Piratenpartei lädt zu basisdemokratischer Debatte über das Urheberrecht ein

Die Piratenpartei Deutschland ruft alle Kulturschaffenden, Rechteinhaber und Nutzer dazu auf, sich an einem Austausch über das Urheberrecht zu beteiligen. Thematisch orientieren sich die zu schaffenden Diskussionsrunden an den Schwerpunkten GEMA, Rock- und Popkultur, klassische Musik, Autoren/Journalisten, Filmschaffende, Software und Bildung/Schule.

Nach einer bisher größtenteils emotionalen Zuspitzung der Debatte zwischen Urhebern und Urheberreformern nimmt nun der produktive Dialog zwischen Kulturschaffenden, Rechteinhabern und der Piratenpartei endlich an Fahrt auf. »Wir nehmen die Sorgen und Befürchtungen der Urheber sehr ernst, wenn wir eine Neuausrichtung und Neugestaltung ihrer Rechte diskutieren«, sagt Daniel Neumann, maßgeblicher Verfasser des Urheberrechtsprogramms der Piratenpartei.
Die offene und freie Diskussion soll bis zum 27. Mai 2012 in mehreren frei zugänglichen Online-Textdokumenten (so genannten Piratenpads) erfolgen [1], um eine umfangreiche Stoffsammlung für die im Juni in Berlin stattfindenden runden Tische anzulegen.

»Um unsere Urheberrechtsreform grundlegend an den zahllosen individuellen Bedingungen der Kreativen zu überprüfen, möchten wir den Urhebern eine basisdemokratische Teilhabe am weiteren Entwicklungsprozess ermöglichen«, so der Urheberrechtsbeauftragte der Piratenpartei und Initiator der runden Tische, Bruno Kramm. »Im Ergebnis soll ein zukunftssicheres, freies und eigenständiges Urheberrecht entstehen, das gleichzeitig dem Nutzer eine umfangreiche Teilhabe sichert.«

Die Ergebnisse der Diskussionsrunden sollen in eine Dokumentation einfließen, die als Broschüre von der Piratenpartei veröffentlicht wird.

Liste der frei zugänglichen Online-Textdokumente:
GEMA
Moderation: Bruno Kramm

Autoren, Journalisten und Fotografen
Moderation: Daniel Neumann

Filmschaffende
Moderation: Christian Hufgard

Software
Moderation: Simon Lange

Bildung und Forschung
Moderation: Andi Popp

Hochkultur (Klassik)
Moderation: Bruno Kramm

Rock und Pop
Moderation: Bruno Kramm

Creative Commons
Moderation: Bruno Kramm

 

Artikelbild: Mixed Tapes von Leandroid Lizenz: CC-BY-NC

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Kommentare

85 Kommentare zu Piratenpartei lädt zu basisdemokratischer Debatte über das Urheberrecht ein

Neuere Kommentare →
  1. Itari schrieb am

    biologische, pharmakologische und medizinische Patente sowie Rechtsanwälte fehlen als Schwerpunke

    • The_Underscore schrieb am

      Patente sind ein anderes Thema. Sie sind ein sehr wichtiges Thema, aber sollten nicht mit der Urheberrechtsdiskussion vermischt werden, auch wenn es einige Ähnlichkeiten gibt.

      • Nik schrieb am

        Das Thema Patente sollte man sich schon zu Vergleichszwecken vor Augen halten..

        Ein Patent ist schließlich „nur“ 20 Jahre lang ab der Anmeldung gültig. (Hinzu kommen Anmeldegebühren in erheblicher Höhe. Das heißt ein Patent ist nur denen Vorbehalten, die es sich leisten können. Den anderen nicht. Das ist aber ein anderes Thema.)

        Das Urheberrecht aber ist 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers noch gültig. Hier ist keine Anmeldung erforderlich.

        Ich sehe keinen Grund, wieso das Urheberrecht nicht dem Patent angeglichen werden kann und auf 20 Jahre begrenzt wird.

        Es sollte vor allem aber auch darüber nachgedacht werden, statt Urheberrecht und Patentrecht ein gemeinsames Gesetz für geistige Schöpfungen zu entwickeln. Denn eine Erfindung ist genauso eine geistige Schöpfung wie es auch ein Buch ist.

        **********
        Ansonsten vermisse ich den Punkt allgemeines zum Urheberrecht, Lizensierungsmodelle und sonstiges.

        • Richard schrieb am

          Sehe ich durchaus auch so. Es sind alles immaterielle Vermögensgegenstände in einer Bilanz, werden sozusagen als Eigentum behandelt. Nach GG ist eEigentum aber auch sozialpflichtig und kann auch für das Wohl des Volkes enteignet werden. Bauern landauf spüren das immer wieder, wenn eine neue Straße, Stromtrasse oder ähnliches gebaut werden soll, oder Kabel und Rohre verbuddelt werden sollen. In Bayern wurde sogar das Enteignungsgesetz geändert, um einem privatem Ölkonzern (Mero) eine pipeline zu ermöglichen, das nur nebenbei. So sehe ich auch geistiges Eigentum als sozialpflichtig. Wenn jemand auf eine bestimmte Wortfolge, bzw Notenfolge, oder auch Patente einen Rechtsanspruch erhebt, so sollte er verpflichtet sein, diese auch sozial zugänglich zu halten, das muß nicht kostenlos sein, aber er darf das nicht der Gemeinschaft vorenthalten. Das ist rechtlich durchaus belastbar, so gibt es Lieferrechte für Milch beid en Bauern. Die müssen käuflich erworben werden, müssen aber genutzt werden. Ein Landwirt, der dieses Lieferrecht nicht nutzt, muß es verkaufen, oder es wird eingezogen, ohne Entschädigung.

        • The_Underscore schrieb am

          Patente haben deutliche Unterschiede zum Urheberrecht. Das Urheberrecht kannst du nicht unbewußt verletzen. Wenn z.B. ein Buch nicht kopiert werden darf, dann hält das keine Forschung auf. Und es sorgt auch nicht dafür, dass andere kein ebenso gutes Buch schreiben dürfen, ohne dir Geld zu zahlen. Das Problem von patentierten Trivialitäten ist beim Urheberrecht auch ohne ähnlich schwerwiegende Entsprechung.

          • Richard schrieb am

            Ja und nein, sicher ist die ganze Debatte übertrieben, und zwar genau in dem Punkt, dass Musik oder ein Buch für die Gesellschaft nicht wichtig sind. So gesehen können wir auf die Titel im Internet verzichten, die die Gema gesperrt hat. Bei der Software wird die Sache schon grenzwertiger, wenn jemand beim Optimum die Hand drauf hat und dann über die Marktmacht die Preise diktiert. Und weil ich vom Fach bin: Beim Sortenschutzgesetz wird auch mit dem Urheberrecht argumentiert. Für die geistige Arbeit bei der Züchtung (=Zuchtfortschrit) ist eine Abgabe zu zahlen, die Züchterlizenz. Um den Kapitalfluss aufrecht zu erhalten werden Sorten, bei denen der sortenschutz ausläuft, zurückgezogen und durch neue ersetzt (Kartoffel Linda). Und dass am Zuchtfortschritt gezweifelt werden darf, beweisen diverse Kartoffelsorten, die sich inzwischen ohne Sortenschutz seit fast 100 Jahren auf dem Markt behaupten.

          • Mathieu Pecheur schrieb am

            Da liegst Du falsch, das Urheberrecht gilt nämlich auch für wissenschaftliche Publikationen.
            Eure Freizeitperspektive auf das Urheberrecht zeigt, dass Ihr den Kern des Problems nicht erfasst habt.

            Natürlich hemmt es den Fortschritt wenn Fachartikel nicht verbreitet werden dürfen. Millionen Titel Belletristik und Megastunden Popmusik die jährlich produziert werden sind allerdings verzichtbar. Aber sind sie darum besonders schutzwürdig?

            • The_Underscore schrieb am

              Wenn ein Fachartikel nicht verbreitet werden darf, dann hemmt das den Fortschritt nur verglichen mit dem Fall, dass er verbreitet werden dürfte. Es hemmt den Fortschritt nicht im Vergleich zu dem Fall, dass der Artikel nie geschaffen wurde. Mit „Forschung aufhalten“ habe ich den letzteren Fall gemeint – und da kann eine patentierte Erfindung eben sogar schlechter sein als keine Erfindung. (Für das Urheberrecht gilt das nur insofern, als dass die Existenz eines urheberrechtlich geschützten Artikels dafür sorgen könnte, dass weniger Interesse an einem freien besteht und dieser somit nicht zustande kommt.)

    • Don schrieb am

      Das wird auch nicht kommen. Auch die arbeiten und müssen Geld verdienen. Was ist den mit dir, wann stellst du deine Arbeit kostenfrei zu Verfügung??

      • Mathieu Pecheur schrieb am

        Du musst ja nicht als Künstler arbeiten mach doch was anderes, das wird entlohnt.

        Hobby-Künstler gibt es viele und die Qualität ist oft nicht schlechter als die der „Professionellen“, die leben aber oft von Steuern und Zwangsgebühren (GEZ; Filmförderung etc.)
        Also bleib auf dem Teppich.

        • robert schrieb am

          hm, ja doch, wenn du künstler bist, dann musst du als künstler eben auch geld verdienen- ich hab auch nix gegen das bedingungslose grundeinkommen, aber bis es soweit ist, musst du dich als „professioneller“ künstler mit der ökonomischen realität arrangieren.
          ich kenne eine menge künstler, sowohl bildende, darstellende als auch musiker, und bin selber einer und kann dir sagen das eigentlich die wenigsten von steuern oder förderungen leben- ich persönlich möchte das auch überhaupt nicht, viel eher fände ich es toll meine „produkte“ zu verkaufen und davon leben zu können, insofern finde ich die diskussion über das urheberrecht notwendig, und wünsche allen piraten und künstlern viel erfolg mit der absolut notwendigen veränderung der existierenden strukturen (die sind nämlich für junge, nicht etablierte künstler auch nicht besser, wenn die herren verwerter die marktmacht der monopolisierten meinungsbildung ausnutzen um rein ökonomisch und selbstherrlich zu bestimmen wer davon leben kann und wer nicht) natürlich muss ich irgendwas anderes arbeiten um meine brötchen zu bezahlen und die miete, aber vielleicht solltest du mir genauso das recht zugestehen, selbst bestimmen zu können, wie ich mein geld verdiene, wie ich auch dir dieses recht zugestehe. die meisten künstler arbeiten sehr viel und sehr hart, und es geht überhaupt nicht darum, kohle zu machen, sondern wir ziehen unsere befriedigung, unseren lohn, daraus, anderen menschen eine freude zu machen, sie zum nachdenken anzuregen, applaus zu bekommen. das ist schon etwas anderes als ein hobby zu haben oder dein leben diesen idealen und der anerkennung deiner arbeit zu widmen. und ja, die scheiss gez, gema, filmförderung, stipendien usw könnt ihr gerne alle abschaffen, aber lasst uns bitteschön das recht darauf, zu entscheiden was wir in unserem leben für richtig erachten und wie wir unsere zeit auf der erde verbringen wollen.

          ich bin gespannt auf eure ideen, meine stimme habt ihr jedenfalls, liebe piraten, macht was draus!

