Schufa arbeitet am gläsernen Bürger

Bild: Tobias M. Eckrich

Die Wirtschaftsauskunftei Schufa plant laut Presseberichten, gezielt Verbraucherdaten in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder Xing für Kreditwürdigkeitsprüfungen zu sammeln. Die Schufa plant unter anderem, verdeckte Profile in sozialen Netzwerken anzulegen, andere Benutzer zur Teilnahme aufzufordern und diese dann zur Beschaffung von privaten Daten zu nutzen. Der Vorsitzende der Piratenpartei Deutschland, Bernd Schlömer, kritisiert das Vorgehen der Schufa und ruft die Bürger angesichts immer weitreichenderer Nutzungsmöglichkeiten zu mehr Bewusstsein über die Risiken ihres Umgangs mit Medien auf.

»Wenn die Schufa sich in öffentlichen Medien als etwas ausgibt, was sie nicht ist, um an Daten zu gelangen, ist das eine arglistige Täuschung«,

kritisiert Schlömer.

»Es kann nicht sein, dass eine Organisation, die über jeden Bürger Persönlichkeitsprofile mit sensiblen Daten für Auskunftszwecke anlegt, bewusst ausnutzt, dass großen Teilen der Bevölkerung nicht klar ist, wofür veröffentlichte Daten genutzt werden können. Es ist ein legitimes Ziel, Kreditausfälle minimieren zu wollen, aber die Datensammlung muss klare Grenzen haben. Wir wollen keinen gläsernen Bürger und Missbrauch von Daten verhindern!«

Das Forschungsprojekt, das die Schufa nun mit dem Hasso-Plattner-Institut durchführt, wird neue Technologien zur Gewinnung von Informationen aus öffentlich zugänglichen Daten hervorbringen. Umso wichtiger ist es, dass sich die Bürger der Möglichkeiten der Daten- und Informationsverknüpfungen im Netz bewusst werden und sich im Umgang mit den neuen Medien weiterbilden.

»Eigene Medienkompetenz ist unverzichtbar!«,

resümiert Sebastian Nerz, stellvertrender Vorsitzender der PIRATEN.

Die Piratenpartei fordert eine Kontrollmöglichkeit der Bürger über ihre Daten. Dazu soll ein durchsetzbarer und unentgeltlicher Anspruch auf Selbstauskunft und gegebenenfalls auf Korrektur, Sperrung oder Löschung der Daten bestehen.

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Kommentare

70 Kommentare zu Schufa arbeitet am gläsernen Bürger

  1. LOL schrieb am

    Ach was. Welche Kontrollmöglichkeit haben die Bürger denn bei ihren Daten auf Facebook, dass die Piratenpartei es sogar für nötig hält, unter diesem Artikel „Empfehlen“ anzubieten?
    Bigott!

    • Feal schrieb am

      Wenn man daneben auf das blaue »i« klickt, sieht man, dass wir eine datenschutzfreundliche Zweiklicklösung anbieten. ;-) Die Möglichkeit, soziale Netze nach Gutdünken zu nutzen, möchten wir streng nach Sapere Aude nämlich auch niemandem verwehren.

      • urxvt schrieb am

        Der Zweiklick ist eine Täuschung, denn auf dieser Seite wird ein Twitter-Skript eingebunden, so dass
        die IP an Twitter gesendet wird und sogar Cookies gesetzt werden. Es wäre sehr leicht, die Twitter-Daten mit PHP zu holen. Ich habe schon eine E-Mail an den Admin geschrieben, aber es ist nichts passiert. So ernst scheint man hier den Datenschutz doch nicht zu nehmen.

      • LOL schrieb am

        Nach Gutdünken? Fein. Aber ein Nichtnutzer sozialer Netzwerke sollte nicht dazu ermuntert werden. Und wie man einen Link ins Facebook reinbekommt, wissen die Leute sicher auch ohne eure aktive Mithilfe…

        Meinjanur.

      • neupirat2012 schrieb am

        ´´Fein. Aber ein Nichtnutzer sozialer Netzwerke sollte nicht dazu ermuntert werden´´
        ? Ein Argument mit Begründung sieht anders aus.
        …sollte nicht dazu ermuntert werden dort seine richtigen persönlichen Daten preiszugeben.´´

        Oder so in Ungefähr …

  2. Jakob schrieb am

    Darf ich darauf hinweisen, dass es einen Unterschied zwischen der „Planung etwas zu tun“ und „ein Forschungsprojekt um herauszinden, wie man etwas tun kann“ gibt?

    • Anonymous schrieb am

      Spielen Sie hier den „Blöden“, den Treudoof-Naiven vor?
      Oder glauben Sie, andere mit billigen sprachlichen Tricksereien (dümmlicher Versuch der Verharmlosung) zur absichtlichen Selbsttäuschung animieren zu können?

  3. Wirtschaftsliberaler Kapitalist schrieb am

    Die freie Marktwirtschaft braucht Transparenz um zu funktionieren. Der Homo Oeconomicus braucht ein möglichst gutes Wissen über den Markt um sinnvolle Entscheidungen treffen zu können.

    Deshalb ist es wichtig das Banken soviel wie möglich über ihre Kunden wissen um deren Kreditwürdigkeit zu kontrollieren. Das verringert die Geschäftsrisiken erheblich da so weniger Faule Kredite vergeben werden. Hätte man vor 2008 schon solche Werkzeuge gehabt um den Banken das nötige Wissen über die individuellen Wirtschaftsakteure zu verschaffen dann hätte sich die Finanzkrise vielleicht verhindern lassen.

    Deshalb ist es wichtig das sich die Marktwirtschaft frei entfalten kann und nicht durch einen rückständigen Datenschutz behindert wird. Am Ende wird die gesamte Gesellschaft davon profitieren da so Wirtschaftskrisen verhindert und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wenn die Banken dank Auswertung der Kommunikationsdaten Leute welche Wirtschaftlich und Politisch als unzuverlässig einzustufen sind von der Kreditvergabe ausschließen können dann profitieren alle davon. Denn wenn das Kreditausfallrisiko sinkt dann können die Banken diesen Vorteil durch höhere Dividenden an die Investoren und Finanzmärkte zurück geben was zu Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätzen führen würde.

    • Michael schrieb am

      Die Bonität der Schuldner der US Immobilienkredite war allen Beteiligten vollkommen klar. Ihre Ausführung zu dem Thema Vermeidung der Finanzkrise ist kompletter Unsinn. Der Zweck von CDOs besteht ja gerade darin, „subprime mortgages“, also Darlehen bei denen die schlechte Bonität des Schuldners von vornherein feststeht, in einem Pool zusammenzufassen, um daraus gestaffelt neue Wertpapiere mit z.T. AAA rating zu basteln.

      • Jacky Neiwel schrieb am

        +1

        Sie nannten sie Ninja´s: No Income, No Job no Assets und verkauften ihnen Häuser. Alles nur um selbst mehr Sicherheiten angeben zu können um selbst besser Kredite zu bekommen.

        Die Schufa wird nicht mehr gebraucht. Die Banken wissen in jedem Fall was sie tun und davon werden sie jetzt, nachdem Mutti die Taschen aufgemacht hat, nicht ablassen!!!

    • Anonymous schrieb am

      Die bisherige Beurteilung einer Bank reicht aus finanz-kritscher Sicht aus. Kontoführung und bisherige Kredite und deren Rückzahlung dienen der bewertung eines Kunden für einen Kredit. Welche Rolle soll es spielen welche privaten Kontakte und politische Einstellungen ein Kunde hat, wenn er genügend Einkommen und eine ordentliche Kontoführung hat…?! Das Vorhaben, soziale Netzwerke in die Schufa einfließen zu lassen, ist Menschenverachtend und schränkt die Demokratie ein!

