Die zehn wichtigsten Punkte einer Urheberrechtsreform

Anlässlich der anhaltenden Debatten rund um das Urheberrecht möchte die Piratenpartei Deutschland zehn konkrete Forderungen zu einer Reform des Urheberrechts, anhand des beschlossenen Programms auflisten. Durch diese Änderungen soll das Urheberrecht erneuert und an die Anforderungen der Informationsgesellschaft angepasst werden.

Bei dieser Reform sollen Chancen des Internets genutzt werden, um die Rechte der Urheber und Nutzer zu stärken und der Gesellschaft einen freieren Zugang zu Bildung und Kultur zu ermöglichen.

1. Verkürzung der Schutzfristen auf 10 Jahre nach dem Tod des Urhebers. Die aktuellen Schutzfristen (70 Jahre nach dem Tod des Urhebers) nutzen und dienen in erster Linie den Rechteinhabern. Das Problem der Nichtverfügbarkeit vieler Werke gründet sich nicht zuletzt auch in diesen übermäßig langen Schutzfirsten, da viele Werke oft nicht neu aufgelegt oder neu vermarktet werden und trotzdem nicht freigegeben sind.

2. Wir wollen die Rechte der Urheber gegenüber den Rechteinhabern stärken. So sollen, Rechte bei Nichtausübung der Rechteinhaber schneller auf den Urheber zurückfallen und die Vergabe ausschließlicher Nutzungsrechte auf maximal 25 Jahre beschränkt werden. Nach Ablauf der Frist fallen diese Rechte dann zurück an die Urheber.

3. Im Kontext von öffentlichen Bildungseinrichtungen soll jegliche Mediennutzung von Werken frei von weiteren Urheberrechtsabgaben jenseits der regulären Anschaffung erfolgen. Außerdem sollen hier neue Geschäftsmodelle auf Basis freier Lizenzen angeregt werden.

4. Die zeitgemäße Archivierung von Werken in Bibliotheken muss möglich sein, die freie Verfügbarkeit zu Bildungszwecken gewährleistet werden.

5. Das Recht auf Privatkopie soll ausformuliert und festgeschrieben sowie die Erstellung von „Remixes“ und „Mashups“ erleichtert werden. Kopierschutzmaßnahmen und digitale Rechteverwaltung (DRM) wollen wir abschaffen.

6. Wir wollen mehr Mitspracherechte für Urheber gegenüber Rechteverwertern, wie etwa ein Zweitverwertungsrecht oder eine zeitliche Begrenzung von »Buy-Out«-Verträgen (Reform des Urhebervertragsrechtes).

7. Das private, direkte, nichtkommerzielle Filesharing und die Weitergabe von Werken soll entkriminalisiert werden. Filesharer sind die besseren Kunden und das Bedürfnis nach „try-before-buy“ ist ein berechtigtes Bedürfnis.

8. Neue Geschäftsmodelle: Alle bisher funktionierenden Modelle sowie neue Möglichkeiten wie Micropayment, Crowdfunding und -Investing aber auch die Option der Pauschalabgaben, die dem Urheber zugute kommen. Pauschalabgaben müssen unseren Vorstellungen von Datenschutz und der Privatsphäre in Netzen entsprechen. Wir wollen weiterhin eine faire und angemessene Vergütung für Urheber gewährleisten. Auf gegenseitiges Vertrauen zu setzen ist hier jedoch ein ebenso wichtiger Bestandteil, wie auf funktionierende und neue Vertriebswege zu setzen.

9. Das bisherige Abmahnwesen für Verletzungen des Urheberrechtes durch Privatpersonen muss beendet sowie die Störerhaftung zugunsten freier WLAN-Netze abgeschafft werden.

10. Das Urheberrecht muss den Anforderungen des medienkompetenten Nutzers von heute gerecht werden und darf ihn in seiner kreativen Nutzung nicht beschränken.

Links:
Arbeitsgemeinschaft Urheberrecht der Piratenpartei Deutschland
Parteiprogramm
Reader Urheberrecht, eine Zusammenfassung der Positionen der Piratenpartei Deutschland
Artikelbild: Mixed Tapes von Leandroid Lizenz: CC-BY-NC


Kommentare

197 Kommentare zu Die zehn wichtigsten Punkte einer Urheberrechtsreform

  1. Markus schrieb am

    Kommentar muss nicht freigeschaltet werden: „Bedürfnis“ schreibt man mit nur einem s 🙂 Ihr habt es mal falsch, mal richtig 🙂

    • Jack Berlin schrieb am

      Bei Punkt 7 dann vielleicht auch “ … und das(s) Bedürfnis nach …“ sowie bei Punkt 8 „… zugutekommen …“.

      • pcmkr schrieb am

        Das „das“ mit einem S bei Punkt 7 ist so schon richtig hier, aber vor dem „und“ sollte ein Komma stehen 🙂

    • Guybrush Threepwood schrieb am

      Liebe Piraten,

      dieses Positionspapier ist eine Frechheit und eine einzige, konsequente Fehlinformation.
      Schade, dass nicht Die Partei drübersteht, dann könnte man wenigstens laut lachen.

      1.) Als ob es an den Schutzfristen liegt…
      2.) Urheber sind Rechteinhaber!
      5.) „Remixes“ erleichtern…haha, ja, ihr wollt nur spielen..
      7.) absurd
      8.) Schwachsinn
      9.) das meint ihr wirklich ernst?!?!
      10.) Kinners, jetzt reichts! => Mein Vorschlag: „Das Verkehrsrecht muss den Anforderungen des mobilitätskompetenten Nutzers von heute gerecht werden und darf ihn in seiner kreativen Nutzung nicht beschränken.“ => ich will in Zukunft auch die Karre vom Nachbarn umsonst fahren dürfen..

      • LeChuck schrieb am

        Lieber Guybrush,
        du hast dich auf der Affeninsel offensichtlich wenig mit dem Urheberrecht auseinandersetzen können. Das macht nichts. Dafür können wir ja jetzt darüber reden.

        1)…das was? Das die Werke der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung stehen? Das sie dem Urheber 70 Jahre nach seinem Tod nichts bringen? Steht doch im Text. Dabei geht’s nicht um Schwarzkopien (nicht um die wirtschaftlich relevanten).

        2) Nein, nicht unbedingt. Man kann als Urheber seine Seele an die Rechteverwerter verkaufen. Was früher mangels Eigenkapital nützlich war, um seine Kunst auf den Markt zu bringen, ist heute dank des Internets eher zweitrangig. Du hast als Urheber dann nicht einmal das Recht, hörproben anzubieten oder deine eigenen Werke auf z.B. Youtube zu stellen. Und schau doch einfach hier was der Künstler davon hat:
        http://www.basicthinking.de/blog/2008/04/09/musiker-und-ihr-gerechter-lohn/
        Aber wenn du 4% super findest, hey warum nicht? Dann belassen wir es dabei.

        5) Klar, why not? Glaubst du wirklich, heutige Kunst wäre was Neues? ALLES absolut ALLES was es gibt gab es schon Mal. Dieses Spielen bedeutet kreatives umgehen mit bekannten Inhalten und schafft tolle neue Sachen.

        7) Studie ist Studie. Absurd ist höchstens, dass diese Studie nicht neu ist. So eine gab es meines Wissens schon Mal vor etwa einem Jahrzehnt mit dem gleichen Ergebnis. Auch eine Studie von der GfK sagt ähnliches bei Streams:
        http://www.zeit.de/digital/internet/2011-07/gfk-studie-downloads
        Aber sicher, alles ABSURD. Die „Content-Mafia“ hat seine Parolen erfolgreich in unsere Hirne gebrannt. Raubmordvergewaltigungskopieren tötet Kreative seit den 70ern:
        cliphead.wordpress.com/2010/04/12/sind-leer-cassetten-der-tod-der-schallplatte/

        8) Lustiger Schwachsinn, denn das alles gibt es schon und läuft spitze! Bsp.: Indie-Games, Youtube-Stars und sogar Kinofilme. Komm doch öfter mal von deiner Insel runter, du verpasst so vieles!

        9) Klingt doch vernünftig. Hast du dich mit der Störerhaftung mal auseinandergesetzt? Ganz miese Nummer.

        10) Immer wieder schön diese perfiden Vergleich die am Thema komplett vorbeirauschen. Stützt absolut deine Position. Find ich geil! Gerne mehr davon!

        Hochachtungsvoll
        LeChuck

        • Patrick schrieb am

          9) Die Mitstörerhaftung ist absolut korrekt und notwendig. Menschen, die leichtfertig durchs Leben gehen und für Verbrecher Tür und Tor öffnen, werden eben nun mal der Mitstörerhaftung unterzogen.

          Wenn du Zuhause eine Waffe offen herumliegen lässt, dein Kind jemanden tötet, wirst du ebenso zur Haftung herangezogen. Wenn du dein Auto mit eingestecktem Zündschlüssel und offenen Türen stehen lässt, und ein Fremder das Auto stiehlt und jemanden tötet, wirst du mit zur Haftung herangezogen. Wenn jemand irgendjemanden überfährt, du es siehst und dir denkst: „Was juckt mich das!“, dann wirst du ebenso straftätlich verfolgt.

          Und genauso ist es mit dem WLAN. Wenn ich meinen Router zuhause nicht absichere und dank der heutigen Mittel ist das für den Laien auch kein Problem mehr (die Router sind sogar schon so vorkonfiguriert), dann handele ich leichtfertig und muss eben damit rechnen bestraft zu werden.

          Ich fand die Grundidee die Piraten echt klasse und ihr könntet wirklich viel erreichen, wenn ihr mal von den Problemen was Raubkopien, Urheberrecht oder sonstiges ein wenig ablässt und euch um wichtige politische Themen kümmert. Die Struktur der Partei ist echt gut und wenn ihr das Ganze noch in Form einer Internetpartei ausformuliert, an der jeder Bürger teilhaben kann, dann habt ihr sicherlich auch meine Stimme. Aber es gibt in Deutschland viel wichtigere Themen zu diskutieren, anstelle ob ich legal eine Raubkopie anfertigen darf oder ob alle eine Bundesgebühr entrichten, damit man sich keinen Zug- oder Busfahrschein kaufen muss (was in meinen Augen absoluter Käse ist).

          In Deutschland werden Kinder misshandelt, Straftäter die Frauen und Kinder vergewaltigen werden teilweise zu „sanft“ bestraft, anstelle sie lebenslänglich wegzusperren (das Opfer ist meist ein Leben lang gequält, ein Vergewaltiger nach 5-7 Jahren wieder frei).

          Kindergartenplätze müssten geschaffen und Betrüger müssten härter bestraft werden… Themen die wirklich wichtig sind.

    • Reiner Zunder schrieb am

      Die Bundespiraten haben doch ein Lektorat!? Warum wurde die Mitteilung nicht mal ernsthaft durchgesehen.
      Erster Absatz: Das Komma vor anhand könnte weg. Zweiter Absatz: Statt „freierer Zugang“ könnte „besserer Zugang“ stehen. Die Steigerung „freierer“ klingt komisch. Punkt 2, zweiter Satz: Das Komma vor Rechte ist überflüssig. Punkt 8, letzter Satz: Vielleicht kann man den Satz neu formulieren.

      Ansonsten: Gute Initiative. Endlich kommt Bewegung ins Ganze, wenngleich die Punkte natürlich noch nicht den gesamten Bereich der Urheber künstlerischer Werke umfassen kann. Die eigentliche Nuss, die noch zu knacken ist: Ab wann handelt es sich um ein künstlerisches Produkt? Ab wann soll das Urheberrecht greifen? Wie sind künstlerische „Amateure“ beteiligt? GEMA -Gebühren muss jeder Veranstalter abdrücken, aber Amateure auf der Bühne erhalten meist keinen Cent davon. Es darf sogar noch in die Künstlerische Sozialkasse KSK eingezahlt werden, aus der natürlich die Amateure ebenfalls keinen Cent Rente bekommen. Wir reden in Punkto Musik über die GEMA, die Gelder im Auftrag Dritter einholt. Mir schein, das ganze Verteilungssystem muss überholt werden…Viel zu tun, packen wir´s an. 🙂

  2. Christian schrieb am

    Kann bitte jemand das „freiner WLAN korrigieren? Danke.

  3. Ein Kapitalist schrieb am

    Das Urheberrecht ist ein gewichtiger Faktor für das Wirtschaftswachstum welches Arbeitsplätze schafft !

    Ich bin der Meinung das Geistiges Eigentum nach dem Tod des Autors niemals erlöschen dürfen sondern weiter vererbt werden dürfen (anderes Eigentum wie Haus und Geld kann man ja schließlich auch vererben). So könnte sich ein produktiver Finanzmarkt für Rechte und Rechtederivate an Urheberrechtlich geschützem Eigentum entstehen. Schätzungen gehen von einem Marktvolumen von bis zu 2000 Milliarden Euro aus. Das würde massiv Wohlstand und Arbeitsplätze schaffen.

    Dafür muss dann aber der Urheberschutz im Internet mit aller Konsequenz durchgesetzt werden. Also Sperrung von Seiten welche gegen das Urheberrecht verstoßen, Filtersysteme welche die Übertragung von Geschützten Inhalten blockieren, Betriebsystemhersteller wie Microsoft müssen Sperren ins System einbauen welche die Installation von illegaler P2P Software verhindern. Zu guter letzt sollten alle IP Verbindungen und alle Seitenaufrufe von den Providern protokolliert werden um Kriminelle Raubkopirer besser Identifizieren zu können. Hier muss endlich hart durchgegriffen werden damit ein freier Globaler Markt für Urheberrechtsderivate entstehen kann.

    Davon würden alle Künstler profitieren, denn sie würden höhere Preise erzielen wenn ihre Werke frei an den Finanzmärkten gehandelt werden würden. Die Konsumenten hätte auch was davon, wenn es sich kommerziell mehr lohnt würde mehr Musik und Filme gemacht werden. Der Konsument hätte also eine größere Auswahl zur Verfügung.

    Aber für diese Großartige Vision müssen Rechtlich die Vorraussetzungen geschaffen werden. Deshalb, keine Macht den Raubkopierern und Internetkommunisten welche freien Zugang zum Wissen wollen. Denn Kommunismus (So Schön diese unrealistische Utopie auch ist) bedeutet das am Ende niemand mehr etwas produziert und die Wirtschaft kaputt geht und Arbeitsplätze verschwinden. Gerade jetzt in der Krise sollte die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Vordergrund stehen, denn Sozial ist was Arbeit schafft !

    • Liberaler Kommunist schrieb am

      Diese Menschenverachtende Profitgier muss endlich ein Ende haben, wir brauchen einen neuen Basisdemokratischen freiheitlichen Kommunismus auf Basis der Menschenrechte um dem Kapitalismus ein Ende zu setzen und die Herrschaft des Menschen über den Menschen zu überwinden.

      Ansonsten droht uns die Totale Diktatur der kapitalistischen Finanzmärkte und Lobbyisten. Dann wars das mit der Demokratie dann gibt es nur noch „Alternativlose“ Lobbygesetze und den Abbau aller Freiheits und Grundrechte um die Ansprüche der Contentmafia zu befriedigen.

      Also, deshalb meine Frage: Was wollt ihr ? Kapitalismus oder Freiheit und Demokratie ?

      • Roland schrieb am

        Ich behaupte Kapitalismus bietet mehr Frieheit als Kommunismus. Hier habe ich die Wahl, ob ich mitmache oder nicht. Wenn Dich profitgierige Unternehmen stören, wähle ein anderes. Bietet mit der Kommuniskmus eine Wahl, wenn etwas nicht meinen Wertvorstellungen entspricht?

        • Frank schrieb am

          Wo kommt bei diesem Thema denn Kommunismus ins Spiel?
          Ist es hier auch schon so, daß wenn jemand etwas liest das nicht gefällt die große Kommunismus-Keule alle weitere Diskussion erübrigen soll wie in den USA?

        • jow schrieb am

          Genozidforscher rechnen mit ca. 70 Millionen Toten durch Mao zu Friedenszeiten, 29-46 Millionen Toten in den sowjetischen GULAGS (versklavt, verhungert, erfroren), mit 1,2 Millionen bestialisch Erschlagenen in Kambodscha. Darüber hinaus gab es unzählige gebrochene Biografien mittels „Zersetzung“ (für punktgenaue „Kombinationen von Zersetzungsmaßnahmen“ hatte die DDR-Stasi dicke Lehr- und Wörterbücher). „Geistiges Eigentum“ wurde quasi nur respektiert, wenn es zur Staats-Ideologie passte. Andernfalls ab in die GULAGs oder die „Zersetzungsmaßnahmen“. Die Zerstörung des Individuums und seines „geistiges Eigentums“ sollte als Menschheitsverbrechen für immer geächtet sein. Erst Recht von uns Piraten.

          • MuKi schrieb am

            Hallo,

            war lange in linken Bewegungen tätig (wenn auch nie Kommunist im eigentlichen Sinne…) daher weiß ich, dass „Roland“ und „Frank“ an dem was „Liberaler Kommunist“ meint vorbei reden.
            1. Echte, überzeugte Marxisten betrachten die Diktatur des Proletariats bzw. ähnliche vergleichbare Systeme wie sie in der Sowjetunion, China oder Kambodscha existier(t)en nicht als Kommunismus. Vielmehr verstehen sie darunter die Grundidee die Karl Marx für den Zustand des Staates nach der Diktatur des Proletariats hatte (das war immer nur als „Übergangsphase“ gedacht…).
            Diese Grundidee ist, dass ein Gesellschafts und Wirtschaftssystem eingerichtet sein sollte in dem sich jeder Mensch entsprechend seiner Interessen und Begabung selbst verwirklichen kann, ohne, dass im dadurch finanzielle Nachteile entstehen.
            Im Grunde ist diese Grundidee auch der Grund warum ich nie zu einem echten Kommunisten werden könnte, da es meiner Meinung nach viel zu viele Jobs gibt, die zwar gesellschaftlich notwerndig und sinnvoll sind, die aber ohne finanziellen Anreiz niemand machen würde, weil sie einfach keinem Spaß machen (wer reinigt z.B. schon „gerne“ die Kanalisation, oder betrachtet es als „sinnvolle, lebenserfüllende Aufgabe“ anderer Leute Müll abzuholen etc.)

          • Zarathustrie schrieb am

            Über Kommunismus ,daß ist plapperei K. Marx hätte in der DDR die Ausreise gestellt.Ich bin 59 ,ich muß jeden Tag
            entblöden.Wenn ich heute nochmal junger Vater wär,mei Kind
            würde nicht mehr dieses Schulsystem gehen!

          • eveca schrieb am

            an jow…..Vielleicht sollst du auch die Hungertoten, die für Dein Kapitalismus seit hundert Jahren bis heute immer noch in allen Ländern der Welt sterben, dann wird diese Statistik viel schrecklicher aussehen.. Es ist gut gegen Sozialismus oder Kommunismus zu wittern, wenn man selbst auf den Knochen der armen und schwachen schönes Leben führen kann.

            Du sollst besser nachforschen wie viele Millionen Toten von Imperialismus immer noch gibt. Dazu sollst Du nicht vergessen alle ermordete in der Kolonialwelt. Indianer, Schwarze, Asiaten und andere, die in den Kriegen, die die Imperialisten führen. Heute noch werden diese Kriege in Form der Demokratisierung geführt. Dank den Kapitalistischen Regierungen werden Terorrkriege geführt : zuerst gegen feindliche Regime, und danach die gleiche Terorristen führen Kriege gegen uns Bürger.

            Wenn Du schon so gut rechnen kannst., rechne das alles aus und dann vergleich mit den Mao und Stalin.

            Aber Sozialismus ist nicht nur Mao und Stalin. Szialismus kann existieren ohne Toten. Das ist seine bestimmung, weil nur dann, wenn ALLE satt sind muss keiner sterben. Der Sotialismus ist von der Idee auf der direkte Demokratie basiert. Die Toten im Sozialismus sind auch auf den Kapitalismus zurück zuführen, weil der Sizialismus kann nicht normal mitten im Kapitalismus funktionieren. So war der Sozialismus nich zeitgeimäß im 20 Jh. Er wird nur dann fuktionieren, wenn alle Länder der Welt den Kapitalismus durchleben und ferstehen, dass ewiger Wachstum eine Fixidee ist. Nur Nachaltigkeit, Gleichheit aller Völker, Rechtstaat, gegenseitigen Unterstützung und Respekt kann den Menschen normales Leben ermöglichen.

            Deswegen lerne mehr über den Sotialismus und ALLES nicht nur MAO und STALIN. Das sind nur zwei Menschen, die für eigen Machterhaltung keine andere Möglichkeit sahen als nut zu repressieren. Sozialismus ohne Opfer ist möglich, aber Kapitalismus onhe Opfer ist nicht möglich. Kapitalismus frist5 nicht nur fremde Kinder, der frisst auch die eigene. Das wirst Du verstehen, wenn du grundlegend und objektiv die zwei Systeme erlernst.. Viel Erfolg dabei.

          • jow schrieb am

            jow an eveca: Es geht hier um „geistiges Eigentum“ und Urheberrecht. Millionen Inhaber „geistigen Eigentums“ mussten im (National- und Real-) Sozialismus für ihr „geistiges Eigentum“ mit dem Tod bezahlen oder wurden als „entartet“ bzw. „spätbürgerlich-dekadent“ kaputtgespielt. Marx, Engels, Lenin sowie viele andere Alternativ-Denker vermochten dagegen im Kapitalismus ihre Ideen relativ frei zu entwickeln und zu verbreiten. – Unabhängig davon machen alle Ideologien (sozialistische, kapitalistische und sogar religiöse) blind und ignorant. Deshalb bedeuten sie – erst Recht angesichts der tief in die großen Lebenszusammenhänge eingreifenden modernen Technologien – früher oder später den Untergang der Menschheit. Es braucht daher ganz neuer Ideen-Logiken, die nicht geglaubt, sondern im Hinblick auf die Zukunft immer wieder geprüft, hinterfragt, kritisch begleitet sein wollen. INTEGRALE MODERNE formuliert eine solche Vision der Zukunft. Sie begründet u.a. die Würde und Integrität eines jeden einzelnen Menschen der Erde und fordert dafür nicht nur ein entsprechendes Sozialmanagement („genug für alle“), sondern auch die integrale Weiterentwicklung von Demokratie, Kultur und „Ökolonomie“. Nicht zuletzt dafür braucht es auch der Entwicklung von „geistigem Eigentum“, für das die Urheber einzustehen in der Lage sein müssen.