  2. Wolf schrieb am

    Gute Sache, dass mit der Beteiligung.
    Die Ansichten gehen beim Urheberrecht sehr weit auseinander. Die Ansichten der Urheber sind vollkommen andere, als die der Nutzer und umgekehrt.

    Warum ist das so?

    Der Nutzer möchte gern frei Nutzen – der Urheber möchte mit seiner Arbeit gern Geld verdienen. So einfach sind die Gründe. Die Frage ist, wie bekommt man das unter einen Hut?

    Menschen, die das Urheberrecht am liebsten abschaffen wollen und für „freie Nutzung und Verbreitung von geistigem Eigentum“ sind, können mit versachlichenden Argumenten nur schlecht oder gar nicht überzeugt werden, da sie schließlich einen Vorteil aus freier Nutzung ziehen. Mit anderen Worten: Jene, die freie Nutzung des geistigen Eigentumes fordern, haben offenbar zu wenig Geist, um Argumentationen zu begreifen, oder wollen diese nicht begreifen.

    Wer ein geistiges Eigentum besitzt, der soll dieses gefälligts für jeden frei zur Verfügung stellen. So sieht es zumindest die Fraktion jener, die gern nutzen, aber möglichst nichts für die Nutzung bezahlen wollen.

    Doch dann muss die Frage gestattet sein, ob jene, die so etwas fordern, denn auch dazu bereit wären, der gesamten Öffentlickeit IHR Eigentum (Wohnung, Auto, Handy, Fernseher, „Lebensgefährt(in)“, Facebook-Account) gratis zur Verfügung zu stellen?! Dazu ist eigentümlicherweise niemand von jenen bereit, die geistiges Eigentum gern abgeschafft sehen wollen.

    Auch muss man sich fragen, ob die Damen und Herren „Freie Nutzung“ denn auch eigentlich stets Restaurants aufsuchen, sich dort den Bauch vollschlagen, und es für sie ebenso logisch ist, ohne zu bezahlen wieder zu gehen?!

    Sicher sollte man auch mal die Frage stellen, ob selbige Damen und Herren denn wohl ebenfalls dazu bereit wären, auf Entlohnung für ihre im Beruf geleistete Arbeit vollständig zu verzichten?!

    Man kann sehr schnell feststellen, dass die Dinge in genannten Fragen dann plötzlich ganz anders gesehen und gehandhabt werden, dies´ für den Urheber eines geistigen Eigentums aber nicht gelten soll, damit sich (z.B.via Internet), ohne Müh´ und Kosten via download frei bedient werden kann.

    Kann es so etwas wie „Geistiges Eigentum“ überhaupt geben?

    „Die Gedanken sind frei“ heißt es immer so schön.

    Sobald ein Werk veröffentlicht ist, ist es kopierfähig. Das ist schon seit der Erfindung des Kasettenrecorders so. Überspielkabel rein in´s Radio, und schon wurde schon vor Jahrzehnten eifrig mitgeschnitten und kopiert.

    Was machen die Leute denn heute anderes?

    Im Grunde nichts, nur dass sich das mit dem „Überspielkabel“ erledigt hat. Heute „loaded“ man „down“ und hockt nicht mehr vor dem Radio. Die Möglichleiten sind ganz andere als noch vor 20 Jahren, denn heute kann eine Kopie erstellt, und diese binnen von Sekunden der ganzen Welt zugänglich gemacht werden.

    Kann man das eigentlich irgendwie verhindern?

    Die klare und einzige Antwort auf diese Frage ist: NEIN! Genauso wie man den Buchdruck nicht mehr abgeschafft bekommt, genauso wird man die Verfielfältigung geistigen Eigentums nicht mehr verhindern können.

    Wir sind längst in einer Zeit ankommen, wo es die Industrie den Menschen ermöglicht hat Kopien erstellen und verbreiten zu können. Das ist nunmal der Lauf der Zeit und das lässt sich auch nicht mehr „zurück drehen“.

    Wer sind denn nun eigentlich die Schuldigen?

    Die, die lediglich die von der Industrie geschaffenen Möglichkeiten nutzen, oder die, diese Möglichkeiten erfunden, auf den Markt gebracht, und sich daran dumm und dusselig verdient haben?

    Auch hier ist die Antwort einfacher als gedacht: Urheber sollten sich an die Herausbringer von „Kopiermaschinen“ wenden, statt an jene, die lediglich das nutzen, was ihnen die Industrie gegeben hat.

    Man kann wohl kaum von jemanden erwarten, dem man Hammer und Nagel in die Hand gedrückt hat, dass dieser den Hammer nicht zum Einschlagen des Nagels in die Wand nutzt – oder gar einen Kriminellen aus jedem machen zu wollen, der einen Nagel via Hammer in eine Wand schlägt.

    Urheber und Industrie hatten bereits Jahrzehte Zeit um darüber nachzudenken, wie man dem selbst geschaffenen Problem Herr werden könnte. Auf Ideen, bzw. Lösungen ist man offenbar bis Heute nicht gekommen. Man kriminalisiert, statt Ideen zu entwickeln, lieber die ganze Welt und regt sich über „geistigen Diebstahl“ auf.

    Fazit: Es kann nicht richtig sein, wenn geistiges Eigentum einfach so nach belieben kopiert und verfielfältigt werden kann, ohne dass der Urheber etwas davon hat. Andere wollen und werden für ihre Arbeit bezahlt – das selbe Recht steht auch Inhabern geistigen Eigentums (Softwareentwicklern, Film- und Musikproduzenten etc.) zu.

    Es kann ebenfalls nicht richtig sein, die ganze Welt kriminalisieren zu wollen. Das Dumme ist nun, dass die Zeit nunmal da angekommen ist, WO sie angekommen ist. Geistiges Eigentum kann nicht „geschützt“ werden und es wird sich auch nicht mehr das Kopieren des selbigen in den Griff bekommen lassen.

    Man wird sich von Seiten der Urheber und der Industrie also entweder etwas einfallen lassen müssen, wie man allen Seiten gerecht wird, oder wir diskutieren das Problem NOCH 20 Jahre aufwärts.

    Kriminalisierung ist hier grundsätzlich unangebracht. Ideen, wie man selbst geschaffenen Problemen Herr wird, hingegen nicht.

    Dass Urheberrecht bedarf auf jeden Fall einer Anpassung an die heutige Zeit, denn das stammt noch aus Zeiten, als sich gescheiterte Habgieriege vor herannahende Pferdekutschen geworfen haben.

    • Sven S schrieb am

      Hier, wie so häufig, gehen zwei Bereiche durcheinander, die meines Erachtens getrennt gehören: 1. Der moralische und rechtliche Anspruch von Urhebern, über ihre Ideen und auch deren wirtschaftliche Verwertung nach Gutdünken zu verfügen. 2. Wie weit darf man bei der Durchsetzung dieses Rechts gehen, und in welche ebenfalls schützenswerte Rechtsgüter darf man dabei wie intensiv eingreifen.

      Zu 1) Wenn ich das richtig sehe, wird dieser Anspruch zuweilen bestritten. Ich bin Urheber von 2 Monographien und anderer veröffentlichter Beiträge in Sammelbänden und Zeitschriften, die so gut wie keinen ökonomischen Ertrag abwerfen. Kein Problem, ich muß davon nicht leben, und ich wäre auch gerne bereit, die Inhalte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Aber wer mir das Recht abspricht, das nicht zu tun, oder behauptet, er bestehle mich nicht, wenn er meine Texte ohne meine Zustimmung veröffentlicht, mißachtet meine intellektuelle Leistung. Er wird in mir immer einen entschiedenen politischen Gegner finden.

      Zu 2) Ja, es besteht die Gefahr, daß das Urheberrrecht dazu mißbraucht wird, Überwachungsstrukturen zu schaffen, die letztlich ganz anderen Zielen dienen. Sich dagegen zu wehren, halte ich für völlig legitim. (Dabei aber die „Freiheit des Internets“ zu einem absoluten Wert aufzublasen, empfinde ich als absurd und naiv. Freiheit und Regellosigkeit sind nicht dasselbe. Die in den Einschlägigen Diskussionen zuweilen verwendeten Freiheitsbegriffe sind häufig wenig reflektiert.) Aber egal, zu welchem Ergebnis man dabei kommt, das hat genau KEINEN Einfluß auf das unter 1 Gesagte. Ein Recht wird nicht deshalb obsolet, weil seine Durchsetzung praktisch schwierig ist. Oder, um es polemisch zuzuspitzen. Ein Dieb bleibt ein Dieb, egal, ob er erwischt wird und auch egal, ob ihm das Klauen durch technische Innovation leicht gemacht wird.

    • Nik schrieb am

      > Doch dann muss die Frage gestattet sein, ob jene, die so etwas fordern, denn auch dazu bereit
      > wären, der gesamten Öffentlickeit IHR Eigentum (Wohnung, Auto, Handy, Fernseher,
      > “Lebensgefährt(in)”, Facebook-Account) gratis zur Verfügung zu stellen?!

      Vergleiche dieser Art funktionieren nicht. Vergleiche dieser Art können nicht funktionieren. Im Regelfall sind geistige Schöpfungen dazu gedacht und gewollt, dass es gesehen, gelesen und/oder gehört wird. Ein Kinofilm wird nicht gedreht, damit es sich keiner anschaut. Ein Buch wird nicht veröffentlicht, damit es keiner ließt. …
      Der Punkt ist also nicht der, dass ein Werk, der nicht benutzt werden soll, benutzt wird. Der Punkt ist der, dass es darum geht Profit aus der Benutzung zu ziehen. (sofern es sich um ein nicht freies Werk handelt)
      Es ist wie wenn sich ein paar LKWs irgendwo einschleichen, wo sie eine LKW-Mount hätten zahlen müssen. Und nicht wie, wenn ein LKW im Wohnzimmer parkt. Der Punkt ist auch hier nicht der, dass ein LKW irgendwo ist wo es nicht sein darf, sondern auch hier geht es nur ums Geld.

      • Nik schrieb am

        Dieser Eintrag sollte eigentlich an den Beitrag von Wolf ran. Ist irgendwie verrutscht.