    • MalBisZumEndeDenken schrieb am

      Hier scheint jemand völlig zu vergessen (oder es bewusst zu verschweigen), dass die Banken vor und in der Wirtschaftskrise durchaus von den hohen Risiken der CFDs wussten und die Risiken trotzdem eingegangen sind. Das Gleiche geschieht mit Anleihen gefährdeter Staaten. Banken spielen ihre systemische Größe bewußt aus, um sich vermeindlich hohe Risiken mit hohen Zinsen bezahlen zu lassen. Wenn sie sich verzockt haben, soll sie der Staat -also die Allgemeinheit- mit Steuergeldern retten. Das Ausfallrisiko, für das sie die hohen Zinsen verlangen, besteht für sie faktisch gar nicht. DAS ist bigot, denn eigentlich stünden die hohen Zinserträge dem Steuerzahler zu. Schließlich trägt er das Risiko!
      Und was ist, wenn demnächst dann Menschen mit genetischen Schwächen keine Krankenversicherung mehr bekommen? Oder keine Kredite, weil ja niemand weiß, ob sie nicht in Kürze versterben? Ist das die Welt in der Sie leben wollen?

    • Peter schrieb am

      Natürlich ist für Banken ideal, möglichst viel Informationen zu haben. Mit Informationen kann man aber auch Unfug treiben – als staatliche Institution, aber ebenso auch als private. Deshalb muß eine Begrenzung der Informationsmenge geben, die andere über mich sammeln dürfen. Und das ist der Grund dafür, daß die Piraten so viel Wert auf Datenschutz legen, Ein Überwachungsstaat ist deshalb ein Horrorszenario, weil man mit dem Mißbrauch der Informationen rechnen darf.

      • zicke zacke hühnerkacke schrieb am

        dises „Horrorsezenario“ ist leider längst Realität ; )

    • Anonymous schrieb am

      Ja, aber da is es doch wieder. Hier geht es wieder um die Bürger und kleinen Leute die dran glauben müssen. Wie Sie schon schrieben, Vermeidung der Wirtschaftskrise. Daran is doch aber nicht eine Frau Maier schuld, die sich einmal ne Couch gekauft hat, dann arbeitslos wurde, den Kredit nicht zurückzahlen konnte. Das sind die Spekulanten gewesen wie wir ja nun alle wissen. Dann sollte die Schufa ihr Forschungsprojekt auf Bänker und Banken, Versicherungen, Manager und was es nicht sonst noch gibt konzentrieren. Klar gibt es überall schwarze Schafe, aber wir als Bürger wurden viel zu lange hinters Licht geführt und haben uns auch zu lange hinters Licht führen lassen. Das muss endlich aufhören. Und es ging früher auch ohne die Durchleuchtung der Bürger für Werbe oder Wirtschaftszwecke. Man muss ja auch mal die Kirche im Dorf lassen. Klar KANN man das machen und die Möglichkeiten nutzen, aber muss es wirklich sein? Kann die Wirtschaft nicht mehr ohne die Durchleuchtung der Bürger aggieren? Das will mir doch niemand erzählen wollen. Ich kann das nicht verstehen. Und ich finde auch dass die Piratenpartei prüfen sollte ob es legal ist und im Ernstfall dagegen vorgehen. Klar gibt man Daten bei Facebook oder Twitter frei. Aber ich habe die Option ausgewählt nur für meine Freunde sichtbar und begrenzt. Und damit habe ich mich selbstverständlich dagegen ausgesprochen, dass jetzt irgend ein Unternehmen wie die schufa auf meine daten zugreift. Wenn ich das wollen würde, dann hätte ich mein Profil für die ganze Welt freigegeben. Das sollte man auch nicht vergessen. Es ist und bleibt sehr zwielichtig in meinen Augen. Vor allem nach dem wir alle schon erlebt haben was dann nach Jahren per Zufall wieder an die Öffentlichkeit kommt: Plötzlich wurden die Daten falsch gesammelt, weitergegeben und was weiss ich was. Natürlich nur Ausversehen. Das ist für mich alles ein absolutes No Go. Die sollen das machen was se sonst gemacht haben und gut. Und selbst damit hätten die genug zu tun. Vor allem auch, um Verbesserungen intern durchzuführen. Z.B.: schnellere Löschung der Daten ehemaliger Schuldner. Drei Jahre sind eine sehr lange Zeit. Da kann viel passieren. Man verunfallt und braucht ne behindertengerechte Wohnung, bekommt sie aber wegen der Schufa halt nicht. Da sollten die ansetzen und nicht in an etwas forschen was in meinen Augen zumindest moralisch sehr bedenklich ist. Was es sonst noch alles ist, müsste man prüfen. Aber die bewegen sich für mich in einer echten Grauzone…das sollte auch nicht so hingenommen werden.

    • Duerette schrieb am

      , dann arbeitslos wurde, den Kredit nicht zurückzahlen konnte. Das sind die Spekulanten gewesen wie wir ja nun alle wissen. Dann sollte die Schufa ihr Forschungsprojekt auf Bänker und Banken, Versicherungen, Manager und was es nicht sonst noch gibt konzentrieren. Klar gibt es überall schwarze Schafe, aber wir als Bürger wurden viel zu lange hinters Licht geführt und haben uns auch zu lange hinters Licht führen lassen. Das muss endlich aufhören. Und es ging früher auch ohne die Durchleuchtung der Bürger für Werbe oder Wirtschaftszwecke. Man muss ja auch mal die Kirche im Dorf lassen. Klar KANN man das machen und die Möglichkeiten nutzen, aber muss es wirklich sein? Kann die Wirtschaft nicht mehr ohne die Durchleuchtung der Bürger aggieren? Das will mir doch niemand erzählen wollen. Ich kann das nicht verstehen. Und ich finde auch dass die Piratenpartei prüfen sollte ob es legal ist und im Ernstfall dagegen vorgehen. Klar gibt man Daten bei Facebook oder Twitter frei. Aber ich habe die Option ausgewählt nur für meine Freunde sichtbar und begrenzt. Und damit habe ich mich selbstverständlich dagegen ausgesprochen, dass jetzt irgend ein Unternehmen wie die schufa auf meine daten zugreift. Wenn ich das wollen würde, dann hätte ich mein Profil für die ganze Welt freigegeben. Das sollte man auch nicht vergessen. Es ist und bleibt sehr zwielichtig in meinen Augen. Vor allem nach dem wir alle schon erlebt haben was dann nach Jahren per Zufall wieder an die Öffentlichkeit kommt: Plötzlich wurden die Daten falsch gesammelt, weitergegeben und was weiss ich was. Natürlich nur Ausversehen. Das ist für mich alles ein absolutes No Go. Die sollen das machen was se sonst gemacht haben und gut. Und selbst damit hätten die genug zu tun. Vor allem auch, um Verbesserungen intern durchzuführen. Z.B.: schnellere Löschung der Daten ehemaliger Schuldner. Drei Jahre sind eine sehr lange Zeit. Da kann viel passieren. Man verunfallt und braucht ne behindertengerechte Wohnung, bekommt sie aber wegen der Schufa halt nicht. Da sollten die ansetzen und nicht in an etwas forschen was in meinen Augen zumindest moralisch sehr bedenklich ist. Was es sonst noch alles ist, müsste man prüfen. Aber die bewegen sich für mich in einer echten Grauzone…das sollte auch nicht so hingenommen werden.

    • loonia schrieb am

      Stellt sich nur die Frage, von welchen Daten wir hier sprechen. Entsprechen alle Daten in Facebook & Co. denn der Wahrheit? Das, was sich die Schufa zu eigen machen will, sind doch Dinge, die viele User bereits nutzen…Fakeprofile, um nicht allzu viele Daten von sich preiszugeben…Fakes, um anderen zu schaden…und Fakes, um sich besser darzustellen, als man ist…wie realistisch und glaubwürdig sind dann die Daten, die hier gesammelt werden? Die Schufadaten sind doch jetzt schon nicht immer korrekt und noch weniger aktuell…Was will dann eine Bank mit diesen Daten. Eine Kreditvergabe sollte doch schon individuell erfolgen und derjenige, der ihn vergibt, sollte doch schon soviel Menschenkenntnis haben, dass er einschätzen kann, wen er da vor sich hat. Früher ging dass doch auch, oder hatten wir da jedes Jahr ne Wirtschaftskrise?

