Gebührenerhöhung für Speichermedien bis zu 1850 Prozent – PIRATEN fordern einheitlichen Vergütungssatz

Die Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) hat eine neue Gebührenordnung angekündigt. Die Abgaben für Speichermedien sollen um bis zu 1850 Prozent erhöht werden. Eine offizielle Begründung dafür hat die ZPÜ nicht abgegeben. Die Piratenpartei Deutschland verurteilt diese willkürliche Preiserhöhung. Statt undurchsichtiger Preisfestlegungen fordern die PIRATEN eine einfache Vergütung nach Höhe des Verkaufspreises sowie eine Stärkung der Privatkopie.

Der Zweck von Urheberrechtspauschalabgaben ist es, einen Ausgleich für die Erlaubnis der Privatkopie nach §53 und §54 UrhG zu schaffen. Allerdings wurde dieses Recht inzwischen durch Kopierschutzmaßnahmen und ein Verbot ihrer Umgehung (§95a UrhG) faktisch ausgehebelt, wodurch die Abgaben ihre Legitimation verloren haben. Bernd Schlömer, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland: »Auf der einen Seite werden den Nutzern die Rechte entzogen und auf der anderen Seite die Abgaben drastisch erhöht. Das können wir so nicht akzeptieren.«

Stattdessen fordert die Piratenpartei eine Abschaffung von §95a des Urheberrechtsgesetzes.
Zudem wird das Verfahren zur Berechnung der Abgaben kritisiert. »Die derzeitige Bemessung nach Leistungsfähigkeit, Speicherkapazität und weiteren Eigenschaften ist unnötig kompliziert und muss ständig angepasst werden. Wenn jetzt die Preise willkürlich um das 18-fache angehoben werden, zeigt dies, wie absurd die momentanen Regelungen sind. Hier besteht dringender Handlungsbedarf«, so Bruno Kramm, Beauftrager für Urheberrechtsfragen der PIRATEN.

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Kommentare

37 Kommentare zu Gebührenerhöhung für Speichermedien bis zu 1850 Prozent – PIRATEN fordern einheitlichen Vergütungssatz

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  2. Domink schrieb am

    Ich mag weder die ZPÜ noch diese unkontrollierte Abgabenerhöhung. Trotzdem finde ich sollten „wir“ (ihr Piraten und wen’s sonst noch interessiert) uns um eine sachliche, objektive Darstellung bemühen. Die angegebenen 1850% sind sicherlich rein rechnerisch korrekt. Der Autor dieser Pressemitteilung muss sich meiner Meinung nach aber trotzdem den Vorwurf gefallen lassen, durch die Wahl größtmöglicher Zahlen die maximal mögliche Dramatik aus dem Vorfall gezogen zu haben (Mir ist übrigens klar, dass diese Zahl ursprünglich nicht von euch stammt).
    Mir wäre es lieber, wenn die Piratenpartei von solchen rhetorischen Kunstgriffen absehen würde. Auch so ist die Erhöhung dramatisch genug. Ihr würdet den Leser mit absoluten Gebührenangaben zudem wesentlich besser informieren und durch eine distanziert sachliche Berichterstattung weniger „rhetorische“ Angriffsfläche bieten.

    • Dave schrieb am

      das ist auch was mir als erstes in den sinn kam. daher kann ich dem nur voll zustimmen.

    • Badok schrieb am

      Ja, wir haben hier den höchsten Prozentsatz gewählt, aber der Durchschnittswert (Summe der Erhöhungen / 4 Tarifgruppen) liegt bei über 1200%, die niedrigste Erhöhung bei 900%…
      Glaubst du das hätte eine so viel schwächere Wirkung?
      Btw, die Zahl kommt aus der Mathematik. Einfache Rechnung und so… Dass andere das auch können, entwertet die Verwendung nicht.
      Es ist ja aber zum Teil die Dramatik, der Erhöhung, die uns stört. Sollen die Leser nicht irgendwie darauf hingewiesen werden?
      Was die bessere Information durch mehr Sachlichkeit angeht, hast du mE vollkommen Recht. Mehr kann ich dazu leider nicht sagen.