      • ines Monarda schrieb am

        Es geht doch darum das der „Hersteller“ von geistigem Eigentum jemand ist der das als Beruf macht wie andere Leute andere Berufe haben. Diese Leute haben das ja meistens studiert. Sie haben aber in jedem Fall viel Zeit investiert. Gute Dinge zu produzieren, das schlenkert man nicht so aus dem Ärmel und man kann das auch nicht einfach so als Hobby machen. Und wir alle als Gesellschaft profitieren davon. Es geht also nicht darum das sich die sogenannten Urheber, wie Maler, Musiker, Schriftsteller bereichern oder absahnen wollen, sondern schlicht darum, dass sie von ihrer Arbeit auch leben können müssen. Für ein Buch muß man manchmal Jahre schreiben. Ein gutes Musikstück komponiert man vielleicht nur 1 bis 2 mal im Leben und Bilder kann man meistens nur ein mal verkaufen. Das ist also auch im Moment schon recht schwierig für diejenigen, die nicht nur seichte Unterhaltung für den Mainstream produzieren. Und wir wollen ja auch alle weiterhin gute Sachen hören, lesen oder sehen. Also gehts hier bitte nicht um „Profit“ durch den Hersteller sondern darum, dass der Nutzer dessen Arbeit und investierte Zeit anerkennt und honoriert. Sonnst wird das alles künftig nur noch von Hobbykünstlern gemacht oder solchen die von irgendeiner Firma gezahlt werden – das klingt doch richtig spannend oder spannend – oder? Musik nur noch aus der Werbung….?

    • Richard schrieb am

      „Doch dann muss die Frage gestattet sein, ob jene, die so etwas fordern, denn auch dazu bereit wären, der gesamten Öffentlickeit IHR Eigentum (Wohnung, Auto, Handy, Fernseher, “Lebensgefährt(in)”, Facebook-Account) gratis zur Verfügung zu stellen?!“
      Mal ehrlich, tut er das nicht? Mir wird alle 3 Monate die Grundsteuer, KFZ-Steuer, GEZ abgebucht, nur weil ich etwas besitze. Die Öffentlichkeit zehrt also durchaus von meiner Wohnung, von meinem Besitz. Werden die Besitzer von geistigem Eigentum auch mit einer Steuer belastet? Wäre mir neu.
      Und by the way: Die Lebensgefährtin als Eigentum einzustufen ist starker Tobac, und das meine ich sehr ernst!

      • Marco U schrieb am

        … natürlich zahle ich Steuern auf die Erträge, die ich mehr oder minder dem Urheberrecht verdanke. Das heisst Einkommensteuer. Das Urheberrecht an sich ist doch kein Geldwert an sich, ich muss es erst zu Geld machen. Und das wird versteuert. Bei mir sind es ca. 1/3 meiner Einnahmen.

        • Richard schrieb am

          Ich zahl auch Ertragssteuern vom Einkommen aus meinem Besitz. Aber ich muß auch Besitzsteuern zahlen, wenn ich keinen Ertrag habe. Und wenn ich die Besitzsteuern nicht zahle, wird mein Besitz versteigert. Mir geht es darum, dass Eigentum, wenn es durch den Staat geschützt werden soll, auch zum Staat beitragen muß, also sozialpflichtig ist.
          Aber darum geht es eigentlich hier gar nicht. Die Problematik ist doch, dass die Technik und Möglichkeiten nicht mehr mit dem gesetzlichen Urheberrecht in Einklang zu bringen sind. Hier muß sich was ändern, und ich denke, das wird nicht zu Lasten der Nutzer und Schaffenden gehen, sondern zu Lasten der Verwerter. Die haben es versäumt, sich den neuen Gegebenheiten anzupassen.

      • Don schrieb am

        Du bist Teil der Öffentlichkeit, du bist ein Bürger dieses Landes!!

    • Zarathustrie schrieb am

      Wir sollten aufpassen die Leute reden nur über Künstler,ich hoffe ihr habt auch
      die Kartoffel ,Getreide,Mais usw.da dürfen wir nicht wackeln!
      (Santos)

    • Don schrieb am

      Ahoi Wolf,
      ein super Kommentar, ich würde mich freuen, wenn mehr der Piraten das sehen würden.
      Gruß
      Don

  3. Doris schrieb am

    Danke für die Einladung, wollt Ihr jetzt die 10 Punkte zur Diskussion stellen? Die wirken eher ultimativ… Sehr verwirrend…
    Ich bitte zudem um Begrenzung der Kommentare auf 1000 Zeichen. Soviel Texr wie von Wolf ist in diesem Format eine Zumutung. Merci!

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  5. Eine staatlich geförderte Institution nimmt Anträge auf „Kunstförderung“ entgegen. Peer-reviewed Expertengutachten entscheiden über Förderung der eingereichten Kunstwerke, z.B. Buch (Gehalt pro Monat für begrenzten Zeitraum). Die Kunstwerke werden durch die Institution vermarktet, bzw. z.T. umsonst zur Verfügung gestellt. Wenn ein Kunstwerk genügend einspielt, wird der Kuenstler lebenslang davon finanziert (maximalbetrag unter 5000€, i.e. analog zum Professorengehalt). Wenn durch ein Kunstwerk mehr eingespielt wird, so kann man das in die Foerderung neuer Kuenstler investiert werden. Ich fände also ein ähnliches System, wie es der deutschen Forschungsgemeinschaft zu Grund liegt, sehr gut.

  6. Optimist schrieb am

    Wir sollten mal eins bedenken, der Künstler leistet bei der vervielfältigung nichts. Warum soll er an dieser dann verdienen. Wir brauchen ideen, wie wir die künstler für das bezahlen können, was sie leisten. Ein werk zu schaffen. die vervielfältigung ( egal auf welchem weg ) stärkt dann den künstler, da sie seinen bekanntheitsgrad und seine bedeutung steigert. Damit dies funktionieren kann, brauchen wir ein uhrheberrecht, das die persönlichkeitsrechte des uhrhebers stärker als jetzt schützt. die verwertungsrechte werden uninteressant, da es an der kommerzeillen verwertung nichts mehr zu verdienen gibt. in eine solche vorstellung gehöhrt auch das bedingungslose grundeinkommen, da es gerade auch dem künstler die existenz sichert ( besonders am anfang seiner karriere ). die weiteren einkünfte können konzerte, lesungen und andere veranstaltungen oder auch auftragsarbeiten sein.
    hier ist dann auch die kreativität unserer kreativen gefragt.
    Und wie auch Wolf sagt, wir das problem anpacken oder 20 Jahre lang daran rumbasteln.

    • Sven S schrieb am

      „Wir sollten mal eins bedenken, der Künstler leistet bei der vervielfältigung nichts. Warum soll er an dieser dann verdienen.“

      Wenn irgendjemand was daran verdient, sollte er natürlich daran mit verdienen, denn ohne ihn gäbe es gar nichts zu vervielfältigen.

      • Marco U schrieb am

        Sorry, Unsinn … die Vervielfältigung ist nicht der Punkt. Sie ist nur Mittel zum Zweck, nämlich das Werk zu Dir als Leser, Hörer oder was weiss ich zu bringen. Wie der Transport von physischer Ware. Was honoriert werden muss, ist die Nutzung. Du nutzt (liest, hörst, was weiss ich) etwas, was ein anderer produziert hat, also solltest Du Ihm das auch vergüten. Du willst es haben (oder nutzen), er hat es und stellt es Dir für ein Endgeld zur Verfügung. Du fragst es nach, er bietet es an. Wenn nun jeder nutzen möchte, ohne zu honorieren. was heute ja technisch problemlos möglich ist, dann wird niemand produzieren wollen. Zumindest nicht professionell. Damit werden wir alle dann leben müssen. Ich will das nicht. Jeder soll ein faires Auskommen haben.

        • FeepingCreature schrieb am

          Du vermischst hier zwei Sachen, das faire Auskommen und die proportionale Entlohnung. Faires Auskommen kann man auch machen indem man sagt, kulturproduzierende werden als öffentlich Angestellte behandelt. Da würden die Künstler auch nicht verhungern. Aber die proportionale Entlohnung, die es heut ja im Prinzip dank dem Urheberrecht gibt, wird dann als Prinzipienpunkt interpretiert, als ob der Kulturkonsum ein Service ist, der vom Urheber bereitgestellt ist. Es muss klar sein: die proportionale Entlohnung ist ein Effekt, nicht die Ursache des Urheberrechts. Die Ursache des Urheberrechts ist nicht mehr und nicht weniger als die Förderung der Kultur. Und ob proportionale Entlohnung der Rechteinhaber da der korrekte Weg ist, das gilt es zu diskutieren.

        • Mathieu Pecheur schrieb am

          Sorry – Du schreibst Unsinn. Es ist nicht einzusehen warum nicht nur der Künstler für eine einmal geleistete Arbeit ein Leben lang immer wieder vergütet wird, sondern auch noch seine Kinder, Enkel und Urenkel bzw, die der Verwerter.

          Es ist auch Künstlern zuzumuten, dass sie täglich arbeiten. Handwerker werden auch nicht bei jeder Benutzung ihres Produktes vergütet.

          Und die Rechte für Patente erlöschen nach 20 Jahren und die meisten Patente beinhalten mehr Kreativität als als ein paar auf dem Keyboard zusammengeklimperte Akkorde.

  7. Martin Gantefölhr schrieb am

    Herrgott nochmal. Ihr müsst *natürlich* auch und *gerade* einen runden Tisch zu ‚Games‘ machen!
    Ich verstehe offen gesagt überhaupt nicht, wieso Ihr darauf nicht selbst gekommen seid; oder anders: was Euch geritten haben kann, diesen Bereich auszuklammern.

    (Erzählt mir jetzt bloß nicht, Ihr wolltet das ernsthaft unter ‚Software‘ mitabhandeln…)

    Herzlich
    Martin

    • JensB schrieb am

      Ich sehe diesen Bereich nicht explizit ausgeklammert. Spiele sind zwar nur Anteilig Software (neben Grafik und Musik), warum willst du das nicht unter Software diskutieren? Bei vielen Arten von Kunst ist eine explizite Trennung schwer, oder mehrere Bereiche überschneiden sich.

  8. Oliver Miller schrieb am

    Wenn alles kostenlos wäre im Internet hätten Gründer keine Chance von ihrer Arbeit im und mit dem Internet zu leben. Zudem würde es den Status Quo manifestieren und jene die bereits zu Wohlstand gekommen sind noch mehr in eine gute Position bringen. Die gleichen Leute die auf irgendwelchen Demonstrationen gegen Kapitalismus demonstrieren unterstützen damit jene die aus Geld – noch mehr Geld machen an der Börse oder aus ihrem materiellen Besitz. Oder man sagt es ist ok das nur jene die sich es finanziell leisten können neue Dinge kostenlos entwickeln und zur Verfügung stellen.
    Gehen sie mal zum Bäcker und fragen diesen ob sie kostenlos Brötchen oder Brot bekommt – der sagt ihren auch: Ich muss Miete zahlen, ich verbrauche Strom….
    Eine „Kostenlos-Gesellschaft“ ist nicht Utopia sondern Wahnsinn!