    • kein Pirat schrieb am

      Satiere? Leider kann ich darüber nicht lachen…

    • zicke zacke hühnerkacke schrieb am

      ja, ja, ja sicher. und „Arbeit macht frei“ … wer überhaupt noch verstehen sollte, was ich damit meine ; )
      In diesem zynischen Sinne und auf den Begriff „Internet“ übertragen funktioniert Selbiges auch, leider, besser wie es ehemals durch Stasi, SS und sämtliche Geheimdienste zusammen möglich gewesen wäre.

      Und wenn die Türen schließlich zugefallen sind und der Frosch vollkommen gelähmt im langsam erwärmten Wasser sitzt und nicht mehr herausspringen kann (siehe Piraten-Wahlkampfspot) wird es wieder heißen „wir haben doch von nichts gewußt“.

      Das Problem – so fürchte ich – ist nur, dass die Piraten letztendlich auch nicht wirklich etwas dagegen tun (können)!? Sie müssten dazu ja den Ast ansägen, auf dem sie selber sitzen. Denn das Problem ist ja vermutlich das ach so „freie“ Internet selbst . Wir sind doch alle längst Teil dieser Matrix.

      Wer versteht, der verstehe! Dem Rest ist leider auch nicht mehr zu helfen ; ))

    • zicke zacke hühnerkacke schrieb am

      ja, ja, ja sicher. und “Arbeit macht frei” … wer überhaupt noch verstehen sollte, was ich damit meine ; )
      In diesem zynischen Sinne und auf den Begriff “Internet” übertragen funktioniert Selbiges auch, leider, besser wie es ehemals durch Stasi, SS und sämtliche Geheimdienste zusammen möglich gewesen wäre.

      Und wenn die Türen schließlich zugefallen sind und der Frosch vollkommen gelähmt im langsam erwärmten Wasser sitzt und nicht mehr herausspringen kann (siehe Piraten-Wahlkampfspot) wird es wieder heißen “wir haben doch von nichts gewußt”.

      Das Problem – so fürchte ich – ist nur, dass die Piraten letztendlich auch nicht wirklich etwas dagegen tun (können)!? Sie müssten dazu ja den Ast ansägen, auf dem sie selber sitzen. Denn das Problem ist ja vermutlich das ach so “freie” Internet selbst . Wir sind doch alle längst Teil dieser Matrix.

      Wer versteht, der verstehe! Dem Rest ist leider auch nicht mehr zu helfen ; ))

      • zicke zacke hühnerkacke schrieb am

        womöglich bin ich zu alt um die technik zu verstehen? aber mein Antwort-Kommentar sollte unter folgendem comment erscheinen (siehe unten). bezüglich eines weiteren kommentars an anderer stelle hat dies jedenfalls auch funktioniert:

        VON „Wirtschaftsliberaler Kapitalist“ am
        07.06.2012 um 14:36 geschrieben

        („Die freie Marktwirtschaft braucht Transparenz um zu funktionieren. Der Homo Oeconomicus braucht ein möglichst gutes Wissen über den Markt um sinnvolle Entscheidungen treffen zu können.

        Deshalb ist es wichtig das Banken soviel wie möglich über ihre Kunden wissen um deren Kreditwürdigkeit zu kontrollieren. Das verringert die Geschäftsrisiken erheblich da so weniger Faule Kredite vergeben werden. Hätte man vor 2008 schon solche Werkzeuge gehabt um den Banken das nötige Wissen über die individuellen Wirtschaftsakteure zu verschaffen dann hätte sich die Finanzkrise vielleicht verhindern lassen.

        „Deshalb ist es wichtig das sich die Marktwirtschaft frei entfalten kann und nicht durch einen rückständigen Datenschutz behindert wird. Am Ende wird die gesamte Gesellschaft davon profitieren da so Wirtschaftskrisen verhindert und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Wenn die Banken dank Auswertung der Kommunikationsdaten Leute welche Wirtschaftlich und Politisch als unzuverlässig einzustufen sind von der Kreditvergabe ausschließen können dann profitieren alle davon. Denn wenn das Kreditausfallrisiko sinkt dann können die Banken diesen Vorteil durch höhere Dividenden an die Investoren und Finanzmärkte zurück geben was zu Wirtschaftswachstum und mehr Arbeitsplätzen führen würde.““)

    • Erzdemokrat schrieb am

      Hab ich schon mal so ähnlich gehört: Der Frieden braucht den Sozialismus und der braucht die Stasi, damit sie die Feinde des Friedens erkennen kann.
      Und wer will denn freie Marktwirtschaft? Hieß das nicht mal anders?

    • Hanseat50 schrieb am

      … bravo für diesen schnittigen Beitrag, Sie sind bestimmt aus der Zunft der „Betrüger und Halsabschneider“, nur so lässt sich dieser Unsinn erklären. Es steht weder, dem Staat, noch einer Bank, noch irgend einem Anderen zu, Daten über Personen zu sammeln, um sie für sich, gegen die Bürger oder Personen zu nutzen. Es gibt zum Beispiel keine gesetzliche Grundlage, worauf sich die Datensammelei der SCHUFA begründet, aber trotzdem darf sie in dieser Bananenrepublik schalten und walten wie sie will, und das alles im Auftrag der Banken oder der Großindustrie. Die sogenannte freie Marktwirtschaft braucht gar nichts, weil es keine freie Marktwirtschaft gibt. Es ist eine Floskel des Kapitalismus, um der Arbeiterschaft vorzuspielen, das sie sozial sind. Kann man mal bei Engels oder Marx nachlesen. Im Gegenteil, aus den faulen Fonds, bzw. schlechten Bonität der Kunden, werden wieder oberfaule Fonds gebastelt und wieder verkauft. Alles Lug und Trug, wie eben alles in diesem Land.

  4. Cornelius van Lessen schrieb am

    Ihr wollt doch gerade, dass alles öffentlich ist und auch alles – z.B. Urheberrechte – unentgeltlich genutzt werden darf bzw. soll. Was habt ihr nun gegen die Auswertung eurer eigenen Daten, die ihr doch freiwillig ins Netz stellt. Kann es bei euch auch einmal logisch zugehen?
    Selbstverständlich bin ich gegen die Verwertung meiner Daten aus dem Netz durch die Schufa. Das Datenschutzgesetz scheint aber insoweit unvollkommen zu sein. Vielleicht könnt ist „selbsternannten Netzprofis“ euch damit einmal auseinandersetzen.

    • Peter Pan schrieb am

      Soviel Unfug in einem Absatz, echt unglaublich.
      „Ihr wollt doch gerade, dass alles öffentlich ist und auch alles – z.B. Urheberrechte – unentgeltlich genutzt werden darf bzw. soll.“ Die Partei möchte nicht, dass ALLES öffentlich ist. Es geht dabei auch Privatsphäre. Und was hat das mit Urheberrecht zu tun?

      „Vielleicht könnt ist “selbsternannten Netzprofis” euch damit einmal auseinandersetzen.“ machen Sie doch, oder hab ich da etwas verpasst?