  3. Thomas Rawe schrieb am

    Hört das sinnlose und nur nutzlose Arbeiten bringende Regelwerk nie auf?
    Wir brauchen einfache bedingungen die dafür sorgen das es den Menschen gut geht.
    Die auch vertrauen schaffen in eine Politik und Bürokratie nicht zum Selbstzweck verkommen läßt.

  4. Tom schrieb am

    Habt ihr euch mal angesehen, wie stark die Kapazität von Speichermedien in den letzten Jahren gestiegen ist? Die aktuellen Gebühren sind einige Jahre alt und nicht mehr zeitgemäß!
    Und die absoluten Beträge sind auf den einzelnen USB-Stick gerechnet eh minimal bis lächerlich. Bisher waren es pro USB-Stick 10 Cent (für Bitkom-Mitglieder sogar nur 8 Cent), in Zukunft sind es bei Sticks bis 4 GB 91 Cent, bei mehr als 4 GB 1,56 € und bei Speicherkarten über 4 GB 1,95 € (Quelle d. Zahlen: http://www.heise.de/newsticker/meldung/ZPUe-erhoeht-Abgaben-auf-USB-Sticks-und-Speicherkarten-drastisch-1583790.html).
    So, und wie oft im Jahr kauft man sich jetz so nen USB-Stick? Ich glaube nicht, dass wir alle verarmen werden ;-)
    Ich glaube viel eher, dass die Piraten mal wieder polemisieren, indem sie die exorbitant hoch klingende Zahl „1850%“ in den Raum werfen, ohne die absoluten Zahlen auch nur anzuschauen.

    Ihr seid glaub ich die zweitpopulistischste Partei in diesem Land, nach der NPD und noch vor den Linken….

    • Daniel schrieb am

      Natürlich werde ich dadurch nicht ARM (das bin ich schon durch die Wirtschaftspolitik geworden)… Aber eine Preiserhöhung von teilweise 25% real (8GB SDCard, alter Preis etwa 8€, neuer Preis dann etwa 10€) sind eine unverschämtheit, vor allem, wenn diese Karte dazu dient meine EIGENEN Fotos auf der Digicam zu speichern. Populistisch ist es, so eine Gebühr zu verlangen, mit der Begründung, es könnten ja urheberrechtlich geschützte Werke drauf gespeichert werden, aber mir zu verbieten, diese Werke auf diee Karte zu kopieren, weil damit ein „Kopierschutz“ (der i.d.R. seinen Namen nicht verdient) umgangen wird.
      Ich soll also dafür bezahlen, dass ich etwas „könnte“ weil ich das „Werkzeug“ SDCard besitze?!
      Dann habe ich anrecht auf K9indergeld: Ich habe zwar keine Kinder, aber das Werkzeug, welche zu machen sind da….

      • Dave schrieb am

        stimmt. ich empfinde derartige gebühren als vorverurteilung. jedermann wird damit quasi kriminalisiert und gegängelt. lobbyismus in reinster form – vorteile für wenige auf kosten der masse. der staat kann nicht dazu dienen dem volk fesseln anzulegen!

    • Jacky Neiwel schrieb am

      Und wenn es ne 10.000GB Festplatte gibt, zahlst du auch gern 200€ Gebühren dafür? Das ist nicht sehr sinnvoll…

    • Dominik schrieb am

      Klar, man muss das immer im Verhältnis sehen. Ein bis zwei Euro für praktisch beliebig oft überschreibbare Medien können durchaus in Ordnung sein, schließlich sind sie als Entschädigung für Privatkopien gedacht. Abzüglich des ganzen „They took our jobs!“-Aufgeschreis verdeutlich dieser Vorfall m. E. drei Probleme:
      1. Die ZPÜ braucht sich für Gebührenerhöhungen nicht zu rechtfertigen.
      2. Es gibt keine öffentlichen Verhandlungen über Höhe und Gegenstand der Abgabe.
      3. Verbraucherverbände und andere Parteien, die ein berechtigtes Bedürfnis an der Mitwirkung haben, sind von der Verhandlung ausgeschlossen bzw. haben sowieso kein Gewicht.

      Übrigens ist die Kapazität von USB-Sticks und Speicherkarten in den letzten drei Jahren nicht einmal annähernd so stark gestiegen wie die Gebühr, um deine Frage zu beantworten.