  9. Pingback: Fotourheberrecht » Blog Archive » Die Piraten wollen diskutieren

  10. olga schrieb am

    Autoren sind eine Untergruppe der KünstlerInnen, wie die Bildenden Künstler, die Darstellenden Künstler und die Musiker; wobei dann Journalisten wiederum eine Untergruppe der Autoren darstellen.
    Und die Filmschaffenden, die Fotographen, die Maler und Plastiker unter die Bildenden Künstler fallen und die Choreographen, Tänzer, Regisseure und Schauspieler unter die Darstellenden Künstler fallen würden.

    Letztlich geht es hier im weitesten Sinne um künstlerische Tätigkeiten und diese sollten erst einmal definiert werden (und ihre Rolle, die sie in unserer heutigen Informationsgesellschaft einnehmen sollen).

    Software Autoren gelten als Autoren weil man im weitesten Sinne Code als Text verstehen kann. Aber das ist auch noch nicht wirklich sinnvoll definiert (ob denn nun Code Text ist und/oder umgekehrt) – Hier verschwimmt auch die Trennlinie zwischen Urheberrecht und Patentrecht. (s.o.)
    Wie schon an anderer Stelle http://www.jurpc.de/aufsatz/20020225.htm#fn20 dargelegt wurde ist die Verknüpfung des Urheberrechts mit dem geistigen Eigentum eine sehr spezifisch deutsche (politisch motivierte) juristische Entwicklung und weder aus der Idee des Eigentums selbst, noch aus dem Urheberrecht wirklich abzuleiten.

    Ich bin der Meinung das hier eigentlich die Verteilung von Kapital diskutiert wird/werden sollte, denn in Zukunft werden 90% der Bevölkerung künstlerisch tätig sein. D.h. auch der Begriff von dem was Kunst und eine künstlerische Tätigkeit ist sollte vorher geklärt werden. (ist ein DJ Künstler; ist ein Kurator Künstler; Ist ein Werbetexter Künstler??) Brauchen wir wieder ein Zunft System welches diese Begrifflichkeiten ordnet?

    • The_Underscore schrieb am

      Auch bei Software verschwimmt keine Trennlinie zwischen Urheber- und Patentrecht. Das Urheberrecht betrifft ein konkretes Programm (bzw. Teile davon), während das Patentrecht die genutzten Verfahren betrifft.

      Ein urheberrechtlich geschützter Sudoku-Löser darf nicht ohne entsprechende Lizenz kopiert und genutzt werden, aber man darf einen anderen Sudoku-Löser entwickeln ohne Lizenzkosten zu zahlen, denn selbst wenn dieser auf die gleiche Art funktioniert ist es extrem unwahrscheinlich, dass er zufällig mit dem anderen identisch ist (genau wie zwei Leute nicht zufällig einen identischen Text schreiben).

      Wenn ein Sudoku-Lösungsverfahren patentiert wäre, dann dürfte man keinen eigenen Sudoku-Löser mehr entwickeln, der dieses Verfahren nutzt, solange man keine Erlaubnis vom Patenthalter hat – selbst wenn man nur zufällig auf die gleiche Idee gekommen ist und zuvor weder von dem Verfahren noch vom Patent gehört hat. Software ist in Deutschland zum Glück nur eingeschränkt patentierbar, im Elektronik-Hardware-Bereich macht das Patentsystem aber mehr Probleme (siehe die aktuellen Smartphone-Klagen).

      • olga schrieb am

        Der Unterschied zwischen dem Urheber und dem Erfinder wird nur durch den Bereich in dem die Ergebnisse (Werke) auftreten bestimmt. Ein Patent ist ein Schutzrecht für eine Erfindung.
        Beides (Werke/Erfindungen) sind jedoch Schöpfungen und ihrer Ausprägungen ist nur durch juristische d.h. auch immer politische Intenzionen definiert.
        Diese Intenzionen zu untersuchen und zu hinterfragen gilt es hier, denn die Auswüchse im Patentrecht kann man nicht nur im IT Bereich untersuchen, auch in der Medizin und der Genetik haben wir da kulturelle/moralische Probleme (Stichwort Generikum)
        Die Auswüchse im kulturellen Bereich werden ja gerade diskutiert.
        Zu den Software Entwicklern, was ist denn ein konkretes Programm anderes als ein Verfahren (eine Reihe regulierter Prozesse bzw. eine Folge von Regeln) diese werden in Sprachen notiert, die wiederum von häufig ganz anderen Erfindern/Urhebern erdacht/erschaffen wurden. Erhält jetzt Yukihiro Matsumoto für jede RUBY Anwendung/Nutzung Gebühren? (das war natürlich rhetorisch gemeint) Auch die Anwendung einer logischen Funktion ist zum Glück noch nicht von solchen Gebühren betroffen, obwohl es sich hier doch streng genommen um die Anwendung eines Verfahrens handelt … (und wenn es möglich ist Pflanzen zu patentieren, warum dann nicht auch logische Funktionen)
        Und ich halte es auch für eine Verirrung, wenn Ausdrücke (Phrasen) zu Trademarks werden. Denn dann kann ich einige dieser Wortkombinationen ja nie mehr benutzen, ohne vorher einen Experten zu befragen/bezahlen … (Stichwort:“THE NETWORK IS THE COMPUTER Trademark by oracle“
        Also für mich stellen sich im Urheberrecht ähnliche Fragen wie im Patentrecht.
        Wir sollten uns hier fragen: Wem nutzt diese Rechtsprechung und ist sie hilfreich unsere Gesellschaft zum Wohle ALLER zu ordnen.

        • The_Underscore schrieb am

          Software ist ja nur eingeschränkt patentierbar (und zwar nur dann, wenn sie im konkreten Zusammenhang mit Hardware steht – nicht, dass das nicht genügend Schlupflöcher läßt, MP3-Abspielverfahren sind zum Beispiel patentiert). Sprachen lassen sich somit zum Glück nicht (und falls das doch irgendwie möglich sein sollte, dann nur schwer) patentieren – im Gegensatz zu Hardware, Lebewesen, u.s.w.

          Der Unterschied zwischen Programm und Verfahren ist, dass ein Programm so konkret ist, wie es nur geht. Zum Beispiel: Da, wo die Beschreibung eines Verfahrens nur vorsieht, dass der Betrag einer Zahl zu verwenden ist, steht im Programm ganz genau, wie dieser Betrag zu berechnen ist. Dadurch kann man ein Programm mit der nahezu gleichen Funktionalität schreiben, ohne Angst vor einer Rechteverletzung zu haben. Nicht so bei Patenten – die sind viel schlimmer als das Urheberrecht. Daher ist es auch einfacher, für eine kürzere Patentschutzfrist zu argumentieren, als für ein kürzeres Urheberrecht.

  11. Peter Thiel schrieb am

    Antrag im LQFB

    Reform und Liberalisierung des Urheberrechtes

    Urheberrecht – 20 Jahre Schutzfrist

    Die Piratenpartei beschließt:

    I. Die Schutzfrist im Urheberrecht wird von derzeit 70 Jahre nach dem Tod des Schöpfers (§64 UrhG) auf 20 Jahre ab Veröffentlichung eines Werkes beschränkt.

    Eine auf 20 Jahre beschränkte Schutzfrist ist im Patentrecht die Norm. Spätestens 20 Jahre nach Registrierung einer Erfindung als Patent im Patentamt erlischt der Patentschutz. Die Erfindung kann on da an von jedermann frei verwendet werden. Diese die Interessen von Erfinder und Gesellschaft beachtende Regelung ist auf das Urheberrecht zu übertragen.

    ausführlich unter

    https://lqfb.piratenpartei.de/pp/initiative/show/2843.html

  12. Marco U schrieb am

    Mal ehrlich: Kann man so diskutieren? Ich finde meine eigenen Beiträge nicht wieder. Wenn jetzt jemand von den Auskennern sagt, ich hätte das alles nicht verstanden, dann sage ich: Ja. Als Urheber kenne ich mich ganz gut mit dem Urheberrecht aus, aber das was hier als Debattenkultur gehandelt wird, das verstehe ich nicht. Das kann sich auch alles schon keiner mehr durchlesen. Ist auch sehr viel Halbwissen dabei, sorry. Wäre es nicht besser, sich ganz altmodisch mit ein paar Leuten, die sich mit dem Thema auskennen, zu treffen und ein Fachgespräch zu führen?

    • Reiner Zunder schrieb am

      Jede Diskussion sollte erst einmal Problemsichten, Ideen, Vorschläge… sammeln. Und das läuft gerade. Ich habe auch echt Schwierigkeiten, den roten Faden zu einzelnen Fragen wiederzufinden. Alle sagen ihre Meinung und die Aussagen beziehen sich kaum aufeinander (auch wenn gleich eingerückt). Muß auch nicht sein, denn hier werden Meinungen gesammelt und gejagt. Das ist erst der Anfang der Veränderung. TV und Presse beginnt zu reagieren, jenseits von „Piraten wollen nur Gratiskultur und das Urheberrecht abschaffen etc. pp“.

    • kessfried, schrieb am

      Lieber marco du hasr völlig recht. Hier geht es aber immerhin um ein piratenthema. Mich hat vielmehr irritiert warum bzw. nach welchen kriterien piraten sich zu anderen themen äußern . Betreungsgeld lehenen wir ab „weil es das konservative familienmodell fördert. Was ist das für eine beknackte ideologische begründung. Bei den themen sanktionsfreiheit für h4(aber nicht für normale arbeitnehmer(scherz)), blockupy und quote lief es ähnlich einseitig und unsinnig ab. Schau es dir mal an welche statements so im namen der piraten abgegeben werden. Vielleicht läufts ja hier mal besser.