          • jow schrieb am

            jow – ergänzung an eveca: Auch dann, wenn die Profitgier des Turbo-Kapitalismus die Zerstörung des Ökosystems Erde sowie Milliarden Menschenleben zu verantworten hätte, ist die Leugnung/Bagatellisierung der systematischen Ermordung von Millionen Menschen durch den Realsozialismus ebenso fatal und inakzeptabel wie die Holocaust-Leugnung der Neonazis.

          • MuKi schrieb am

            Es gibt und gab immer gewaltätige, diktatorische Regime, die versucht haben die Meinungsfreiheit, künstlerische Freiheit und den freien Ideenaustausch innerhalb der Bevölkerung zu verhindern um diese zu „erziehen“. Das ist weder einem bestimmten Wirtschaftssystem zuzuschreiben, noch ist ein Staat jemals davor gefeit (auch Deutschland nicht…). Genau aus dem Grund ist jede Form der Kontrolle bzw. Zensur von Informationsflüssen wie dem Internet ja auch so gefährlich (weil das einem Missbrauch Tür und Tor öffnet).
            Und genau aus dem Grund werde ich auch immer dagegen kämpfen…

        • Papageienhochschule schrieb am

          Man hat im Kapitalismus in den existenziellen Bereichen nicht die freie Wahl, muß meist „Ja“ sagen oder wird deklassiert. Vermutlich ist in letzter Konsequenz Freiheit weniger eine Systemfrage sondern hängt vom kollektiven Bewusstsein und der Umsetzung desselben ab. Die in der Zahl zunehmenden Habenichtse hierzulande sind nirgends gekettet, können aber die zugestandenen Freiheiten oft nicht nutzen. Hoffentlich kommt jetzt keiner mit einem Spruch wie: „Jeder ist seines Glücks Schmied“ oder „Es gibt so viele Neidhammel“ oder „Die Taugenichtse sollen sich mal anstrengen!“. Ich meine, es gibt zu viele Pfandflaschensammler, Kaufhaustürsteher und Webdesigner! Wenn es für diese Leute keine sinnvolle Arbeit gibt – darf man sie dann materiell außen vor lassen? Korrektes kollektives Bewußtsein in einer Überflussgesellschaft sollte darauf ausgerichtet sein, faire Möglichkeiten der Teilhabe für jeden, auch minderbegabte Menschen einzurichten. Dann äußert sich Freiheit auch in Form von Inclusiv- nicht Exclusivrechten (vermittelt durch die Brieftasche). Die richtige Balance zwischen diesen beiden ist auch beim Urheberrecht zu finden.

      • Manuuu schrieb am

        Achtung:
        Recht auf Eigentum ist ein Menschenrecht!
        Recht auf Slebstbestimmung ist ein Menschenrecht!
        D.h. Solange des das „Gestige Eigentum“ noch gibt, muss – wenn wir die Menschenrechte ernst nehmen – jedem Schöpfer eines Werkes zugestanden werden, selbst zu bestimmen, wer dieses in welcher Form verwenden darf, und wer nicht! Dazu gehören natürlich auch Bildungseinrichtungen, ….
        Wenn wir natürlich das „Geistige Eigentum“ komplett abschaffen wollen, müssen wir mit allen Konsequenzen rechen (Kein Recht auf den eigenen Namen, auf das eigene Foto, …)

        • MuKi schrieb am

          Vielleicht wäre das Abschaffen des geistigen Eigentums mit allem was dazu gehört wirklich das Beste… Von mir aus kann meinen Namen und mein Foto jeder verwenden der dazu Lust hat. Auch wenn ich nicht ganz kapiere was das mit dem geistigen Eigentum zu tun haben soll…

      • Morton Mensh schrieb am

        Dann will ich Kapitalismus, denn das was Du als Freiheit und Demokratie bezeichnest ist nichts anderes ans Anarchie. Denn so leid es mir tut, deine Forderungen sind schlicht eine Utopie, die niemals durchzusetzen wäre, schon alleine nicht, weil es nun mal nicht den wohlwollenden, fairen Menschen gibt, der nur das Wohl der Gemeinschaft im Sinn hat. Das Kommunismus weder gut ist, noch funktioniert haben schon ganz andere Generationen bewiesen. Ich bleibe gerne bei dem freien, kapitalistischen Markt in dem wir uns befinden. Auch ohne selber ein großer Kapitalist zu sein.

        Und es ist ein laaaaaanger Weg von den Rechteverwertungen unserer Zeit zu der von dir genannten menschenverachtenden Profitgier.

      • Andreas Simon schrieb am

        „Liberaler Kommunist“ – so etwas wie „pazifistischer Soldat“, oder? Auch solche Paradisvögel muss die Demokratie aushalten – seufz.

    • ByaernPK schrieb am

      @Ein Kapitalist: Entweder zu heiss geduscht oder als Ironie gedacht?
      Vererben? Und wie willst Du dann den Wert des Erbes bestimmen?? Bei jedem Unternehmer der sein Unternehmen weiterverbt kann und wird sein Unternehmen bewertet und je nach Wert Erbschaftssteuer fällig. Die Erben von Michael Jackson, Madonna oder Herbert Grönemeyer lachen sich über die Aldi-Erben kaputt.
      Zum Rest erspare ich mir jeglichen Kommentar! Da sprechen deine Ergüsse für sich selbst.
      Am besten auf jeden Rechner ein Überwachungsprogramm als Pflichtsoftware! ;-(

    • Dandii schrieb am

      Ich hoffe doch sehr der Kommentar ist ironisch gemeint. #Kopfschüttel

    • Andy schrieb am

      Jaja, mein Ur- ur- ur- ur- (2 Stunden später) Großvater hat das Rad erfunden. Jetzt will ich 400.000 EUR für jeden gefahrenen Kilometer. Dadurch werden viele Arbeitsplätze und viel Vermögen geschaffen. (Die Arbeitsplätze in den Malediven und das Vermögen bei mir.)
      Wer glaubt, dass Räder gemeinfrei sind, hätte eben vorher nachforschen müssen. Wenn der Urheber nicht feststeht, darf auch nicht gefahren werden – wir leben ja schließlich in einem Rechtsstaat! Jetzt gibt es erst mal eine Abmahnung laut Tachostand auf die entfallenen Verluste.

    • Anon schrieb am

      Deine Vision ist mehr als nur krank.
      Mit deinen 2000 Milliarden kannst du höchstens Manager beeindrucken die hinter dem Mond leben. Von hinten bis vorne absolut lächerlich… MS würde auch nicht mitmachen, da es noch genügend andere unkontrollierbare Betriebssysteme gibt wie z.B. AmigaOS 4, Linux, OSX….

    • Piraten Wähler schrieb am

      @Kapitalist
      Freier Zugang zu Wissen hat nichts mit Kommunismus zu tun. Öffentliche Schulen und die allg. Schulplicht haben den größten Wirtschaftsboom ausgelöst den wir in der Menschheitsgeschichte je erlebt haben. Geistiges Eigentum kann es ohne die totale Überwachung allen Informationsaustausches, ja ohne die Überwachung allen Denkens niemals geben. Ich möchte in einer freien Gesellschaft leben und nicht in einem Überwachungsstaat. Unsere Gesellschaft entfernt sich immer weiter von ihren demokratischen Grundwerten!

      • S. Schwarz schrieb am

        Selbstverständlich kann es geistiges Eigentum auch ohne Überwachung geben. Ich frage mich ohnehin warum hier (von Befürwortern UND Kritikern des jetzigen Urheberrechts) immer nur angenommen wird das gesetzskonformes Verhalten immer durch (möglichst nahtlose) Kontrolle erzwungen werden _muss_.

        Niemand ist hier sicherlich für Gewalt in der Ehe, nur gleichfalls gibt es sie und trotzdem hoffe ich das hier auch Einigkeit herrscht deshalb nun nicht alle Privaträume lückenlos staatlich kontrollieren zu müssen nur um dem Recht auf Gewaltlosigkeit in der Ehe zum Durchbruch zu verhelfen.

        Warum also _müssen_ Rechte von Urhebern und Verwertern anscheinend immer durch nahtlose Kontrolle garantiert werden? Ich erkenne für _dieserart_ _überbordende_ Kontrolle keinerlei Grund.

    • Axel schrieb am

      Wow… hätte nicht gedacht dass ich mal sprachlos werde. Oder ist das ironisch gemeint?

    • S. Schwarz schrieb am

      Der Ansatz das sog, „geistiges Eigentum“ nicht erlöschen darf ist unkonventionell, aber nicht per se abzulehnen.

      Einschränkungen der Freiheit, durch Überwachung des Internet sind jedoch als Mittel zur Durchsetzung solcher Rechte unangemessen.

      Als nicht sicher halte ich die These das alle Künstler profitieren würden , da sich natürlich im Wettbewerb Spreu und Weizen scheiden würden.

    • eveca schrieb am

      an Ein Kapitalist… Für Dich scheint der Begriff „Arbeitsplätze“ wie eine Hypnose wirken. In unseren Gesellschaft ein Arbeitsplatz ist das höchste Privileg. Ist schon dieser Prinzip des Kapitalismus nicht krank. Ist das nich logisch, dass jeder Mensch soll sein Brot mit eigener Arbeit verdienen.
      Die Jenige, die um die Uhrheberrecht so pochen, sind nur die jenigen, die Uhrheberrecht der Anderen an Ein Kapitalist… Für Dich scheint der Begriff „Arbeitsplätze“ wie eine Hypnose wirken. In unserer Gesellschaft ein Arbeitsplatz ist das höchste Privileg. Ist schon dieser Prinzip des Kapitalismus nicht krank. Ist das nicht logisch, dass jeder Mensch soll sein Brot mit eigener Arbeit verdienen.
      Die Jenige, die um die Uhrheberrecht so pochen, sind nur diejenigen, die Uhrheberrecht der Anderen verletzen oder ausplündern. Wenn Jedermann und -Frau in diesem „Freien System“ Recht auf Arbeit hätten, dann jeder könnte eigene Produktionen auch übers Internet zu verkaufen. Wieso wird es nicht getan? Heutiges uhrheberrecht ist nur für Massenprofit orientiert. Die welche darüber streiten haben hauten Geld und wollen noch reicher werden. Solche Leute, wie Du ermöglichen es, weil sie nur als Sklaven leben wollen und für den „Arbeitsplatz“ über Leichen gehen würden.
      Heutiges Uhrheberrecht hat nicht mit Menschenrechten zu tun. Es ist veraltet und muss erneuert werden. Es muss möglich sein ein Lied für eigenen gebrauch für kleinen Preis zu erhalten. Nur wenn jemand nutzt fremde Werke um Profit zu machen soll bestrafft werden. Aber dann auch die Konzerne, die fremdes Land verseuchen müssen bestrafft werden. Das Gesetz muss für Alle gleich gelten. Wenn die Konzerne Patente auf Samengut und ähnliches aufsetzen müssen auch bestrafft werden. Wenn Gesetz, dann richtig für alle gleich und nicht nur für Ahmungslose Nutzer. Die Überwachung im Internet lehne ich grundsätzlich ab. es sollen nur richtige Kriminalverbrechen verfolgt werden. Runter kopieren eines Werkes durch einen Nutzer für eigenen verbrauch soll nicht kriminalisiert werden.
      Jeder, wer eigene werke verkaufen will, soll sich in einem speziellen Portal diese zur Verfügung stellen und verkaufen für den Preis, welcher bezahlt wird. So funktioniert Marktwirtschaft.

      verletzen oder ausplündern. Wenn Jedermann und -Frau in diesem „Freien System“ Recht auf Arbeit hätten, dann jeder könnte eigene Produktionen auch übers Internet zu verkaufen. Wiso wird es nicht getan? Heutiges uhrheberrecht ist nur für Massenprofit orientiert. Die welche darüber streiten haben haufen Geld und wollen noch reicher werden. Solche Leute, wie Du ermöglichen es, weil sie nur als Sklaben leben wollen und für den „Arbeitsplatz“ über Leichen gehen würden.
      Heutiges Uhrheberrecht hat nicht mit Mit Menschenrechten zu tun. Es ist veraltet und muss erneuert werden. Es muss möglich sein ein Lied für eigenen gebrauch für kleinen Preis zu erhalten. Nur wenn jemand nutzt fremde Werke um Profit zu machen soll bestrafft werden. Aber dann auch die Konzerne, die fremdes Land verseuchen müssen bestrafft werden. Das Gesetz muss für Alle gleich gelten. Wenn die Konzerne Patente auf Samengut und änliches aufsetzen müssen auch bestrafft werden. Wenn Gesetz, dann richtig für alle gleich und nicht nur für Ahungslose Nuzer. Die Überwachun im Internet lehene ich grunsätzlich ab. es sollen nur richtige Kriminalverbrechen verfolgt werden. Runterkopiren eines Werkes durch einen Nuzer für eigenen verbrauch soll nicht kriminalisiert werden.
      Jeder, wer eigene werke verkaufen will, soll sich in einem speziällen Portal diese zur ferfügungstellen und verkaufenfür den Preis, welcher bezahlt wird. So funktioniert Marktwirtschaft.

    • Hans schrieb am

      1. illegaler P2P Software: P2P Software ist nicht illegal und kann zudem auch für legale Zwecke genutzt werden
      2. was hast du gegen freies Wissen? Wenn die gesamte Bevölkerung ‚dumm‘ ist, bringt dein großartiges (Achtung, Ironie) Konzept auch nichts. Das mögliche Leisungsnivaeu wird also bei nicht freiem Wissen nicht voll ausgeschöpft.
      3. Rest: *facepalm*

    • Rey schrieb am

      Der Unterschied zum Haus ist aber, daß man das nicht beliebig digital vervielfältigen und zig-fach verkaufen kann!

      Aus führlich hatte ich dazu bei den Hamburg-Nord Piraten schon vor der Bundepartei, am 9.5.12 geschrieben:

      Ach, so lustig ist das nicht. Die Piraten sind gefürchtet. Von den Medien insbesondere.
      Warum?
      Weil alle Medien i.d.R. die Meinung irgendeiner (oder auch mehrerer) Parteien repräsentieren. Bei den ARD Sendern in erster Linie SPD, wie man seit Jahrezehnten weiß.

      ALLE etablierten Parteien haben Angst. Nicht dezidiert vor den Piraten, sondern vor dem Stimmernverlust, egal woher. Ganz besonders die Grünen.

      Es muß nunmehr recht zügig gelingen, Positionen zu besetzen. Die ersten Positionen
      boten große Angriffsflächen, weil man althergebrachte Vorstellungen über Bord warf.
      Beispiel Urheberrecht:

      Der Unerfahrenheit(?) geschuldet kommen Piraten schnell in Erklärungsnot, weil man sich
      nicht wirklich mit Argumenten auseinander gesetzt hat, sondern erst einmal das
      „Wunschdenken“ (kein, oder wenig Urherberecht) formuliert hat, was ziemlich
      konträr zur gegenwärtigen Rechtslage und den Wertevorstellungen ist.

      Und bei jeder Talk Show und jedem Interview geht man den Medien auf den Leim.
      „Wieso kein Urheberrecht“ „Das ist doch Diebstahl“ usw.

      Warum fängt man nicht einmal am Ursprung, der Quelle des Urheberrechts an?
      Ich weiß wovon ich rede, ich habe 1988 oder 87 für meine Firma eine Klage beim Verfassungsgericht wg. des neu entstehenden Urheberrechts (für Software)
      eingelegt, sie wurde nicht angenommen. (War wohl Konsens unter den Akteuren, das man das haben wollte, genau wie heute ACTA)

      Die Argumentation der Medien lautet stets, „nur weil die Technik es zuläßt, zu kopieren, kann es ja nicht rechtens sein, das Urheberrecht in Frage zu stellen“.

      Zurück zum Gedanken an die Quelle:
      Das Urheberrecht in der jetzigen Form ist ungerecht, weil es gerade die begünstigt, die eine „Kunst“ betreiben, die sich verfielfältigen läßt!! (Musik, Film usw.)

      Der arme Maler, der genau so lange an einem Bild malt, wie der Musiker an seiner CD kann sein Werk nur einmal verkaufen! Er bekommt keine Lizenzgebühren, wenn jemand sein Bild betrachtet. Der Schauspieler, der einen Film dreht, bekommt in der Regel weder vom Filmstudio, noch den den Fernsehsendern Tantiemen für seine jede Vorführung, die Musiker bekommen aber auch z.B. GEMA für jede Vorführung im Radio, in der Disco usw.. Und der Maler liefert ebenso ein Kunstwerk ab. Warum werden diese Künstler schlechter behandelt?

      Das Urheberrecht ist also dahin gehend ungerecht, das bestimmte Künstlergruppen, deren Werke sich durch den heutigen Stand der Technik verfielfältigen lassen theoretisch millionenfach verkaufen können, obwohl sie nur 1x geleistet haben.

      Was wäre, wenn wir eines Tages den Kopierautomaten 1:1 für Bilder hätten? Dann könnte der Maler auch x-fach verkaufen. Es ist also nicht eine Frage der Gerechtigkeit, sondern eine Frage der technischen Möglichkeiten. Nur weil zufällig eine bestimmte Gruppe von der Technik begünstigt wird, hat sie ungerechtfertigt enorme Vorteile.

      Was wäre die Lösung ? Die Zeiten für die Rechte verkürzen! Teilweise extrem verkürzen!

      Rey

    • Janis schrieb am

      Solche Leute wie du sind es die unser System ruinieren.
      Deine These ist ja ganz nett, und da ist auch wares dran aber sonst empfinde ich sie als äußerst zynisch!
      Möchtest du das wir alle Sklaven von Riesigen Unternehmen werden, ohne menschliche Freiheit?!
      Gerade freie Dinge erweisen sich als gute Alternative gegen die Monopolisierung.
      Freie Marktwirtschaft bedeutet auch das es Projekte wie Wikipedia und Linux geben kann!

  4. Ingo Siebeck schrieb am

    Die einbezogene Filesharing Studie kann man auch wieder relativ sehen. Logischerweise werden Songs mit mehr Downloads auch viel gekauft. Weil sie gut sind, deswegen werden sie auch öfters runtergeladen und auch öfter gekauft. Das Runterladen ist quasi nur ein anderer „Beschaffungskanal“. Ich denke nicht, dass File-Sharer die besseren Kunden sind, weil warum für etwas Geld ausgeben, wenn man es auch umsonst haben kann. Und den letzten Satz der Studie sollte man auch beachten.
    „Dem Paper zufolge profitieren von Piraterie allerdings bekannte Künstler mehr als unbekannte Künstler, für die der Effekt kaum spürbar ist.“
    Ansonsten:
    1,2,3 – bin ich dafür
    4 – kann wieder bei einer Kopie enden. Man kann Bücher auch weiterverkaufen, so dass man für den Nutzen der Bildung nur einen kleinen Preis zahlen muss. Und ansonsten sind Bücher in einer Bibliothek auch immer recht günstig bis hin zu umsonst auszuleihen. In digitaler Form wird es wieder nur kopiert und ohne die Kopierschutzmaßnahmen aus 5, kann die Bibliothek dann auch zumachen.
    5 – von der Anzahl her auf 3 limitiert, ja. Dazu braucht es dann aber technische Mechanismen und das ist auch gut so. Sonst gibt es plötzlich 500 „Privatkopien“
    6 – kann ich nichts dazu sagen
    7 – sorry, „Bullshit“, siehe Anmerkung oben. Wer raubkopiert begeht ein Verbrechen und Diebstahl in Form von nicht eingenommenen Geld. (nicht nur der Rechteinhaber, auch der Urheber sieht nichts dazu)
    8 – von Pauschalabgaben (GEMA) sehen die kleineren Urheber meist nichts bis gar nichts. Crowdfunding kann man nicht beliebig oft für ein Projekt wiederholen.
    9 – dafür. Und da ist ein Schreibfehler „freiner“
    10 – das ist irgendwie eine nichtssagend Phrase

    Fazit: Es wird, aber leider immer noch sehr an der bitteren Realität vorbei. Und Sich auf Ehrlichkeit und gegenseitiges Vertrauen zu verlassen, gerade im Zusammenhang mit Filesharing ist irgendwie doch etwas gutgläubig.

    Meine Meinung.

  5. janlive schrieb am

    Könnte mal bitte jemand die Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler aus dem Artikel entfernen? (oder wahlweise Kontakt mit mir aufnehmen, siehe Piratenwiki unter gleichem Nick)

  6. Chris schrieb am

    Bin selber Pirat. Mir ist das immer noch zu vage.
    Der Ansatz, keine Schulen und Kindergärten mehr abzumahnen, weil man ein Weihnachtslied gespielt hat, halte ich für absolut den richtigen Ansatz. Ebenso finde ich die Entkriminalisierung der breiten Bevölkerung und die Abschaffung des Abmahn-Wahns wichtig. Das mag Arbeit schaffen, ist aber sicher nicht sozial. Das muss selbst der Kapitalist einsehen.

    Vom Raubkopierer zum Kunden.
    Hier muss man den Ansatz ernst nehmen. Heute haben wir eine Verwertungsgesellschaft (GEMA), die Künstler vertritt. Hier muss es Konkurrenz geben. Innerhalb der Verteilungsschlüssel kenne ich mich nicht aus – habe aber gehört und gelesen, dass es da nicht gerade gerecht zugeht und ‚große‘ Künstler bevorteiligt werden.
    Konkrete Vorschläge fehlen mir hier, damit auch derjenige, der sich nicht intensiv damit beschäftigen will, das versteht. Eine Flatrate vielleicht?

