Zum Welttag des Buches und Urheberrechts: Urheber gegenüber den Verwertungsgesellschaften stärken!

Bild: Tobias M. Eckrich

Zum Welttag des Buches und des Urheberrechtes betont die Piratenpartei die Wichtigkeit des Schutzes der Urheber und ihrer Rechte gegenüber den Verlagen. Die Piratenpartei unterstützt den digitalen Umbruch und begrüßt eine autonome Vermarktung von Werken im Selbstverlag und eine direktere Beziehung zwischen Autor und Leser.

Mit den neuen Technologien sind Urheber in der Lage, die bisherige Abhängigkeit von den Verlagsgesellschaften zu umgehen. Deswegen setzt sich die Piratenpartei für ein zeitgemäßes und den neuen technischen Möglichkeiten angepasstes Urheberrecht ein. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der zeitlichen Begrenzung so genannter Buyout-Verträge. Mit solchen Verträgen treten Künstler sämtliche Rechte an die jeweiligen Verwerter ab. Diese Praxis muss in den Augen der PIRATEN ein Ende finden, zumal sie bereits Einschränkungen durch das Landgericht Mannheim erfahren hat.

Weiterhin sollen Urhebern Zweitverwertungsrechte eingeräumt werden, Rechte bei Nichtausübung schneller zurückfallen und den Verwertern unbekannte Nutzungsarten nicht pauschal eingeräumt werden können. Zudem soll ausgeschlossen werden, dass sich Verleger zusätzlich Anteile an den Vergütungen der Urheber sichern können.

Der Absatz im Buchmarkt 2011 laut PricewaterhouseCoopers (PwC) und die gute Prognose bis 2015 sowie die Einschätzung des Börsenvereins zeigen, wie gut es der Buchbranche insgesamt geht. Autoren wie beispielsweise Petra van Cronenburg beweisen, welche Möglichkeiten eine freie Verbreitung bieten kann.

Eine Verdreifachung des eBook-Marktes, hier auch wieder getrieben von Firmen wie Amazon, ist ein eindeutiges Signal, dass die Verbraucher auch in Zeiten des digitalen Wandels bereit sind, für einfach zu tauschende Dateien Geld auszugeben. Mit Besorgnis ist jedoch festzustellen, dass nicht aus den Fehlern der Musikindustrie gelernt und auf DRM-Systeme, die ausschließlich legale Nutzer treffen, verzichtet wurde.

»So, wie der Buchdruck dafür gesorgt hat, dass Informationen einer breiten Bevölkerung zugänglich wurden, sorgt das Internet dafür, dass jeder Mensch an jedem Ort der Welt zu jedem Zeitpunkt Informationen zur Verfügung stellen oder abrufen kann. Damit findet wie zu Zeiten des Buchdrucks eine Wende in der Entwicklung der Menschheit statt. Der Buchdruck hat die Fundamente für unsere Wissens- und Kulturgesellschaft gelegt, die bis heute einen eher elitären Charakter hatte. Jetzt werden wir Zeuge, wie die Gesellschaft noch einmal revolutioniert wird, und jeder kann daran teilhaben«, so Gefion Thürmer, Buchhändlerin und Beisitzerin im Bundesvorstand der Piratenpartei.

Es ist das erklärte Ziel der PIRATEN, diese zweite Revolution aktiv zu unterstützen und Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Zu diesen Hindernissen gehören u. a. die Verwertungsgesellschaften mit ihren überkommenen Ansprüchen an den Werken der Künstler. »Niemand wäre seinerzeit auf die absurde Idee gekommen, den Buchdruck abzuschaffen, weil die Kopiermönche dadurch arbeitslos würden und die Quasimonopolstellung der Klöster in der Buchherstellung aufgebrochen würde«,  verdeutlicht Thürmer. »Aber genau das wird heute – nur mit anderen Akteuren – gefordert.«

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Kommentare

23 Kommentare zu Zum Welttag des Buches und Urheberrechts: Urheber gegenüber den Verwertungsgesellschaften stärken!

  1. Mario Liedtke schrieb am

    Mir ist eine unglückliche Formulierung aufgefallen, die so wie sie verwendet wurde grammatikalisch das Gegenteil vom Gewünschten zu behaupten scheint:
    >…dass nicht aus den Fehlern der Musikindustrie gelernt und auf DRM-Systeme, die ausschließlich legale Nutzer treffen, verzichtet wurde.