      • Anonymous schrieb am

        Der Mann hat recht (gemeint ist: „Cornelius van Lessen“). Tatsache ist doch, dass die Piratenpartei sich nur das als „erlaubt“ herauspicken möchte, was ihr im Sinne von“erwünscht“ gefällt. Der Rest soll als verwerflich verboten sein. — Vorausgesetzt, sie würde mit ihren Forderungen zu 100% moralisch richtig liegen, ist es dennoch un-verantwortlich (!) naiv, anzunehmen – oder gar erst zu erwarten -, dass sich Interessengruppen bzw. Personenkreise, die schon heute wirtschaftlich-politisch am sog. „längeren Hebel sitzen“, technische Möglichkeiten nehmen lassen, die heutzutage nun einmal beiläufig zur Verfügung stehen oder mit wenig technischer Modulation verfügbar gemacht werden können. Also: „Schluss mit allem“ – technisch – und Ende der Missbrauchsaussichten. Oder aber, alternativ, die private informelle Enthaltsamkeit. Und spätestens dann sind wir an dem Punkt angekommen, an dem die schöne Piratenmaske fällt: ENTHALTSAMKEIT ist nicht Piratensache! Piraten wollen, plakativ ausgedrückt, „Genuss ohne Reue“, Konsum ohne die Nachteile gedankenlosen Konsums … Kehrseiten und logischerweise daraus folgende unerbittliche Konsequenzen aber sind der 16-30 jährigen sog. „Piraten“ Sache nicht! – Man möge endlich, endlich aufhören, sich und anderen hier auf dieser Schönwetter-Homepage etwas vorzulügen!

      • Anonymous schrieb am

        Die Konsumrechte = Alles-für-umsonst-Rechte, um die wird immer wieder gekämpft.
        Aber von den Bürgerrechten lese ich hier fast gar nichts mehr. Wozu gibt es die Piratenpartei eigentlich noch?

    • joe schrieb am

      @ cornelius : was hat das eine mit dem anderen zu tun uhrheberrecht ist ein gsanz anderes thema als datenmissbrauch…. wenn die schufa über facebook kritische persönliche daten sammelt ist das nur etwas womit sie mit dir geldverdienen und nacher haben die über facebook erfahren ahsa du verdiens 1500 euro has das bei deichmann eingekauft und hasst einen kredit bei der bank ….. und das wissen die nacher von anderen usern oder könnens dofoer weise aus deinem profil auslesen und ihc denke das möchted niemand

      Beim uhrheberrecht gehst darum was ist dort rechtens .. ist es gerecht einen 5 jahre hinter gitter zu bringen und 4500 € strafe aufzubrummen weil ich eine mp3 von einem künstler heruntergeladen hat der das lied bei jemand anderem eh gestohlen hat und es modifiziert hat als wäre es seins ? und dass lied dann grottenschlecht ist ? ist es gerecht nur weil ich ein filmchen geschaut habe hinter gitter zu laden obwohl andere milliarden verdient damit haben und der film mir eventuell auch nich gefällt ..ICCh habe niemand erschlagen niemandem was gestolhen neimanden ausgeraubt…. sondern nur kopiert .. ist es rechtens das die gema ihre gewbühren so hochschraubt das diskutheken schliesen müssen weilsies nihc mehr zahlen könne n? ist das ein gerechtes uhrheberrecht ..?= bei weitem nicht

    • Pio schrieb am

      @Cornelius
      das hat nun wirklich nix mit dem Urheberrecht zu tun. Das sollte man an anderer Stelle diskutieren.
      Die Gefahr bei dem Projekt der Schufa sehe ich
      1. in der Bewertung von Beziehungen zwischen Personen. („Sag mir wer deine Freunbde sind und ich sage dir, zu welchen Konditionen du dein nächstes Auto finanziert bekommst…“). Dabei sehe ich die Gefahr, dass Informationen in die Gewichtung einfliessen, die im realen Leben keine Rolle spielen.
      2. wenn eine Firma etwas derartiges beginnt, werden andere bald nachziehen und es wird u.U. zu einem undemokratischen Instrument. (auf dem Weg nach „1984“, Geoge Orwell war ein Optimist…. )

      • Mike schrieb am

        zu 1: Vergleichbares gibt es bereits. Auf Basis der Adresse wird festgelegt, ob man wohl in einer gutbürgerlichen Gegend wohnt (also kreditwürdig ist) oder eher in einem sozialen Brennpunkt (also nicht kreditwürdig).

        zu 2: Was soll das mit Orwell zu tun haben??? Alle Informationen, die man aus Facebook abfischen kann, wurden von den Mitgliedern dort freiwillig eingestellt. Und zwar aus einem einzigen Grund: Damit andere diese Informationen sehen können!

        Die Schufa würde das Internet also nur dazu nutzen, an öffentlich zugängliche Informationen zu kommen. „Freier Zugang zum Internet“, Habe ich diese Forderung nicht vor kurzem im NRW-Wahlkampf gehört? Welche Partei war das wohl?

      • thomas schrieb am

        Die Schufa macht ihren Kram nicht aus Bosheit, sondern _weil_ solche Informationen in der realen Welt eine ganz klare Rolle spielen. Klar: im Einzelfall kann’s danebenliegen, aber wenn aus einem Freundeskreis vier von fünf Leuten hoffnungslos überschuldet sind und ihre Kredite nicht mehr bedienen können und der fünfte will jetzt einen neuen Kredit aufnehmen, dann würde jeder, der das weiß und entscheiden müsste, das auch einfließen lassen.

        Ob es freundlich ist, darüber kann man streiten. Aber solange wir ein Privatinsolvenzrecht haben, das die Gläubiger der bewusst täuschenden Pleiteherbeiführer ziemlich schlecht stellt ist es notwendig, dafür zu sorgen, dass man solchen Leuten erst gar keinen Kredit einräumt.

        • MalBisZumEndeDenken schrieb am

          Soweit so gut. Solange es darum geht, Überschuldeten weitere Schulden zu verwehren. ist das durchaus ok. Wenn jemand aber nur deshalb keinen Handyvertrag bekommt, weil er neben einem Überschuldetem wohnt -Stichwort Geodaten- oder in Zukunft, weil er bei Facebook mit einem Überschuldeten befreundet ist (vielleicht sogar, weil er diesem helfen will), dann kann niemand das ernsthaft wollen.
          Außerdem: was ist mit Chancengleichheit? Die Banken wissen durch die Schufa über ihre (potentiellen) Kunden (fast) alles, verschweigen aber gerne notwendige und teilweise sogar gesetzlich vorgeschriebene Risikoinformationen ihrer Produkte oder, dass sie einige für den Kunden positive Produkte gar nicht anbieten, einfach weil sie nicht viel daran verdienen.
          Und zu guter letzt: warum müssen Daten heimlich erhoben werden? Die Schufa (und ähnliche Auskunfteien) weigern sich bis heute, das Zustandekommen der Scores offen zu legen. Man hat also nicht einmal die Möglichkeit, deren Richtigkeit zu überprüfen.
          Außerdem gibt es da im Grundgesetz noch das Recht auf informelle Selbstbestimmung, oder?

          • thomas schrieb am

            Dein Score wird nicht allein aus deinem Wohnort bestimmt, also keine Sorge, wenn Du keine Zahlungsausfälle hattest kannst Du wohnen wo Du willst und bekommst trotzdem ’nen Handyvertrag. Wenn Du im Gegensatz schon drei Titel gegen dich an der Backe hast wirst Du auch keinen PostPaid-Vertrag bekommen, wenn Du im Villenviertel wohnst.

            Chancengleichheit: Die Banken informieren sich, dein hypothetischer Kunde kann das auch, tut’s aber nicht. Die Chance hat er, er nutzt sie nur nicht, weil er zu faul ist.

            Wie der Score genau berechnet wird fällt nicht unter die Informationelle Selbstbestimmung, aber einwirkende Faktoren kannst Du sehr wohl von der Schufa bekommen (z.B. mehrere Kontoeröffnung in kurzer Zeit, Pfändungen etc pp).