    Ich kann das Ideologische Geblubber nicht mehr hören!
    „Konsequenzen“, „Seiten sperren“, Private Firmen wie Microsoft müssen Blockaden einbauen….. Und die Forderung nach einer globalen Polizei für „illegale Raubkopierer“. Wollen wir wirklich die Überwachung nach chinesischem Vorbild?

    Für Kommunismus werden hier die wenigstens sein. Mehr für eine faire Behandlung der Künstler, ein durchschaubares Urheberrecht, das keinen kriminalisiert und vor allem Künstler, die von ihren Werken leben können.

  7. Gunni schrieb am

    Typo bei Punkt 9: „freiner WLAN-Netze“ => „freier WLAN-Netze“ (Kommentar kann danach gerne gelöscht werden)

  8. Karsvo schrieb am

    MARKUS LANZ INSZENIERT ANTI-PIRATEN-KAMPAGNE

    Ich begrüße, daß die Piratenpartei auch zum Urheberrrecht eine sachliche Diskussion führt und so ihr „eigenes Spiel macht“, statt Dreckskampagnen gegen die politische Konkurrenz zu fahren, wie das die politischen Gegener in den letzten beiden Landtags-Wahlkämpfen getan haben („Inhaltsleere“, „chaotisch“, „unerfahren“, „Nazis“, …). Besonders Grüne und Linke sind hier negativ aufgefallen.
    Diese unfairen Methoden auf sachliche Weise anprangern: Das kann und sollte man aber schon. Damit hat man schließlich zusätzliche Argumente. Beispiel: Markus Lanz zum Thema Urheberrecht vom 9. Mai 2012.
    1. ÜBERZAHL-SITUATION: Der Teilnehmerkreis bestand aus 4 „Künstlern/Autoren“ + Markus Lanz GEGEN Torge Schmidt. Rollenaufteilung wie nach Drehbuch: Komiker, Pöbler, Grimal Schlangenzunge, „neutraler“ (HaHaHa) Moderator.
    2. ABLENKUNG: Geladen waren KEINE Rechteverwerter. So sollte wohl der Eindruck entstehen, daß sich die Piratenpartei gegen die „kleinen armen“ Künstler positioniert statt als Robin Hood, der den bösen großen Konzernen das wieder abnimmt, was sie selbst vorher gestohlen haben.
    3. Torge Schmidt durfte nicht ausreden: „Nein, das dürfen Sie nicht“
    4. HEUCHELEI: Markus Lanz: „Aber die Künstler müssen doch irgendwovon leben“. Vgl. Punkt eins dieser Pressemitteilung: „Verkürzung der Schutzfristen auf 10 Jahre NACH dem Tod des Urhebers“. Ja lieber Herr Lanz: Das steht doch tatsächlich „NACH“! Nochmal: „NACH“!

    Wem bringen 70 Jahre Verwertung NACH Tod des Urhebers etwas? Wer will genau DIESE Fristen verlängern? HEUCHELEI darf man ruhig anprangern!

    • Oliver Hendrik schrieb am

      ja, sehr augenfällig, genau wie kürzlich sehr übel bei Lanz (und Armin Rhode) gegen Marina Weisband…
      Zwei wichtige Fakten kommen bei der Debatte zu kurz UND leider (noch) auch in der PM hier:
      1. 90% ALLER Medien-Inhalte werden von 6 US-Firmen kontrolliert (in BRDDR sicher ähnlich?!)
      2. über 95% ALLER Medien-Profite gehen an die Medien-Firmen und NICHT an die Urheber

    • Hube schrieb am

      Mir kommen die Tränen. Da habt ihr wohl schon geschlafen, als Bruno Kramm neulich bei „Eins gegen Eins“ niemanden auch nur zwei Sätze hat ausreden lassen, und sofort wieder mit weit aufgerissenen Augen sein sektiererisches Zeug zum Besten gegeben hat?

  9. Maddon schrieb am

    Was für eine tolle Aufstellung deiner Theorien… Wenn Sie schon auf die Utopie auf der einen Seite losgehen werde ich Ihnen Ihre These auch auseinander nehmen. Sollte es keine Raubkopie mehr geben würden also Filmindustrien mehr Filme produzieren? Ist das eine Ihrer Kernaussagen? Das glauben Sie doch selbst nicht! Bei Filmen wie auch allen anderen Medien zählt einzig und allein die Marge. Diese ist simple berechnet Erlös – Produktionskosten. Die Zielwerte bestimmt aber ein Unternehmen wie in allen Bereichen selbst… 30% ist gut? 40% ist gut? Die Grenzen sind fließend. Sollte es daher zu einer Steigerung der Margen kommen passiert nur eines:

    Jedes Unternehmen korrigiert die Zielvorgaben nach oben und lässt die darunter fallende links liegen… Es wird also nur neu geordnet zu höheren Margen. Alles andere wird wie auch jetzt eingestampft bzw. nicht weiter verfolgt.

    Anzunehmen mit höheren Umsätzen würde sich das Angebot erweitern ist absoluter Nonsens… In den Meisten Beispielen der Wirtschaft ist genau das Gegenteil der Fall!

    • MuKi schrieb am

      Absolut richtig. Es gibt genug leidenschaftlche Filmemacher die trotz unterhaltsamer Produkte den Sprung in die „kommerzielle“ Filmwelt niemals schaffen, genauso wie es genug tolle Musiker gibt, die niemals von einem Plattenlabel vermarktet werden, weil sie nicht stylisch genug sind…

  10. Christoph schrieb am

    Die Eckpunkte Eurer Urheberrechtsreform sind schonmal ein guter Ansatz!
    Allerdings halte ich die 10 Jahre in Punkt eins doch für zu kurz, da die Frist meines Erachtens ausreichen sollte, den direkten Erben noch Einnahmen aus dem Werk zu ermöglichen. Die bestehenden 70 Jahre halte ich aber auch für zu lang (und die Zeit ist möglicherweise sogar nur deshalb so lang gewählt, um das Werk „Mein Kampf“ weiterhin unter Verschluß halten zu können …). Hier würde ich beispielsweise 25 oder 30 Jahre für angemessen halten, aber für den Fall eine Verkürzung zulassen, sofern die Rechte von den Rechteinhabern nicht wahrgenommen und beispielsweise Bücher oder Musiktitel nicht neu aufgelegt werden.
    Das gilt auch für Punkt zwei: Hier sollten die Rechte automatisch sehr schnell an den Urheber zurückfallen, wenn ein Werk nicht mehr regulär käuflich verfügbar ist und der Rechteinhaber (z.B. ein Verlag oder ein Musikverlag) das Werk nicht – zu einem angemessenen Endverkaufspreis – neu auflegt. Für diesen Fall könnte man m.E. sogar eine Frist von nur einem Jahr ansetzen. (siehe auch unten)
    Punkt sieben halte ich für problematisch. Es sollte meines Erachtens immer eine Möglichkeit für den Urheber (ggf. auch für den Rechteinhaber) bestehen, konkrete Werke explizit NICHT für Filesharing, Youtube o.ä. freizugeben (was auch immer man davon halten mag). Denn es ist ja immer noch geistiges Eigentum, und ich kann verstehen, wenn jemand, der nach langer Durststrecke endlich einmal einen Bestseller herausgebracht hat (egal, in welchem Medium), von dem Erlös auch partizipieren will und die Sorge hat, daß dies bei einer freien Weitergabe nicht der Fall ist (z.B. wenn es sich um eine sehr kurzfristige „Eintagsfliege“ handelt).
    Private Kopien (und deren Weitergabe in geringen Stückzahlen) sollten aber natürlich erlaubt sein; nur ist es ja beim Filesharing so, daß eine Kopie gleich hunderte von Nutzern erreicht. Ich weiß natürlich, daß genau dies der Punkt ist, der den „gordischen Knoten“ darstellt, weiß aber hier auch keine echte Lösung.
    In jedem Fall sollte Filesharing oder sonstige Kopiermethoden aber erlaubt sein, wenn ein Werk nicht mehr verfügbar ist und keine Neuveröffentlichung in Aussicht steht, da ja dann davon ausgegangen werden kann, daß vom Rechteinhaber sowieso kein Gewinn mit dem Werk mehr erzielt wird. Ausnahme: Die Rechte fallen an den Autor/Urheber zurück, der diese dann selbst durch eine Neuauflage wahrnimmt (siehe oben).

    Ergänzend @„Ein Kapitalist“: Wirtschaftswachstum findet vor allem immer dort statt, wo eben gerade KEINE Urheberrechte bestehen (so ungerecht dies auch für den einzelnen Kreativen ist)! Bis zum Beginn des 19. Jahrhundert gab es in Deutschland beispielsweise kein vernünftiges Patentrecht, die Wirtschaft explodierte dadurch förmlich. Auch die klassische Musik feierte zu dieser Zeit ihren Höhepunkt; wenn das heutige Urheberrecht schon damals existiert hätte, wären viele klassische Werke vermutlich niemals entstanden, da die Komponisten immer die Sorge hätten haben müssen, wegen irgendwelcher ähnlicher Themen von Notenverlagen anderer Komponisten verklagt zu werden.
    Darum muß es immer einen Kompromiß geben, daß jemand auf der einen Seite von seinen Ideen leben kann und daß auf der anderen Seite auch die Ideen von anderen aufgegriffen und weiterbearbeitet werden dürfen.

    • adresse-p@gmx.de schrieb am

      Die 10 Jahre sind aus meiner Sicht ganz gut gewählt, und ich würde sie sogar als Zugeständnis an die Künstlererben ansehen. Das Argument das der Kapitalist angebracht hat ergibt auch nur solange Sinn bis man sich mal ernsthaft gedanken darüber macht:

      Angenommen ich erbe von meinen Eltern ein Haus und etwas Erspartes, so sind dies Werte die sich meine Eltern zu Lebzeiten erarbeitet haben. Nach ihrem Tod wird es ihnen schwer fallen weiterhin ihrer Tätigkeit nachzugehen und im Büro oder auf dem Bau zu Arbeiten.

      Wären meine Eltern jedoch berühmte Sänger gewesen und würden mir die Rechte an einigen beliebten Liedern vererben wäre das so als würden sie für mich postum weiter malochen gehen.
      Von dem Geld was Sie verdient hätten hätten sie auch etwas beisete legen können, wie jeder andere arbeitende Mensch (ich denke mal die meisten Künstler werden dies zusätzlich auch tun), aber selbst wenn Sie alles auf den Kopf hauen würden und mir nur die Rechte ließen, hätte ich so dennoch ein gutes auskommen, ohne etwas dafür tun zu müssen. Der Sohn oder die Tochter eines Arbeiters hat das nicht.

    • MuKi schrieb am

      Warum sollten die Erben von geistigem Eigentum profitieren? Ich verstehe diesen Ansatz einfach nicht. Wenn meine Kunst gut genug ist, dann wird es mir doch wohl gelingen im Laufe meines Lebens ein Vermögen damit zu erwirtschaften, das ich meinen Erben hinterlassen kann. Warum sollten sie dann auch noch von Einnahmen aus meinen Leistungen profitieren?
      Das ist doch auch sonst nirgends so.
      Mein Vater z. B. ist ein exzellenter Gefäßchirurg und trotzdem musste ich selbst etwas lernen um mich zu verwirklichen und konnte nicht sagen „er ist doch qualifiziert genug für 2 Menschen, davon sollte ich doch auch noch leben können“.

  11. Peter schrieb am

    Ich schließe mich der Meinung von „Ein Kapitalist“ uneingeschränkt an. Wir sollten dieses „Internet“ endlich schließen, es macht nur Ärger. Außerdem sollten urheberrechtlich geschützte Werke endlich an den segensstiftenden Kapitalmärkten gehandelt werden. Wer dagegen ist, ist Kommunist!

  12. Victor Aveyron schrieb am

    Ich wäre fast bei Euch gewesen.

    Der Punkt 7 ist jedoch (mal wieder) der Freibrief zum Kopieren und Verteilen und die Aussage, dass Filesharer die besseren Kunden sind, ist eine durch nichts belegte Wertung. Sorry, aber Punkt 7 ist und bleibt Unsinn.

    Punkt 9 ist in dem Moment Unsinn, in dem Punkt 7 Unsinn ist, es sei dem, man verfolgt Filesharing genau wie Ladendiebstahl direkt juristisch und mit entsprechenden Strafen. Ohne Abschreckung gibt es in unserer Welt nun einmal keine Einhaltung von Regeln.

    Punkt 10 ist ein Gummipunkt. Der kann ausgelegt werden, wie er gerade Lustig ist und ist somit ein Freifahrtschein für Alles. Da müsste man schon deutlich konkreter werden.

    • Doch, es ist nachgewiesen. Durch die eigenen Zahlen der Musikindustrie. Der OpenMusicContest e.V. hat dazu schon vor einiger Zeit eine Broschüre herausgebracht.

  13. Johnny5 schrieb am

    Liebe Piraten,
    Euere 10 Punkte sind ja recht gut, aber ich denke, das wir weitaus größere Probleme haben als Urheberrechtsverletzungen !?
    Mittlerweile beziehen 60% der Bundesbürger HartzIV , auch wenn überwiegend nur ergänzend . Wenn eine Partei für das Volk etwas ändern möchte, dann sollte sie da ansetzen und nicht bei Urheberrechtsverletzungen ! Schließlich kann und darf es nicht sein, das ein Familienvater 40 und mehr Stunden / Woche arbeitet und ergänzend HartzIV beantragen muß ! Was hat man heutzutage noch von seiner Familie ??? Desweiteren werden immer weiter die Reichen belohnt , das sieht man daran, das sich nur noch reiche Menschen Kinder leisten können , weil bei einem HartzIV-Empfänger alles angerechnet wird ! Wir sollten den Tatsachen einmal ins Auge sehen und uns selbst eingestehen , das dieses Land ( Deutschland ) schon genauso Pleite ist wie Griechenland ! Aber wir spenden immer noch Milliarden an andere Länder , nur um zu zeigen, das der „Böse, gemeine Deutsche“ nicht mehr existiert !
    Was bitte kann meine Generation dafür, das es einen Adolf Hitler gab ?
    Macht Euch darüber einmal Gedanken !

    • Anonymous schrieb am

      Schon mal das Wahlprogramm gelesen?
      Stichworte: Gesellschaftliche Teilhabe, Selbstbestimmtes Leben, Bedingungsloses Grundeinkommen …

    • Ben schrieb am

      Was hat Hartz4 mit dem Urheberrecht zu tun? Und wieso sollte es die Entwicklung der Sozialpolitik der Piraten aufhalten, wenn sich unterschiedliche AGs damit beschäftigen?

  14. Anon schrieb am

    „Störerhaftung zugunsten freiner WLAN-Netze“

    Sollte wohl „freier“ heißen.

  15. Doc_Rattie schrieb am

    Ein Kapitalist meinte: „Dafür muss dann aber der Urheberschutz im Internet mit aller Konsequenz durchgesetzt werden. Also Sperrung von Seiten welche gegen das Urheberrecht verstoßen, Filtersysteme welche die Übertragung von Geschützten Inhalten blockieren, Betriebsystemhersteller wie Microsoft müssen Sperren ins System einbauen welche die Installation von illegaler P2P Software verhindern. Zu guter letzt sollten alle IP Verbindungen und alle Seitenaufrufe von den Providern protokolliert werden um Kriminelle Raubkopirer besser Identifizieren zu können.“

    Das finde ich totalen Blödsinn! Wenn ich mir etwas kaufe, kommt der Verkäufer auch nicht mit zu mir nach Hause, um zu gucken, dass ich damit nichts illegales anstelle. Und es wird auch nicht einfach so gefilmt, wer mich alles besucht und ob da wohl jemand dabei ist, der ne kriminelle Vergangenheit hat.
    Rechte zu schützen, finde ich ja richtig, aber dabei müssen auch die Reste der Bürger geschützt werden. Und die haben ein Recht auf Privatsphäre, das auch im Internet existieren muss. Die Rechte der Bürger sollten dabei auch als wichtiger angesehen werden, als die Rechte von Unternehmen. Wirtschaftswachstum bringt uns nichts, wenn wir dafür in einem Überwachungsstaat leben, in dem wir nichts mehr machen können, ohne gleich als Kriminelle zu gelten.

  16. Hiermeinsenf schrieb am

    @Kapitalist
    Der freie Markt generiert nur dann effizient Arbeitsplätze und Wohlstand für die Mehrheitsgesellschaft, wenn er ordentlich funktionieren kann. Um ordentlich zu funktionieren, muss Marktversagen bekämpft werden. Monopolstellungen erzeugen Marktversagen und schaden damit dem Markt, dessen Effizienz und der Generierung von Arbeitsplätzen und Wohlstand.
    (M.E. klare Anzeichen für Marktversagen sind z.B. 1. die bis zur Lächerlichkeit aufgeblähten Budgets mancher Hollywoodproduktionen, u.A. manifestiert in verschwenderischen Zerstörungsorgien beim Dreh; 2. Die Einkommen von vielen Stars wie Schauspieler, Regiesseur, etc., welche sinnvollerweise in einen Lebensstiel alá Ludwig dem 14. investiert werden.)

    Die Verwerter befanden sich Jahrzehntelang in einer sochlen Monopolstellung, welche trotz heftigster Gegenwehr dank Leuten wie den Piraten allmählich erodiert. Ich hoffe, dass sich die oben aufgeführten Symptome des Marktversagens dadurch etwas reduizieren – es reicht ja eigentlich auch, wenn sich Tom Cruise nur eine Villa und einen Ferrari leisten kann, statt jeweils 20.

  17. celia b./23j./mutter us kölle schrieb am

    ich finde, man sollte eine möglichkeit finden, die künstler selber entscheiden zu lassen, wie sie ihre arbeit unters volk bringen wollen! Einerseits ist es die beste werbung für sie, dass ihre werke im netz verteilt werden, denn wenn ich eine platte/buch/etc wirklich gut finde, kaufe ich mir gerne das original! Die künstler, die zu kniestig sind, ihre arbeit kostenlos zu präsentieren, stellen sich so ohnehin ins abseits und werden von den konsumenten danach wahrscheinlich größtenteils boykottiert… Aber man sollte ihnen zumindestens die möglichkeit geben, sich zu entscheiden, wie sie ihre werke vermarkten! Denke, dass ist ihr gutes recht! Die gema sind sowieso die größten betrüger! Auch jemand beim letzten weihnachtsmarkt gemerkt, dass keine musik mehr gespielt wird? Weil die von den schaustellern unmengen von geld verlangen, was die natürlich auch nicht mehr aufbringen können! Also ich finde, kulturell gesehen wirft uns die gema/urheberrecht/etc ein gutes stück zurück! Wenn das geld wenigstens beim künstler ankäme! Wenn internetseiten gesperrt werden, weil sie die werke vieler künstler gegen ihren willen veröffentlichen, ist meiner meinung nach gerechter, als den endverbraucher mit übertriebenen strafen abzuschrecken. Gelegenheit macht nun mal diebe! You tube nervt zwar mit den werbespots vor jedem clip, aber das ist doch schon mal ein kompromiss. Ich habe die Piraten gewählt (nrw beide stimmen) weil ihr neue themen ansprecht, während sich die anderen nur noch im kreis drehen, und doch wieder unter eine Decke kriechen! Dass die piraten überall schlecht gemacht werden, ist für mich nur eine weitere bestätigung, dass ihr doch ernst zu nehmen seid, sonst würdet ihr nicht so viel angst und schrecken verbreiten 🙂
    ein satz zu den kapitalisten: geht doch zur nächsten staffel von bigBrother, wenn ihr so auf überwachung steht 😉

    ps gross/kleinschreibung han isch kein zick für, und wer rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten! :*

    • Hube schrieb am

      Liebe Cella,
      ein total richtiger Gedanke (der Urheber muss entscheiden dürfen, wie sein Werk vertrieben wird), aber auch ein saublöder: Wer mit seinem Produkt Geld verdienen will, ist „kniestig“ und wird eh boykottiert? Hast du einen Job? Willst du dafür bezahlt werden? Denk mal kurz nach, was du da redest.

  18. Alx schrieb am

    Moin zusammen. Glauben wir wirklich daran, dass eine Urheberrechtsreform in Deutschland Sinn macht wenn der Rest der Welt anderer Meinung ist? Wäre es nicht sinnvoll wenigstens auf europäischer Ebene zu denken?

  19. The_Underscore schrieb am

    Entgegen meiner Meinung von vor einem halben Jahr muss ich inzwischen zustimmen, dass die Legalisierung von nicht kommerziellem Filesharing sinnvoll ist.

    Heute ist es so, dass alle beliebten Produkte als illegale Kopie verfügbar sind und die Chancen bei der illegalen Nutzung oder selbst beim Anbieten erwischt zu werden sehr sehr gering sind und ebenso ignoriert werden wie das Risiko eines tödlichen Autounfalls. Die wenigen, die doch geschnappt werden, haben dafür eine völlig überzogene Strafe am Hals – nicht weil sie dieses Strafmaß verdient hätten, sondern zur Abschreckung.

    Zudem ist es oft der Fall, dass man einen Film, eine Fernsehserie, ein Programm oder ähnliches erst ausprobieren will, bevor man es kauft. Teils sind die Kaufversionen von Produkten, oft wegen DRM, auch nur eingeschränkt nutzbar (z.B. My Little Pony: FiM) oder überhaupt nicht mehr verfügbar (z.b. Higurashi no Naku koro ni – Nekogoroshi-hen). Die Nutzung illegaler Kopien ist also nicht grundsätzlich verwerflich; oft ermöglichen sie eine faire Nutzung. Eine solche Nutzung ist natürlich nur dann fair, wenn man das Produkt auch kauft, wenn bezahlbare gute Angebote verfügbar sind, auch wenn man schon Zugang zu einer illegalen Kopie hat..

    Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Leute, denen die Künstler egal sind und die durch die Legalisierung des Filesharings keine Angst mehr davor hätten, nicht mehr für ihren Konsum zu bezahlen, weil sie nicht mehr bestraft werden können. Ich denke aber, dass diese Gruppe relativ klein wäre und es wichtiger ist, die faire Nutzung zu ermöglichen. Dabei muss aber klar sein, dass es nicht gerecht ist, dies zum Geldsparen auszunutzen.

