Juni 2012 findet die dritte Veranstaltung aus der Reihe »Runder Tisch Urheberrecht« der Piratenpartei Deutschland statt. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen diesmal die Themen Schule, Bildung und Forschung.

Die Informationsgesellschaft stellt die Bildungsinstitutionen vor neue Aufgaben:. E-Learning, digitale Lehrmittelfreiheit, Open Access, die freie Teilhabe an Bildung, und die Rechte an mit öffentlichen Mitteln finanzierten Forschungsergebnissen werden die wesentlichen Streitpunkte der Runde sein. Grundlage der Debatte sind die Positionen der PIRATEN zum Urheberrecht.

Zum Gespräch eingeladen wurden:

  • Andi Popp, ehemaliger Bundesvorstand der Piratenpartei Deutschland
  • Bruno Kramm, Beauftragter für Urheberrechtsthemen in der Piratenpartei Deutschland
  • Martin Delius, Mitglied der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin
  • Anke Domscheit-Berg, Piratenpartei Deutschland und Bündnis 90/Die Grünen
  • Sandra Scheck, Mitglied des Arbeitskreises Bildung der Piratenpartei NRW und Übersetzerin
  • Kelda Niemeyer, Wikimedia Deutschland e. V.
  • Jöran Muuß-Merholz, TAZ und Autor des Buches „Das langsame Sterben des Schulbuchs“
  • Felix Schaumburg, Collaboratory
  • Andreas Baer, Verband Bildungsmedien e. V.
  • Dr. Wolf von Bernuth, Verband Bildungsmedien e. V.

Nach der Diskussion wird es um 17:00 Uhr eine Presserunde zu den Ergebnissen der Gespräche geben.
Die Veranstaltung findet von 14:00 bis 18:00 Uhr in der Kantine im Aqua Carré, Ritterstr. 25, in Berlin statt und wird live im Internet übertragen von Piratorama.

Weiterführende Informationen gibt es unter https://www.piratenpartei.de/urheberrechtsdialog.

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Kommentare

7 Kommentare zu Dritte Runde zum Urheberrechtsdialog: Schule, Bildung und Forschung

  1. Knuddelmuff schrieb am

    Wird es auch zu dieser und zu den anderen Diskussionrunden Mitschnitte und Zusammenfassungen geben? Bisher findet man bei einigen Terminen ja nur nen Zweizeiler zum groben Inhalt. So langsam müsste man doch aber wissen, was nun wie eigentlich geredet wurde, oder? ;)

  2. Anonymous schrieb am

    Die aktive Betätigung der Piratenpartei reduziert sich nur mehr auf die nachrangigen Themen – oder die, die im Prinzip einen illusorischen Touch haben: Urheberrechts- und Gema-Diskussionen, sog. BGE und ähnliche Dinge aus derselben seichten Liga.
    Mit der Thematisierung von Bürgerrechtsbeschneidungen, von permanenter illegaler Überwachung, von Auswüchsen geheimdienstlicher Aktivitäten hingegen ist es komplett vorbei. Gab es dazu vor ca. einem Jahr wenigstens noch harte Statements (wenn auch bei einem eklatanten Mangel an Hintergrund- bzw. Detailwissen), so liest man davon jetzt überhaupt nichts mehr. In sichere, problemlosen Gewässern kreuzen heute die, deutlich erkennbar, im gutbürgerlichen Sinne regelrecht bravwerdenden Piraten. Da sieht man nun „Piraten“, die sich nicht mehr an den echten Problemen in diesem Lande orientieren, sondern viel lieber die zuverlässig stimmen-abschöpfenden, gern aber auch linksideologischen Themen und stereotypen Ansichten noch einmal, noch einmal und noch einmal wiederkäuen. (Um das Image zu wahren im passend ausgewählten Outfit.) Es wirkt auf mich wie eine freiwillige ideelle Selbstkastration, was sich da vollzogen hat. Die Mehrheit der offiziell wahrnehmbaren Mitglieder aus der Piratenpartei scheint zu glauben, dass dieses „politische Angebot“ im Gesamtpaket noch mindestens „mehr als 5% Rendite“ in 2013 einbringt, und das würde etliche warme, steuerfinanzierte Pöstchen im Bundestags-Schlaraffenland bedeuten. Wie anderswo auch zumindest für diejenigen der geübten Piraten, die beim Lavieren, Taktieren und vor allem Intrigieren am erfolgreichsten waren.