  13. Regimegegner schrieb am

    Wir die Bevölkerung haben was den Kopierschutz und DRM angeht noch einen weiteren
    Feind nämlich die Elektronikindustrie.Deshalb muß bei der Neufassung des
    Urheberrechts diese Branche daran gehindert werden weiterhin die Bevölkerung zu
    schikanieren.
    Es muß nicht nur das Verbot einen Kopierschutz zu umgehen abgeschafft werden es muß
    zusätzlich die Elektronikindustrie dazu verpflichtet werden Geräte anzubieten die
    jeden Kopierschutz aufheben können bei dem dies technisch möglich ist und mit
    entsprechend höheren Urheberrechtsabgaben dieser Geräte die Urheber zu entschädigen.
    Der Musik- und Filmindustrie geht es nicht darum Einnahmeausfälle durch illegale
    Kopien zu verhindern sondern darum die Bevölkerung mit technischen Systemen zu
    schikanieren die uns das Leben so schwer wie möglich machen durch Kopier- und
    Abspielbeschränkungen.Wäre meine Behauptung falsch gäbe es z.B. längst professionelle
    CD-Rekorder mit Kopierschutzprogrammierer im Handel zu entsprechenden Preisen.Ein
    Beweis daß die Industrie unser Geld gar nicht möchte.Solange unsere Regierung diesen
    Zustand befürwortet kann man unser Land nicht mehr als Rechtsstaat einstufen.Die
    Elektronikindustrie darf mit der Bevölkerung machen was sie will.So geht das nicht!
    Außerdem müssen Errorrateanzeigen Pflicht werden damit man sofort erkennt wann ein
    geschädigter Datenträger gerettet werden muß.
    Das gleiche gilt für die Aufhebung des Ländercodes von DVD`s.Deutschland soll ein
    möglichst gutes Verhältnis zu allen anderen Ländern dieser Erde haben.Deshalb müssen
    zukünftig pauschale Urheberrechtsabgaben von aufgehobenen Ländercodes ans Ausland
    abgeführt werden.Falls die betreffenden Länder allerdings keine
    Kooperationsbereitschaft zeigen muß es in Deutschland auch möglich sein ohne
    Vereinbarung mit dem Ausland den Ländecode aufzuheben.
    Die Unterhaltungselektronikindustrie wird auch trotz eines starken Verbraucherschutzes
    weiterhin einfallsreich sein und weiterhin versuchen einen versteckten Kopierschutz
    durchzusetzen,z.B. indem Geräte ohne digitale Schnittstellen verkauft werden u.s.w.
    Deshalb müssen Urheberrechtsabgaben für diese minderwertigen Geräte gestrichen oder
    zumindest sehr stark reduziert werden.Technische Systeme die aus physikalischen
    Gründen nicht für Audio/Videoaufnahmen geeignet sind sollten aber trotzdem nicht
    verboten werden.Sonst müsste man z.B. auch den Antiquitätenhandel mit analogen
    Tonbandgeräten verbieten und bestimmte Datenaufzeichnungsgeräte die andere Branchen
    benötigen.Dann hätten wir in anderen Bereichen ein Chaos.Bitte diese Dinge bei der
    Gesetzgebung berücksichtigen.
    Wenn die Privatkopie wieder möglich ist gibt es noch etwas zu bedenken.Es wird erst
    eine neue Generation heranwachsen müssen die von Geburt an ein faires Urheberrecht
    kennengelernt hat bevor Künstler überhaupt wieder etwas verdienen können.Ordentliche
    Ware für ordentliches Geld.Vor 40 Jahren kostete eine analoge Singleschallplatte
    6 DM (heutige Währung 3 Euro).Das war damals viel Geld aber man hat die Platte
    trotzdem gekauft wenn einem das Stück gefiel.Heute sind viele gar nicht mehr bereit
    auch nur 50 Cent für einen legalen download auszugeben (obwohl das Geld kaum noch
    etwas Wert ist).Einen solchen Ruf hat diese Branche inzwischen schon.Viele haben ihre
    Freizeitaktivitäten grundlegend geändert.Deshalb die Aufhebung des Verbots der
    Privatkopie nicht gleich als Mißerfolg werten wenn die Einnahmen der Künstler nicht
    sofort steigen.Alle Politiker die an einem neuen fairen Urheberrecht konstruktiv
    mitarbeiten wollen können von mir fachlichen Rat einholen.Die Kontaktaufnahme kann
    über meine Homepage erfolgen.Ich habe die notwendigen Fachkenntnisse über Elektronik,
    Physik und einen gesunden Menschenverstand.

    • Thomas schrieb am

      Gut, dass wenigstens einige die URHEBERRECHTSABGABE bewusst wahrnehmen. Vielen ist offensichtlich gar nicht bewusst wie oft, und womit, sie die Urheber vergüten.
      (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Pauschalabgabe )
      CD/DVD Rohlinge, früher die Kassetten, auf PCs, auf die Festplatte die ich dazukaufe, auf externe Festplatten, der Gesamte weg bis zur Kopie ist gepflastert mit „Abgaben“ für die „Urheber“. Wieso werden nachdem für jede Kopie bereits 3 mal bezahlt wurde (PC, Festplatte, Quelle) die Nutzer immer noch als kriminelle „Diebe“ hingestellt? Der letzte Clou war ja die Einführung/Erhöhung der Abgabe auf externe USB-Platten und Media-Player/Rekorder mit HDD.
      Das perfide dabei: Die Änderung wurde an den Gesetzgebenden Organen vorbei über die alte Verordnung von 2008 „ergänzt“… und zwar nachträglich und Rückwirkend!!! Soweit mir bekannt mit Erfolg.
      Kann ein Einzelhändler jetzt eigentlich für kommende „nachträglich/rückwirkende Abgabenänderungen“ steuerfreie Rücklagen bilden?
      Wie ist das eigentlich bei Gesetzen? Können wir annehmen, dass zukünftig mal eben „rückwirkend“ der Steuersatz seit 1990 angehoben wird und wir ’ne Riesennachzahlung aufgebrummt bekommen?
      Wenn die Medien-Industrie nur noch durch solche „kreativen“ Rechtsverbiegungen Gewinne scheffeln kann, ist an dem System was faul!
      A propos Gewinne: Wenn man aufmerksam dem Gejammer der grossen Firmen lauscht, fällt einem auf, dass von Umsatzrückgängen und Gewinneinbussen geredet wird, von Verlusten redet kaum jemand. Das mag daran liegen, dass die Industrie durchaus an den Medien verdient und auch nicht sooo schlecht. Allerdings ist den Aktionären gegenüber Erklärungsbedarf wenn die Gewinnspanne von über 1000% auf lächerliche 200% absackt…
      Was ich auch nicht verstehe ist, wieso sich Künstler echauffieren, das z.B. für Komponisten von Filmmusik die „einzige“ Einnahmequelle die Gebühren aus der Verwertung der Aufführungsrechte sei. Die „bösen“ Filmfirmen sagen dem „armen“ Künstler – „Das muss reichen“
      Ich habe mal gefragt wieso Kollegen 3-4-mal soviel Gehalt für die gleiche oder weniger Arbeit bekommen, die ich tue. Die durchaus richtige Antwort lautete: „Weil sie beim Gehaltspoker besser verhandelt haben!“ Also liebe Kunst und Musikschaffenden, lernt verhandeln wenn ihr von eurer Leistung leben wollt. Das muss jeder andere Arbeitnehmer auch. Und wenn mein Job mich nicht ernähren kann, ist es wohl der falsche Job. Es gibt auch keine „Dienstleistungsabgabe“ auf verkaufte Waren, mit der den Angestellten im Einzelhandel ihr mickriges Gehalt aufgestockt wird, damit sie davon leben können, ohne auf Unterstützung vom Staat angewiesen zu sein, oder?

  14. Karsvo schrieb am

    MAN BEKOMMT WAS MAN GIBT

    PR und Lobbyisten haben ja an diesem Forum richtig Gefallen gefunden, UM DESINFORMATIONEN zu verbreiten und die Kommunikation zu stören.

    Grundsätzlich bin ich ja dafür, sich auch die Meinungen von Lobbyisten – äh „Urhebern“ -anzuhören. WER aber HINTERHÄLTIGKEIT für den richtigen Weg hält, der darf sich hinterher nicht beschweren, wenn er dann gar kein Geld mehr mit dem Urheberrecht verdienen kann. Also @Lobbyisten: Zieht Eure Saboteure ab oder: siehe Überschrift.

  15. Don schrieb am

    Ahoi
    Wie würdet ihr das nenne, wen wir eine Diskussion über die Pharmaindustrie führen würden und nur Vertreter diese Industrie würden diese Diskussion leiten? LOBBIYMUS, ein Wort, das wir immer gern den anderen Parteien um den Hals werfen aber wir von der PP? Niemals!
    Nur Piraten, die für eine Änderung des UHR leiten diese Diskussion kein einziger von einem Verlag oder von z.B Emimusic. Schaltet mal eure PC und euer Hirn ein.

  16. Willibald schrieb am

    Filesharing ist Diebstahl, also ist es immer kriminell !
    Man kann nur diskutieren, wie man es angemessen verfolgt und bestrafen kann.
    Wenn Rechtsanwälte gross daran verdienen, hat der Urheber wenig davon.

    Ansonsten bis auf diesen Punkt 7 ist es akzeptabel.
    Im Ernst: Wie kann man nur sagen, man wolle die Rechte der Urheber stärken und dann diesen Punkt 7 aufsetzen.
    Es ist doch egal, ob filesharing kommerziell oder nichtkommerziell ist. Man kann filesharing nicht entkriminalisieren, da das Verbreiten ohne Zustimmung-Erlaubnis des Urhebers ein Unrecht ist, also kriminell ist.

    Auch solch Begründungen, filesharer seien bessere Kunden, sind dumme Ausreden. Das mag ja in einzelnen Fällen und auf bestimmten Gebieten wie Musik der Fall sein.
    Nur muss darüber der Urheber entscheiden dürfen und nicht der Gesetzgeber.
    Hier fordern die Piraten das Gegenteil von Freiheit im Netz.

    • The_Underscore schrieb am

      Es stimmt, dass Punkt 7 keine Stärkung der Urheber ist. Die Piraten wollen eine Stärkung der Urheber, aber nur in manchen Punkten. Bei Punkt 7 geht es nur um die Nutzer.

      Deine Argumentation gegen Filesharing ist aber nicht sehr schlüssig – Filesharing ist ohne Zustimmung der Urheber Unrecht, weil es gegen den Willen der Urheber geht? Wieso sollen Urheber das Recht haben, mir zu verbieten, ob ich ihr Werk konsumiere? Es ist doch moralisch gesehen irrelevant, ob die Urheber wollen, dass ich ihr Werk konsumiere oder ob sie es nicht wollen. Wichtig ist lediglich, dass die Urheber von interessanten und damit nützlichen Werken, falls möglich, entlohnt werden, damit solche Werke weiter produziert werden.

      • Willibald schrieb am

        Meine Argumentation ist schon schlüssig und logisch.
        Deine Gegenargumente verstehe ich überhaupt micht.

        Filesharing ist doch kein Konsumieren. Da kopieren und verteilen irgendwelche Leute fremde Werke wie Software, Lehrgänge, Bücher, Bilder, Filme, etc.. , bekommen dafür Geld, Guthabenpunkte oder Lob, genauso der filesharing-Betreiber, der über Strohleute den server im Ausland hat…..und der Schaffende wird weder gefragt, noch bekommt er etwas.

        Nur weil das Abwahnwesen nicht optimal ist, kann man doch nicht für die Legalisierung von Diebstahl eintreten.
        Dann muss man nur das Abwahnwesen reformieren.

        Es muss einfach nur der Grundsatz herrschen, dass der schaffende Urheber bestimmt, was-wo-wie mit seinen Werken geschieht bzw. wie diese vermarktet werden.
        Der eine hat sicher nichts gegen eine kostenlose Verteilung über filesharing, ein anderer möchte es nur an bestimmte Leute kostenlos verteilen und ein anderer möchte nur selber seine Werke vermarkten.