    DRM kann die Politik nicht abschaffen. Man könnte ihn höchstens verbieten, aber das würde eine Sonderversion von sehr vielen Produkten für Deutschland voraussetzen, was ich nicht für eine gute Lösung halte. Es reicht, wenn man DRM nicht gesetzlich schützt und so z.B. nicht mehr verbietet, legal gekaufte Musik von der CD auf sein Smartphone zu kopieren.

    Staatlich angeordnete Pauschalabgaben sind keine gute Idee, da es unmöglich ist, diese gerecht zu verteilen.

  20. Anonymous schrieb am

    Hmm, bei Punkt 1 wäre es vielleicht sinnvoll, die Situation mit aufzunehmen, wenn jemand jung stirbt. Vielleicht 10 Jahre nach Tod bzw. 10 Jahre nach durchschnittlichem Lebensalter bei jung verstorbenen.
    Beim Punkt mit DRM bzw. Kopierschutz abschaffen. Das, denke ich, ist als Gesetz nur schwer formulierbar, so dass es als Gesetz auch funktioniert. Ggf. kann es besondere Bereiche geben, die einen Kopierschutz benötigen könnten. Als Forderung hinsichtlich Verbesserung der Privatkopiesituation macht es schon Sinn. Als Gesetz selbst eher ‚zu hart‘ und ‚unrealistisch?‘

    • The_Underscore schrieb am

      Das „so und so viele Jahre nach dem Tod“ ist so wie so problematisch, da Werke alter Autoren dann weniger wert wären. Ich würde eher dazu tendieren, den längeren Zeitraum von entweder z.B. 25 Jahren nach Veröffentlichung oder 10 Jahren nach dem Tod zur Schutzfrist zu erklären.

  21. karlotto schrieb am

    Mir fehlt ein Punkt der sich mit den pauschalen Urheberabgaben auf Festplatten, USB-Sticks, CDs, DVDs, Drucker, Kopierer usw. auseinandersetzt.
    Hier bezahlen wir pauschal viel Geld an die Urheber OHNE irgendeine Gegenleistung dafür zu bekommen.
    Dass sich darüber die Urheber nicht beschweren ist klar, aber gerecht ist es nicht und sollte mit einer Urheberrechts-Reform ebenfalls mal korrigiert werden.

  22. boris schrieb am

    Punkt 1 ist mir viel zu weich.
    Wenn heute jemand ein Krebsmedikament entwickelt hat er 15 Jahre Schutzfrist darauf. Der Autor eines Romans soll dagegen bis zum Lebensende daran verdienen und seine Nachkommen auch noch 10 Jahre? Das ist doch kompletter Unfug! Hier reichen 10 bis 15 Jahre vollkommen aus!

    • Anonymous schrieb am

      Sehe ich auch so. (Ich hätte eine Schutzfrist von 20 Jahren vorgeschlagen, was aber in der gleichen Grössenordnung liegt.) Diese Zeit sollte ausreichen, um mit einem Werk Geld zu verdienen. Generell kann ich auch nicht erkennen, welchen Sinn es überhaupt haben sollte, ein Werk über den Tod eines Künstlers hinaus zu schützen (es sei denn, es sind mehrere Künstler an einem Werk beteiligt, in dem Fall sollte der Tod des letzten beteiligten Künstlers zählen).
      Bei technischen Patenten halte ich hingegen auch die maximale Schutzdauer von 20 Jahren für viel zu lang, da 20 Jahre in unserer extrem schnelllebigen Welt eine Ewigkeit sind. Aber das ist ein anderes Thema.

  23. Justin Sane schrieb am

    Ich würde Punkt 1 ausweiten. Ein geerbtes Haus wird nach 10 jahren ebenfals Gemeingut! Das sollte auch für Geld, Firmen und Fahrräder gelten…

      • Justin Sane schrieb am

        ich als musiker bin Inhaber meiner werke. Sterbe ich vererbe ich sie an meine Kinder. ich sehe keinen unterschied zwischen dem haus das ich gemeinsam mit meinem Vater gebaut habe oder dem Song den ich geschreiben, aufgenopmmen und gemastert habe.

        • Karsvo schrieb am

          „ich sehe keinen unterschied zwischen dem haus [..] oder dem Song [..].“

          Es gibt keinen Unterschied zwischen einem Haus und einem Lied? Nach kommen Sie … Ist nicht ganz das gleiche …

          Es geht doch hier nicht um Naturgesetze sondern um Interessenkonflikte zwischen Gesellschaft und einzelnen Interessengruppen (Künstler, …). Wir mußten in den letzten 20 Jahren erleben, wie in zunehmenden Maße Sonderinteressen über das Gemeinwohl gestellt wurden. Diese Entwicklung wird die Piratenpartei rückgängig machen und dabei zusätzlich neuen technischen Entwicklungen in Bezug auf immaterielle Wirtschaftsgüter Rechnung tragen.

          Das bedeutet: Eigentumsrechte werden vom Gesetzgeber DEFINIERT. Und mit Hilfe der Piratenpartei wieder in der Weise, daß das Interesse der Gesellschaft ÜBER Sonderinteressen (z.B. Künstler, …) stehen wird. Sonderinteressen werden berücksichtigt, weil dadurch in einer Tauschgesellschaft eine Motivation zur Wertschöpfung erzeugt wird und dadurch auch ein Nutzen für die Gesellschaft entsteht. Alles was darüber hinaus geht, braucht die Gesellschaft nicht zu akzeptieren. Darum geht es hier und nicht darum, „was hier irgend wie das gleiche wäre“.

        • MuKi schrieb am

          Da du als Musiker Inhaber deiner Werke bist hast du das Recht sie zu verkaufen und über einen begrenzten Zeitraum von der Vervielfältigung zu profitieren. Das entspricht in etwa einem Mietvertrag mit anschließender Kaufoption, bei dem das Haus dann irgendwann in das Eigentum des Mieters übergeht.

  24. wigbold schrieb am

    Diese zehn wichtigsten Punkte einer Urheberrechtsreform sind Unsinn: Hier werden grobfahrlässug angloamerikainsche Rechtstraditionen (Copyright) vorrausgesetzt und bedingt hergestellt, was der kontinentaleuropäischen Rechttradition (droit d’auteur) engegenwirkt und die Verwerter stärkt. Den Verfassern dieser Punkte empfehle ich das Buch Freie Software – Zwischen Privat- und Gemeineigentum“ von Volker Grassmuk, der die Rechtstrationen historisch erklärt. Freie Lizenzen wie die GPL der FreeSoftwareFoundation oder die Lizenzen der Creative Commons (CC) sollen in den Ländern mit Copyright-Rechtstradition den Urhebern mehr Optionen an die Hand gegeben bzw. den Urhebern die weiterführende Nutzung ihrer Werke sichern. Faktisch sind Freie Lizenzen die freiheitliche Bestrebung der Autoren ihr Werk einer ausschließlichen Verwertung zu entziehen, indem sie sich sozusagen vertraglich Urheberrecht schaffen. Das Urheberrecht bzw. das „droit d’auteur“ ist in Kontinentaleuropa schon lange erstritten und als UrhG, etc kodifiziert. – Die in den oben geforderten „zehn wichtigsten Punkten“ zeigt sich gerade der Konflikt zwischen den Rechtstraditionen, der durch internationele Handelsabkommen sichbar wird. Das ausschließliche Copyright der Verwerter gegen das Recht des Urhebers am eigenen Werk, das über die Verwertung hinaus gerade ein individuelles Persönlichkeitsrecht ist.
    Nun also zu den unsinnigen Punkten im einzelnen:
    1. „Verkürzung der Schutzfristen auf 10 Jahre“ hilft nur den Verwertern, die eine entsprechende Distributions-Infrastruktur haben. Insbesondere muß man bedenken, daß alle Freien Lizenzen, wie z.b. GPL, CC, … ihre Rechtsgrundlage verlieren. So wäre es also für den Urheber bzw. seine Rechtsnachfolger unmöglich z.B. die Verpflichtungen einer GPL einzuklagen. Ebenso können die Werke entgegen dem Sinn des Urhebers (der Rechteinhaber) auch inhaltlich mißbraucht werden. Es ist wesentlich, dass der Rechtsnachfolger des Urhebers gerade im Interesse der Person des Urhebers die weitere Verbreitung des Werkes untersagen können muß. Und in diesem Zusammenhang sind m.E. 70 Jahre sinnvoll, um die Person des Urhebers bzw. seine Nachkommen zu schützen, bzw. die Mißbrauchsmöglichkeit des Werkes im SInne des Urhebers einzuschränken.
    2. In Deutschland ist das Urheberrecht nach der kontinentaleuropäischen Rechtstradition unveräußerlich!. Der Urheber ist der ausschließliche Rechteinhaber. – Das bestehende UrhG regelt das bereits entsprpechend. Die Urheberrechteinhaber ist dadurch aufgefordert seine Rechte wahrzunehmen. So kann der Urheber in D selbst bestimmen, wie er die Nutzung durch die Verwerter beschränkt: Einfache Verwertungsrechte sowie zeitliche Limitierung … Eine Frist nach der die Rechte an den Urheber zurückfallen, ist insbesondere Unsinn, da er diese Rechte an seinem Werk gar nicht veräußern kann.
    3. Ebenso Unsinn, da das UrHG die Schranken des Urheberrechts hierfür in §46 klar setzt. Geschäftsmodelle mit Freien Lizenzen sind auch jetzt schon möglich: „Der Urheber kann aber unentgeltlich ein einfaches Nutzungsrecht für jedermann einräumen.“
    4. siehe § 52b UrhG … „Wiedergabe von Werken an elektronischen Leseplätzen in öffentlichen Bibliotheken, Museen und Archiven“
    5. siehe § 53 UrhG … „Vervielfältigungen zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch“, „Remixes” und “Mashups“ betreffen das Persönlichkeitsrecht des Urhebers. Kopierschutzmaßnahmen und digitale Rechteverwaltung (DRM) unterliegen der Vertragsfreiheit und haben mit „Urheberrecht“ nur bedingt zu tun. – Hier wird keine Reform des UrhG benötigt, sondern ein Review der internationalen (Handels-) Abkommen und Verträge
    6. lest doch einfach mal das UrhG;) – Das ist implizit das unveräußerliche Mitspracherecht der Urheber und ihrer Rechtsnachfolger! „Zweitverwertungsrecht“ gibt es im Sinne von „einfaches Nutzungsrecht“ ebenso die „zeitliche Begrenzung“ . Totale »Buy-Out«-Verträge sind in D gar nicht möglich, da das Urheberrecht unveräußerlich ist. Die Veräußerung der ausschließliche Nutzungrechte ist möglich, jedoch gerade durch das Urheberrecht umkehrbar. Diese Nutzungs-Verträge unterliegen der Vertragsfreiheit, können jedoch sittenwidrig sein.
    7. Siehe Privatkopie …. § 53 UrhG. Vom Urheber oder Verwerter veranlaßte Kopierschutzeinrichtungen sind ebenfalls Bestandteil des Nutzungsvertrages bzw. des Werkes und durch $95a UrhG „Schutz technischer Maßnahmen“ berücksichtigt.
    8. Das Umgehen von Schutzeinrichtungen ist kriminell – und nicht das Filesharing. Hier sollten lieber Anforderungen an die „technischer Maßnahmen“ manifestiert werden: D.H. EIn Kopierschutz, der umgangen werden kann, ist kein Kopierschutz. Der Gesetzgeber sollte wirksame technischer Maßnahmen voraussetzen.
    9. „Neue Geschäftsmodelle“ sind mit dem derzeitigen UrhG möglich. HIer bedarf es keiner Urheberrechtsreform.
    10. Das Urheberrecht ist das Recht des Urhebers. Jede Stärkung der Nutzer im Sinne erweitereter Nutzungrechte stärkt die Verwerter und eben nicht den Urheber. Jedoch kann man angesichts der technischen Entwicklung die Schranken des Urheberechts implementieren oder reformieren. Jedoch ist Sinn und Zweck des Urheberrechts, das Recht des Urhebers an seinem Werk zu ordnen.

    Abschließen muß ich feststellen, dass die angestrebte Urheberrechtsreform nach obigen 10 Punkten lediglich die Verwerter (Nutzer) stärkt – zu Lasten des Urhebers. Es geht im Kern darum, dass sich die Politik partiell der Nutzungsrechte im Sinne eines Copyrights bemächtigt. Die PIRATEN stützen so scheinhailig eine durch die Staatsgewalt implizierte (soziale) Verwertung – faktisch eine Entrechtung der Urheber zugunsten einer politisch bestimmten sozialen Nutzung. Aus der Perspektive eines politischen Marketings erkaufen sich die PIRATEN damit demographisch orientiert, die Stimmen der Nutzer. Besonders tragisch dabei ist, dass die feudalen Prämissen einer angloamerikanischen Rechtstradition dumm vorrausgesetzt und hergestellt werden, die letztendlich die natürlichen Monopole bestehender Verwertungsinfrastrukturen stützt. Für Kontinental-Europa und Deutschland, kann ich nur hoffen, dass genügend Piraten den Unsinn erkennen und sich vehement gegen den Import von „Copyright“ wehren, auch wenn dieses „Copyright“ allgemeinnützig scheint. Tatsache ist, dass eingeschänktes Urheberrecht und allgemeines Copyright lediglich denen nutzt, die die technische Infrastruktur, die Vervielfältigungsmaschinen kontrollieren. Das Recht des Autors (Urhebers) an seinem Werk sowie die Freiheit der DruckerPresse (Vervielfältigung) ist Prämisse einer freiheitlichen Gesellschaftsordnung. Doch statt nun die Urheber in ihrem Recht zu bescheiden, sollten die PIRATEN die „Freiheit der Presse“ wiederbeleben und sich für die (politische) Unabhängigkeit und Freiheit von Vervielfältigungsinfrastrukturen gerade im ordnungspolitischen Sinn einsetzen. Doch es ist dem Urheber bzw. dem Rechtsnachfolger nach seinem Zweck zu überlassen, welches Medium er wählt bzw. wie er sein Werk verwertet. – Als medienkompetenter Urheber sollte man darauf achten, dass der gewählte Verwertungskanal, dem Zweck des Werkes entspricht und die kreative Nutzung seines Werkes ggf. ermöglicht.

  25. S. Schwarz schrieb am

    Wo eigentlich sieht sich die Piraten-Partei selbst? Liberal oder sozialistisch?

    Ihre 10 Punkte lesen sich überwiegend wie ein Horrorkabinet für staatshörige Altsozialisten, denn als ein Entwurf für eine moderne Zeit mit freien, selbstbestimmten Menschen.

    Punkt 1.
    warum sollen bekannte Urheber akzeptieren das reletiv kurz nach ihrem Tode andere Schindluder mit ihren Werken treiben und sie so verwenden wie es der Urheber selbst ablehnen würde? z.B. Musik eines ökologisch überzeugten Musikers als Werbung für ein AKW

    Punkt 2.
    die Rechte der Urheber SIND stark, sie nehmen diese per Vertrag war, wenn dieser Vertrag nicht ihren Interessen entspricht dürfen sie ihn eben nicht abschließen, hier sollte Vertragsfreiheit gelten

    Punkt 3.
    wieso diskriminieren Sie hier nicht-öffentliche Bildungseinrichtungen?

    Punkt 4.
    wie die Werke verfügbar sind darüber solte der Urheber die Entscheidung haben

    Punkt 5.
    Privatkopie: ja, Kopierschutz: in Entscheidung des Anbieters, keine ‚remixes ohne Zustimmung des Urhebers

    Punkt 6.
    die Urheber HABEN das Recht, schon heute. Wenn sie Verträge eingehen die den Piraten nicht zusagen ist das das REcht der Urheber und nicht GRund zur staatlichen Gängelei und Vertragseinschränkung.

    Punkt 7.
    wenn Filesharer die besseren Kunden sind lassen wir doch darüber den Wettbewerb am Markt entscheiden und schafffen nicht wieder einschränkende Gesetze

    Punkt 8.
    Geschäfte/Geschäftmodelle werden in einem freien Staat in der Wirtschaft gemacht und nicht mit Gesetzen erzwungen

    Punkt 9.
    kann ich nichts zu äußern da inhasltlich nicht dasteht WIE die Änderung sein soll

    Punkt 10.
    Bla Bla …

    • Thomas schrieb am

      @wigbold – hast du Punkt 2 aufmerksam gelesen? Es ist von den Verwertungsrechten die Rede, die an den Urheber zurückfallen sollen. Zugegeben ich musste es auch zweimal lesen. Wenn der Verwerter (Medienindustrie) sein Recht nicht ausübt und z.B. den Song oder das Buch nicht produziert/verkauft, wodurch der Künstler/Urheber KEIN Einkommen hat, soll er die Möglichkeit bekommen, es Notfalls selbst zu verkaufen. Was viele nicht wissen, Musikverlage/Labels kaufen ja von den Künstlern das Recht ihr Lied etc. zu vermarkten/verkaufen.
      Üblicherweise exklusiv und gerne mit der Vergütung als Beteiligung an den Verkaufszahlen bei „Veröffentlichung“. Der Künstler überlässt dem Verlag die Verwertungsrechte auf einen im Vertrag definierten Zeitraum, gerne auch mal mehr als ein paar Jahre. Nun hat so ein Label mehrere Rockmusiker unter Vertrag und möchte sich ungern selbst Konkurrenz machen. Man veröffentlicht das Lied von Künstler A und Künstler B der sehr ähnlich klingt nicht!
      Damit hat Künstler A Einkommen, B schaut in die Röhre und verhungert. Man stelle sich vor du wirst befristet auf 30 Jahre eingestellt und kriegst Geld wenn du arbeitest. Leider ist keine Arbeit für dich da, du bekommst also kein Geld. Kündigen und woanders arbeiten ist dir aber vertraglich verboten!
      Es steht explizit in Punkt 2 die Rechte der Urheber zu stärken. Die 25 Jahre beziehen sich auf die maximalen Verwertungsrechte, die danach an Künstler oder Erben zurückfallen sollen. Nichtausübung der Verwertungsrechte, seitens der Verwerter, würde dem Künstler erlauben sein Werk anderweitig zu verkaufen, ohne Vertragsbruch zu betreiben, und er könnte so sein Einkommen sichern auch wenn ein Song/Buch für den verlag nicht rentabel genug ist und man lieber warten würde, bis der Künstler stirbt um dann „richtig“ Profit aus bis dato „unveröffentlichten“ Produkten zu schlagen.
      Das ist nicht unbedingt schlecht.

      Denkt bitte daran: Es sind die Verlage/Major Labels/Filmindustrie ihre Verwertungsgesellschaften aka Geldeintreiber und ihre amoklaufende Anwaltsschar die den Unmut hervorrufen, nicht die Urheber, diese sind selbst häufig Opfer dieser Industrie!

  26. Fotogestalterin schrieb am

    Hallo,

    so schön und gut so eine Urheberrechtsdiskussion ja ist – was ich als Fotografin jedes Mal vermisse ist, dass auch mal von Fotos bzw. Bildwerken gesprochen wird. Ich habe meine Bilder in keiner Bilderdatenbank oder Bildagentur, sondern lebe u. a. davon, dass Verlage, Postkartenverlage, Firmen, die meine Fotos verwenden möchten etc. mich anschreiben und Nutzungsrechte von mir erwerben.

    Jetzt ist es aber so, dass meine Bilder immer und immer wieder unentgeltlich und ohne mein Wissen verwendet werden. Bei Blogs oder ähnlichem – kein Problem. Aber wo ist da die Grenze?

    Kann ich eine Firma nicht mehr abmahnen, weil sie „mal eben so – ist ja da, also nehm ichs ….“ mein Bild verwendet hat, dann entzieht sich mir ein wichtiger Geschäftspunkt. Denn dann sind meine Bilder längerfristig nichts mehr wert. Tausendmal unbeschadet kopiert im Internet …

    Fotografen und Fotokünstler, Grafiker, Illustratoren etc. – gerade die haben eben KEINE Verwertungsstruktur wie Gema & Co.. Da wird nur rein für die Verwendung des jeweiligen Werkes DIREKT an den Künstler gezahlt.
    Und diese – sehr wichtige – Einnahmequelle wird dann entzogen.

    Kann es sein, dass bisher diese Künstler und auch deren Urheberrecht gar nicht bedacht wurde? Ich habe den Eindruck, alles dreht sich in der Diskussion immer nur um Musik, Musikbranche, Literatur …

    • The_Underscore schrieb am

      Das Recht von Fotografen würde durch die von den Piraten angestrebten hier beschriebenen Punkte weder geschwächt noch gestärkt. Man soll nach Piratenmeinung die Bilder zwar „sharen“ dürfen, aber das würde nur bedeuten, dass man sie sich kostenlos herunterladen und ansehen kann bzw. dazu zur Verfügung stellen darf. Das Geld verdient man als Fotograf, nehme ich an, doch eher mit dem Verkauf des Rechts, das Bild zum Beispiel in seine Homepage einzubinden oder eben auf eine Postkarte zu drucken, was weiterhin erst erworben werden müßte.

      Dass die Durchsetzung des Rechts von Fotografen schwierig ist, ist natürlich ein Problem. Das könnte man unter Umständen durch die Schaffung einer entsprechenden Verwertungsgesellschaft angehen. Es wäre vielleicht keine schlechte Idee, wenn die Piraten sich zur Abwechslung mal für so etwas einsetzen würden. Wie umsetzbar und lohnenswert das wäre, müßte man aber erst einmal abwägen, schließlich sollte die Verwertungsgesellschaft nicht mehr kosten als nutzen.