    Hier fehlt ein „nicht“, bzw das erste ist auch ungünstig platziert. Ich vermute, dass folgende Aussage angedacht war:
    …dass aus den Fehlern der Musikindustrie nicht gelernt wurde und nicht auf DRM-Systeme, die ausschließlich legale Nutzer treffen, verzichtet wurde.

    Noch besser wäre vielleicht im letzten Teil sogar:
    … und wieder auf DRM-Systeme gesetzt wurde, welche allein den legalen Nutzern Einschränkungen aufbürden.

  2. BabettG schrieb am

    Aber es ist doch kein Autor gezwungen, sein Werk einem Verlag zu übertragen. Es kann doch jeder sein Buch selbst drucken, selbst vervielfältigen und selbst vermarkten, besonders da in Euren Augen die Arbeit der Verlage ja gar so easy und nebensächlich ist… ;-)

    • Gedankenverbrecher schrieb am

      Die traditionelle Arbeit der Verlage, was Werbung und Verwertung (d.h. Druck / Vertrieb) für einen Text angeht ist tatsächlich leichter geworden.

      Werbung ist – dank Internet – praktisch für jedermann möglich (respektive günstig genug, dass man keine Firma im Hintergrund braucht) Druck geht mittlerwele per „Book on Demand“, respektive Veröffentlichung als Text direkt online.

      Das soll nicht bedeuten, dass Verlage völlig überflüssig geworden sind, sondern dass sich ihr Geschäftsfeld verschiebt. Vom alleinigen Anbieter für Veröffentlichung zu einem mehr oder weniger Luxusanbieter. Denn Bücher verkaufen sich nach wie vor. Doch hier entscheidet immer mehr Qualität und Aufmachung.
      Der Punkt ist: Wenn ich mein Buch z.B. in Printform und ordentlicher Qualität veröffentlichen will, aber nebenher als günstiges Angebot (E-Book, BoD mit geringer Gewinnspanne) oder frei (Werbung) als PDF
      oder gelesen als Podcast ist das z.B. nicht möglich, weil man alle Rechte dem Verlag einräumen muss.
      Damit wird schlicht die Entfaltungsfreiheit des Autors eingeschränkt und eine Alles-oder-Nichts-Mentalität zementiert.
      Und hier sind die momentanen Regelungen einfach überarbeitungsbedürftig.

      Gruß
      Gedankenverbrecher

  3. Pingback: Zum Welttag des Buches und Urheberrechts – Und was die Piraten darüber denken | Der Nachrichtenspiegel

  4. Christoph schrieb am

    Mir drängen sich da ein paar Fragen auf:
    1. Glauben die Piraten wirklich, dass Künstler gute Vermarkter sind? Spätestens seit der Antike haben sich spezialisierte Berufe herausgebildet, warum soll
    2. Glauben die Piraten, dass unser heutige kulturelles Angebot ohne professionelle Vermarkter existieren könnte? Ein Buch oder ein Album kann man eventuell noch selbst finanzieren, aber wer könnte beispielsweise Film vorfinanzieren? Und jetzt kommt mir nicht mit Crowdfunding, bei ‚Iron Sky‘ sieht man ja, dass sich damit erstens nicht wirklich große Mittel aufbringen kann und zweitens, dass es keine Sicherheit gibt, so dass die Produktion immer wieder verschoben werden musste.
    3. Warum bemüht Ihr immer wieder das Feindbild von den bösen Verwertungsgesellschaften, die sich das ganze Geld einverleiben? Von wem sprecht ihr überhaupt? Selbst bei den großen gehen die Umsätze gehen seit Jahren bergab, also wer soll das sein?
    4. Warum sprecht ihr immer von Buyout-Verträgen, wo die doch sehr selten vorkommen und man auch schon heute gute Rechtsmittel gegen sie hat?