      • Gedankenverbrecher schrieb am

        Würde das Geld, dass ich als ‚Urheberrechtsabgabe‘ auf jeden Internetfähigen Computer, jede Festplatte, jeden Drucker und jede Blatt A4 und so weiter abführe auch tatsächlich bei den URHEBERN ankommen, dann würde ich sogar diese 1,95 für meine 8GB-Speicherkarte akzeptieren.
        .
        Sinnvoll verteilt und mit einem Auszahlungsdeckel pro Werk könnten die Neulinge, weniger bekannten und wirtschaftlich nicht so erfolgreichen Künstler vielelicht tatsächlich was davon haben.
        .
        Alleine – wie viel von dem Geld bleibt ‚in der Verwaltung‘ hängen oder verschwindet sonstwo? Und wie viel bekommt Autor Müller davon tatsächlich auf sein Konto?

        Gruß
        Gedankenverbrecher

    • Michael schrieb am

      Ganz gleich ob zu hoch oder niedrig, ich bin gegen so eine Abgabe, da sie in keinster Weise gerechtfertigt ist!!! Hier wird nur Abgezockt, ohne jegliche Gegenleistung. Echt mittelalterlich!!! Sogar früher bei den Leermusikkassetten, wo wir alle raubkopierten ohne Ende, gab es so ein Schwachsinn nicht!

  5. Patrick Broser schrieb am

    Ich kann es nicht fassen.
    Kann die ZPÜ das überhaubt durchsetzen?!
    Immer diese Willkür irgendwelche Steuern anzuheben. Jetzt auch noch für Speicher.
    Ein paar Cent teure Komponenten werden zur Einheit verlötet und der Preis erhôht sich wie bei Edelsteinveredelungen.

    Datenspeicher teurer, dann können die ja genausogut den Preis von Schreibpapier erhöhen…
    Frechheit!

  6. Michael schrieb am

    Wieso diese „Leermedienabgabe“ nicht ganz abschaffen? Wieso sollen wir mehrfach für das zahlen, was wir bereits gekauft haben, nur weil wir „kopieren könnten“? Wenn schon, dann lieber eine „Abgabe“ auf den Kaufpreis des Albums/Films/Etc, wenn der URHEBER es wünscht. Dann zahlt man diese genau ein Mal: Beim Kauf des Werkes. Es kann ja nicht sein, dass man für jede Festplatte, jeden USB-Stick und jeden Rohling Abgaben mehrfach zahlt.

  7. Jacky Neiwel schrieb am

    Richtig! Es ist total absurd, wie das berechnet wird. Auf der GEMAwebsite steht, es geht um die Abspieldauer. Diese hat sich im Filmbereich aber in den letzten Jahren wesentlich verringert. Passten auf eine VHS noch 4 Stunden Film, passt auf ne 25gb bluray nur 2,5 stunden in originalformat. Die Abgabe an den Verkaufspreis zu koppeln, ist mMn genau der richtige Ansatz. Auch was eine Multimediafestplatte technisch von einer anderen externen entscheidend unterscheidet, will mir nicht in den Kopf! Ich hab auch nix dagegen, wenn man sd.karten in digicams berechnet, schließlich kann man damit auch geschützte Inhalte filmen. Ansonsten benutze ich meinen Bluraybrenner nur zum backup meiner Systemdateien. Blurayfilme zu brennen ist viel zu aufwendig, das macht heutzutage wohl kaum noch jemand!

  8. Anonymous schrieb am

    Die Gema möchte mehr Geld wenn ich Medien nutze, auf denen ich eh nur noch meine eigen erstellten Dateien brennen kann ? Alles andere hat doch eh Kopierschutz, dann möchte ich aber auch Anteile von der Gema bekommen, jedes mal wenn jemand das Bild „Unbenannt“ oder einen Brief auf CD / USB oder so brennt oder kopiert. Ganz beliebt auch die Datei „Bewerbung“ … hab ich auch schon oft gesehen auf USB-Stick, so hiess bei mir auch eine Datei.

    Pure abzocke in meinen augen.