        Warum wollen die Piraten den schaffenden Urhebern dieses selbstverständliche Recht nehmen ?

        Ps. die kleinen Urheber haben nichts oder wenig mit der „Medienindustrie“ und GEMA zu tun.

        • The_Underscore schrieb am

          Es muss einfach nur der Grundsatz herrschen, dass der schaffende Urheber bestimmt, was-wo-wie mit seinen Werken geschieht bzw. wie diese vermarktet werden. […] Warum wollen die Piraten den schaffenden Urhebern dieses selbstverständliche Recht nehmen ? Das kommt mir ziemlich dogmatisch vor. Wieso sollten die Urheber das bestimmen dürfen müssen? Diesen „Grundsatz“ akzeptiere ich nicht.

          Filesharing kann auch genutzt werden, um Try-before-Buy zu ermöglichen oder weil das kaufbare Produkt so mit DRM verseucht ist, dass man es nicht problemlos nutzen kann (z.B. iTunes-DRM oder eine Einschränkung, dass man es nur in bestimmten Ländern kaufen kann). Ich glaube, Filesharing (für die nichtkommerzielle Nutzung durch Privatpersonen, nicht Firmen) generell zu erlauben ist daher eine bessere Lösung als ein generelles Verbot. Vielleicht gäbe es noch eine Möglichkeit, nur die Nutzung aus einem solchen „guten Grund“ zu erlauben, aber ich wüßte nicht, wie das überprüfbar sein sollte.

          Da kopieren und verteilen irgendwelche Leute fremde Werke wie Software, Lehrgänge, Bücher, Bilder, Filme, etc.. , bekommen dafür Geld, Guthabenpunkte oder Lob, genauso der filesharing-Betreiber, der über Strohleute den server im Ausland hat…..und der Schaffende wird weder gefragt, noch bekommt er etwas. Da muss man differenzieren; es gibt auch Seiten wie die Pirate Bay, wo Uploader nichts für ihren Upload bekommen (außer dem Lob in den Nutzerkommentaren) und Downloader keine Premium-Vorteile haben, wenn sie der Pirate Bay Geld zahlen. Von den Werbeeinnahmen der Seite bekommen die Autoren natürlich trotzdem nichts.

    • Thomas schrieb am

      Aargh, was für ein plattes Totschlagargument und auch noch sachlich falsch.
      1. Filesharing ist das verteilen von Daten/Dateien über ein verteiltes Netzwerk. Das ist genau so wenig illegal oder kriminell wie der Besitz eines Telefons. Wenn ich das Telefon nutze um Bombendrohungen zu senden, oder andere Telefonisch zu belästigen wird es illegal.
      Filesharing wird auch zum ganz legalen Vertrieb von Musik, Software und anderem genutzt.
      2. Das Anwälte an der Situation verdienen, liegt am deutschen Abmahnrecht, das aktuell auch ermöglicht jeden Bürger mit einem Internet Zugang abzumahnen, ohne dass eine wirkliche Prüfung der Sachverhalte oder auch nur der „Beweise“ erfolgt. In den meisten Ländern dieser Welt, ist die erste Abmahnung immer kostenfrei. Sie kann harsche Fristen zur Beseitigung des Mangels fordern, aber direkt 1500 EUR für eine E-Bay Auktion mit einem „Formfehler“ kassieren, das geht sonst fast nirgends.

      Ich bin mir bewusst, dass viele Filesharingangebote fragwürdig oder illegal sind. Was mich vielmehr bewegt ist die Frage: Warum schafft die Medien-Industrie es nicht ihr Angebot an den Kundenwünschen zu orientieren? Der legal gekaufte DVD Film nervt den Betrachter mindestens mit einem 30 Sek „Du bist ein Verbrecher“ Slogan, dann muss ich 5 sinnlose Werbungen für Filme die ich (zumindest jetzt) nicht gucken möchte wegdrücken und 15 Sek auf das „tolle“ animierte Menü warten. Werfe ich die DVD vom Kumpel, mit dem kopierten/gerippten Film ein: Voila, nach 5 Sekunden, der Film. Was will man mehr!
      Apple musste erst Millionen scheffeln, bis die Major Labels und ihre Vertriebe bemerkten, dass die Kunden Musik gerne direkt im Internet vorhören, kaufen und dann anhören wollen. Anstatt dieses Geschäftsmodell umzusetzen und reich damit zu werden, haben sie DRM erfunden, damit niemand die auf seinem Rechner gekaufte Musik im Autoradio, auf der Anlage im Wohnzimmer oder gar auf seinem günstigen MP3-Player hören konnte. Wieder Millionen Gewinne später hat Apple das DRM entsorgt und wieder brauchte die etablierte Industrie teils Jahre das ebenfalls umzusetzen.
      In diesen Jahren sind dummerweise zwei Generationen aufgewachsen denen beigebracht hat, dass legal gekaufte Musik im Download Store entweder nicht abgespielt werden kann, gar nicht das verfügbar ist was ich gern hätte oder wenn mein Rechner stirbt im schlimmsten Fall alle Songs weg sind und der Store leider keine Möglichkeit hat mir meine gekaufte Musik wieder zur Verfügung zu stellen.
      Dass sich das geändert hat muss erstmal in die Köpfe der Menschen kommen, die mit einem Klick die gesammelten Werke des Künstlers A. herunterladen können… und das auch noch umsonst.
      Nur mit Drohen und Verklagen kommt man da nicht weit. Der Ansatz am Urheberrecht anzusetzen, normales Verhalten von Kindern zu ent-kriminalisieren und im Gegenzug ein Wertverständnis und adäquates Unrechtsbewusstsein zu schaffen ist aber schon der richtige Weg, denke ich.

      Also, liebe Piraten: Weiter so.

  17. Jasmin schrieb am

    Das Urheberrecht muss reformiert werden,
    was hier an Blödsinn verzapft wird,
    ist schon nicht mehr normal.
    Das geht schon los wenn ich in einem Presswerk
    meine eigenen Aufnahmen produzieren lassen will,
    dann muss ich allein für die Verfielfältigung an die Gema
    zahlen, und das nicht zu knapp –
    was aber wenn ich die CD`s danach verschenken will ?
    Das ist völliger Nonsens, auf welche Art
    die Gema hier an Geld kommen will.
    Oder der neueste Streich,
    jetzt weden auf USB-Speicher-Sticks ab Juli
    höhere Gebühren erhoben, für die Gema,
    das ist kein Aprilscherz sondern Realität –
    was weiss denn die Gema was ich auf
    meinen Speicher draufspeichere ?
    vielleicht meine eigenen Sachen ???
    völliger Blödsinn das alles !
    http://www.hdtronic.de/news/zpu-erhot-die-gema-tarife-fur-usb-stick-und-speicherkarten

  18. painter schrieb am

    Ich fürchte, das geht hier ohnehin unter, aber: Bei der Aufstellung von „Künstlern“ geht es immer nur um Musiker und Buchautoren. Was ist denn mit bildenden Künstlern (Maler, Bildhauer etc.)? Bei uns läuft die Vermarktung zwar völlig anders, aber das Urheberrecht betrifft auch uns…

    • Gedankenverbrecher schrieb am

      Ich glaube, dass ist eine andere Thematik.

      Speziell bei Malern (ich meine jetzt Öl auf Leinwand bzw Acryl auf Leinwand) bzw Bildhauern wird i.d.R. ein Objekt veräußert, dass nicht unbedingt beliebig kopierbar ist. (Ausgenommen sind jetzt Computergraphiken)

      Ich meine, ich kann ein Bild nachahmen oder eine Plastik, aber der Künstler hat in dem Fall das Werk bereits veräußert und seinen Gewinn gemacht.

      Oder sehe ich das falsch?

      Was mir aber auffällt ist Folgendes:

      Kann man *das Urheberrecht* allgemeingültig in der Selben Form bei Musikern, Autoren (Online / Buch), Programmierern, bildenden Künstlern und so weiter überhaupt verwenden?
      Macht es nicht eher Sinn ein passendes System für jeden Teilbereich zu kreiren (natürlich unter Berücksichtigung des Nutzers)?

      Gruß
      Gedankenverbrecher

    • PromAuk schrieb am

      Bilder und Statuen lassen sich schlecht im Internet runter laden. Aber natürlich hast du Recht.

  19. zini schrieb am

    es kann doch nicht sein, dass man für ein und dieselbe arbeit jahrzehntelang lohn bekommt und anderen die möglichkeit nimmt, diese arbeit noch zu verbessern!?
    second hand und recycling sind geradezu ein muss. wobei mir auch einfällt, wieviel mehr wert es mir sein müsste, dass mein müll abgeholt wird…
    irgendwann wird alles geschrieben worden sein wird, was es zu schreiben gibt. jede note wird schon einmal in einer gewissen reihenfolge benutzt worden sein… alles ist endlich. gerade in zeiten des internets und der weltweiten vernetzung geht das immer schneller.

  20. Daniel Frey schrieb am

    Hey.
    ich proggrammiere in PHP – nur als open source
    Wenn ich dafür Geld nehme, dann nur für extra-Anpassungen. Den Rest nehme ich durch Werbeeinnahmen auf meiner Support-Seite ein oder durch Spenden.
    Da ich das nur als Hobby betreibe bin ich natürlich top zufrieden.
    Bei einer Hauptberuflichen tätligkeit würden schon die Werbeeinnahmen durch Seitenaufrufe meinen Lebensstandard sichern (zur Zeit an die 100 EUR im Monat, könnte mir Vorstellen bei aktivere Arbeit das zehnfache herausholen zu Können)

    Aho!

  21. williamblake schrieb am

    Genau genommen geht es nicht um das Recht des Urhebers, sondern um das des Rechtsbesitzers. Der Urheber verdient gemäß Urheberrecht keinen Cent (wenn nicht der Produzent ihn bezahlt). Also gibt es gar kein Urheberrecht! Es gibt nur ein Rechteverwertungsgesetz. mfG

  22. das führt uns zu den anfängen der philosophie zurück,als mathematik und philosophie noch ein und daselbe waren.(naturwisenschaften) da wurde zwischen menschlicher und göttlicher erkenntniß unterschieden.wir sollten auch unterscheiden zwischen dogmatisch und undogmatisch( 2sprachen) und eine pragmatische lösung suchen namlich das grundeinkommen aus dem netz und kein geistiges eigentum.bei harz4 werden auch nur die juristen reich.wittgenstein sagte in den bemerkungen über die mathematik:“der philosoph muß sich drehen und wenden,daß er an den mathematischen problehmen vorbeikommt,nicht gegen eines rennt-das gelöst werden müßte,ehe er weiter gehen kann.sein arbeiten in der philosophie ist gleichsam eine faulheit in der mathematik. “ bekomme ich jetzt post von den wittgenstein verwertern, während ich alles den piraten schenke.ludwig witttgenstein schloß seine bemerkungen zur mathematikmit dem satz:“ wenn wir im leben vom tod umgeben sind, so auch in der gesundheit des verstandes vom wahnsinn.“wow was für eine gleichung.ahoi

  23. dirk schrieb am

    SETZT EUCH DOCH MAL FÜR DIE KÜNSTLER EIN!