  27. ds schrieb am

    Punkt 7 wird sich so wohl nie durchsetzen lassen und ist nur Öl ins Feuer gießen für die Urheberrechtelobby. Punkt 3 ließe sich noch etwas ausweiten auf zB. Abi- und ähnliche Abschlussfeiern von Schülern, die veranstaltet werden um Geld für ihre Abifahrt/Abiball etc. pp. zu verdienen. Ist eine schulbezogene Veranstaltung durch Schüler für einen gemeinschaftlich-gesellschaftlichen Zweck, da hält dann aber die GEMA groß die Hand auf und zwackt noch viel Geld für ab. Dies erachte ich als unverhältnismäßig, da es eine Gleichstellung von kommerzialisierten Clubs/Konzerten ist und ich für falsch halte (hier ließe sich aber auch über eine wesentlich vergünstigte Pauschale diskutieren, damit Musiker nicht „leer“ ausgehen).
    Und die Schutzfristen von 70 auf 10 Jahre nach Tod zu verkürzen halte ich zwar generell nicht für zu kurz, aber da fehlt mir die Absicherung für Minderjährige direkte Nachkommen (wenn wir eine zeitlich unendliche Vererbungmöglichkeit des Urheberrechtes ausschließen). Wenn nun ein 6 jähriges Kind seine Eltern bei einem Unfall verliert, könnte das Erschaffene der Eltern/eines Elternteils eine finanzielle Absicherung oder zumindest finanzielle Hilfe sein (wenn wir in dieser Betrachtung nicht von Multimilliarden-Ideen als common case ausgehen, wo das erwirtschaftete Einkommen bereits nach 2 Jahren für das Kind ausreicht) auch wenn das minderjährige Kind keine weitreichenden rechtlichen Entscheidungen bzgl. der Verwertung des Erschaffenen eingehen kann/darf. So denke ich aber, sollte in so einem Fall den direkten Erben 10 Jahre oder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres das Urheberrecht zugesprochen werden. Letzteres dabei als Minimum. Schließlich würden die Eltern/der Elternteil, der/die etwas Geschaffen haben, was man irgendwie zu Geld machen kann, dieses Geld in irgendeiner Form nutzen um der Familie und damit dem Kind ein mehr oder weniger sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Durch deren frühen Tod und mit 10 Jahren Schutzfrist würde das aber Untergraben werden.
    Auch fehlt mir hier in der Auflistung die konkrete Niederschreibung der freien Wahl des Urhebers, was er mit seinem Werk macht und wem er es zu welchen Zwecken zur Verfügung stellt. Soweit ich weiß (man möge mich korrigieren, wenn es sich wider Erwarten geändert hat) ist es bis heute in Deutschland nicht möglich, seine Rechte an seinem eigenen Werk abzutreten. Ich will als Urheber von ua. Texten und Quellcode aber auch in Deutschland zu Lebzeiten das Recht haben zu sagen, ich erhebe keinerlei Anspruch auf Urheberrecht auf die niedergeschriebenen Zeilen und lasse Leute daher damit machen, was sie wollen. Bisher muss man auf „Freeware“/OS Lizenzen ausweichen bzw. ggf. die Nutzung des Erschaffenen durch Andere „dulden“, da man ihnen eben nicht sagen kann, ich trete mein Urheberrecht ab. Diese Praxis halte ich für komplizierter als sie sein sollte/müsste.
    Ein Abtreten des Urheberrechtes birgt natürlich auch Gefahren, die hier nicht ganz außer Acht gelassen werden dürfen und bei einer klaren Ausarbeitung mit einbezogen werden sollte.

    • Thomas schrieb am

      Immer und immer wieder diese Diskussion um die Schutzfrist von 10, 25, 70 (warum nicht 1000 Jahre?) damit die Erben und armen Kinder des Künstlers „abgesichert“ sind.
      Kennt irgend jemand einen Arbeitgeber, der den Kindern eines verstorbenen Mitarbeiters auch nur einen geringen Teil des Gehaltes zur „Absicherung“ auszahlt? Nein? Muss ich tatsächlich selbst eine Lebensversicherung abschließen? Selber Rücklagen bilden? Was bitte privilegiert denn den Künstler per se, dass er die Versorgung seiner hinterbliebenen staatlich garantiert bekommt?

      Musiker, Autor, Filmemacher, Fotgrafen, Bildhauer, Maler etc.; Berufe wie andere auch. Naja, mit dem Unterschied, dass der Spruch: „Brotlose Kunst“ nicht von ungefähr kommt. Songs kann man schreiben, wenn man nach dem „echten“ Job entspannung sucht, als Hobby. Wer heute allen ernstes Musiker als Beruf wählt, tut das genauso bewusst und mit Vorsatz wie jemand der Schau-Werbegestalter wählt. Wenn er dann nur mit Harz-IV leben kann, war das absehbar und kein Grund Sonderregelungen einzufordern. Das Problem der Küstler und der anderen schlecht bezahlten Niedriglohnbereiche sind doch die Industrie die nicht bereit sind ihre Gewinne an die Schaffenden auszuschütten. Wenn die Künstler sich mit denen auseinander setzen würden die ihr „Gehalt“ zahlen hätten sie bestimmt breite Unterstützung in der Bevölkerung…

  28. Itari schrieb am

    Keine Doppelbelastungen mehr. Es kann nicht sein, dass Kopierer, DVD-Brenner, PCs, Scanner usw. durch pauschale Urheberabgaben belastet werden, wenn es dafür keine Ansprüche gibt, auch tatsächlich ohne Verstoß urheberrechtlich geschützes Material zu kopieren.

  29. Freesolarkritik schrieb am

    Ich würde Punkt 10: „Das Urheberrecht muss den Anforderungen des medienkompetenten Nutzers von heute gerecht werden und darf ihn in seiner kreativen Nutzung nicht beschränken.“

    noch wie folgt ergänzen:

    Das Urheberrecht muss den Anforderungen des medienkompetenten Nutzers von heute gerecht werden und darf ihn in seiner kreativen Nutzung und <b<einer kritischen Auseinandersetzung nicht beschränken.

    Ich kann aus eigenen Erfahrungen berichten, wie eine krititische Auseinandersetzung mit fehlerhaft gesendeten TV-Inhalten bei den TV-Sendern „WDR“ und „N-TV“ mit angeblichen Urheberrechtsansprüchen verhindert worden ist. Auch das „Zitatrecht“ wurde vom WDR und N-TV dabei missachtet und entkräftet.

  30. Freesolarkritik schrieb am

    Ich würde Punkt 10: “Das Urheberrecht muss den Anforderungen des medienkompetenten Nutzers von heute gerecht werden und darf ihn in seiner kreativen Nutzung nicht beschränken.”

    noch wie folgt ergänzen:

    Das Urheberrecht muss den Anforderungen des medienkompetenten Nutzers von heute gerecht werden und darf ihn in seiner kreativen Nutzung und einer kritischen Auseinandersetzung nicht beschränken.

    Ich kann aus eigenen Erfahrungen berichten, wie eine krititische Auseinandersetzung mit fehlerhaft gesendeten TV-Inhalten bei den TV-Sendern “WDR” und “N-TV” mit angeblichen Urheberrechtsansprüchen verhindert worden ist. Auch das “Zitatrecht” wurde vom WDR und N-TV dabei missachtet und entkräftet.

  31. Klausens schrieb am

    Uuuuuh: Urheberrecht nur noch 10 Jahre nach dem Tod? Freies Filesharing? – Das sind ja Generalattacken gegen alle Kreativen. Was ist eigentlich mit Schauspielern, die einmal Gage bekommen und 1000 Mal in Fernsehwiederholungen abgegurkt werden? Wovon leben die? Wenn man alles „neu“ denkt, dann bitte auch A-L-L-E-S. Und vernünftig! Mit geistiger Weitdenke! – Ach ja: Wie steht es mit den Millionen-Gagen der Fußballspieler? Ist Fußballspielen Kreativität? Warum sollen Fußballspieler viel bekommen und die Künstler und Schriftsteller nur wenig? – Und: Wer verdient, wenn Tore wiederholt werden? Wo verdienen Kapitalisten, wo bluten Kreative? Warum bekommt der Fussballer kein geld, wenn sein Tor auf Sport1 wiederholt wird. – Soll alles mit Einmalgagen abgegolten werden? – Wer darf sich aber dann bereichern? Am verkauf der Kreativergebnisse? – Ist der überdrehte Kunstmarkt gerecht? Wer darf was und wie viel an Bildern verdienen? Soll man staatliche Museen erhalten? – Bitte alles mal in einem „Topf“ zusammenbringen und alles erst einmal erarbeiten, wie und wo welcher Hase läuft. – Wenn man Finanzkapitalisten an den Kragen will: schön, schön. Aber wie will man mit dem Kreativen umgehen? Man kann natürlich behaupten, dass alles Kreative sich aus dem Strom der Zeit in einem Menschen zufällig verdinglicht und das es ungerecht wäre, wenn dieser Mensch dafür belohnt würde, dass ihn das Schicksal aussuchte, kreativ zu sein. Das wäre dann mal ein neuer Gedanke … selbst wenn man den nich teilen mag. Aber wie viele kreative sind arm, weil sie sich nicht vermarkten können? – Ach ja, alles ist voller Ungerechtigkeiten in der Welt. Aber neue Denkmodelle müssen auch mal alles neu zusammensetzen. Die Dinge müssen in einen Zusammenhang des verstehens gebracht werden. Da fehlt es bei den Piraten noch sehr, sehr, sehr.

    • MuKi schrieb am

      Du sprichst eine hochinteressante, grundlegende Frage an nämlich:
      Wie soll sich eine Gesellschaft um ihre Kunst/Kulturschaffenden kümmern bzw. diese finanzieren?
      Meiner Meinung nach hat die Kommerzialisierung die unsere Kulturlandschaft in den letzten Jahrzehnten erfasst hat die Qualität der produzierten Kulturgüter massiv verschlechtert und war daher nicht das richtige Modell. Falls diese Industrie durch das Internet jetzt pleite geht bzw. auf ein gesundes Maß zusammenschrumpft sehe ich das als etwas sehr Positives.
      Allerdings stimmt es, das die Piraten noch kein wirklich sinnvolles Konzept haben, wie die Gesellschaft Kunst/Kulturschaffende entlohnen sollte (meines Wissens nach allerdings genausowenig wie die anderen Parteien unserer politischen Landschaft). Es wäre daher absolut sinnvoll in diesem Bereich eine „Taskforce“ zu gründen in der möglichst viele hauptberuflich Kunst/Kulturschaffende + deren Interessensvertreter aus unterschiedlichen Bereichen sitzen um dahingehend Lösungsstrategien zu erarbeiten.

  32. Raventhird schrieb am

    „7. Das private, direkte, nichtkommerzielle Filesharing und die Weitergabe von Werken soll entkriminalisiert werden. Filesharer sind die besseren Kunden [1] und das Bedürfniss nach “try-before-buy” ist ein berechtigtes Bedürfnis.“

    Tja. Die Studie wurde offensichtlich nicht gelesen oder gelesen und falsch interpretiert. Das ist leider der Punkt, an dem die Piraten für mich völlig unwählbar werden, es ist nämlich genau die Forderung, die euch immer alle vorwerfen und wo ihr dann behauptet: „Aber Nein! Wir wollen die Urheber doch stärken!“.

    Die Studie sagt ganz eindeutig (Zitat): “Dem Paper zufolge profitieren von Piraterie allerdings bekannte Künstler mehr als unbekannte Künstler, für die der Effekt kaum spürbar ist.“ – Was viel verkauft wird und populär ist, wird auch viel heruntergeladen. Eigentlich ein völlig logischer Zusammenhang, aber nicht so einfach in „Downloader sind die besseren Kunden“ ummünzbar oder umkehrbar.

    Die Wahrheit ist am Ende halt doch, dass sich die Position der Piratenpartei so zusammenfassen lässt: „Ja, die Künstler sollten irgendwie bezahlt werden, das ist wichtig. Aber ich will schon auch in Ruhe meinen Kram runterladen!!1eins“

    • MuKi schrieb am

      Die Wahrheit ist am Ende halt doch, dass sich die Position der Piratenpartei so zusammenfassen lässt: “Ja, die Künstler sollten irgendwie bezahlt werden, das ist wichtig. Aber ich will schon auch in Ruhe meinen Kram runterladen!!1eins“

      Ich finde, dass das eigentlich eine sehr gute Position ist… Begründung siehe meine längeren Posts weiter unten…

  33. Patrick schrieb am

    Es wäre gut, wenn man die Kommentare punktweise organisierte. #7 (priv. Filesharing) ist sicherlich der kritischste, #5 (Verbot von künstlichen Kopierhürden) der mir am Wichtigste.

  34. Optimist schrieb am

    ich denke, dass es mittelfristig unmöglich wird, ein freies kopieren zu verhindern oder auch nur zu bremsen. Die Erfahrungen zeigen doch, dass immer nur die behindert werden, die eigentlich bezahlen wollen. Das Urheberrecht an den Wandel der Zeit anzupassen, muss doch auch bedeuten, mit den realen Verhältnissen vernünftig umzugehen. Ich denke, dass ganze geschäftsmodell, die vergütung der kreativen an der reproduktion zu verankern, scheitern muss bzw. überhohlt ist. Wir solten darüber nachdenken, welche Geschäftsmodelle für Kreativität und Kultur es geben kann, die von irgendwelchen reproduktionsverfahren unabhängig sind. ok, der ganze verein zur kommerziellen vervielfältigung ist dann überflüssig, weil die vervielfältigung nahezu kostenfrei durchgeführt werden kann. Also wie kann mann künstler finanzieren?
    ich baue hier auf die allgemeine fantasie. aber vielfach fällt ausgerechnet unseren kreativen hier nichts ein ausser panischer attacken gegen alle veränderungen.
    Die 10 Punkte finde ich immer noch zu vorsichtig gedacht. die wirklichkeit wird einen radikaleren wandel erfahren.

  35. jow schrieb am

    Als Mitglied der Piraten denke ich, dass sich die Piraten breiter aufstellen und Fragen des Urberrechts gründlicher als bisher überlegen sollten. Daher nachfolgend 10 Überlegungen zur Reform des Urheberrechts. Punkt 1 knüpft an der Position der Piraten an:

    1. Der uralte Traum, alles Wissen und alle Kultur der Menschheit zusammenzutragen, zu speichern und heute und in der Zukunft verfügbar zu machen, ist durch die rasante technische Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte in greifbare Nähe gerückt. Wie jede bahnbrechende Neuerung erfasst diese vielfältige Lebensbereiche und führt zu tief greifenden Veränderungen. Es ist unser Ziel, die Chancen dieser Situation zu nutzen und vor möglichen Gefahren zu warnen. Die derzeitigen gesetzlichen Rahmenbedingungen im Bereich des Urheberrechts beschränken jedoch das Potential der aktuellen Entwicklung, da sie auf einem veralteten Umgang mit geistigem Eigentum basieren, der der angestrebten Wissens- und Informationsgesellschaft entgegen steht.
    2. Es besteht ein vitales gesellschaftliches Interesse daran, den unkomplizierten gesellschaftlichen Austausch von Wissen und kulturellen Informationen aller Art zu gewährleisten. Die Piraten-Partei setzt sich daher – auch im Hinblick auf moderne Kommunikationstechnologien – für eine Reform des Urheberrecht ein. Es soll im Sinne der Urheberschaft und zugunsten gesellschaftlicher Entwicklungen und echter Neuerungen wirksam werden sowie die Entfaltung hoher Qualität und Schöpfungstiefe fördern.
    3. Im Hinblick darauf bekennt sich die Piraten-Partei ausdrücklich zum Grundgesetz, zu der in Artikel 5 formulierten Freiheit von Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre sowie zum Schutz des Urhebers. Denn Urheber sind für die Entwicklung einer modernen Gesellschaft von großer Bedeutung und Urheberleistungen wichtige Faktoren gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen. Jede moderne Gesellschaft muss deshalb ein vitales Interesse am Schutz von Urhebern haben und damit daran, ihnen ein Schaffen in Freiheit und Würde zu ermöglichen. Der Schutz der Urheber soll allerdings nicht dazu führen, dass diese auf Kosten der Gesamtgesellschaft unangemessen verdienen.
    4. Die Warnung der Piraten-Partei richtet sich vor allem gegen Verwertungsgesellschaften, die den Schutz der Urheber zugunsten einer kleinen Klientel sowie zum Nachteil der Gesellschaft als Ganzes ausgehöhlt haben. Die Reform des Urheberrechts schließt daher eine entsprechende Reform der Verwertungsgesellschaften sowie deren umfassende Transparenz ein.
    5. Auch weil die Piraten-Partei (angesichts von Überwachungssystemen, die in totalitären Staaten – z.B. China oder Iran – zur Anwendung kommen) dafür eintritt, das Internet vor jeglicher Überwachung zu schützen, lehnt sie auch die Überwachung und Beschränkung des Austausches von Wissen und kulturellen Informationen ab. Im Zusammenhang mit der freien Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken tritt sie zugleich dafür ein, dass genaue Quellenangaben zu den genutzten Werken zum ethisch/moralischen Standard unserer modernen Kultur- und Informationsgesellschaft werden.
    6. Um Urhebern eine angemessene Entgeltung ihrer Leistungen zukommen zu lassen, könnten diese z.B. mittels Urheberpauschalen entgolten werden, die von den Verwertungsgesellschaften im Land des Endverkaufes auf die jeweiligen technischen Geräte (z.B. Computer) erhoben und nach differenzierten und transparenten Kriterien an die Urheber ausgeschüttet werden.
    7. Um jedem einzelnen Urheber eine angemessene Entgeltung seiner Leistungen zu gewährleisten, sind eine Reihe von Klärungen und Differenzierungen notwendig, durch die die einzelnen Urheber und ihre Werke angemessen eingeordnet und bewertet werden können.
    8. Eine – über das Internet hinausgehende – kommerzielle Nutzung von Urheberleistungen wäre über differenzierte Lizenserteilungen zu gewährleisten, die vom politischen Gemeinwesen verantwortet und gesteuert und von den Verwertungsgesellschaften entsprechend realisiert werden sollten.
    9. Mittels des Instrumentes der Lizenserteilungen wären z.B. auch Grundlagenforschungen an Universiäten und Hochschulen zu refinanzieren. Um darüber hinaus den Ideenpool der Gesellschaft zu verstärken, könnten Ideen-Börsen eingerichtet werden.
    10. Die Beschränkung von urheberrechtlichen Schutzfristen sollte in der Piratenpartei Gegenstand weiterer Diskussionen sein. Denn relativ lange Schutzfristen tragen u.a. dazu bei, das Werk eines Urhebers zu archivieren und vor dem Zerfall zu schützen, aber auch z.B. Ehepartner, die ihr Leben ebenfalls dem Zustandekommen eines Werkes widmeten, vor dem finanziellen Ruin zu bewahren.
    jow, 21.5.2012

  36. Hube schrieb am

    Ihr redet von Rechten für Urheber und Nutzer – der Urheber erwirbt sein Recht, wenn er einen Inhalt schafft, unter welchen Bedingungen dieser vertrieben wird ist ausschließlich seine Entscheidung. Der Nutzer erwirbt sein Recht wenn er sich einen Inhalt legal aneignet, damit hat sich’s dann auch, Netzrealität hin oder her.
    Privaten „Austausch“ gab es schon immer, seit es Aufzeichnungsgeräte gab, ich hatte auch einen Cassettenrecorder, aber bitteschön, das muss deswegen doch nicht legalisiert werden, geht’s noch?
    Trotzdem gut, hier ein offenes Forum vorzufinden, das leisten und trauen sich Typen wie Chaos Computerclub oder das feige Anonymous „Wir scheissen auf euer Urheberecht“ Saupack nicht.

    • MuKi schrieb am

      Dein Kasettenrekorder muss nur deshalb nicht legalisiert werden, weil das Aufzeichnen von Songs aus dem Radio nie strafrechtlich verfolgt bzw. geahndet wurde. Wäre das jemals der Fall gewesen hättest du auch nach einer „Legalisierung“ verlangt…

      • Hube schrieb am

        Nein mein Guter, ich komme aus einer Zeit, wo etwas Verantwortung noch einen Platz im Hirn hatte, der Platz scheint heute bei vielen mit Online Games (total voll umsonst), Bloggequarke und Freibier-für-Alle Kreativität ersatzlos belegt zu sein. Ich musste irgendwann eine vergleichsweise bescheidene Urheberrechtsabgabe auf Leercassetten bezahlen (huuhh, Riesenaufstand damals – kommt dir bekannt vor?), und wusste, daß ich selbst mit daran schuld war. Punkt.

  37. Thommy schrieb am

    Klingt auf einmal alles total sympatisch ! Unter dem Strich bleibt aber vor allem das hier übrig: Im Internet soll alles Wissen und die Kultur frei verfügbar sein, aber der Künstler soll etwas daran verdienen. Es ist jedoch darauf zu achten, dass der Künstler dabei nicht reich wird. Vor allem soll der Künstler aber Werbung, Vertrieb und am besten auch gleich den Verkauf selber und alleine organisieren/durchführen, weil der Vertrieb und/oder der Verlag, welcher bisher für diese Aufgaben zuständig war, nichts an den Urheberrechten des Künstlers verdienen darf ! Liebe Priaten – warum seid Ihr nicht ehrlich und sagt deutlich, um was es konkret geht. Ihr wollte eine lebendige Kulturlandschaft in Deutschland. Wenn es aber um Eure eigenen, privaten, persänlichen Interessen geht, wollt Ihr dafür den Geldbeutel nicht aufmachen. Dann wird die ganze Geschichte mit der absolut sinnlosen Diskusion über „Kapitalismus“ oder Kommunismus“ geschmückt ! Ich bin beeindruckt !

  38. Stephan schrieb am

    Nur um es klar zu stellen: Urheberschutz ist wichtig. Ohne solchen Schutz gäbe es viele schöne Dinge nicht und es muss eine Motivation und Lebensgrundlage für die Künstler geben. Ohne das geht es nicht. ABER: Ich habe mir so oft die Finger „wund-gesurft“ (teilweise bin ich seit Monaten und Jahren auf der Suche) um an Titel heranzukommen. Entweder für ältere Titel oder auch für Remixe. Die wurden nirgendwo angeboten. Weder auf Sampler noch über sonstige offizielle und legale Platformen der Labels oder andere legale Anbieter. Sogar Läden konnten die Platten, Lieder etc. nicht mehr lokalisieren oder bestellen. Sie werden schlichtweg nicht mehr von den mE daher „teilweise scheinheilig schreienden Plattenlabels wegen angeblich entgangenen Verlusten“ gar nicht mehr angeboten. Wo soll hier ein entgangender Gewinn der Labels oder des Künstlers sein??? Wenn das Produkt gar nicht mehr angeboten wird. Da sollte ja ein download erlaubt sein!