  9. Bernd schrieb am

    Wir hatten bislang 0,10 Euro je USB-Stick an GEMA-Abgaben (Seite 2010 bis Ende 2011).
    Dies wurde nach einem zweijährigen Verhandlungsmarathon ausgehandelt.. Die Jahre 2008 und 2009 sind nach wie vor vakant. Uns, als USB-Spezialisten im Bereich Werbeartikel, trifft das schon ziemlich hart, weil die Regelung nicht kontrolliert wird. Anbieter aus dem Ausland drängen auf den Markt ohne Zertifikate, Elektronikschrott-Abgaben und GEMA-Abgaben. Im Falle der GEMA muss dann der Käufer melden um sich nicht strafbar zu machen. Nichtwissen schützt vor Strafe nicht. 40% unserer Ware wird mit Kundendaten bespielt. Die empirischen Gutachten der GEMA sind nicht nachvollziehbar. Verhandlungsbereitschaft zur Ausarbeitung eines Gesamtvertrages mit den Verbänden Bitkom und BWL werden seitens ignoriert und der Handel stattdessen vor vollendete Tatsachen gestellt.
    Diese Vorgehensweise zeigt wirklich das wahre Gesicht der GEMA. Ich hoffe auf entsprechende Gegenmaßnahmen oder zumindestens Prüfung seitens der Politik.

    • Renate schrieb am

      Ganz abgesehen von der Willkür, des Verwaltungsaufwandes und des nicht Ankommens bei Urhebern, scheidet damit in der Tat der USB Stick als Give Away für unsere potenziellen Kunden auf der nächsten Konferenz aus.
      Mir reicht das langsam. Das gehört endlich abgeschafft.
      Fehlt nur noch dass wir auf Kaffeetassen Kaffeesteuer zahlen müssen. Z.B. bemessen nach dem durchschnittlich hohen Kaffeekonsum, den Softwareentwickler haben könnten.

  10. Bernd schrieb am

    @ Jacky
    Und wenn es ne 10.000GB Festplatte gibt, zahlst du auch gern 200€ Gebühren dafür? Das ist nicht sehr sinnvoll…

    Hochgerechnet müsste man 2000 Euro Geam für 10TB zahlen.
    Mobile Festplatten sind eher ein Problem und für den PC haben wir ja glücklicherweise die GEZ, ein ähnlich strukturierte Krake.

    • Jacky Neiwel schrieb am

      https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Tarife/Tarife_sonstige/Tarif_Festplatten_ab_2008.pdf

      sollten die aktuellen Vergütungen sein. Da steht 9€ für ein Terrabyte oder mehr. Aber es wird noch zwischen Multimedia, Netzwerk und externen Festplatten unterschieden. Dieser Blödsinn ist einfach nicht zeitgemäß. Ich kann mir auch ne externe Festplatte problemlos in den PC bauen. Heutzutage hat man dadurch genau NULL Nachteile, genau wie ich mir ne ext. Platte an den HD-Receiver schließen kann und hab dann ne Multimediafestplatte. Mit den ssd-Festplatten wird es sogar noch komplizierter. Die Dinger kann ich auch als vollwertige Arbeitsspeicher benutzen. Man muss schon ne anteilige Gebühr auf den ganzen Rechner erheben. Lediglich Grafikkarten und CPU etc. müssen Abgabenfrei bleiben-oder man lässt es eben ganz! Dieses halbgare Getue wird uns jedenfalls nicht weit bringen.

  11. Bernd schrieb am

    Mal abgesehen davon, dass uns im Industriegebiet, 5km von einer Großstadt entfernt kein Internet zur Verfügung steht… wir haben hier im Mischgebiet wenigstens eine 2000er Leitung… Klasse, nicht!

  12. Alex P. schrieb am

    Und nochwas: Die Forderung zur Abschaffung von §95a des Urheberrechtsgesetz ist nur zu unterstützen. Eine besondere Frechheit ist §95a (4), wonach der ganze Restparagraph für öffentliche Stellen zum Zwecke des Schutzes der öffentlichen Sicherheit… nicht gilt. Dabei sollten doch die Bürger mehr Rechte haben als der Staat!
    Oder kann man §95a (4) so auslegen: Die Piratenpartei ist eine öffentliche Stelle und kann daher alle Medien legal kopieren? Natürlich um die öffentliche Sicherheit aufrechtzuerhalten, damit es nicht zu Krawallen kommt. Das ging ja in Frankfurt auch bei den Demonstationsverboten?