    1. Jeder Song und der dazugehörige Künstler, der in einer Werbung, einer Dokumentation, einem Fernsehfilm, etc. benutzt wird, MUSS im Abspann genannt und aufgelistet sein.

    2. Abschaffung der Pflichtregistrierung von Tonträgern bei der GEMA durch die Presswerke

    3. Das Ausstrahlen von Kinofilmen im TV im „richtigen“ Bildformat. Auch das ist ansonsten eine unrechtmäßige Bearbeitung, die nicht vom Schaffenden gewünscht ist!

    4. Die Pflicht zur „kompletten“ Ausstrahlung von Filmen im Fernsehen MIT Abspann!

    und und und…

  24. Karsvo schrieb am

    HENRY KISSINGER

    Heute trifft sich also Herr Schlömer mit dem Lobbyisten Henry Kissinger. Dabei wird es wohl auch um das Thema Urheberrecht gehen. Ich halte das für eine gute Gelegenheit, weitere Wählerstimmen zu bekommen: Nämlich dadurch, daß man seinen Worten Taten folgen läßt und dieses Gespräch mit einem Lobbyisten ÖFFENTLICH stattfindet. Ich bitte daher um den Link zur Webcam oder zu einem Youtube-Video, in dem für jederman TRANSPARENT gemacht wird, was dort besprochen wurde.
    Wenn man hingegen ein Treffen mit Lobbyisten hinter verschlossenen Türen stattfinden läßt, dann wird man wieder Wählerstimmen verlieren. Denn wer wird schon glauebn, daß es in der Regierungsverantwortung TRANSPARENZ geben wird, wenn die Partei das selbst in ihrem Umgang mit Lobbyisten nicht hinbekommt. Der Wähler will keine Lügen mehr. Der Wähler wählt keine Verräter mehr. Der Wähler läßt sich nicht länger täuschen. Was letztlich zählt sind nur greifbare FAKTEN.

  25. Detlef Lauster schrieb am

    Wie eine Elite durch die GEMA und den Öffentlichrechtlichen immer Reicher wird und wie diese aus allen Hobbymusiker macht.!!!!
    Künstler wie Marius Müller Westerhagen, Wolfgang Petry, Peter Maffay, Udo Lindenberg ,die Stadien gefüllt haben, sind so gut wie nie in den 70ern, 80ern,90ern im Radio gesendet worden. Weil die Musikindustrie (ordentliche-GEMA-Mitglieder) noch mehr Geld mit großen amerikanischen Künstlern machen konnte. Kleine Künstler sind im Keime erstickt worden ,weil ihnen das wichtigste Forum Radio entzogen worden ist.
    Große Plattenfirmen(Musikverlage) haben Verträge mit Radiosendern. Die Plattenfirma stellt ihre Musik den Radiosendern zu Verfügung. Bekommen Lizenzen (Geld) für die Nutzung der Lieder von den Radisendern und auch Lizenzen von der GEMA. Weil sie Komponisten und Texter unter Vertrag haben, wodurch sie dann mit meist 40 % GEMA Lizenzen pro Lied beteiligt werden. Die großen Firmen stellen Bedingungen ,dass nur ihre Musik gesendet wird. (Deswegen wird in den Lokalradiosendern keine lokale Musik gesendet. Mit lokalen Musikern kann man kein Geld verdienen als mit Madonna, Pink oder Robbie Williams. Die großen Verlage haben ganz viele erfolgreiche Komponisten und Texter unter Vertrag und verdienen damit viel Geld, womit sie auch erreicht haben ordentliches GEMA Mitglied zu werden. (Man muss viel Geld verdienen um bei der GEMA ordentliches GEMA Mitglied zu werden) nur dann ist man bei der GEMA ein vollwertiges Mitglied dadurch stimmberechtigt wodurch Bestimmungen und Gesetze bei der GEMA verändert werden können. Die GEMA-Versammlungen sind zweimal Jährlich. Einmal in München und einmal in Berlin. Dort wird über neue Richtlinien und Gesetze abgestimmt. So eine GEMA-Versammlung geht 2-3 Tage. Für Übernachtung und Fahrtkosten sind da schnell ein Betrag über weit 300,- € weg. Für eine organisierte Firma kein Problem. Für einen Komponisten und Texter ,der es sogar geschafft hat ordentliches GEMA Mitglied zu werden auch viel Geld.,der dann oft bei den Wahlen und Abstimmung nicht teilnimmt. Die meisten Komponisten, Texter über 60 000 die bei der GEMA angemeldet sind , sind an oder außerordentliche GEMA Mitglieder und haben deswegen keine Wahl oder Abstimmberechtigung. Die ca 3000 ordentlichen GEMA Mitglieder wo der harte Kern (die Gutverdienenden , Verlag) bei den Versammlungen sind. Die machen die GEMA Gesetze . Die leider so sind das diese ordentlichen GEMA Mitglieder so gut wie alles erwirtschaften .(Bei den Statistiken nachzulesen) ca 2/3 von 850 000 Millionen € im Jahr.
    Diese ordentlichen GEMA Mitglieder beschließen z.B das wo ihre Musik gespielt wird auf die Sekunde genau abgerechnet werden soll. Auch werden die Komponisten namentlich erfolgreich erfasst. Das ist bei den großen Fernsehsendern den großen Radiosendern und CD´s. Überall dort wo dies ordentlichen GEMA Mitglieder keinen Einfluss haben was gespielt wird, wird pauschal abgerechnet. Die Komponisten und Texter werden dort namentlich nicht erfasst und treten bei der GEMA nicht namentlich auf. Diese Komponisten und Texter werden nicht nur um ihr Geld von der GEMA gebracht sondern auch die Anerkennung ihrer künstlerischen Leistung beraubt.
    Die GEMA rechnet pauschal bei Fußballstadien, Diskotheken kleinen Radiosendern und TV Sender, Internetradiosendern. Die GEMA kassiert dort pauschal Geld ab. Dieses Geld kommt in einen großen Topf. Dieses Geld bekommen die namentlich erfolgreichen Komponisten und dadurch auch der Verlag die ordenliche GEMA mitglieder.
    Ein Beispiel: ein Komponist schreibt ein Lied ,was ein Jahr lang in allen Fußballstadien in Deutschland zu jedem Spiel vorgetragen wird. Dieser Komponist würde keinen Cent von der GEMA erhalten und er wäre auch namentlich für seine Leistung nicht erfasst. Die GEMA kassiert aber einen riesigen Betrag bei den Veranstaltern (Fußballverein)
    Noch ein Beispiel, eine kleine Band spielt in einer Kneipe oder einem kleinen Club, und dafür werden 70 Euro GEMA-Gebühren fällig. 50 solcher Konzerte für diese Band machen insgesamt 3.500 Euro Gebühren. „Jetzt könnte man doch annehmen, dass das Geld oder ein großer Teil davon an die Band zurück ausgeschüttet wird. Die Band kriegt aber nur 100 bis 200 Euro!“
    Die GEMA behauptet diese Komponisten würden auch davon Provitieren. Mit undurchsichtigen verfahren die die ordentliczhen GEMA Mitglieder bestimmt haben. Wird aber der Einnahmen und der Auszahlung in keinsterweiße gerecht.
    Die GEMA schreibt öffentlich:
    Fundament der GEMA bilden, eine relativ kleine Zahl
    ausmachen, während die Urheber, deren Repertoire nur
    gelegentlich genutzt wird, zahlenmäßig überwiegen.
    Die ordentlichen Mitglieder, die den Großteil des wirtschaftlich
    relevanten Repertoires in die GEMA einbringen,
    sollen bei der Entscheidungsbildung nicht durch
    die Vielzahl der außerordentlichen oder angeschlossenen
    Mitglieder dominiert werden
    Am 01.10.2008 hatte die GEMA insgesamt 62.971 Mitglieder,
    davon waren:
    a) ordentliche Mitglieder: 3.268 (= 5,2 %)
    b) außerordentliche Mitglieder: 6.383 (= 10,1 %)
    c) angeschlossene Mitglieder: 53.320 (= 84,7 %)
    Die GEMA behauptet, angeschlossene und außerordentliche GEMA Mitglieder haben keine Mitbestimmungsrechte ,weil sie so wenig erwirtschaften.
    Das Schlimme ist ,dass unsere Gerichte voll hinter der GEMA stehen, da alles gesetzlich als GEMA eV abgesichert ist.
    Die angeschlossenen und außerordentlichen GEMA Mitglieder haben ja kein Mitspracherecht. Wir, die an. und außerordentlichen GEMA Mitglieder über 60 000 wir sind keine GEMA Mitglieder vom Gesetz aus und haben deshalb auch kein Stimmrecht , was bewusst von den ca 3000 ordentlichen GEMA Mitgliedern gewollt ist.
    Die GEMA behauptet, angeschlossene und außerordentliche GEMA Mitglieder haben keine Mitbestimmungsrechte weil sie so wenig erwirtschaften.
    Dabei ist die GEMA so ungerecht, sie erkennt die erwirtschafteten Einnamen der außerordentlichen und angeschlossenen nicht an, die in Fußballstadien, Internetradios, in Discotheken, in Kneipen. kleine TV Sender, gespielt werden.
    Schmeißt die Einnahmen in einen großen Topf, die den ordentlichen Mitgliedern angerechnet wird. Begründung! Genaues Abrechnen kostet zu viel Geld der GEMA. Da wo korrekt abgerechnet wird, dort kommen die meisten außer und angeschlossen Mitglieder nicht rein. In den größen Radiosender (Wo auch Ordentliche GEMA agieren auch als Verleger (Musikindusrie)also doch auch entscheiden können was gesendet wird und was nicht) .Das ist der Trick wie die organisierten ordentlichen GEMA Mitglieder arbeiten. Sie sagen alle werden gleich behandelt ob an, außer oder ordentliche. Dabei wird nur korrekt abgerechnet wo die ordentlichen GEMA Mitglieder sitzen , (Deswegen gibt es auch nur bestimmte Musik in Deutschen Radios zu hören). Klassische Musik die im Radio gesendet wird. Sie wird als hochwertige Musik von der GEMA (0rdentliche GEMA-mitglieder) eingestuft und ist für den Bürger besonders teuer. Der dieses aber nicht mit bekommt weil er nicht weiß wo die Gelder hinfließen und wann ein sehr hoch von den ordentlichen GEMA Mitgliedern eingestüftes Lied im Radio läuft.
    Eine lobenswerte Ausnahme sind die Deutschen Schlagers Sender wie z.B WDR4. Sie senden auch machmal kleinere Komponisten die kein großen Verlag angehören.
    Wenn man als Komponist oft in den großen Radiosendern gesendet wird, dann bleibt und wird man auch ordentliches GEMA Mitglied. Das gilt besonders für die Verleger (Plattenfirma) die mit 40% Tatjemen beteiligt sind und als Plattenfirma die größte Macht bei den ordentlichen GEMA Mitgliedern ausmacht. Und wenn man CD´s auf den Markt hat und es schafft (für organisierte kein Problem) regelmäßig in den 12 Regionen auftreten zu lassen, kann man durch die GEMA reich werden.(Pro verfahren auch eine ungerechte Erfindung von den ordentlichen GEMA Mitgliedern) So zocken die ordentlichen GEMA Mitglieder die Mehrheit der Komponisten und Texter dieser Welt ab und das im Sinne des Deutschen Staates der seinen Segen erteilt und dadurch seine Aufsicht und Überwachungspflicht vernachlässigt und damit seinen Kulturauftrag vernachlässigt. Meiner Meinung nach hat das deutsche Patentamt versagt , ging den einfachen Weg zu Gunsten der ordentlichen GEMA Mitglieder
    Die GEMA ist ein Verein der organisierten ordentlichen GEMA Mitglieder die sich die Gelder mit Ungerechtigkeit in ihre Tasche erwirtschaften. Zum Nachteil der nicht GEMA Mitglieder die an und außerordentlichen GEMA Mitglieder. Aufsichträte der GEMA sind selber Komponisten, Texter oder Verleger bei der GEMA als ordentliche GEMA Mitglieder sie haben natürlich auch Interesse daran viel Gewinn zu machen in einer kleine Gruppe wie es die ordentlichen GEMA Mitglieder sind.
    Sie können selbst dafür sorgen wie Stark ihre gewinne sind da Sie starken Einfluss haben auf Veränderungen der GEMA Gesetze. Das beweißt das PRO verfahren was selbst von den ordentlichen GEMA Mitgliedern nicht abgestimmt worden ist. Sonder einfach von einer kleinen Gruppe ordentlichen GEMA Mitgliedern eingeführt worden ist.
    Die GEMA bleibt sich treu .Sie macht Reiche reicher und Arme ärmer und das von Jahr zu Jahr mehr wie man in den Statistiken erkennen kann.
    Das kann man daran erkennen ,wohin die riesigen Einnahmen (850 Millionen € Einnahmen in einen Jahr. Ein kleiner Teil hat fast alles bekommen) fließen ,mit ausgeklügelten Verfahren und System werden die an und außerordentlichen GEMA Mitglieder benachteiligt und denunziert ( Gelegenheits- Komponisten). Man kann an den Statistiken erkennen, wie in den Jahren die Ordentlichen sich immer mehr Geld zugespielt haben. Durch ungerechte Abrechnung´s Verfahren (Pro)
    Die GEMA ist ein Elite- Verein . Durch die künstlich gemachte 2 Klassengesellschaft der Elite, die Ordentlichen und die nicht GEMA Mitglieder An und Außerordentliche(der größte Tei) ist ein großer Schaden entstanden. Nicht nur das dadurch in großen Mengen Arbeitplätze vernichtet worden sind sondern auch Musikkultur die durch die ordentlichen GEMA Mitglieder im Keime erstickt worden sind. In dem Sie z.B.in den großen Radiosendern, Musik von an und außerordentlichen ausgegrenzt worden sind im Sinne der Musikindustrie(Musikverlag) in dem die ordentlichen GEMA Mitglieder stecken. Stellen Sie sich mal vor der Deutsche Staat würde funktionieren wie die GEMA , dann dürfte nur die erfolgreiche Elite zu den Wahlen gehen. Dann würde Deutschland das sein was die GEMA ist. Ein Verein der Reiche reicher macht und Arme ärmer. Das wäre das Mittelalter. Und selbst die Elite, die wählen dürften und wählen möchten müßen dafür 2-3 Tage in Berlin oder München leben um bei den Wahlen teilnehmen zu können .Durch dieses Sytem ist gesichert das nur eine ganz kleine Gruppe ordentliche GEMA Mitgliedern die Gesätze zu ihren Gunsten verändert können. Die GEMA ist (leider) ein Verein der vor dem Gesetzgeber wie z.B B.G.H so ungerecht handeln darf. Das schlimme ist das die GEMA ein Monopol ist und das Komponisten keine andere Möglichkeit haben Gewinne zu erwirtschaften als bei der GEMA.
    z.B. Dagmar Sikorski ist Verlägerin und GEMA-Aufsichtsratsmitglied und Deutscher Musikrat , man kan sich vorstellen wie viel Einfluss und Macht so ein GEMA Aufsichtsrat hat. Und man kann dadurch erkennen wie alles zur einer Familie gehört.
    Beispiele wie Kultur vernichtet worden ist, durch die ordentlichen GEMA Mitglieder die auch besteht aus den großen Plattenfirmen in Form der Verleger . Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt von EUROPA. Es gibt nicht mal 3 bekannte Ruhrgebietslieder, weil diese im Sinne der Musikindustrie (ordentliche-GEMA-Mitglieder) nicht in Radiosendern gesendet worden sind. Selbst die eigenen Lokalsender die sich 100% von hier nennen senden nichts von ihren eigen Musikern und Komponisten. Sie haben dadurch viel Kultur im Keime erstickt. Weil die Musikindustrie (ordentliche-GEMA-Mitglieder) noch mehr Geld mit Enlish oder Amerikanischen Künstlern machen konnte. Kleine Künstler sind im Keime erstickt worden weil ihnen das wichtigste Forum Radio entzogen worden ist. Das ist Kulturvernichtung .
    So kann es passieren ,dass eine Kulturhauptstadt von EUROPA nicht mal 3 bekannte Lieder hat. Da Ruhrgebietlieder so gut wie nie in den Radiosendern gesendet worden sind. Andere Regionen in Deutschland geht es ähnlich. (Ausnahme Köln, viele Kölner Musik und Kölner Bands werden im Radio bevorzugt)
    Internet Radio ist Klasse, da es meistens von Bürgern für Bürger gemacht wird und den Musikgeschmack sehr gut trifft. Auch Internetradiobetreiber müssen GVL und GEMA zahlen. Der größte Teil bekommen dort auch die ordentlichen GEMA Mitglieder, da dort auch pauschal abgerechnet wird. Der ware Komponist der gesendet wird wird bei der GEMA Namentlich nicht festgehalten und berechnet.
    Die meisten Komponisten und Texter erhalten nicht ihr Geld , was ihnen zusteht oder erhalten erst gar kein Forum wo Sie Gelder erwirtschaften können durch die Gesetze der ordentlichen GEMA Mitglieder.
    STOPPT die Zweiklassengesellschaft und das Monopol GEMA, um Gerechtigkeit für die Mehrheit der Komponisten und Texter, für die Kunst und der wahren Kultur. Es kann nur Gerechtigkeit entstehen mit gerechten Ausschüttungen, wenn jeder Komponist und Texter, der sich bei der GEMA anmeldet, gleichwertiges Stimmrecht hat. Mit Wahlmöglichkeiten die man sich leisten kann.(z.B. Briefwahl) Nur so ist soziales und demokratisches sein gewährleistet. Die Grundvoraussetzung einer Demokratie.
    Aktuell im Jahr 2011 haben die ordentlichen GEMA mitglieder beschlossen das auf CD und Download 20% GEMA einahmen abgezogren werden und auf Radio und TV gesendeten Lieder aufgerechnet werden. So werden die regelmäßig im Radio laufen noch reicher auf kosten die iihre gewinne durch CD verkauf und Download haben. Benachteiligt dadurch sind die meisten an und außerordentlichen GEMA Mitglieder(der größte Teil).
    Es gibt zum Glück immer mehr Engel wie Frau Monika Bestle und Öle Seelenmeyer, die sich für die Gerechtigkeit einsetzen und den Mut haben sich gegen diesen Machtgiganten GEMA zu stellen.