        • Gedankenverbrecher schrieb am

          Achso.
          .
          Wenn ich also plane, mit irgend etwas zu finanzieren, sollte ich mir vorher überlegen, wen ich als Freund betrachte?
          .
          Ich soll mir also meine sozialen Beziehungen, gefälligst nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten aussuchen?
          Ich möchte mir nicht von einer Auskunftei vorschreiben lassen, mit wem ich befreundet bin. Sie viellicht?
          .
          Der Plan anhand von Freundeskreisen die Zahlungsmoral einer Person festzustellen ist genausi absurd, wie wenn man den Wohnort zugrunde legt.
          Nur weil eine bestimmte Person in einem Straßenzug lebt, der nach einschlägigen Bewertungsprogrammen als ’schwierig‘ eingestuft wird, bekommt man keine Finanzierung, oder nur unter übelsten Konditionen.
          Selbst wenn man ein geregeltes Einkommen hat, grundsätzlich pünktlich zahlt, nirgends in Verzug ist und nur blöderweise im falschen Viertel wohnt.
          .
          Warum stellt die Schufa nicht gleich ein paar Wahrsager an?
          .
          Gruß
          Gedankenverbrecher

          • thomas schrieb am

            Wenn Du ansonsten ein super Scoring hat bekommst Du auch eine Finanzierung wenn Du im „falschen“ Viertel wohnst, alles andere ist Legendenbildung und Unsinn. Aber wenn Du da wohnst und schon die Privatinsolvenz angemeldet hast, bekommst Du’s nicht. Tut mir auch leid für dich.

            Und: natürlich spielt das Umfeld / der Freundeskreis eine Rolle. Das tut er auch bei deinen Entscheidungen.

            Wenn es Unsinn wäre, was die Schufa tut, würde niemand Kunde der Schufa sein, weil sie ja a) Umsatz verlieren würden und b) trotzdem nicht weniger Zahlungsausfälle hätten. Die Realität widerlegt deine Spekulationen.

              • JJ schrieb am

                Na klar – glaubst lieber das Facebook und Co. völlig sichere Orte für deine persönlichen daten sind. GENAU glaub lieber das und nicht die realen nachvollziehbaren Tatsachen!

        • kein Pirat schrieb am

          Und der „Einzelfall“? Das kann ggf. sehr böse daneben liegen… Meine Meinung ist: Die Schufa muss belegen können, wie sie an eine Einschätzung gekommen ist _und_ wem sie diese Daten mitgeteilt hat. Zusätzlich muss sie bei Falschaussage haften und den Betroffenen mitteilen, wer wann etwas wissen wollte. Dann löst sich das Problem mit dem massiv falschen Datenbestand der Schufa ganz schnell auf… und das Problem „Schufa“ vermutlich auch…

          • thomas schrieb am

            Die Schufa sagt dir auf Anfrage, was dein Scoring beeinflusst und wer es wann abgefragt hat. Informiert euch doch bitte mal.

            > Zusätzlich muss sie bei Falschaussage haften

            Lass‘ die Drogen sein. Wenn Du Fehler bemerkst werden sie korrigiert, aber es handelt sich da nicht um eine Aussage im Sinne des Strafrechts.

        • ms schrieb am

          @thomas: Dann ist es aber einfacher den Bürger nicht mit Krediten für Urlaub, Smartphones und sonstige Waren, für die kein Kredit aufgenommen werden sollte, zu umgarnen oder selbige zu gewähren. DAS wäre konsequent und würde Verantwortung zeigen! An dieser Stelle scheint dann aber das Interesse nicht so groß zu sein.

          • thomas schrieb am

            Wieso „sollte“ für bestimmte Dinge kein Kredit aufgenommen werden? Das gilt doch nur für bestimmte Leute, die zu doof (=faktisch geschäftsuntüchtig, aber sie zu entmündigen ist ja auch doof) oder zu gleichgültig sind (=mir doch egal, mach ich halt Insolvenz), aber nicht für den Rest. Nur weil ein paar zu Blöd sind darf gleich keiner mehr?
            Das ist doch die selbe Argumentation bei Drogen: weil ein paar nicht klar kommen müssen alle Genussmittel verboten werden. Schrecklich.

    • Revolution2012 schrieb am

      Schon längst geht es der Piratenpartei nicht um die Abschaffung des Urheberrechts, sondern um dessen Reformierung (falls Du mal aufgepasst hättest). Das Urheberrecht wird von großen Organisationen so unterwandert, dass sie den größten Reibach machen, ohne dass die Kulturschaffenden und Konsumenten viel davon profitieren. Beispielsweise wird Wissen kartellisiert, indem das jetzige Urheberrecht noch Jahrzehnte nach dem Tod des Autors gilt und dessen Werk vererbt werden kann. Dieses absurde Verständnis, von etwas profitieren zu können, woran man sein Leben keinen Gedanken verschwendet hat, treibt immer größere Blüten in Deutschland. Das Gleiche gilt für Patente, die eng mit unserem undemokratischen Geldsystem verbunden sind. Patente auf extrem wichtigen Innovationen wie Medikamente z.B. gegen Aids kosten Abermillionen Menschen jährlich das Leben. Das ist menschenverachtend und einige Wenige verteidigen dieses System als ihr ureigenes Recht, obwohl dies jeder normale Bürger kritisieren würde. Erst durch das Internet kommen solche Themen auf und bekommen eine eigene Dynamik.
      Das System der Schufa hat mit dem Urheberrecht nicht viel zu tun. Die Schufa dient vielen Konzernen und Banken als Instrument, um ihre Geschäfte besser einschätzen zu können, da inzwischen immer mehr Menschen ihre Schulden kaum zurückzahlen können. Keiner möchte auf sein Geld verzichten, am allerwenigsten die hoch spekulierenden Banken. Andererseits ist die Schufa ein vom Bürger unkontrollierbares, weil nicht einsehbares oder beeinflussbares Spionageinstrument, um wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Wer garantiert mir, dass die Informationen nicht für Interessenskonflikte missbraucht werden? Wer kann die Daten einsehen und was kann er damit machen? Hat der Staat eine Nische gefunden, ganz legal und zu jeder Zeit an sämtliche Daten zu kommen, um jeden Bürger katalogisieren zu können? Wie einfach ist eine Anfrage? Hat der Bürger keine Rechte, um gegen hinterlistige Täuschung geschützt zu werden?
      Man sieht schon: Mit den Daten kann Macht ausgeübt werden, während es keine Kontrollinstanzen gibt, die die Möglichkeit der heimtückischen Spionage verhindern! Je mehr Macht mit Informationen ausgeübt werden kann, desto größer muss die Transparenz gegenüber Macht ausübenden Instanzen sein. Gleichzeitig müssen die Rechte von Individuen, die wenig Einfluss haben, umso mehr geschützt sein, je persönlicher und empfindlicher die Informationen sind.
      Auch hier geht der Interessensausgleich einseitig in eine Richtung: Gegen den Verbraucher zugunsten riesiger Banken, die offensichtlich über dem Gesetz stehen. Wird das nicht bald reguliert, gibt es neben der Bankenkrise (die übrigens eine Dauerkrise ist) irgendwann eine Informationskrise mit unabsehbaren Folgen.
      Wenn große Banken schon die gesamte Ökonomie bzw. Politik beherrschen und anfangen, heimlich an persönliche Informationen zu kommen, gehen bei mir alle Lampen an.
      Logik- Herr Lessen- ist in unserer Zeit ein wertvolles Gut, welches aber oft genug ad absurdum geführt wird. Je unlogischer etwas in unserem Land zuläuft, desto mehr profitieren nur wenige Leute mit viel Geld bzw. Einfluss. Der Rest kann zuschauen, wie er an sein gutes Recht kommt. Legitimiert werden solche Vorgehensweisen mit aberwitzigen Argumenten. Durchgeführt können solche Verstöße gegen Persönlichkeitsrechte mithilfe einer immer weiter ausufernden Finanzwirtschaft und der Billigung des Bundesverfassungsgerichts bzw. des Gesetzgebers. Angetrieben wird das Ganze durch eine unersättliche Gier nach mehr Macht und Geld ohne Rücksicht auf Verlust unserer Freiheits- und Persönlichkeitsrechte. Den Kopf herhalten muss am Ende immer der kleine Bürger- egal in welcher Sache. Wir sollten aber keine Ware oder Marionetten der Wirtschaft (siehe Ratingagenturen!) sein, sondern Menschen, die systemrelevant sind.