  13. andreas schrieb am

    cool, endlich wieder was zum totlabern, viel spaß !
    ps: wußtet ihr, das totlabern noch nie irgendetwas gebracht hat,
    außer ärzten und beerdigungsinstituten…
    gut laber….
    ;-)

  14. Anonymous schrieb am

    Stick, Festplatte, … Wieviel kostet dann eine Cloud in Zukunft ?
    Die Piraten sollten ihre Forderungen deutlich erweitern: Freies Internet und freie Kommunikation weltweit: KOSTENLOS !!!

    P.S.: Leider mal wieder vergessen TOR einzuschalten. Hoffentlich klingelt morgen niemand an meiner Haustüre.

    So. Jetzt gehöre ich auch zu Anonymous.

  15. Anonymous schrieb am

    Also, dieses ständige Empörungsgetue wegen Kinkerlitzchen geht mir echt auf den Keks.

    > Natürlich werde ich dadurch nicht ARM (das bin ich schon durch die Wirtschaftspolitik geworden)…

    Wie bitte bist du durch DIE WIRTSCHAFTSPOLITIK arm geworden?

    > Aber eine Preiserhöhung von teilweise 25% real (8GB SDCard, alter Preis etwa 8€, neuer Preis dann etwa 10€) sind eine unverschämtheit, …

    Soll das jetzt ein Witz sein? Ist das wirklich euer Problem? Dass ein USB-Stick 2 EUR teurer wird?

    > …vor allem, wenn diese Karte dazu dient meine EIGENEN Fotos auf der Digicam zu speichern.

    Hm, wäre die Preiserhöhung also nicht unverschämt, wenn die Karte dazu diente, fremde Fotos zu speichern? Was ist, wenn Klopapier teurer wird? Kommt es dann darauf an, wessen Arsch damit gewischt wird?

    > Dann habe ich anrecht auf K9indergeld: Ich habe zwar keine Kinder, aber das Werkzeug, welche zu > machen sind da….

    Lass es lieber.

    • Voll schrieb am

      Es gibt auch Firmen die gerne tausende USB-Sticks für Werbezwecke verwenden. Klar bei einem einzelnen Stick hat man nicht wirklich ein Problem wenn man aber 1000 bestellt sind 2€ mehr pro Stick schon ein kleines vermögen. Und diese Unternehmen kaufen diese Sticks nun wirklich nicht mit dem Vorhaben irgendwelche urhebergeschützen Privatkopien drauf zu schieben. Wieso sollten diese Unternehmen also für die möglichen Privatkopien die andere vielleicht machen zahlen? Es gilt immer die zu bestrafen die das Unrecht begehen nicht einfach Pauschal alle zu verdonnern…

    • Grimnir schrieb am

      > Also, dieses ständige Empörungsgetue wegen Kinkerlitzchen geht mir echt auf den Keks.

      Mir geht die hinter diesen Kinkerlitzchen stehende Salamitaktik auf den Keks.

      > > Dann habe ich anrecht auf K9indergeld: Ich habe zwar keine Kinder, aber das Werkzeug, welche zu
      > > machen sind da….
      > Lass es lieber.

      Stell dir vor, in 100 Jahren gibt es nur noch perfekt angepasste Ja-Sager, da die ganzen Spinner und Chaoten durch Enthaltsamkeit ausgestorben sind.