    • Manuuu schrieb am

      Ein schwieriger Punkt!
      Warum wollen Sie einem Urheber das Recht absprechen, ein Produkt nicht mehr zu verkaufen?
      Mit welchem Recht?

      • Richard schrieb am

        Eigentum ist sozialpflichtig. Dem Schöpfer der Werke wurden durch die öffentliche Förderung der geistigen Fähigkeiten in der Schule und der Sozialisierung durch die Gemeinschaft erst ermöglicht, krativ ätig zu sein. Warum sollte der Inhaber geistigen Eigentums besser gestellt werden, als der Inhaber materiellen Eigentums?

      • The_Underscore schrieb am

        Weil es einem nützt, ein Musikstück hören zu können, und es niemandem schadet, wenn dafür nicht bezahlt wird, solange man dafür sowieso nicht bezahlen kann. Was nützt und nicht schadet sollte zweifellos erlaubt sein.

  39. Stephan schrieb am

    Zusatz, Sorry: Nach jahrzehntelanger Arbeit im In- und Ausland mit internationalen Konzernen kann ich auch sagen, dass es eine leichte Übung für die Medienunternehmen wäre die Daten (ob zB ein Titel noch verkauft wird oder nicht und wo) im Netz „auch vernetzt“ verfügbar zu machen. Insoweit kann dann auch die Beweislage (zB ob angeboten oder nicht) sehr für jeden einfach nachvollzogen und transparent werden.

  40. Manuuu schrieb am

    Zu den 10 Punkten:
    ad 1) Ein wenig spannender Punkt, aber OK!
    ad 2) Ein Nebenschauplatz! Ist doch nur Vertragsrecht! Kann eh jeder Urheber bilateral vereinbaren
    ad 3) + 4) Ganz gefährlich, da hier Missbrauch Tür und Tor geöffnet wird. Siehe den Walfang, der in Japan nur zu wissenschaftlichen Zwecken erlaubt ist, aber man trotzdem überall Walfleisch kauen kann
    ad 5) DRM abschaffen? Soll doch jeder schützen wie er glaubt
    ad 6) siehe 2)
    ad 7) ?? siehe unten
    ad 8) siehe 2
    ad 9) + 10) OK!

    Generll geht mir die ganze Diskussion aber am Kern der Sache vorbei. Die Frage, die zu beantworten ist, ist doch vor allem die, was ist das Urheberrecht?
    Ist es Eigentum? Oder ist es kein Eigentum?
    Wenn es Eigentum ist, dann ist Punkt 7) mit einem klaren NEIN zu beantworten (und damit auch 3+4) da das Recht auf Eigentum ein Menschenrecht ist, und jeder Mensch selbst bestimmen darf, was mit seinem Eigentum geschieht!“
    Wenn es kein Eigentum ist, was ist es dann?????
    Hier fängt die spannende Debatte an, und solange das nicht geklärt ist, ist alles andere Schattenboxen

  41. wenzel schrieb am

    … wenn Urheber oder Künstler ihre Produkte im www veröffentlichen, haben sie diese „zur Verfügung“ gestellt. Das www ist eine freie Plattform. Jeder darf kopieren.
    Urheber oder Künstler können ihre Produkte auf eine Art bewerben, dass sie keinen „Schaden“ erleiden: Nur Auszüge von Texten und Songs und Bilder in geringer Auflösung…
    Wer 50 Euro auf eine Parkbank legt, darf sich auch nicht wundern, wenn die dann mal „weg“ sind ;o)
    Das www muss uneingeschränkt frei bleiben (für kriminelle Geschichten sind die Behörden zuständig!).
    Punktdrum!
    Aloha,
    Jürgen

    • MuKi schrieb am

      Ist ein gutes Argument, allerdings hinkt es ein wenig, da die Künstler ihre Werke oft nicht selbst ins Netz stellen (Beispiel Musik: Veröffentlichung über Plattenlabel und CD-> Wird von UserX gerippt, und als torrent ins Netz gestellt…)

      • Thomas schrieb am

        Ich greife mal das Parkbank-Beispiel von wenzel auf:
        Robin Hood bricht in die Bank von Prinz John ein und raubt 100.000 EUR. Diese legt er auf als 50 EUR Scheine auf 20.000 Parkbänke in Deutschland. Menschen nehmen das „geschenkte“ Geld mit.

        Der Sheriff von Nottingham bekommt von Prinz John den Auftrag alle „Diebe“ zu bestrafen die die 50 EUR genommen haben, wiel sie Robin Hood nicht kriegen können der sitzt nämlich in Korea, Togo oder auf Barbados 😉
        Das ist so ziemlich die aktuelle Situation, die so viele Menschen auf die Palme bringt.

        Das wichtigste ist die entkriminalisierung des normalen Bürgers! Das Abmahnrecht ist, so wie es momentan ist, unzumutbar und wird zu einer eigenen Kunstform des „legalen Abzockens“, gegen die Blitzer an 10 Km/h Schildern lächerlich wirken.

  42. Joe schrieb am

    Wieso muss man „privates nichtkommerzielles Filesharing“ einfordern? Die Privatkopie gibt es doch schon. Privat heißt dort übrigens „nicht öffentlich“, das wird gerne mit „nicht kommerziell“ verwechselt. Ich darf also in meinem privaten Umfeld schon immer Musik weiter geben. Allerdings gehören weder meine 500 Facebook-Kontakte noch „das ganze Internet“ zu meiner Privatsphäre.
    Da von Filesharing die Rede ist, ist die Verwendung des Wortes „privat“ wahrscheinlich eine Nebelkerze, und es ist „öffentliches“ Filesharing gemeint. Eine einzige Studie, die beweisen soll, dass Filesharer prinzipiell mehr Geld für Musik ausgeben, wird den Urhebern nicht reichen. Ich finde das sehr fragwürdig, und auch ein bißchen naiv. Soll denn eine ganze Branche zusammen brechen?
    Analogie: Ein Zechpreller kann sich nicht damit rausreden, dass er — generell, nur eben nicht diesem Einzelfall — mehr Geld in der Gastronomie lässt als der Durchschnittskunde.
    Warum muss man mit der Kündigung des gesellschaftliches Konsenses „Geld gegen Leistung“ ausgerechnet bei der Kunst anfangen? Könnte man nicht erstmal alle Softwarehersteller zwingen, ihre Produkte privat und nichtkommerziell weitergebbar zu machen? An dieser Branche ist die PP nämlich näher dran. Und wenn sich das freiwillige Vergütungsmodell bei Software (sagen wir mal, fünf Jahre lang) bewährt hat, und die Umsätze der Branche nicht zusammen gebrochen sind, kann man ja mal über Musik reden.

    • Tja schrieb am

      Sehr richtig. Vor allem: Es gibt kein „privates“ oder „nichtkommerzielles“ Filesharing. Das müsste schon in einem komplett geschlossenen Netzwerk zwischen einer handvoll Personen passieren, die sich kennen.

      Also zb. wenn man ein Album über Skype tauscht. Dagegen haben die Künstler sicher nix. Öffentlich in einer Tauschbörse etwas anzubieten oder runterzuladen ist aber nie „privat“.

      • MuKi schrieb am

        „privat“ ist es nie allerdings ist es „nicht kommerziell“ solang ich damit kein Geld verdiene…

        • The_Underscore schrieb am

          Ich denke, es ist vor allen Dingen wichtig, dass

          1. Firmen weiterhin keine Software oder ähnliches aus Tauschbörsen beziehen dürfen. Das „try-before-buy“-Argument zieht bei denen nämlich nicht. Außerdem kann man bei den Firmen, die in erster Linie auf Umsatzmaximierung aus sind, nicht mit einem fairen Umgang mit Tauschbörsen rechnen.

          2. Der Zugang zu den Werken nicht von anderen verkauft wird. Wenn Filesharing erlaubt werden soll, dann auch in einer allgemein zugänglichen Form, ohne, dass man Geld für die Teilnahme am Sharing zahlt. Werbefinanzierung würde ich aber als akzeptabel betrachten.

    • MuKi schrieb am

      Ich muss dir insofern Recht geben, dass der Text in „nicht kommerzielles Filesharing durch Privatpersonen“ geändert werden sollte, da es sonst wirklich etwas missverständlich sein könnte. Zum Thema „Warum bei der Kunst anfangen?“ siehe meinen nachfolgenden Post…

    • MuKi schrieb am

      Ich denke nicht, dass sich die Diskussion hier ausschließlich um Kunst bzw. Unterhaltungsmedien dreht, da über die diversen Filesharingcommunities genauso kommerzielle Software vertrieben wird…

  43. MuKi schrieb am

    Ich wollte hier nur ein kurzes Argument einwerfen, dass in all den Urheberrechts und Internetfreiheitsdiskussionen meiner Meinung nach immer übersehen wird:
    File-Sharing und „illegale“ Downloads sind aufgrund der globalen Struktur des Internets in erster Linie als Kanäle der Völkerverständigung und des interkulturellen Austausches zu sehen.
    Seit ich die Möglichkeit habe File-Sharing Services zu benutzen habe ich mehr Filme, Spiele, Musik und andere Kulturgüter aus allen möglichen Kulturkreisen dieser Erde kennengelernt als ich es jemals zuvor konnte. Es ist einfach so, dass man niemals bereit wäre Geld für einen Film mit völlig unverständlichem Titel, aus irgendeinem asiatischen Land auszugeben, bzw. dementsprechende Ergüsse ausländischer Kulturschaffender oft nur schwer bis gar nicht auf dem lokalen Markt zu erwerben sind. Über international genutzte File-sharing Services jedoch ist es bequem von der heimischen Couch aus zu konsumieren und wird daher auch konsumiert.
    Interkultureller Austausch bedeutet eben nicht nur Gespräche und Chatrooms sondern auch Austausch von Kultur und da gehört die „kommerzialisierte“ Kulturwelt der Massenmedien (und großen Verlage) nunmal genauso dazu wie Künstler die Bilder oder Skulpturen herstellen.
    Das Internet könnte, sofern es nicht durch Zensur und fehlgeleitete Urheberrechtsbemühungen beschnitten wird, eine Ära der Toleranz und des internationalen Verständnisses einläuten wie sie die Menschheit bisher noch nie gesehen hat und ich bin der festen Überzeugung, dass es mehr als gerechtfertigt ist, wenn sich unsere Gesellschaften das mit finanziellen Verlusten erkaufen.
    Ach und ihr lieben Verlage bzw. Produzenten da draußen: Vielleicht solltet ihr einfach versuchen euren Produkten einen echten Mehrwert gegenüber den Internetdownloadversionen zu geben. Ich denke da in etwa an ein Buch in einem schön gebundenen Ledereinband oder an ein Computerspiel zu einem leistbaren Preis in einer schönen Box mit netten Extras (so wie das bis in die frühen 90er Jahre bei Computerspielen auch üblich war…) oder an eine CD mit wirklich kreativem Coverart und gut geschriebenem Booklet. Solche Dinge wird man nie „herunterladen“ können daher solltet ihr versuchen euch den Markt darüber zu erkämpfen. Und so traurig mich das stimmt, wird es wohl so sein, dass sich Musiker ihren Lebensunterhalt wieder in erster Linie mit Konzerten verdienen werden müssen, so wie das die letzten paar tausend Jahre (vor Erfindung kommerzieller Tonträger) auch üblich war…

  44. Richard schrieb am

    Ich möchte hier, auch aufgrund der Teilnehme von Funktionären an Fernsehtalkrunden, noch eine kleine Anmerkung machen. Es sollten sich alle mal ein Bild von der Bertelsmann Stiftung machen. Nebenbei auch von der Bertelsmann AG, Ariola und Sony Music Enternainment. Nur um die Verflechtungen und Interessen bestimmter Fernsehsender aufzuzeigen. Nebenbei kann man sich auch mit dr Vergangenheit der Gründer beschäfigen.

  45. „nach “try-before-buy” ist ein berechtigtes Bedürfnis.“

    Ach, gilt das auch beim Bäcker? Beim Lidl? Wie kann man Kulturgut nur so herabwerten. Widerlich.

    Und „Filesharer sind die besseren Kunden“? Filesharer sind GAR KEINE Kunden. Kunden zahlen für das, was sie haben wollen.

    • MuKi schrieb am

      Ja, bei meinem Bäcker und Fleischer gilt das auch, da kann ich nämlich von fast jedem Brot bzw. jeder Wurst eine Kostprobe kriegen bevor ich was kaufe. Sollte auch so sein, finde ich…

      • Stephan Strotkötter schrieb am

        Und diese Kostprobe ist zum Beispiel ein ganzes Brot, das Du für den Rest Deines Lebens essen kannst, wenn Dir danach ist?
        Kostproben gibt es zu den Musikstücken auch bei den kommerziellen Anbietern, da kriegt man sie komplett aber nur gegen Geld. Aber Du hast sicher einen Bäcker, der Dir von jeder Brotsorte ein ganzes Exemplar als Kostprobe mitgibt.

        • MuKi schrieb am

          Nö, das natürlich nicht, allerdings kaufe ich von Bands, deren Musik ich aus Internetdownloads kenne auch mal die eine oder andere CD, bzw. besuche gegen teures Geld eines Ihrer Konzerte. Mit demselben Argument mit dem man den Internetdownload von Musik anprangert könnte man genausogut das Radio anprangern, weil man da sagen kann, dass die Leute doch keine Musik mehr kaufen, wenn sie sie genauso gut gratis im Radio hören können (ja, ja, ich weiß die Radiosender bezahlen dafür ansehnliche Summen an die GEMA, aber dass das bei dem Großteil der Künstler nicht in einem entsprechenden Maß ankommt, wissen wir auch alle…)

          • Stephan Strotkötter schrieb am

            „Wissen wir auch alle“ ist mir als Beleg etwas sehr dürftig. Gerade in der Urheberrechtsdebatte wird gern behauptet und selten belegt. Ich warte auch noch auf die Austrittswelle aus der Gema und anderen Verwertungsorganisationen oder den Auruf all dieser Künstler, dass man doch endlich das Urheberrecht refomieren möge.

          • Thomas schrieb am

            Die GEMA fordert Beiträge von jedem Künstler ein, der ihre „Dienste“ in Anspruch nimmt.
            Als Gegenleistung kriegt der Künstler Tantiemen ausgezahlt wenn sein Song „ausreichend häufig“ aufgeführt wird. Das heist ein Künstler, der zwar Musik produziert aber zu wenig im Radio oder auf Veranstaltungen gespielt wird, hat nix von den Ausschüttungen aus dem Bereich „Festplatten und PC-Verkäufe“…nur wenn man Madonna oder Phil Collins heisst kriegt man auch ein Stück vom Kuchen ab.

            Seine Anteile fliessen dann in den „Topf“ aus dem, „Förderungswürdige“ Künstler gefördert werden… *hüstel*

            Wenn es also 1.000.000 Milliarden MP3 Kopien meiner Lieder aus Online Stores gibt kriege ich keine Tantiemen, weil die GEMA das nicht mitkriegt und die Pauschalen aus PC, MP3Player, Festplatten käufen die in den GEMA Topf fliessen, kommen Madonna und Phil Collins zu gute 😉

            Deshalb „lohnt“ sich eine GEMA Mitgliedschaft eigentlich nur, wenn man erwartet, dass der Song ein Hit wird und man entsprechend über die Grenzen kommt.

    • MuKi schrieb am

      Darüber hinaus entwickelt sich, insbesondere bei Filesharern die ein adequates Einkommen haben, nach und nach eine Kultur in der sie gezielt Werke kaufen, die sie für besonders gut/unterstützungs-/förderungswürdig halten, trotz der Möglichkeit sie auch gratis runterzuladen. Somit trägt das Filesharing zu einer (Wieder-)Anhebung der Qualität der produzierten Kulturgüter bei, die durch die Kommerzialisierung der letzten Jahrzehnte stark gelitten hat.

      • Stephan Strotkötter schrieb am

        Und jetzt präsentierst Du dazu auch eine fundierte Untersuchung, oder gehört das auch wieder zu „wissen wir doch alle“. Ich lese aus Deiner Äußerung: Wir wollen erst einmal alles umsonst, und wenn ihr Glück habt, gewähren wir Euch sogar einen kleinen Obolus dafür.

        • MuKi schrieb am

          Nein, aus meiner Äußerung solltest du lesen, das ich glaube, dass es durch Filesharing auf lange Sicht gesehen zu einer Art „Mäzenatentum der Masse“ kommen wird und das ich der Meinung bin, dass das unserer Kunst/Kulturlandschaft gut tun wird. Und nein, ich kann dazu keine Studien präsentieren, das ist eine rein persönliche Hypothese…

    • Thomas schrieb am

      Oh ja! Das ist auf einem Markt und beim Bäcker, ganz normal! Seit tausenden von Jahren!
      „Willst du meine sündhaft teuren Datteln kaufen?“ – „Lass mal probieren die sind bestimmt unreif, so wie die aussehen“ – „Ok, Bruder nimm eine und koste von den Früchten aus dem Garten Eden“- „Hm, reif sind sie, aber mir sind sie nicht süss genug. Ich kaufe erstmal Honig, dann schau ich nochmal“

      Dieses Verkaufsgespräch könnte heute wie vor tausend Jahren auf jedem Markt stattfinden, ganz normal.
      Lidl macht das anders: Die Sch… ist so billig hier, dafür müssen sie halt die Katze im Sack kaufen! …wenn der Kunde es mit macht.
      Software Hersteller, insbesondere Spiele haben das z.B. längst erkannt: Demo Versionen, 30-Tage Trials, oder immer beliebter „Free-2-Play“ > Du erhältst das Grundspiel kostenlos und wenn es spass macht kannst du neue Levels, Gegernstände oder Module dazukaufen.

      Das ist weder widerlich, noch herabwertend, sondern normale freie Marktwirtschaft. Ich möchte deine Reaktion sehen wenn du einen neuen Fernseher kaufen willst und der Händler dir sagt, ihn vorher anzuschalten und die Bildqualität etc. zu bewerten sei nicht möglich. Du musst ihn kalt kaufen wenn du ihn haben willst. Wenn du Zuhause dann feststellst, dass er einige der Kanäle nicht empfangen kann, kriegst du gesagt, dass ein Umtausch ausgeschlossen ist, du hast ihn ja gekauft und schon benutzt… kannst ja versuchen ihn einem anderen Dummen zu verkaufen.

  46. “ Wir wollen die Rechte der Urheber gegenüber den Rechteinhabern stärken. So sollen, Rechte bei Nichtausübung der Rechteinhaber schneller auf den Urheber zurückfallen und die Vergabe ausschließlicher Nutzungsrechte auf maximal 25 Jahre beschränkt werden. Nach Ablauf der Frist fallen diese Rechte dann zurück an die Urheber.“

    Das ist doch schon längst der Fall! In der Belletristik MUSS ein Buch aufgelegt werden. Wird es nicht mehr aufgelegt, fallen die Rechte an den Urheber zurück. Wenn es nicht frei verfügbar ist, dann nur deswegen, weil der Urheber es nicht für lau ins Netz stellt.

  47. MuKi schrieb am

    ? Bist du sicher, dass du nicht versehentlich ins falsche Forum gepostet hast?

  48. MuKi schrieb am

    Bei gut gemachter Shareware mag das zutreffen, allerdings habe ich bei Shareware oft die Erfahrung gemacht, dass die Programfunktionen zu stark beschnitten waren bzw. die Laufzeit zu kurz war um sich einen echten Eindruck von dem angebotenen Produkt verschaffen zu können…

  49. randnotiz schrieb am

    (Ich meine das „sowie“ in der Pressemeldung, macht das Komma diskret weg, schwupp) 😀

  50. Urheber schrieb am

    Bevor nicht zumindest Punkt 7 ersatzlos gestrichen wird, stellt dieses Papier für mich leider keine Diskussionsgrundlage dar. Das Internet ist auch nur ein Medium von vielen. Als solches hat es sich den geltenden Gesetzen anzupassen — nicht umgekehrt.

    • Reiner Zunder schrieb am

      Bekanntlich kann die Gesetzgebung dem Neuen in der Wirklichkeit im Grunde nur folgen. Gesetze sind das Ergebnis erfahrener Realität, um bestimme Ereignisse zukünftig zu regeln oder zu verhindern.
      Warum soll sich das neue Internet alten Gesetzen fügen. Besser ist es doch, zeitgemäße Gesetze an die neue Wirklichkeit anzupassen oder gleich neue zu formulieren. Es geht bei Entwicklung nach vorn und nicht zurück. 🙂

      • MuKi schrieb am

        Darüber hinaus ist das Internet nicht ein neues Medium von vielen.
        1. Es ist global.
        2. Es ist dezentralisiert
        3. Es ist schwer zu kontrollieren
        4. Es ist (sofern es nicht zensiert ist…) jederman/frau bequem und schnell zugänglich
        5. Es ist ständig im Fluss und in Entwicklung

      • Hube schrieb am

        Nein. Es läuft immer wieder auf den gleichen Käse raus. Auch in einem neuen Medium müssen die geltenden Gesetze eingehalten werden. Wenn schon die Verfolgung schwierig bis unmöglich ist, kann nicht der rechtebrechende Mob nach der Abschaffung der Gesetze plärren, mit dem Argument, daß sie im neuen Medium ohnehin nicht eingehalten werden. Wenn die Mordrate um 2000% steigt, weil eine neue unkontrollierbare Waffe auf dem Markt ist, dann streicht man doch nicht das Tötungsdelikt aus dem Strafgesetzbuch, ‚zifix nochmal. Da muss die ultimative Freiheit auch mit den nötigen Einschränkungen und Kontrollmöglichkeiten versehen werden.
        Den USA z.B. hat der freie Waffenbesitz und das fehlende Melderecht auch keinen Freiheitssegen gebracht, sondern Vielen Schaden zugefügt. Und hier bei uns dürfen wir uns trotz scharfem Waffenrecht und Meldepflicht sehr freier individueller Entfaltung erfreuen, gemessen an allen allen anderen Staaten dieses Planeten. Kommt mal endlich auf den Trichter, daß Freiheit immer dort endet, wo die Freiheit anderer verletzt wird, und deshalb Regeln aufgestellt wurden, die auch im Internet gelten und eingehalten werden müssen.