      • thomas schrieb am

        Du hast ganz offensichtlich keine Ahnung.
        a) Du kannst einsehen, welche Daten die Schufa über dich gespeichert hat (es sind lächerlich wenige, der gläserne Bürger ist mal wieder der Schatten einer Fliege, die man aus nächster Nähe mit einer Lampe anstrahlt, damit wenigstens an der Wand ein elefantengroßes Etwas zu sehen ist).
        b) Du kannst einsehen, wer die Daten abgefragt hat.
        c) Die Anfragen sind einfach und werden von beinahe jedem professionellen (=nicht Hobby) Shop und Unternehmen, das auf Vorkasse liefert, ausgeführt.
        d) Was für Interessenskonflikte meinst Du? Die zwischen dir mit „ich will nicht bezahlen“ und dem Lieferanten mit „ich will bezahlt werden“? Ja, dafür wird die Schufa eingesetzt, und zu deinen Ungunsten. Zum Glück.

        • MalBisZumEndeDenken schrieb am

          Nur zur Information: Du kannst nicht einsehen, wie der wichtigste Faktor Deiner Auskunft, der Score, zustande kommt. Und die Daten, die zur Ermittlung des Scores herangezogen werden, sind wesentlich mehr, als man Dir mitteilt.
          Es geht längst nicht mehr nur um den berechtigten Ausgleich zwischen „ich will nicht bezahlen“ und „ich will bezahlt werden“, was im Übrigen nur dann einen Interessenkonflikt darstellt, wenn mindestens einer von beiden betrügerische Absichten hat. Ich jedenfalls zahle gerne für gute Leistungen.

      • Mike schrieb am

        Dann mußt Du natürlich auch gegen das Vererben sein. Da gilt das Argument ja genauso.

        Falsch. Schon vor dem Internet gab es im Fernsehen Politmagazine und beim Zeitschriftenhändler Nachrichtenmagazine. Nur einige Stichwörter Contergan, Starfighter, HS30. Das Internet ist weit weniger Innovativ, als manche meinen.

        Hallo??? Kann Du mir verraten, welche nachrichtendienstliche Methoden angewendet werden, wenn man öffentlich zugängliche Daten erhebt, die von den Betreffenden auch noch selber veröffentlicht wurden?

        Und was ist mit dem Mittelstand? Den hast Du ja sehr konsequent verschwiegen. Etwa, weil er nicht immer zu den Bösen gehört, sondern manchmal auch zu den Guten?

        Von welchem Thema sprichst Du eigentlich? Wo soll gegen welches Persönlichkeitsrecht verstoßen werden?

        • Revolution2012 schrieb am

          Zwar geht die Debatte hier nicht über das Urheberrecht, aber es ist schon erstaunlich, wie oft es trotzdem noch angesprochen wird.
          a) Grundsätzlich bin ich nicht gegen das Vererben, obwohl eine vernünftige (gestaffelte) Erbschaftssteuer sinnvoll wäre. Für mich ist Vererben eine Art Schenkung von gesammeltem Eigentum. Bei Werken kann aber potenziell immer noch Geld verdient werden.
          Ein Beispiel: Da ist eine milliardenschwere Firma, die weiterhin 70 Jahre lang Millionen machen darf, obwohl derjenige, der eigentlich den Verdienst geleistet hat, bereits gestorben ist. Andererseits dürfte ich die Rente meiner Oma, für die ich unter Umständen jahrelang zu sorgen hatte, nicht weitere 70 Jahre beziehen. Daher ist das Vererben jeglicher Einkünfte prinzipiell zu beschränken und nach einiger Zeit öffentlich zur Verfügung zu stellen oder einzustellen. Es kann natürlich vom Erben für einige Jahre nach dem Tod eines Autors noch Geld mit dem Werk verdient werden, ohne dass er etwas tut: Aber nur für begrenzte Zeit.
          b) Das Internet ist ein revolutionärer Fortschritt, um Skandale aufzudecken, bevor sie aus dem Ruder laufen. Contergan ist eine Katastrophe geworden, die viel zu spät entdeckt wurde. Ohne das Internet!
          Gerade wikileaks hat uns die Grenzen unserer Meinungsfreiheit gezeigt und wesentlich zur Aufdeckung verschiedener Skandale z.B. in Großbritannien und Island beigetragen bzw. neue Bürgerrechtsgesetze forciert.
          Nicht zuletzt wurde mithilfe des Internets Lobbygesetze wie ACTA verhindert.
          Das Internet könnte humanitäre Katastrophen wie einen weiteren Golfkrieg verhindern. Die Mainstream-Medien und vor allem die spezialisierten Medien wissen das und werden daher vorsichtiger bzw. berichten zunehmend ausführlicher.
          Die Menschen waren im Kalten Krieg der Propaganda-Politik nahezu hilflos ausgeliefert. Wer sich einmal ein bisschen eingehender mit dem Kalten Krieg beschäftigt, versteht auch einmal genauer, welche Rolle die einzelnen Instanzen hatten. Das Internet gab es erst kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, was dafür sorgte, dass die Gräuel der Russen und Amerikaner erst später aufgearbeitet wurden.
          c) Nachrichtendienstliche Methoden? Zugegeben: Zunächst erst einmal gibt es solche Pläne nicht, außer, dass die Schufa die Daten ausführlich auswertet. Das war nur eine Überlegung. Ich weiß aber weder, welche Daten zu Grunde gelegt würden, noch, mit welchen Methoden sie ausgewertet würden. Das Problem ist nicht das Einsehen der Daten, sondern alles Weitere: Man hat keine Einsicht, was mit den Daten geschieht. Abgerufene Daten haben immer eine Geschichte, wie sie entstanden sind. Alle Daten auf facebook fließen zwar nicht ein, werden aber durchleuchtet bzw. gefiltert. Was mit dem Rest der Daten passiert, weiß keiner. Die Schufa muss schließlich wissen, auf welcher Grundlage sie einen Eintrag vorgenommen hat. Daher ist eine Löschung ihrer benutzten Daten unlogisch.
          Es ist schon ziemlich kritisch mit den jetzigen, wenigen Daten, um Menschen zu katalogisieren. Wenn aber facebook-Daten als Grundlage für eine Einordnung von Menschen benutzt werden, wird die Schufa eine Instanz mit einem Monopol an unbegrenzten Bewertungsmöglichkeiten gegen einzelne Personen. Plötzlich erhältst du keinen Job mehr, oder Du wirst gekündigt usw…Außerdem kann keiner sagen, welche Methoden die Schufa noch anwendet (oder als nächstes anwendet). Was Ratingagenturen anrichten können, weiß man ja zur Genüge. Facebook-Daten bei der Schufa wären noch ein Schritt weiter! Und die Übergänge sind fließend. Hat die Schufa erst eine Legitimation zur Untersuchung solcher Daten, kann sie beliebig entscheiden, was relevant ist und was nicht.
          d) Da hast Du Recht. Der Mittelstand hat es in der Geschäftswelt am schwersten, sich gegen Betrüger zu schützen. (mal abgesehen von armen Schluckern, die sich keinen Rechtsanwalt leisten können.) Große Betriebe dagegen haben meist eine eigene Rechtsabteilung. Die Handy-Abo-Branche hat gar eine eigene Abmahnindustrie, die gerichtlich legitimiert ist. Die Schufa muss aber auf die Bedürfnisse aller Geschäftstreibenden eingehen, um eine Zahlungsfähigkeit garantieren zu können. Natürlich gibt es auch in der Geschäftswelt genauso wie in der Zivilwelt viele Betrüger. Wer garantiert dem Bürger, welche Firma ehrlich ist? Die Schufa ist dafür da, den Geschäftsteil zu vertreten, vor allem die Banken-Branche. Der Bürger bekommt garantiert keine internen Informationen über irgendwelche Banken, die Banken über den Bürger aber schon.
          Böse und Gut ist hier Schubladendenken. Jeder kann böse oder gut handeln. Nur die Verhältnisse entscheiden auch darüber, wie viele Freiheiten möglich sind. Der Mittelstand bekommt von der Schufa nicht so viele Informationen wie z.B. Banken und muss daher einige Nachteile einstecken. Der einfache Bürger hat kaum Garantien. Das fängt in Branchen wie z.B. der Lebensmittelbranche an und hört bei der Schufa auf.
          e) Es ist mein persönliches Recht, dass ich Herr meiner persönlichen Informationen bin. Die persönlichen Informationen sollten nur den Leuten im Forum zugänglich sein, die ich auch als Freunde gekennzeichnet habe. Das facebook evtl. Zugang zu meinen Informationen hat, ist ein anderes Thema. Unter falschem Profil bei facebook zu spionieren, ist klare Täuschung und ein Verstoß gegen das Persönlichkeitsrecht. Schau Dir mal bei Wikipedia an, was unter Persönlichkeitsrecht verstanden wird. Dann wird das klar.
          Die Informationsgesellschaft wird immer wichtiger in der Wirtschaft und was wirtschaftlich nutzbar ist, wird auch benutzt, um sich immer größere Vorteile zu verschaffen als andere. Die Übergänge sind fließend. Geld ist noch lange nicht Macht. Erst die Transformation von Geld und Wissen in Kontrolle- das ist Macht!