    • Christoph schrieb am

      Ups, zu früh abgeschickt. Ich wollte schreiben: „Spätestens seit der Antike haben sich spezialisierte Berufe herausgebildet, warum soll das bei Künstlern und Vermarktern anders sein?“

    • LordSnow schrieb am

      1. Künstler sollen laut derzeitigem Recht sehr gute Vertragsaushändler sein, da sie sonst schnell alle verwertbaren Rechte an ihrem Werk für einen Apfel und ein Ei an Verlage abgeben. Die Positionen der Piratenpartei schützen die Urheber davor und tragen dadurch gerade dem Argument Rechnung, dass das eben nicht jeder Urheber neben seiner Urheberschaft noch leisten kann. Ob sie einen Vertrag mit einem Verlag eingehen wollen oder selbst verlegen ist natürlich die freie Entscheidung eines jeden Urhebers.
      2. Schwer zu beantworten, im Grunde Kaffeesatzleserei
      3. Die Verwerter machen seit eh und je jedes Jahr größere Gewinne und geben den Urhebern nur gerade mal so viel ab, dass sie nicht verhungern, da braucht man nur die Zahlen der KSK anschauen.
      4. Buyout-Verträge sind derzeit nicht die Ausnahme sondern sogar die Regel.

      Viele Grüße
      René

      • Christoph schrieb am

        1. Das ist keine Antwort auf meine Frage. Ich hatte gefragt, ob Künstler gute Vermarkter seien bzw. warum man spezialisiere Vermarkter generell ablehnen sollte, so wie es die Piraten hier tun.
        Künstler haben die Wahl, an wen und zu welchen Konditionen sie ihre Rechte abtreten. Zudem haben sie jetzt durch das Internet bessere Möglichkeiten, Werke direkt zu vermarkten. Das stärkt ihre Verhandlungsposition.

        2. Was hat das mit Kaffeesatzleserei zu tun? Wir kennen das heutige Angebot, wir wissen, was es kostet, also muss man sich fragen, wie man diese Kosten ohne professionelle Vermarkter und Geldgeber aufbringen will. Wo sind die Geschäftsmodelle?

        3. Du wiederholst nur, was ich schon gefragt hatte. Wer sind die Vermarkter, die „seit eh und je jedes Jahr größere Gewinne“ machen? Beispiel: Bertelsmann -34% 2002-2011, Sony Music: -10% in 2010, Universal -10% von 2006 bis 2010, Randomhouse -6% in 2011, usw.
        Die Firmen, die Gewinne machen, tun das Entweder durch Übernehmen oder durch Expansion in Märkte wie China, aber die bekannten Märkte schrumpfen Jahr für Jahr.

        4. Darüber kann man streiten. Fakt ist, dass die Piraten in ihrem Antrag PA149 eine nur 2 Änderungen zur Verhinderung von Buy-out-Verträgen haben. Wenn sie wirklich so ein Problem darstellen, ist das etwas wenig und steht vor allem in keinem Verhältnis zu den anderen 82 Änderungen, die zu Lasten der Urheber gehen.

        • LordSnow schrieb am

          Du musst schon den gesamten Markt betrachten und der wächst, klar dass einzelne auch Verluste haben, aber um das zu verhindern müssen wir die Marktwirtschaft abschaffen. Obwohl natürlich der Immaterialgüterbereich momentan schon fast soweit reguliert ist, dass es kaum noch etwas mit Marktwirtschaft zu tun hat. Übertragen auf andere Bereiche wäre das in etwa so, als wenn ein Schreiner für jede Nutzung eines Tisches vergütet werden müsste und nicht nur für die einmalige Herstellung.
          * Bundeszentrale für politische Bildung: http://www.bpb.de/themen/MRY87V,0,0,In_Zahlen.html (Zahlen von 2002, bereits 3 Jahre nach Napster)
          * aktuelle Zahlen Kulturgütermarkt nach Branchen: http://www.techdirt.com/skyisrising/

  5. Christoph schrieb am

    Das mag so sein, Gedankenverbrecher, hat aber mit dem Urheberrecht nichts zu tun. Es ist eine Frage des individuellen Vertrags zwischen Autor und Verlag und kann schon heute umgesetzt werden. Nicht eine gesetzliche Regelung steht dem entgegen.

  6. Harald schrieb am

    1. @ Christoph: Ich kann dir deine Fragen beantworten: Weil die Piraten die Komplexität des Urheberrechts sowie des marktwirtschaftlichen Prozesses in Bezug auf geistiges Eigentum noch nicht erfasst haben.