    • Thomas schrieb am

      Das ist ein völlig falscher Ansatz: Im Prinzip sind Gesetze ein Mittel in einer Demokratie die Wünsche der Massen, zum Wohle der Masse, verbindlich zu Regeln. Bspw. „Andere umbringen ist nicht in Ordnung“ finden 90% der Bundesbürger > macht ein Gesetz draus > Mord wird bestraft.
      Demzufolge müsste in einer Demokratie langsam mal die Frage gestellt werden: „Wollt ihr weiter Einschränkungen und Gestze die das nicht kommerzielle nNtzen von Kunst bestraft?“ JA / NEIN > vermutliches Ergebnis einer solchen Abstimmung: 65 Millionen Bundesbürger NEIN, abschaffen/neu regeln gegenüber ca. 200.000 Künstlern und Angestelletn in der Medien Industrie die mit JA stimmen…

      Trennen wir uns mal von dem Fokus auf die Kunst und wenden uns allgemein Produkten zu.
      Was ist denn das ursächliche Problem: In China werden Markenprodukte im grossen Stil gefälscht und zum Verkauf, auch nach Europa angeboten. Der Käufer kann kaum entscheiden ob das „Original“ ist oder nicht. Teilweise bieten sogar Händler in Deutschland, „halbseidenes“ an, ohne das bewusst wahrzunehmen.
      Jetzt ist der „böse Verbrecher“, auch nach üblicher Rechtssicht, der Fälscher und nicht der Käufer (letzterer muss sich der Tatsache eine Fälschung zu kaufen bewusst sein). Was nun passiert ist völlig absurd.
      Weil grosse westliche Firmen in China kaum eine Chance haben, die Fälscher zu erwischen, gehen sie los und bitten den Zoll und die Polizei beim Käufer ihre „entgangenen Gewinne abzukassieren“.
      Gab da einen schönen Bericht über Sony und die „nachgemachten“ Flashsticks für ihre Kameras.
      Nachdem sie in China ihre Sticks billig produzieren liessen, gab es, oh Wunder, plötzlich aus China günstigere Angebote. Die Hersteller waren aber immer 3-Tage vor der Razzia „plötzlich“ verschwunden. Also gign Sony zum deutschen Zoll und hat denen gezeigt wie man die Fälschungen erkennt. Damit ist jetzt der Kunde der Leidtragende. Der lernt daraus übrigens keine Sony produkte die Flashsticks benötigen zu kaufen sondern etwas das „frei“ verfügbare Medien nimmt.

  51. Bob schrieb am

    Zu Punkt 7: „Entkriminalisierung“ privaten, nichtkommerziellen Filesharings.

    Zielt man hier nur auf eine Änderung der strafrechtlichen Situation (Ermittlungen durch Polizei/Staatsanwaltschaft, mögliche Hausdurchsuchungen, Geld-, Bewährungs- oder sogar Haftstrafen) oder auch der zivilrechtlichen Situation (Stichwort „Zivilrechtlicher Auskunftsanspruch“, Abmahung, Störerhaftung, Schadensersatz im Zivilprozess)?

    • Reiner Zunder schrieb am

      Die Piratenpartei ist hier Vermittler zwischen Urheber und Verbraucher sowie dem Staat als Regulator. Sie hat eine politische Funktion und die muss auch so durchgesetzt werden. Es geht um Gerechtigkeit bei der Verteilung der Gewinne aus dem Kunstgeschäft wie auch um das uneingeschränkte (Menschen)Recht des Urhebers an seinem Produkt. Und dafür muss genau das benannt werden, was dem entgegensteht. Ich würde hier zwei Schwerpunkte sehen:
      A: Werden die Gewinne annähernd gerecht unter den Kunstproduzenten verteilt? (Was ist gerecht?)
      B: Was schränkt die Rechte der Urheber ein?
      So kann man politische Ziele und Schritte definieren, ohne gleich alles in Frage zu stellen. Die Piratenpartei hat ja nun endlich die Urheber und Verwerter eingeladen. Mal sehen, was von deren Seite kommt. Hoffentlich mehr als der vereinigte Pauschalprotest von einzelnen Berufsruppen oder Schreihälsen.

  52. remedy schrieb am

    Hier mal ein Absatz des §Rechtsübertragung aus dem Bandübernahmevertrag zwischen meiner Band und einer Produktionsfirma:

    „Vertragsgebiet ist die gesamte Welt und alle Planeten die in der Vertragslaufzeit besiedelt werden.“

    Ohne Unterschrift unter so einen Quatsch – und das war nur ein Absatz – kommt heutzutage kaum noch ein unbekannter Künstler an einen Produktions- oder Plattenvertrag. Die Produktionskosten trägt man meist auch noch selbst. Letzten Endes wird einem noch der eigene GEMA-Anteil von den Eintrittsgeldern abgezogen, welcher um Einiges! höher ist als die Ausschüttung an den Künstler. Speziell an der Transparenz solcher Gesellschaften sollte gearbeitet werden. Auf mehrfache Nachfrage bei der GEMA konnte/wollte? einem dort niemand erklären, wofür dieser ehebliche Mehranteil „verbraten“ wird.

    Fazit: Gut, dass sich jemand um dieses Thema bemüht und Diskussionen in der Öffentlichkeit anregt.

    • MuKi schrieb am

      Absolut richtig, ein guter Freund von mir hat auch eine Band mit einem Vertrag bei einem extrem kleinen Label und da stehn ähnlich durchgeknallte Dinge drinnen.
      Man muss generell sagen, dass die großen Geldsummen die in dieser Industrie in Bewegung sind zusammen mit undurchsichtigen Verwertungsgesellschaften wie der GEMA und korrupten Systemen (ihm ist von einem Radiosender allen ernstes angeboten worden, dass sie ihre Songs gegen eine adequate „Spende“ schon spielen würden…) die Qualität der produzierten Musik massiv verschlechtert hat.
      Falls das Internet es schafft dem Ganzen den gar aus zu machen kann ich nur sagen „Super Internet, weiter so!“

  53. hackdraft schrieb am

    Zum ersten Punkt mit der Schutzfrist: Das Datum der Veröffentlichung der sinnvolle Zeitpunkt des Ausgangspunkt für die Schutzfrist, anstatt das Todesdatum des Urhebers!

    Das es im gegenwärtigen Urheberrecht so schräg gehandhabt wird, zeigt nur wie morbide dieses Gesetz ist. m)

    • MuKi schrieb am

      Find ich auch! Keine Ahnung, warum das bei Kunst anders gehandhabt werden sollte als bei Patenten… 25 Jahre nach veröffentlichung erscheint mir mehr als angemessen…

    • The_Underscore schrieb am

      Analyse: „Das Bedürfnis nach ‚Try-before-buy‘ ist ein berechtigtes Bedürfnis“

      Hier wird suggeriert, dass Filesharing der einzige, mithin alternativlose Weg zum Vorhören eines Werks wäre. Dies ist selbstverständlich nicht der Fall. Vorhörfunktionen finden sich in praktisch jedem kommerziellen Portal, wie etwa iTunes, Amazon, Soundcloud, Myvideo, Clipfish, Tape.tv, Qtom, putpat.tv, deluxemusic.tv, Im1.tv, bei Webradios und Radios, bei Musiksendern wie MTV&co, und viele Musik lässt sich zudem selbst in ungekürzter Form gratis bei Streamingdiensten wie Simfy und Spotify „vorhören“. Weiterhin besteht selbstverständlich auch heute noch die Möglichkeit, im Plattenladen vor dem Kauf in eine CD reinzuhören.

      1. Try-before-buy gilt für mehr als nur Musik. Anderswo wird Try-before-buy seltener angeboten.

      2. Auch bei Musik gibt es genügend Fälle, in denen Try-before-buy nicht angeboten wird.

      3. Wenn manche Musikstücke in Plattenläden vorgehört werden können, hilft das Online-Kunden nicht bzw. setzt einen unnötigen Gang in den Plattenladen voraus.

      4. In den Fällen, in denen es ohnehin eine Vorhörfunktion gibt, macht es doch auch nichts, wenn man es auch per Filesharing vorhören kann.

      Zudem würde ich sagen, dass es außer mir bestimmt noch viele andere Leute gibt, die etwas gekauft haben, weil sie es vorher z.B. bei Youtube gesehen haben. Ich halte es nicht für fair, dass das bei vielen Werken illegal ist (sollte man vielleicht nicht nur Filesharing, sondern auch Streaming legalisieren?). Umsatzeinbußen sind bei einer Legalisierung dagegen nur in sehr geringem Maße zu befürchten, da sich die meisten sowieso nicht um die Gesetze sharen.

      • derek schrieb am

        1. bei filmen gibts trailer, bei games demos, bei profisoftware meist auch. und natürlich sollte es immer das recht der urheber bleiben, festzulegen, wieviel ihres produktes sie im vorfeld als tryout rausgeben. alles andere wäre pure enteignung
        2. selbst wenn man streaming dienste komplett rauslässt und nur die klassischen shoppingportale a la itunes nimmt, dann würde ich doch sagen, dass die try-before-buy-quote ziemlich nahe an den 100 prozent liegt.
        3. wenn try before buy nicht wichtig genug wäre, dass „der online-kunde“ (immer noch ein mensch, nehme ich an?) seinen arsch in ein real existentes geschäft bewegt, wenn das dann auf einmal wie du es nennst ein „unnötiger gang“ ist, dann kanns ja wohl so ein eklatant wichtiges grundrecht doch nicht sein sondern eher wohl reine bequemlichkeit? spielt aber so oder so keine rolle – die offline-nutzung komplimentiert ja nur die online-nutzung, steht nirgendwo dass es entweder oder wäre.
        4. doch, macht es sehr wohl. vorhören, das wäre ein snippet zwischen X und XX prozent. in voller länge kann man nicht mehr von vorhören reden sondern von konsumieren. und wenn man bereits konsumiert hat, dann entfällt natürlich der kaufanreiz im grossen stil (siehe auch http://wiki.contentmafiawiki.net/index.php/Wer_downloaded_kauft_mehr_Platten )

        • The_Underscore schrieb am

          1. Für Filme ist Try-before-Buy vielleicht kein so gutes Argument, bei TV-Serien aber schon. Demos von Spielen gibt es gar nicht mal so oft, auch wenn gut gemachte Demos als Try-before-Buy ausreichen. Bei Profisoftware kenn ich mich zu wenig aus, um sagen zu können, wie verbreitet Try-before-Buy-Angebote da sind.
          2. Okay, genügend war vielleicht übertrieben. Auszugsweise gibt es von den allermeisten Liedern Hörproben.
          3. Man muss es dem potentiellen Kunden nicht unnötig schwer machen. Auch wenn es nicht so viel Arbeit ist, kostet es immernoch unnötig Zeit.
          4. Zum einen gibt es manchmal Vorhören in ungekürzter Form, wie auch im Contentmafia-Wiki geschrieben steht. Zum anderen halte ich Vorhören in ungekürzter Form durchaus für sinnvoll, ich habe auch schon ein Album mehrmals komplett angehört und weil es mir dann immernoch gefallen hat, wurde es gekauft – der Kaufanreiz kam also erst durch das Hören zustande (wobei das auf Youtube war und nicht per Filesharing – Filesharing für Musik ist mir viel zu umständlich). Ich würde mal annehmen, dass das auch anderen so geht.

          • derek schrieb am

            am ende des tages bleibt halt die erkenntnis: egal was man selber davon hält, es muss das recht des autors bleiben, zu entscheiden, wieviel er als „tryout“ im vorfeld rausgibt. weil alles andere enteignung wäre. wenn er dann eine strategie wählt, die unterm strich zu weniger nutzern führt, dann ist das ja in wahrheit sein problem, aber ihm diese entscheidung aus der hand zu nehmen verletzt halt eines der fundamentalsten grundrechte die wir überhaupt haben, und da ist bequemlichkeit oder „gang zum plattenladen kostet zeit“ nicht mal annährend ein ausreichendes argument um eine solche enteignung zu rechtfertigten.

            soll heissen: man mag feste vorstellungen davon haben, wie ein urheber sich am schlausten verhalten sollte, aber das recht, ihm dieses verhalten aufzuzwingen darfs halt trotzdem nicht geben.

            insofern ist punkt 7 in dieser liste der knackpunkt, der alle anderen punkte und jeden „wir sind doch eigentlich voll auf der seite der urheber“-sprech ad absurdum führt. punkt 7 ist enteignung. das kann man von mir aus diskutieren, aber dann bitte nicht auf die sowieso im schnitt nicht besonders wohlhabenden künstler beschränkt sondern als gesamtgesellschaftlicher entwurf.

            alles andere wäre extrem unfair. da sind die piraten grad ziemlich FDP. muss nich sein.

          • MuKi schrieb am

            Eigentlich entscheidet praktisch nie der Künstler wieviel „tryout“ er anbieten möchte sondern nahezu immer der Publisher… von einigen ohne Mitsprache des Publishers gemachten Demos von Spielen mal abgesehen…

            Da über Filesharing alle digitalisierbaren Produkte angeboten werden bezieht sich diese Idee wohl nicht nur auf Musik, Filme, Bücher und Spiele…

  54. Habeas Corpus schrieb am

    Sollte Punkt 3 in Kraft treten, könnten Schulen ein Schulbuch kaufen, einscannen und dann an all ihre Schüler verteilen oder eine Onlineeditionkaufen und mit allen Schülern teilen. Hört sich erstmal gut an, es gibt mehr verschiedene Lehrmittel, es wird billiger etc. etc.
    Die Verlage verkaufen jedoch, sagen wir mal nur noch 1 Buch pro Schule anstatt 100. Ich bezweifle, dass es sich dann noch lohnt diese Bücher zu produzieren.

    • schreibkünstler schrieb am

      Klar, man sollte einer sich mittlerweile mehr als sich omnipotent gebenden Gema schon mal in die Parade fahren dürfen, als davon betroffener „Kulturschaffender“. Ich für meien Teil war und bin froh, daß es eine VG Wort und Bild Kunst gibt, hätte Null Chancen für meine „Erzeugnisse“ auf jemals nur einen Pfenning oder Cent zu erhalten. Der Abmahn-Irrsinn von Privatpersonen erscheint ebenfalls als ein irrsinniger Auswuchs – nur wo gilts die Grenze zu ziehen? Wenn Millionnen mit gecknakter kopierter Software hantieren, wer wird dan solche noch entwickeln wollen? Just for free! Welche Band, welches Orchester wird noch Aufnahmen machen wollen, wenn dann alles im Netz kostenlos zur freien Verfügung stehen soll? Ach ja, nee kleine Pauschale zuvor mal abgedrückt.
      Und schließlich wer kaut sich bei diesem Piratenverein jetzt durch den ganze Käse hier und filtert eventuell – ist ja auch immer eine Sache des Standpunkts – Sinnvolles heraus? Der Johannes Ponader vielleicht? Na, dann gute Nacht! Mit dieser Piraterie ists ähnlich wie mit dem Gesichtsbüchlein und seinem extremistischen Börsengang – man kommt noch auf dem Boden der Realität an.

      • MuKi schrieb am

        Wie weiter oben bereits mehrfach angesprochen ist es wohl eher so, dass man versuchen muss neue Wege zu finden Kunst/Kulturschaffende zu entlohnen. „Freie Spenden“ von Fans sind da wahrscheinlich ebenso ein Weg wie der Versuch den Verkaufsversionen von z.B. Büchern oder CDs einen echten Mehrwert gegenüber der „downloadbaren“ digitalen Variante zu geben. Ich persönlich könnte mir niemals vorstellen eine digitale Version einem gut gedruckten und gebundenen Buch vorzuziehen, weder bei beruflicher, noch bei Freizeitliteratur, ganz einfach deshalb weil ein gutes Buch ungleich komfortabler ist.

        • Stephan Strotkötter schrieb am

          Freie Spenden von Fans, das übernehmen dann die Arbeitgeber gern und werden sich künftig nur noch als Fans ihrer Mitarbeiter bezeichnen, die bei entsprechendem Wohlverhalten auch eine kleine Spende für ihre Arbeit erhalten. Eine bodenlose Frechheit ist, von den Käufern von Dtaenträgern zu verlangen, dass sie die Downloader mitfinanzieren. Sehr vieles hier läuft darauf hinaus, dass Kulturschaffende sich ncoh mehr als bisher mit den Almosen einer übersättugten, egoistischen Gesellschaft zufriedengeben sollen.

          • The_Underscore schrieb am

            Freie Spenden sind als Ergänzung eventuell sinnvoll, aber nicht als Ersatz. Und wer nach den angestrebten Reformen von Almosen leben muss, muss auch jetzt schon de facto von Almosen leben – denn nach einer Filesharing-Legalisierung gäbe es auch nicht bedeutend mehr Filesharer.

          • MuKi schrieb am

            Glaube ich auch. Und wie schon mehrfach angesprochen ist die „digitale Welt“ mit ihren „digitalen Produkten“ gut und schön, aber die Menschen werden ihr frei verfügbares Einkommen immer für irgendwelche Vergnügungen ausgeben wollen die sie auch anfassen können. Und wenn Kunst/Kulturschaffende es schaffen ihre Produkte ansprechend genug zu gestalten wird es dafür auch immer einen Markt geben…

      • Thomas schrieb am


        Z.B. die millinoen Enthusiasten die OpenSource Software produzieren. man verdient mit der Anpassung, mit der Entwicklung von Funktionen auf Kundenwunsch. Ubuntu Linux, Libre Office… das halbe Internet läuft auf Apache/Tomcat Servern und nicht auf masslos überteurten MS 2008 Servern mit IIS.
        Musik? Wie früher: Ein brauchte auch keine Verwertungsgesellschaften um auch noch 900 Jahre später Beachtung zu finden. Musik soll Spass machen! Die Menschen erfreuen die sie machen und jene die sie hören. Als banales „Produkt“ degradiert wie ein Stück Fleisch das ich im Supermarkt kaufe, wird dem Begriff „Kunst“ der hier immer wieder fällt irgendwie nicht gerecht. Finde ich zumindest.

    • MuKi schrieb am

      War ein halbes Jahr in Australien und in der öffentlichen Schule, die ich dort besuchte, war das bereits der Fall. Dort sind die Schulen inzwischen dermaßen unterfinanziert, dass sich nur noch elitäre Privatschulen Schulbücher leisten können. In einer öffentlichen Schule kopiert die Physiklehrerin das Kapitel des Physikbuchs das in der jeweiligen Unterrichtsstunde behandelt wird und die SchülerInnen heften das dann in einem Ringordner ab aus dem sie später lernen.

      • Stephan Strotkötter schrieb am

        Und was willst Du damit sagen: Dass Autoren künftig Schulbücher kostenlos schreiben sollen? Oder dass Kopierfreiheit für alle Schulbücher eingeführt werden muss, damit der Staat nicht mehr seinen Pflichten nachkommen muss, für Schulbücher zu sorgen?

        • MuKi schrieb am

          Nein, ganz einfach nur, dass ich fürchte, das unseren Schulen bei gegenwärtigen politischen Kursen der Bildungseinsparungen irgendwann gar nichts anderes mehr übrig bleiben wird, da sie irgendwann nur die Wahl haben werden entweder gute Bücher (mit gesetzlicher Rückendeckung) zu kopieren, oder die billigsten und damit (meist) qualitativ schlechtesten Bücher zu kaufen…

    • The_Underscore schrieb am

      Geht es bei Punkt 3 wirklich um freies Kopieren? Es ist eigentlich ziemlich unklar; vielleicht soll es auch bedeuten, dass der Staat keine Abgaben mehr an Schulbuchverlage zahlen müssen soll. Aktuell kriegen die nämlich Geld dafür, dass Lehrer in ziemlich begrenztem Maß Kopien aus Schulbüchern machen dürfen (siehe z.B. http://www.schulbuchkopie.de/neuenregeln.html ) .

  55. eveca schrieb am

    Ich denke, dass Uhrheberrechtverletzung muss nicht nur auf die Nutzer aber auch die „Uhrheber“ beziehen. Es soll nicht nur das Geisteseigentum, aber auch Patente einbeziehen. z.B. Patente auf Pharmaprodukte oder Samengut und ähnliches. Es geht nicht nur um Musikindustrie. Die Konzerne sollen auch die Verantwortung für RAUB tragen.

    Mit Überwachung der einzelnen Personen ist es nicht möglich gegen anzukämpfen. Wie soll es gehen? Wer muss die Kosten der Prozesse Bezahlen? Es wird wieder auf den Steuerzahler umgelegt, weil die Nutzer, die für eigenen Gebrauch etwas runter laden haben kein Geld die Prozesse zu bezahlen. Die Menschen werden kriminalisiert und aus dem Sozialsystem ausgeschlossen. Dies ist der größte Wahnsinn. Die Gerichte heute sind überfordert mit solchen Fällen.

    Es muss eine öffentliche Kontrolle für Wirtschaft geben und nicht den Nutzer. Wenn wir schon in der Marktwirtschaft leben, dann soll es nach dem Gesetz „Nachfrage und Angebot“ funktionieren.

    Jedes Produkt soll rein vom Raub sein und der Nutzer – Verbraucher zahlt den Preis, welchen er für sich angemessen findet.

    Geistiges Eigentum nach dem Tod des Uhrhebers soll dem Volk übergehen, wenn der Uhrheber kein Testamen hinterlassen hat. Geistige Eigentum kann nicht an private Erben übergehen, weil sie haben damit nichts zu tun, wenn es nicht die Eltern des Uhrheber sind. Geistiges Eigentum ist ohne der Mitwirkung der Gesellschaft nicht möglich. Dafür benötigt man Ausbildung, Finanzierung, Kommunikationsinfrastruktur und Sozialisation. Das Alles gewährleistet die Gemeinschaft. kein Mensch kann zu etwas kommen ganz alleine. Wir leben nicht im Djungel.