  16. Darksheer schrieb am

    mich stört an den gebühren erstmal folgendes….: punkt 1 wer profitiert eigenlich davon. also ich höre eigendlich sehr skuriele sachen …ich kann mir nicht vor stellen das auch nur ein künstler den ich höre wirklich von diesen abgaben profitiert. punkt 2 habe 2 usb -sticks einen 2gb und 4gb auf denen sich nicht eine mp3 befinden sondern nur private fotos, videos(von geocaching,feiern,freunden,grillabende und festivals) und sonst hab ich da noch so sachen wie lebensläufe und andere private text-dokumente drauf.
    punkt 3 wenn ich mcih für musik interessiere nutze ich blip.fm dort kann ich im internet frei zugängliche musik und musik videos als blip posten(ist ähnlich wie twitter nur hier geht es ausschließlich um musik) man kann über blip youtube-videos und auch andere frei verfügbare musik suchen und diese dann als blip posten.andere nutze können dafür probs geben oder die songs reblippen.hier könnte ich mir eine faire abgabe vorstellen.andereseits sind in deutschland im gegensatz zu anderen ländern einige sachen eh nicht zugänglich (youtube videos die wegen der gema gesperrt sind)
    punkt 4 die musik die ich jetzt auf blip wirklich höre und für die ich mich interessiere hol ich mir später auch möglichst im laden…hierbei gibt es allerdings auch ein problem von 16 songs auf einer cd sind es meisten nur 1oder 2 die mir dann gefallen. was ich von der musik-industrie als kunde gerne hätte das die eine möglichkeit anbieten cd’s nach wunsch zusammen zustellen.ich will eigendlich auch nicht unbedingt mp3 eine vernüftige cd wäre mir schon ganz lieb da man ja auch nicht die möglichkeit hat mp3 überall abzuspielen und ich die erworbene musik dann auch gerne auf der arbeit im auto oder am see hören würde.zusammenfassend ist das problem einfach das die gebühren den einzelnen künstlern nicht wirklich zu gute kommen…höchst warscheinlich nur die verwerter davon profitieren und vielleicht noch die künstler die grade von den medie und durch marketing gepuscht werden.es gibt viele gute künstler die von sowas einfach nix haben.ich finde sowas macht den markt einfach kaputt und nimmt die vielfalt.wenn man gebühren einführen will sollte man das allgemein für internet machen oder speziell für seiten wie blip oder youtube(hier bei sollte man dann aber wenn schon eine gebühr für all diese seiten einrichten).man könnte z.b. eine seite ein richten wo man einen account erstellen muß für den man gebühren bezahlt und hierüber erst zugang zu blip yputube etc erhält…denke sowas wäre eine faire lösung.man könnte dann die gebühren nacht klick der song und nach nutzung der seiten gerecht verteilen und nicht so einen blödsinn wie bisher veranstallten.

  17. Herzilein schrieb am

    Liebe Piratenpartei,

    wann nehmt Ihr Euch endlich der GEMA an?

    Diese Organisation muss erheblich an Macht und Einfluss verlieren. Sie ist demokratisch nicht legitimiert, schöpft aber staatsgleich über Gebühren inzwischen an vielen Stellen des täglichen Lebens in erheblichem Maße Geld vom Bürger ab.

    Die GEMA sorgt m.E. inzwischen dafür, dass mit gutem Gewissen schwarzkopiert wird. Man zahlt ja eh‘ dafür. Damit wird genau das Gegenteil dessen erreicht, was eigentlich gewollt ist.

    Es fällt zunehmend schwer, für Werte wie Ehrlichkeit und Transparenz einzutreten, wenn Organisationen wie die GEMA vormachen, wie man mit Intransparenz und Mauschelei Millionen macht.

    Erziehen wir so unsere Kinder? Wollen wir das wirklich?

    • richard schrieb am

      Das wäre in der Tat mal ein interessanter Ansatz für eine Verteidigung bei einer Raubkopie Verhandlung:
      Mit der pauschalen Zahlung sind die Kosten für die Urheberrechte abgegolten. Egal wie der Richterspruch ausgeht, die GEMA kann hier nur verlieren.

  18. Anonymous schrieb am

    Da hülft nur eins: Speichersticks direkt aus Fernost importieren. So lässt sich die Leerkassettenvergütung für die Dinger umgehen. Dabei fallen dann zwar auch die Sachen weg, die ihre Existenzberechtigung haben – nämlich Gewährleistung, Zoll und Mehrwertsteuer weg (die letzteren beiden nur bei kleinen Mengen), aber dafür landet weniger Geld im Schwarzen Loch „GEMA&Konsorten“.

    Es ist abstrus.

    Ich habe grade vorgeschlagen, Güter aus einer Diktatur (VR China) zu importieren, um dadurch die Bürgerrechte und die Demokratie bei uns zu verbessern.