      • JJ schrieb am

        „noch Jahrzehnte nach dem Tod des Autors gilt und dessen Werk vererbt werden kann. Dieses absurde Verständnis, von etwas profitieren zu können, woran man sein Leben keinen Gedanken verschwendet hat“ –> Was hat denn hier das eine mit dem anderem zu tun? Wenn mein Vater eine Firma gegründet hat, die gut läuft und jeder will von dieser Firma eine Leistung erhalten auch nach dem Tod meines Vaters dann ist es doch nur Recht wenn ich dies dann vererbt bekomme und weiterführe – obwohl ich zu Zeit der Firmengründung wahrscheinlich nicht mal existierte.. – mit der Kunst ist es prinzipiell das selbe, vor allem wenn Angehörige von bestimmten Künstlern eventuell Werke an Museen geben und die Museen Eintritt verlangen dafür das andere Menschen die Werke betrachten können, sollten doch die Erben der künstler entlohnt werden, dafür das sie die Werke Ihrer ahnen der Öffentlichkeit zu Verfügung stellen und sie sich nicht selbst ins Wohnzimmer hängen. Man muss selbst schon sehr geizig sein um sowas verbieten zu wollen. ……………….
        „Das Gleiche gilt für Patente, die eng mit unserem undemokratischen Geldsystem verbunden sind. Patente auf extrem wichtigen Innovationen wie Medikamente z.B. gegen Aids kosten Abermillionen Menschen jährlich das Leben. Das ist menschenverachtend und einige Wenige verteidigen dieses System als ihr ureigenes Recht, obwohl dies jeder normale Bürger kritisieren würde. Erst durch das Internet kommen solche Themen auf und bekommen eine eigene Dynamik.“ –> Bitte mal konkretisieren, was genau meinen Sie? Etwa das es längst wirksame Medikamente gegen Krankheiten gibt die bislang als ungheilbar gelten, diese aber nicht auf dem Markt angeboten werden, weil man ja sonst etliche andere Arzeneimittel nicht mehr in der Menge und über diese lange Zeit verkaufen könnte und mit dem Leid der Leute länger Geld machen könnt, da sie ja so viel schneller Geheilt werden könnten?? Oder was wollen Sie uns jetzt damit sagen? Wollen Sie sich wirklich darüber aufregen das überhaupt Forschung betrieben wird? …………………………….
        „Andererseits ist die Schufa ein vom Bürger unkontrollierbares, weil nicht einsehbares oder beeinflussbares Spionageinstrument, um wirtschaftliche Interessen durchzusetzen. Wer garantiert mir, dass die Informationen nicht für Interessenskonflikte missbraucht werden? Wer kann die Daten einsehen und was kann er damit machen? Hat der Staat eine Nische gefunden, ganz legal und zu jeder Zeit an sämtliche Daten zu kommen, um jeden Bürger katalogisieren zu können? Wie einfach ist eine Anfrage? Hat der Bürger keine Rechte, um gegen hinterlistige Täuschung geschützt zu werden? –>
        Revolution2012, nicht nur die Schufa, alle anderen Organisationen, Verbände, Unternehmen, Behörden, Banken, Privatleute u.s.w. ALLE eben können ihre frei eingestellten Daten aus dem Facebook und allen weiteren Socialnetworks ziehen und tun es längst. Sie machen sich damit nicht mal strafbar. Sie sind es ja selbst der sich im Netzt durch Nutzung dieser Networks zu Schau stellt und jeden über sich selbst informiert. Darum treten sie ja diesen Organisationen bei. Angetrieben wird das Ganze durch eine unersättliche Gier nach mehr Macht und Geld ohne Rücksicht auf Verlust unserer Freiheits- und Persönlichkeitsrechte. Den Kopf herhalten muss am Ende immer der kleine Bürger- egal in welcher Sache. Wir sollten aber keine Ware oder Marionetten der Wirtschaft (siehe Ratingagenturen!) sein, sondern Menschen, die systemrelevant sind. Gier nach Macht und Geld treibt wohl jedes Individuum an, auch Sie. Die Freiheits- und Persönlichkeitsrechte verlieren Sie nicht, sondern Sie setzen diese doch selbst aus indem Sie sich im Netz Exhibitionieren und das völlig freiwillig wohl bemerkt und betont! Systemrelevant sind und waren und bleiben wir auch immer. Das muss und soll auch so sein. Sonst kann Ihre Lösung ja schließlich nur die Diktatur sein.
        LOGIK – Revolution 2012 – ist in unserer Zeit ein wertvolles Gut welches von Ihnen leider wie man in Ihrem Beitrag vom 07.06.2012 um 16:55 sehr gut nachlesen kann.
        Wie bereits gesagt – stellt Euch nicht im Netz zur Schau und kauft Euch das was Ihr Euch leisten könnt. So einfach ist das für die „kleinen Leute“ die Revolution 2012 in seinem Thread anspricht.

    • loonia schrieb am

      Ich finde, dass soeine Auswertung völlig unsinnig ist, weil man nie abschätzen kann, welche Qualität die Daten haben. Ich will gar nicht wissen, wieviele Daten kursieren, die keine reele Person im Hintergrund haben. Was will ich da auswerten und welche Qualität hat die Auswertung?

      • JJ schrieb am

        denkst Du im ernst die Schufa sucht erst im FB nach irgendwelchen auffälligkeiten und fangt dann mit Beobachtungen an? Ich nehme mal an die schauen erst ob die gesuchte Person einen account hat und sucht dann geziehlt nach indizien für eine unbegründete nicht-rückzahlung-eines Kredits oder eben für eine unbegründete Beantragung eines Kedites (weil zb ohnehin genug Vermögen Vorhanden oä)..

    • Erzdemokrat schrieb am

      Lies mal das Parteiprogemm. Gläserner Staat und Privatheit für die Bürger! Aber eins stimmt, der Datenschutz liegt im Argen. Und wer macht etwas dagegen?

  5. Sebastian schrieb am

    Klar muss die Piratenpartei das ablehen. Nicht nur aus Datenschutzgründen! Das war früher mal ein wichtiges Thema bei den Piraten. Aber wie wird es sich wohl auf ein Scoring auswirken, wenn man in „sozialen“ Netzwerken eine Beziehung zu einer Partei hat, deren Anhänger davon träumen von ein bischen BGE zu leben und es bei vielen Dingen in Zweifel ziehen, das man dafür bezahlen muss?