    Ich denke auch, dass die Menschen, die etwas mit ihrem Geist schaffen, wollen auch dass ihres Schaffen auch nach ihrem Tod weiterlebt. Deswegen am besten, wenn die Uhrheber selbst bestimmen was sie mit ihrem Geistigen Eigentum machen wollen. Wenn er es vor seinem Tod nicht geregelt hat, soll es dem Volk übergehen und der Staat soll als Verwalter und Herausgeber agieren. So werden die Werke sozialverträglich immer wieder neu reproduziert werden.

  56. A to the Z schrieb am

    Das ist doch alles nur Herumdoktoren an einem verkorksten System. Ich behaupte nicht das ich die Musterlösung habe, ich bin ja kein Experte. Aber da müssen mal Visionen her.

    Aber was wäre zum Beispiel wenn man ein Bundes(Europa?)archiv für Medien schafft?
    Jeder Künstler lädt da seine Sachen hoch, und man kann sie sich runterladen.
    Abgerechnet wird mit der Steuererklärung, maximal ein Preis von 10€ – (Alter des Filmes in Jahren x 2), minimal ein Preis von 2,50€, wobei die addierte Summe maximal 10% Belastung für das Nettoeinkommen darstellen darf. (Als Beispiel für Filme, analog kann man sich da für alle Medien was überlegen.)
    1) Kultur für alle: Wer zu wenig verdient um Steuern zu Zahlen kann trotzdem am kultrurellen Leben teilhaben.
    2) Faire Belastung nach Einkommen.
    3) Ein Teil des Gewinns wird zurückgelegt und neuen Künstlern als Kredit vergeben oder Museen und Theater werden gesponsort. (Kleinkunstförderung, Entlastung der Staatskasse)
    So Ähnlich wie eine Kulturflatrate, aber wer nicht konsumiert zahlt auch nicht, also kein Zwang.

    20% Instandhaltungskosten
    10% Rücklagen
    5% Nachwuchsbildung
    65% Ausschüttung an Künstler (bisheriges System: 15-25% an Künstler (?unsichere Quelle))

    5% Nachwuchsbildung werden verwendet um Kunststipendien zu vergeben.

    Im Prinzip hat jeder was davon:
    Der Konsument niedrige Preise. Der Künstler verdient das vielfache wie bisher. Nur die Verwertungsindustrie schaut in die Röhre.

    Sagen wir mal ein Lied wird 10.000 geladen, dann würden bei einem Preis von 50 Cent pro Lied, 5000 Euro anfallen. Sagen wir mal 1/3 davon Zahlen etwas wegen Deckelung auf Einkommen (s.o.), wären das 1072 Euro direkt an den Künstler. Mit Postproduktion gehen 300 ans Tonstudio, macht ~700, damit kann man nen halben Monat leben. Für ein Lied.

    • MuKi schrieb am

      Die Idee gefällt mir grundsätzlich nicht schlecht… Die Frage ist nur ob das mit 20% Instandhaltungskosten hinzukriegen ist und wie dabei mit ausländischen KünstlerInnen (z.B. die ganze Unterhaltungsmaschinerie der USA) umzugehen ist.

    • The_Underscore schrieb am

      So eine wirkliche Lösung ist das nicht. Für größere Werke reichen keine 6,50€ pro Kunde, um ihre Entwicklung zu bezahlen, man müßte also immernoch hoffen, dass Kunden woanders mehr bezahlen. Filesharing gäbe es dann immernoch. Jemand ohne Einkommen (z.B. ein Kind) würde alles kostenlos bekommen. Publisher benötigt man auch, um ein Werk entsprechend finanziert, beworben und präsentiert zu bekommen – bei größeren Werken könnten die 5% von Archiv-Werken nicht einmal für die Finanzierung reichen. Und jemanden, der sicherstellt, dass die Werke nicht ganz ohne Bezahlung z.B. öffentlich vorgeführt werden, braucht man ebenso weiterhin.

      • Anonymous schrieb am

        Das ist der Witz an der Sache. Das ist sogar noch zu viel behaupte ich. Gute Filme spielen schon an ihrem Eröffnungswochenende im Kino die Hälfte ihres gesamten Budgets wieder ein. Und wenn es ein Flop ist, dann helfen auch keine hohen DVD Kosten um es zu retten.

        Ich glaube das faire Preise auch faire Kunden hervorbringen.
        Ob ich jetzt zu Hause auf irgendwelchen dubiosen Seiten mir Filme zusammenkrame, dann ist die hälfte der Links offline, wenn man sich nich auskennt lädt man sich auch mal nen Virus runter, dann dauernd Captchas eingeben, dann lädt das 8 Stunden lang, dann ist die Quali nicht so wie man sich das vorstellt … und trotzdem gibt es so viele Leute die das trotzdem machen und riskieren tausende Euro Strafe zu zahlen.
        Osthändler haben ihre Auslage auch an der Straße, aber wenn du nen Apfel willst gehst du rein und zahlst den, obwohl man so schnell weg wäre das keiner einen einholen würde wenn der Inhaber drinnen an der Kasse sitzt. Warum ist das so? Da könnte man doch auch stehlen ohne das es jemand merkt. Ich glaube weil der Apfel nicht 1,50 Euro kostet sondern 30 Cent. Da merkt man einfach, ich zahle da für was was es wert ist dafür zu zahlen und der Preis ist angemessen.
        Und Eltern haften natürlich für ihre Kinder.

    • Thomas schrieb am

      „…macht ~700, damit kann man nen halben Monat leben. Für ein Lied“
      Jetzt teile die 700 EUR noch durch 4-5 Bandmitglieder = 140 bis 175 EUR pro Lied, dann kann man fast schon eine warme Mahlzeit für die ganze Familie kaufen 😉

      Ganz so einfach ist es gerade mit Musik leider nicht.

      • MuKi schrieb am

        Angenommen die Band hat nicht nur eine Hitsingle sondern 2-3 gute Lieder + vielleicht ein gutes Album, sind es dann nochmal 100-300 € pro Bandmitglied. Dazu kommen dann noch zwei Konzerte pro Woche und Wupps, schon leben wieder alle… Sie werden vielleicht keine Millionäre, aber können sich ein gutes Leben leisten…

  57. dirk schrieb am

    SETZT EUCH DOCH MAL FÜR DIE KÜNSTLER EIN!

    1. Jeder Song und der dazugehörige Künstler, der in einer Werbung, einer Dokumentation, einem Fernsehfilm, etc. benutzt wird, MUSS im Abspann genannt und aufgelistet sein.

    2. Abschaffung der Pflichtregistrierung von Tonträgern bei der GEMA durch die Presswerke

    3. Das Ausstrahlen von Kinofilmen im TV im „richtigen“ Bildformat. Auch das ist ansonsten eine unrechtmäßige Bearbeitung, die nicht vom Schaffenden gewünscht ist!

    4. Die Pflicht zur „kompletten“ Ausstrahlung von Filmen im Fernsehen MIT Abspann!

    und und und…

  58. Archi schrieb am

    Ich bin der Ansicht, dass das Urheberrecht bis zum Tod der Urheber bleiben sollte, er aber die Möglichkeit einräumen MUSS, dass man sich an ihn persönlich wenden kann, um zu bekommen was man möchte.

    Wenn der Urheber verstorben ist, sollte der Titel, Buch, Film, Bild oder sonst etwas für alle frei zur Verfügung stehen.
    Verboten sollt es sein, dass man den >Gegenstand< verändern darf.
    Das ist einfach nicht fair, weil er nicht widersprechen kann. Eine gute Sache sollte unverändert bleiben.
    Was gut ist, entscheidet der Urheber für sich alleine;
    es ist sein Werk.

    Ich möchte noch einen anderen Denkanstoß geben.

    Geht es nicht eher um das Gegiere von der GEMA und die Anwaltsmaschinerie ?
    Die GEMA hatte vorher wohl nicht beanstandet, dass z.B Kinderlieder nicht kopiert werden dürfen.

    Man hat eine neue Marktlücke entdeckt – Abzockerei bei den Endverbrauchern.
    Nun ist alles aufgebauscht, jeder will etwas ab haben.
    Es werden Robots eingesetzt, die automatisch nach etwas suchen, dass im Entferntesten mit Urheberrechtsverletzung zu tun haben könnte.
    Erst mal klagen, mal sehen, ob es etwas einbringt.

    Ein Verfahren, dass auf jeden Fall einträglich ist, man sieht es an den Drittanbietern bei Handysachen.
    Viele tappen aus Versehen in diese Falle, zahlen nach Abmahnung bzw nach Rechnungserhalt, weil sie eingeschüchtert sind.
    Dieses richtet sich hauptsächlich an ganz junge oder sehr ältere Menschen.
    Eine gut florierende Masche ist das angebliche Abo mit einem Sex-Video-Server. Man klickt ein Werbebildchen auf seinem Mobilteil weg; flugs kommt die Antwort " Danke für die Abo-Bestellung.
    Gerade junge Männer zahlen eher, als ihrer Freundin 3 Jahre und mehr zu erklären, dass es ohne Absicht war …

    So ähnlich ist es auch mit den Downloads oder anderem.
    Ob ein Urheberrecht verletzt wird oder nicht, ist oft nicht ersichtlich.
    Ein Abmahnanwalt mahnt, hat einen guten Freund, der rein zufällig natürlich, den Gemahnten verteidigt.
    Egal, was passiert : Gewinnen werden die Anwälte, verlieren die Nutzer.

    Es ist ein deutsches Gierproblem,
    genau, wie bei der GEZ.
    Man kriegt den Hals nicht voll.

    • MuKi schrieb am

      Ich möchte da ja keine unnötige Diskussion vom Zaun brechen, aber ist in Deutschland nicht momentan der Staat der größte Verunstalter bzw. Erzwinger von Verunstaltungen kommerzieller Kunst/Kulturwerke (Stichwort „Jugendschutz“, „USK“, geschnittene Filme im Fernsehen usw.)?

  59. Ich schrieb am

    Ich möchte noch einmal kurz auf die erwähnten Rechtschreib und Grammatik Fehler hinweisen.
    Gerade in der Überschrift ist euch ein kleiner, aber entscheidender Fehler unterlaufen.
    „Die 10 wichtigsten…“ bitte mit „Die10 schwachsinnigsten…“ ersetzen. Dann stimmt alles 😉

    Danke für Korrektur,
    Grüß
    Ich

  60. Detlef Lauster schrieb am

    Finde alle Punkte als Komponist,Musiker Sänger OK auser Punkt 7.
    Obwohl viele meine Songs besitzen(habe z.B. die meisten Schalkesongs gemacht) bekomme ich nicht mal ein Bruchteil vom Geld zurück(Downloadportalen) für die Arbeit die ich mit den Songs hatte und habe.
    Wenn ich nicht selber Auftritte machen würde, hätte ich das schreiben und produzieren eigener Songs schon aufgegeben….ich habe schon viele Menschen mit meiner Musik erfreut und wünschte mir das Musik wieder einen Wert hat, .Punkt 7. macht sie wertlos , das muß ich selber erfahren.Einen Song komponieren,schreiben und produzieren macht sehr sehr viel Arbeit und macht auf dauer nur aus Hobby keinen Sinn.(Schade um die Lieder die nicht gemacht werden und viele freude bereiten)

    Eine Kulturflatrate finde ich im Ansatz gut. Wenn ich TV schaue habe ich keine Angst 2bis3 Filme hintereiander zu sehen da es vielleicht zu teuer werden könnte und versuche es für lau wo anders zu bekommen.Mann hat das gefühl es ist umsonst das TV schauen. Durch diese GEZ flatrate wird keiner zum Dieb…finde ich gut sooo…
    Aber ich habe kein vertrauen an unsere Monopole mehr wie GEMA,GVL und Öffentlichrechtliche.Die die organisierten ordentliche Mitglieder auf kosten der Bürger und der kleinen Künstler immer reicher macht und kleine Künstler ärmer macht.
    Meiner Meinung brauchte der Bürger kein Cent mehr für eine Kulturflarate bezahlen wenn das Geld von der GEZ,GEMA,GVL gerechter aufgeteilt werden würde.Monopole gehören zur einer Diktatur und nicht zur einer Demokratie.
    Trotz Punk 7. habe ich meine Stimme der Piratenpartei gegeben, da Transparenz das beste Mittel ist gegen Filz und Korruption.Keine Partei hat es geschaft und vielleicht auch gewollte die ungerechten Nutzung und Ausschütungen der Monopole an die Künstler/Urheber z.B. von der GEMA seit der Nachkriegszeit zu verhindern.
    Die einzige Partei die ich das zutraue ist die Piratenpartei.
    Weil diese Transparenz und Beteiligung aller Bürger auf ihre Fahne geschrieben haben.
    Die besten Vorraussetzungen für eine echte Demokratie.(Aus nicht Wissende, Wissende zu machen)
    Ich höffe gerade als Musikschaffender auf bessere und gerechtere Zeiten.
    Und ich glaube die Piraten haben das Zeug dafür.Ich freue mich auf die Zukunft.
    Mit besten Grüßen

    Detlef Lauster
    (Komponist,Texter,Musiker,Sänger,Produzent)

  61. Stephan Strotkötter schrieb am

    „10. Das Urheberrecht muss den Anforderungen des medienkompetenten Nutzers von heute gerecht werden und darf ihn in seiner kreativen Nutzung nicht beschränken.“

    Das nenne ich die Verkehrung der Realität: Das Recht muss dem Nutzer angepasst werden, obwohl dieser als medienkompetent bezeichnet wird. Offenbar ist er das ja nicht, sonst wäre ihm das ganz banale Prinzip klar, dass er sich insbesondere beim Kopieren und Veröffentlchen von Inhalten erst einmal darüber informieren muss, ob er dazu berechtigt ist.

    Dass das Urheberrecht die kreative Nutzung nicht beschneiden dürfe, schlägt dem Fass dann endgültig den Boden aus: Hier wird dem, der andere kreative Leistungen nutzt, Vorrang vor demjenigen eingeräumt, der die ursprüngliche Leistung erbringt.

    • Thomas schrieb am

      Das mit dem Vorrang sehe ich anders. Nennung des Orginal Urhebers muss natürlich Pflicht sei, aber ein gutes Beispiel aus der Zeit der ersten „Urheberrechtsabsurditäten“.

      D.N.A. feat. Suzanne Vega – „Tom’s Diner“, hier wurde das schlechte Originalwerk von einem kreativen Künstler aufgewertet.
      Wer die original Version von Vega’s Album kennt weiss was ich meine.
      Hier hat der Remix das Stück immens aufgewertet und man hat sich hinterher auch einvernehmlich geeinigt. Heutzutage wäre wohl auf teufel komm raus (maximaler Gewinn!) geklagt worden. Da mit den Strafen / Abmahnungen wohl mehr Geld zu verdienen ist.
      In so einer Kulturlandschaft, traut sich doch kein Künstler mehr ohne anwaltichen Beistand einen Remake / Remix oder am besten einen neuen Song anzufangen weil er fürchten muss, dass der einem existierenden Titel „zu ähnlich“ klingt!

      • Stephan Strotkötter schrieb am

        Und wieder einmal dient die durchaus zu kritisierende Abmahnpraxis dazu, die Rechte der Urheber aushebeln zu wollen.
        „Heutzutage wäre wohl auf teufel komm raus (maximaler Gewinn!) geklagt worden.“ Das sind natürlich die harten Fakten, die man braucht, um Gesetze zu ändern.
        Ob ein Stück schlecht oder gut ist (wer legt das eigentlich fest), darf übrigens in der Debatte überhaupt keine Rolle spielen, außer wir führen neben der Entrechtung der Urheber gleich noch eine Qualitätsbehörde ein, die dies nach festgelegten Kriterien objektiv beurteilt..
        „In so einer Kulturlandschaft, traut sich doch kein Künstler mehr ohne anwaltichen Beistand einen Remake / Remix oder am besten einen neuen Song anzufangen weil er fürchten muss, dass der einem existierenden Titel “zu ähnlich” klingt!“
        Es kommt ja auch nicht Neues mehr auf dem Markt.
        Und dass vor einem Remix/Remake die Rechtefrage geklärt sein muss, halte ich für eine Selbstverständlichkeit.

  62. hinzundkunz schrieb am

    Korrektur:

    „So sollen, Rechte bei Nichtausübung der Rechteinhaber schneller auf den Urheber zurückfallen und die Vergabe ausschließlicher Nutzungsrechte auf maximal 25 Jahre beschränkt werden.“

    In diesem Satz ist das Komma hinter „sollen“ falsch. Da gehört kein Komma hin.

  63. Anonymous schrieb am

    Zitat:
    „Demzufolge müsste in einer Demokratie langsam mal die Frage gestellt werden: “Wollt ihr weiter Einschränkungen und Gestze die das nicht kommerzielle nNtzen von Kunst bestraft?” JA / NEIN > vermutliches Ergebnis einer solchen Abstimmung: 65 Millionen Bundesbürger NEIN, abschaffen/neu regeln gegenüber ca. 200.000 Künstlern und Angestelletn in der Medien Industrie die mit JA stimmen…“

    Wenn ich sowas lese, bin ich wirklich froh, dass es unser Grundgesetz gibt, das auf irgendwelche obskuren Mehrheiten pfeift.

    Übrigens hat Christoph Lauer in der FAZ einen bemerkenswerten Satz geschrieben:

    „Wir müssen an einen Punkt kommen, an dem ein Nutzer, der ein Werk konsumieren möchte, die Möglichkeit hat, es auf einem Weg zu tun, der legal ist und dabei sowohl dem Urheber als auch den an der Produktion beteiligten Menschen eine angemessene Entschädigung zukommen lässt.“

    Wie wäre es denn einfach mit bezahlen?

  64. Papageienhochschule schrieb am

    Warum habt Ihr meinen Beitrag nicht veröffentlicht?

  65. Marc Schlabbers schrieb am

    Ahoi Piraten,
    an Alle,

    kurze Wertschöpfungskette > Internationale Menschenrechte > Urheberrecht = Geistiges Eigentum = > Naturrecht.
    Ich habe in den letzten Jahren in Lateinamerika gelebt und gearbeitet und dort unteranderem mein Projekt, welches kollektiv erarbeitet wurde — Statut — , urheberrechtlich registrieren lassen.
    Es wurde seitens des amtierenden Vize Präsidenten Danilo Astori von Uruguay — Wirtschaftsprofessor 5 Grad und ehemals Wirtschaftsminister –, einigen Senatoren und über 200 Uruguayern, sowie einigen Europäern unterschrieben. HP > http://www.mekeltec.tl > Übersetzung in Arbeit.

    Nun bin ich seit einigen Wochen Mitglied der Piraten Partei und lese mit grossem Interesse die obige Reform. Gut. Freut mich. Nur das reicht nicht!

    Bitte vergesst nicht den globalen Kontext. Bolivien und Ecuador sind wesentlich weiter in ihrer Reform.
    Sie haben schon ihr Grundgesetz geändert.

    Global betrachtet haben sie die Nase vorne und sie wissen um den geopolitischen Wert des Thema Geistiges Eigentum. Beispiel > Ausbeutung des Amazonas.

    Wir Piraten in Jülich sprechen darüber und die Idee wurde geboren, das Thema mehr von der praktischen Seite aufzurollen; sprich ernsthaft zuerarbeiten.
    Im Grunde genommen der vernünftigste Weg eine Reform durchzuführen.

    Demokratische Basis unserer Gedanken ist das öffentliche Eigentum.

    Diesen Kommentar betrachten wir auch als eine weitere Form der Integration des Projektes in die Piraten Partei.

    piratische Grüsse,

    Marc Schlabbers
    52445 Titz, Jülich

  66. Kampy schrieb am

    Also die Punkte finde ich recht vernünftig. Muss man natürlich noch die alternative Vergütung weiter ausarbeiten.

  67. Andreas Moser schrieb am

    Ich verstehe die Kritik an der 70-Jahre-Schutzfrist nicht: Wer nicht das Urheberrecht an einem Buch sondern ein Grundstück oder eine Firma erbt, behält dieses Recht ohne jede zeitliche Begrenzung. Wieso sollten die Erben der Urheber schlechter gestellt werden?
    Wenn schon, dann muß diese Diskussion zum Anlaß genommen werden, vollständig über das Erbrecht nachzudenken: http://mosereien.wordpress.com/2012/06/01/urheberrecht-erbrecht-schutzfristen/

  68. kryp schrieb am

    das sind innerhalb weniger tage ueber 200 antworten, alles völlig durcheinander. es müsste so organisiert werden, dass es zu jedem einzelnen der 10 punkte einzelne diskussionslisten gibt, dann würde man sich besser zurechtfinden.

    • Anonymous schrieb am

      **************************************
      kryp meinte das sind innerhalb weniger tage ueber 200 antworten, alles völlig durcheinander. es müsste so organisiert werden, dass es zu jedem einzelnen der 10 punkte einzelne diskussionslisten gibt, dann würde man sich besser zurechtfinden.
      ***************************************

      Das muss so sein. Das hier ist die Fortsetzung von detebe mit anderen Mitteln.

  69. Anonymous schrieb am

    10 years after the author’s death? This is disgraceful. Everybody knows that the majority of cultural products lose completely its comercial value after 5 years after publication. And it will not be published again. Why not free culture?

    • Sylvia schrieb am

      We had one that was 10 years after publication at the assembly in Chemnitz and Andis proposal was a more complex thing, but basically with a maximum of 25 years after publication. And you could only get the maximum of 25 years if you published your sources and allowed for other commercial reuse (you’D get paid, but you could not refuse a movie being made etc). Basically, if you released things with minimal rights for other people then you would only get a minimal number of years protection.

      There’s quite a few who are not happy with 10 years after death and I’m pretty sure that’S not the final number.

  70. dieses thesenpapier ist eine frechheit. wer gibt euch das recht solche forderungen stellen zu wollen – unter dem deckmantel einer neuen medienära..
    warum sollen „wir“ kreative alle „anderen“ gratis versorgen?
    wer versorgt denn uns?

Es können keine neuen Kommentare mehr abgegeben werden.