    Ich könnte hier nen Link posten, der zu nem netten Onlineshop in Hong Kong zeigt. Tu ich aber nicht, denn dann würde eine aus der „Vorsicht, Kunde!“-Rubrik der c’t berüchtigte Bank aus Luxemburg an den Bestellungen mitverdienen.

  19. Bernd schrieb am

    Importe sind GEMA-pflichtig. Egal ob aus Luxemburg, Österreich, China oder den Niederlanden. Wer also Sticks aus dem Ausland bezieht, muss das der GEMA melden. Tut er es nicht macht er sich strafbar.

    Als auf USB-Sticks spezialisierter Werbemittelhändler werden wir im Grunde dazu aufgefordert, jeden anzuschwärzen, der die GEMA umgeht. Ansonsten gibt es Wettbewerbsverzerrungen und ich kann meine Mitarbeiter entlassen. Oder wir gehen über die Grenze und stiften unsere Kunden zum Betrug an? Wollt ihr das?

    Wir wünschen uns eine europaweite gerechte Regelung. Mit den bisherigen Sätzen konnte man leben, auch wenn der Wettbewerber geschummelt hat. Jetzt geht das nicht mehr. Wenn ich 50.000 USB-Sticks anbiete, geht es um jeden Cent. neben der GEMA fallen auch Elektronikschrottabgaben an. Sticks müssen RoHs und REACH-zertifiziert sein. Daran halten sich die Unternehmen außerhalb Deutschlands in der Regel nicht. Und die GEMA hat in den vergangenen vier Jahren mir nichts Bekanntes unternommen, dies zu unterbinden.

    Es wird die Zeit kommen, dass die GEMA unsere Gehirne nach Speichervolumen messen lässt und kategorisiert. Denn wie auf einem USB-Stick werden hier geschütze Werke gespeichert und wiedergegeben. Eben hat mein Kollege ein Lied gepfiffen. Das gibt den vergünstigsten Satz von 0,49 Euro je Lied. Ach nee, er hat ja die GEMA-Flatrate für 250,00 Euro im Jahr, gibt es mit der GEZ im Bundle für nur 399,00…

    Nette Wahlhilfe der regierenden Parteien, das bietet so viel Angriffsfläche… macht was draus!
    Schön wäre eine Koalition mit einer entsprechenden Regulierung in diesem Bereich. Meine Stimme habt ihr!

    Bernd, cocos

  20. Karl Marx schrieb am

    Ich finde, die Gebührenerhöhung der ZPÜ war längst überfällig und fällt leider viel zu niedrig aus. Man muss bedenken, dass die Preise für Speichermedien in den letzen Jahrzehnten kontinuierlich gefallen sind. Dieser Preisverfall ist eine Folge des technischen Fortschritts. Da der technische Fortschritt stets das Verdienst der Allgemeinheit und niemals der Verdienst kapitalistischer „Unternehmer“ ist, sollte auch die Allgemeinheit vorrangig davon profitieren. Leider ist der Staat zu feige, eine Mediensteuer (analog zur Mineralölsteuer) zu erheben, die sich an der Speicherkapazität orientiert. Daher müssen gemeinnützige Organisationen wie die GEMA und die ZPÜ ersatzweise die Interessen der Allgemeinheit vertreten. Speichermedien sind viel zu billig. Erstens werden die Kreativen durch hemmungsloses Kopieren um ihren Lohn getrogen und zweitens wird durch den exzessiven Verbrauch von Speichermedien die Umwelt belastet.

  21. Detlef Lauster schrieb am

    Hallo Piraten unter meiner Homepage http://www.laustersrevier.de könnt ihr ersehen was ich Musikalisch leiste Lausters Revier ist mein Werk (gefällt natürlich nicht jeden meiner Musik) aber 5,28 Euro was die GEMA mir dafür ausgeschüttet hat steht in keinen Verhältnis. GEMA macht bestimmte Leute reich auf kosten der Mehrheit.Hier ein Meilwegsel mit der GEMA:

    [Um langen Mailwechsel gekürzt. Die Kommentarfunktion ist dafür nicht das richtige Format, sondern eher deine Webseite. Sylvia/Mod-Team.]

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