    2. Ich verstehe zudem ein Argument nicht, dass ich von einer Piratin im heute-journal gehört habe. Dort sprach sie davon, dass durch das Downloaden viele Ihrer Generation als Kriminelle gelten würden. Diesen Umstand müsse man beseitigen. Anders gesagt, wenn sich eine bestimmte Anzahl an Personen findet, die nach derzeitigem Recht strafbare Handlungen begehen, so muss das Recht dahingehend geändert werden, dass eine solche Handlung nicht mehr strafbar ist.

  7. Chnutz schrieb am

    Wenn ich Tonkunst anbiete, kann ich mich entscheiden, der GEMA beizutreten oder ich lasse es.
    Als Autor von Theaterstücken oder eines Buches kann mich ebenso frei entscheiden, ob ich die VG Wort oder einen Verlag bemühe. Deshalb zielt meiner Meinung nach der letzte Absatz des Artikels „[…] Zu diesen Hindernissen gehören u. a. die Verwertungsgesellschaften […]“ völlig ins Leere.
    Dass besonders bei der GEMA die Regeln einer gründlichen Überholung bedürfen, steht allerdings ausser Frage.
    Das zwei Gernerationen noch von dem Werk des Vorfahren profitieren sollen (70 Jahre nach Tod des Autors), darüber sollte auch diskutiert werden, finde ich. Ich meine, eine Generation sollte da auf jeden Fall auch ausreichen, also ca. 30 Jahre.

    Noch was: Das die Kultur und Wissenschaft durch Buchnutzung elitär sein soll und durch das Internet/elektronische Medien nicht mehr, so wie es der Satz „Der Buchdruck hat die Fundamente für unsere Wissens- und Kulturgesellschaft gelegt, die bis heute einen eher elitären Charakter hatte“ impliziert, ist Unsinn!
    Für den Preis einer einigermaßen schnellen Internetverbindug kann ich mir jeden Monat vier Taschenbücher kaufen und für das Geld, was mich Strom und Nachrüstung/Neukauf von PCs dazu kosten (vom Kindle oder Tablet-PC mal ganz abgesehen), ein Zeitungsabo.
    Das Buch kann ich dann immer wieder lesen, komplett ohne Strom und DSL, oder gar verschenken und vererben. Nur die „Speicherung“ verschlingt einiges an Platz
    Dem kann ich aber mit einem Leihausweis der örtlichen Bibliothek sofort und unglaublich günstig entgehen.
    Elitär sind viel mehr die elektronischen Medien, bitte vergesst das nicht.
    Mal abgesehen von dem Preis für Geräte und Verbindung:
    Hier auf dem Land gibt es noch Dörfer ohne ISDN und UMTS, da mühen sich die Menschen mit 56kB-Modems ab statt mit 32Mbit. Die können nicht hier an der Diskussion teilhaben, weil alleine das Laden von 1MB schon mal eine Stunde dauern kann – wenn die Leitung nicht vorher zusammenbricht.
    Und viele haben noch nicht gelernt, mit diesem Medium umzugehen.

  8. Pio schrieb am

    als Gewerbetreibender bin ich nun mal drauf angewiesen, meinen Kunden, Interessenten und Lieferanten Dokumente per Fax oder Brief zukommen zu lassen. Das sind Angebote, Lieferscheine, Rechnungen, Bestellungen und selbst verfasste Dokumentationen.
    Da mein Drucker nicht mehr reparabel war, musste ich mir im Febr. diesen Jahres ein neues Gerät kaufen. Eine Position auf der Rechnung (40,00€ +MwSt) ist „Urheberrechtsabgabe“. Originaltext: „Gesetzlich vorgeschriebene Abgabe für alle bildbearbeitende Geräte, wie z.B. Drucker, Scanner, Kopierer, All-in-One-Geräte, usw.“
    Welcher notleidende Schriftsteller bekommt das Geld? Oder sollte ich für jede Bedienungsanleitung die ich ausdrucke, eine Vergütung von der Gema fordern?
    Dann hätten wir noch das Thema GEZ für gewerblich genutze PCs…..
    Ich denke, dass ich unter diesen Umständen der PP wohl bald mit meiner Mitgliedschaft drohen werd ;-))

    • Mary schrieb am

      Hallo Pio, es ist tatsächlich so, dass diese Abgaben in die jährliche Vergütung der Künstler von der VG Wort als „Bibiothekstantieme“ oder ähnliches einfließen. Als Autorin, die keinen Einfluss daruf hat, wie oft ihre Bücher, Kurs- Unterlagen etc. kopiert und kostenlos verwertet werden, freue ich mich über dieses kleine Zubrot. Auch wenn ich beim Kauf eines Druckers/ Scanners etc. selbst auch diese Abgabe zahlen muss.