  6. Squall schrieb am

    Manchmal sollte der Ball etwas flacher gehalten werden.
    Gerade was SCHUFA-Auskünfte betrifft, liegt die Problematik eher in der Dauer der Datenspicherung und in „geheim“ angelegten Profildaten respektive deren Nicht-Löschung und Beibehaltung der Einschätzung der Kreditwürdigkeit.
    Da wird jemand, der Privatinsolvenz angemeldet hat, nicht etwa schlechter gestellt als jemand, der mit allen Zinsen und ohne weitere Hilfe seine Verbindlichkeiten doch mal zurückgezahlt hat. Sein Score ist keinesfalls besser und wird auch nicht wirklich besser, denn bis dahin festgestellten „Verfehlungen“ werden nicht etwa komplett gelöscht, wie es dem Bürger weisgemacht wird… Das negative „Rating“ bleibt nämlich stehen, ob einsehbar oder nicht.
    Gesetzlich ist bereits geregelt, dass jeder einmal pro Jahr seinen „Score“ abrufen kann – und darin steht auch, wer Daten abgerufen hat, wo eine Kreditkarte wo beantragt hat usw.
    Aber wer alle negativen Einträge „abgearbeitet“ hat, wird daraus nicht wirklich einen Vorteil ziehen können.
    Einmal geratet, immer geratet?

  7. Squall schrieb am

    @ thomas:
    Ich hoffe auch, ich konnte damit klarstellen, dass es mir im Beispiel nicht um „vorsätzlich erschwindelte“ Kredité geht, sondern um vorhandenen Geldbedarf, den z.B. ein inzwischen SCHUFA-eintragsfreier Bürger benötigt, um weiter seinen Beruf ausüben zu können – und der ihm verwehrt wird, selbst wenn alle Verbindlichkeiten schließlich getilgt sind. Und das kann m. E. auch nicht Sinn der Sache sein.
    Selbst mit noch vorhandenen Kleinst-Verbindlichkeiten wird einem solchen Bürger nämlich nicht einmal ein Besprechungstermin mit dem kontoführenden Kreditinstitut zur Verfügung gestellt.
    Auch so sieht die Realität aus.

    • thomas schrieb am

      Habe ich anders erlebt. Ein Freund von mir hatte ein ziemlich schlechtes Scoring vor 10 Jahren, weil er sich um nichts kümmerte und so auch etliche Lastschriften zurück gingen und ab und an mal der Gerichtsvollzieher klopfte um ’ne Rechnung einzutreiben. Hat er geregelt, hat dann nach’m Studium geheiratet, seit Jahren einen Job und seinen Kram organisiert. Und siehe da: jetzt ist sein Score vollkommen in Ordnung und der Hausbau wurde auch zu Winzzins finanziert.
      Also: das Rating ändert sich — aber sicherlich nicht allzu schnell. Bei Geld reicht es eben nicht, Besserung zu versprechen, da müssen Taten folgen. Aber ein paar Jahre ohne Negativeinträge und das sieht schon besser aus.

  8. Pingback: Stellungnahme der Piratenpartei « kaeptenflint

  9. squall schrieb am

    Darf ich höflichst anfragen, wohin mein Posting von gestern bitte plötzlich verschwunden ist?????

    • squall schrieb am

      Okay, offenbar nicht übertragen? Ich habe den Text leider nicht gespeichert und verzichte daher auf einen nochmaligen Beitrag. Danke.

    • thomas schrieb am

      Das ist Julia Schramms Sockenpuppe mit der sie Testballons für Parteimeinungen hochgehen lässt um sich richtig zu positionieren.

  10. Brigitte schrieb am

    Was gibt es denn da überhaupt zu diskutieren? Alle persönlichen Daten sind mein privates Eigentum und es kann überhaupt nicht sein, dass wer auch immer die ohne meine Zustimmung mal eben irgendwo abgreifen darf. So etwas kann und darf nicht legal sein. Die Schufa oder andere Institutionen kommen doch auch nicht einfach mal mit einem heimlich nachgemachten Schlüssel zu mir nach Hause und durchwühlen meine privaten Unterlagen. Und nichts anderes ist das doch. Die Bürger müssen endlich mal vor solchen Machenschaften geschützt werden.

    • thomas schrieb am

      Unsinn. Wenn deine Daten so privat sind, dann halt den Mund und posaune sie nicht in die Welt hinein.

      Analog: wenn Du Dinge in den Mülleimer wirfst, gibst Du deine Eigentumsrechte auf. Und a) Facebook ist ein Mülleimer und b) Du VERÖFFENTLICHST. Ich mein, allein das Wort erklärt doch schon die Konsequenzen. Also: dein Schufa-Score leidet nicht unter deinen Daten — der leidet unter dir.

  11. JJ schrieb am

    Hallo!
    Es ist schon krass was einige hier so ablassen und wie sehr Sie dagegen sind das die Schufa sich – wie Millionen anderer es bereits längst praktizieren – Daten anschauen möchte die von den Sozialnetworknutzern völlig freiwillig ins Netz gestellt werden.
    Erst wollt ihr jedem alles über euch erzählen und stellt jedes noch so dämliche Foto ein und nun??
    Am besten gar nicht erst bei so einem Mist anmelden – vielleicht lieber mal wieder zur Realität zurückkehren und mal drüber nachdenken was man da eigentlich tut und ob es nottut jeden Furz im Netz über sich selbst breitzutreten.
    Loonia schreibt ja schon so treffend – das ja eh alle faken im Facebook. Komisch wo kommt denn da jetzt die Angst her?! Loonia, Fotos auf denen ein hochverschuldeter oder ein Kreditanfrager mit Lamborghini oder Hubschrauber rum spaßt sind meist nicht im gefälscht.. auch Freundelisten verraten einiges.
    Peter fordert (07.06.2012; 21:32Uhr) Die Begrenzung der Informationsmenge die andere über ihn sammeln…. .
    Ihr merkt euch wohl nicht mehr? Dann gebt doch nicht alles über euch Preis.
    Oder Anonymous, der meint es ist ja so schlimm dass es an die kleinen Bürger geht. Und die arme Frau Meier, die sich als Berufstätige ne Couch auf pump holt und dann Arbeitslos wäre ja nicht schuld an einer Krise. Doch, die Frau Meier sollte sich wenn sie es sich nicht leisten kann einfach keine Couch auf Pump kaufen sonder ein Modell welches sie auch bezahlen kann. Und mit Menschenverachtung hat dass geplante Prozedere der Schufa auch nichts zu tun. Also Leute regt euch nicht so auf. Ihr denkt doch nicht im Ernst dass ihr bisher nicht ausspioniert worden seid.
    Der es einigermaßen auf den Punkt bringt ist Cornelius van Lessen (07.06.2012; 14:54Uhr) da schreien die Piraten nach Transparenz und wenn es soweit ist merken sie erst wie blöd das eigentlich ist!
    Ich find es super dass endlich mal eine Einrichtung öffentlich sagt, wir nutzen Eure freiwillig breitgetretenen Daten um damit zu arbeiten. Stellt doch einfach nicht alles Private ins Netz!
    Besucht eure Familien und Freunde lieber mal wieder persönlich oder ruft mal an, Stimme hören macht manchmal auch glücklich. UND ist gesünder als den gesamten Tag in so ne Kiste zu schauen..
    Von mir aus können noch viel mehr Behörden so an Ihre Informationen kommen, da diese ja freiwillig veröffentlicht werden!

  12. Pingback: Big Data | Kompass – Die Piratenzeitung

  13. Jacky Neiwel schrieb am

    Nicht vom Tisch

    Das Institut hat nun den Vertrag gekündigt, nun müssen wir leider dafür sorgen, dass es keine neuen Anläufe gibt.

  14. Usch schrieb am

    Wer sich in sogenanten Sozialen ? Netzwerken prostituiert ist selber Schuld wenn er mit allen möglichen Müll belästigt oder ausgeforscht wird,oder kriminellen in die Hände fällt.Wie doof Menschen in ihrer Geltungssucht sein können,ihre Daten der ganzen Welt preisgeben ist unglaublich.

  15. Pingback: Restschuldbefreiung - die schnelle Möglichkeit, schuldenfrei zu werdenRestschuldbefreiung

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