    Ich hoffe auf mehr Gerechtigkeit und Demokratie in Deutschland

    Mit besten Güßen
    Komponist, Musiker,Sänger, Produzent,Texter:
    Detlef Lauster

  26. Detlef Lauster schrieb am

    FAX. an Deutsches Patent und Markenamt 089 2195-4153
    Wiederspruch gegen Ablehnung meiner Beschwerde über die GVL.
    Aktenzeichen 3601/20-4.4 II/111 01.03.2012
    An RD Dr. Johannes Holzer.
    Sehr geehrter Herr Holzer,
    Auf der Homepage der GVL steht:
    Wer als Künstler eine Leistung erbringt, muss bestimmen können, wie sein Werk genutzt wird. Und er muss an den aus der Verwertung resultierenden Einnahmen beteiligt werden. Dafür sorgt die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL), die 1959 als erste und nach wie vor einzige deutsche Verwertungsgesellschaft für ausübende Künstler und Tonträgerhersteller gegründet wurde.
    Der Satz . „Und er muss an den aus der Verwertung resultierenden Einnahmen beteiligt werden“
    Das ist eine Unwahrheit die die GVL in die Öffentlichkeit verbreitet und sich damit sozialer und demokratischer darstellt als wie sie wirklich ist.
    Ich habe für meine Musikalischen Leistungen 0,-Euro von der GVL (Neuer Verteilungsplan) erhalten.
    Ich fühle mich durch von der GVL getäuscht und ungerecht behandelt.
    Die GVL sorgt ebend NICHT dass der Künstler an den aus der Verwertung resultierenden Einnahmen beteiligt wird. Sonst hätte ich ja Einnahmen bekommen müssen von der GVL die sie durch meine Leistungen eingenommen hat.
    Meine Meinung:
    Auch eine juristische Macht ist eine Macht die nicht immer Gerechtigkeit widerspiegelt.
    Ich frage mich ob das Deutsche Partentamt jemals gegen die GVL und GEMA entschieden hat.
    Und immer den leichteren Weg gegangen ist. Wenn das so ist, halte ich das Partentamt für die falsche Staatsaufsicht über die GVL.und GEMA.
    Es kann nicht sein , das so gut wie nur die Künstler von der GVL berücksichtigt werden die über die großen Radiosender laufen aber wiederrum die GVL an mehreren Quellen einnahmen macht von Künstlern die nicht in den großen Radiosendern gesendet werden.
    Wenn das DPM Amt das für gerecht und richtig hält, arbeitet das DPM Amt nach meiner Meinung gegen die Kulturvielfalt. Es werden durch diese Maßnahme nur eine bestimmte Musikerschicht an den Einkommen beteiligt. Das kann doch nicht gerecht und im sinne des Deutschen Staates sein.
    Ich bitte nochmals um Überprüfung
    Mit freundlichen Grüßen
    Detlef Lauster
    August-Brust-Str., 45899 Gelsenkirchen , Tel. 0209 587194 , laustersrevier@arcor.de

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