    • richard schrieb am

      mag wohl daran liegen, dass ACTA momentan für gescheitert erklärt wird. Das wird sicher genau verfolgt, allerdings liegt es jetzt an der Politik das versprochene Nein umzusetzen.
      Das Thema Urheberrecht würde ich nicht als nachrangig bezeichnen, sondern ist in meinen Augen ein sehr wichtiges und ernstes Thema. Die Beaspruchung von geistigen Rechten nimmt in unserer Welt immer einen höheren Stellenwert ein. Es erschöpft sich mitnichten bei Musik oder Software. Große Konzerne versuchen Rechte an Pflanzen und Tieren, damit unserer Ernährung zu ergattern. Sie versuchen bestimmte Wortfolgen zu schützen. einer Englischen Firma wurden Rechte an menschlichen Embryonen zugesprochen, die nach bestimmten Kriterien in vitro befruchtet werden. Landwirten wird verboten eigenes Saatgut auszubringen und für „legales“ Saatgut Lizenzgebühren verlangt. Grade heuer sind schon Felder leer geblieben, weil wintersaat erfohr und lizenziertes Saatgut nicht zur Verfügnung stand. bzw. Bauern, die illegal anderes ausgesät haben, sich jetzt vom Staatsanwalt bedroht sehen, weil sie geltendes Gesetz übertreten haben.
      Das Ganze hat System und beginnt bei der GEZ, GEMA, geht über Handwerkskammern, Berufsgenossenschaften bis zur STV, die alle monopolmäßig – in meinen Augen teilweise verfassungswidrig – abgreifen, ohne echte Gegenleistung zu bringen. Der Staat reiht sich hier ein, indem er Hilfsmittel an die Hand gibt, mittels gesetzlicher Unterfütterung und wendet bei Widerstand sogar teils offen unrechtmäßige Mittel an, um die berechtigten Forderungen der Bürger abzuwürgen. Das geht vom Demonstationsverbot über massenhafte Handyüberprüfungen bis zu eskalierenden Polizeieinsätzen wie in Stuttgart.

      • Anonymous schrieb am

        Und wieder einer, der dazu verbal auch noch brav klatscht. Kein Thema mehr: massive Grundrechtsverletzungen; schon gar nicht: die sich wiederholende Realität administrativer Exzesse, hier und da, und darum – flächendeckend. Wen’s erwischt, der hat eben Pech gehabt.
        Bei den Piraten, und zwar bei denen allen, ist gefragt, was publikumswirksam bald in Stimmen umgemünzt werden kann. Und das ist absolut nichts anderes als das, was die anderen Parteien auch machen. Nur versprechen die nicht (mehr) das Blaue vom Himmel!

        • WoodyEllen schrieb am

          Ja was denn nun? Einerseits wird den Piraten vorgeworfen, sie wäre eine Einthemenpartei und wenn sie sich auch mit den Themen beschäftigen, die den Menschen primär auf den Nägeln brennen, sind sie wieder zu brav?

          Das Problem aktuell ist doch, dass die meisten Menschen über Symptome sprechen und diese problematisieren. Die Ursachen und tieferen zusammenhänge durchschauen sie aber nicht. Das bedeutet, wenn man als Partei bei den tieferen Ursachen ansetzt und dies auch den Menschen vermitteln will, überfordert man diese, wenn es zu schnell geht. Es ist die Aufgabe der Piraten, eben diese tieferen Ursache und Systemzusammenhänge Stück für Stück für die Menschen heraus zu arbeiten, damit diese langsam aber sicher ein Bewusstsein dafür bekommen, wie weit die Meinungsmache bei Medien gediehen ist, die dies als „Nachrichten“ bzw. „Tatsachen“ verkaufen.

          Albert Einstein hat die Problematik ganz gut ausgedrückt:

          • WoodyEllen schrieb am

            Jetzt ist mir das Zitat abhanden gekommen. Hier ist es:

            „Außerdem kontrollieren unter den vorhandenen Bedingungen die Privatkapitalisten zwangsläufig direkt oder indirekt die Hauptinformationsquellen (Presse, Rundfunk, Bildungswesen). Es ist deshalb äußerst schwierig und für den einzelnen Bürger in den meisten Fällen fast unmöglich, objektive Schlüsse zu ziehen und einen verständigen Gebrauch von seinen politischen Rechten zu machen.“

            http://www.ag-friedensforschung.de/science/einsteinjahr2.html

            • Anonymous schrieb am

              … Und wieder nix! Es geht nicht um das, was „die Piraten“ derzeit noch machen, sondern darum, was (und wo überall) sie gar nichts machen. Angebliche Themen, zu denen man von ihnen aber längst nichts mehr hört oder liest (siehe oben).
              Hier scheint eine blinde Abneigung dagegen zu herrschen, bestimmte Dinge im Kommentar zu verstehen, obwohl sie sich ohne weiteres verstehen lassen. Einfach deshalb, weil man ‚hier‘ diese Sachverhalte lieber gar nicht wissen will.

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