  9. Spaziergänger schrieb am

    Nun ja, man kann Verlage als natürlichen Feind der Autoren darstellen – eine Ausnutzung unbedarfter Schreiber mag es sicherlich geben, keine Frage! Dennoch sehe ich als Leser den Nutzen der Verlage: ich möchte mich nicht durch mehr oder wenige gelungene Selbstanpreisungen auf den verschiedensten Internet-Portalen quälen, sondern orientiere mich an den unterschiedlichen Ausrichtungen und Portfolios der Verlagshäuser und ihren Imprints – da vebirgt sich schon genug Überraschung.

    Dennoch mag eine Anpassung des Urhebeberrechts sinnvoll sein, um den nun mal gegebenen technischen Möglichkeiten Rechnung zu tragen und auch Autoren mehr Auswahl der Vetriebswege zu geben. Es wird sich dann zeigen, ob diese Autoren auf das richtige Pferd setzen.

    Es bleibt anzumerken, dass die wiedergegebenen Aussagen von Frau Thürmer der Pressemitteilung nicht gerade zum Vorteil gereichen – es doch ein mehr ein Geschwurbel als fundierte Aussage.

  10. Spaziergänger schrieb am

    „es ist doch mehr ein Geschwurbel als fundierte Aussage“ sollte es im letzten Satz meines Beitrages heißen …

  11. Verlage und Auhoren schrieb am

    Ein gutes Beispiel fuer einen Knebelvertrag liefern, muss mir aber das Einverstaendnis der Autorin mir noch holen, ihn anonymisiert weiter zu geben.
    Wenn ich als Arbeiter/Angestellter den Arbeitgeber wechseln will oder mich selbststaendig mache, gibt es das Arbeitsrecht. Es gibt Verlage, wo der Autor gezwungen wird selbst aktiv zu vermarkten und das auf eigene Kosten und dafuer dann unter einer gewissen Absatzmenge nur Amazongutscheine von 10% des Verkaufswert bekommt. Er kann aber den Verlag nicht mehr wechseln. Der Autor gat das Recht Mengen ab 100 Stueck um 80% des Preises zu kaufen …

  12. Verlage und Autoren schrieb am

    Das soll nicht heissen, dass es nicht seriöse Verlage gibt, die dem Autor das Buch gut vermarkten. Sonst wird bei unseriösen Mitbewerbern, die eigenartige Geschäftspraktiken verwenden, meistens die Konkurrenz aktiv, weil sie um den Ruf des Gewerbes besorgt sind oder es werden Meldungen der Presse zugesteckt. Bei Verlagen kenn ich kein solches Beispiel, obwohl es schwarze Schafe gibt.

  13. nicht-guttenberg schrieb am

    wie steht ihr Piraten eigentlich zu nicht als Zitat angegebenen Plagiaten in wissenschaftlichen Arbeiten?

    • LordSnow schrieb am

      Die sollen weiterhin streng verfolgt werden, da geht es jedoch vorrangig um Betrug.

      Viele Grüße
      René

  14. PvC schrieb am

    Man sollte nicht unterschlagen, dass die hier zitierte Autorin Petra van Cronenburg gleichzeitig mit Wonne und aus Überzeugung mit Verlagen zusammenarbeitet, von deren Leistungen für Autoren sie absolut überzeugt ist . Gruß von derselben.

  15. Mary schrieb am

    Und, liebe Piraten – kriegt Ihr heute Abend im Lokal das Essen umsonst und morgen vom Bäcker die Brötchen geschenkt? Von was lebt Ihr selbst? Doch wohl nicht alle von BAFÖG oder feinen Stipendien. Die von Euch, die berufstätig sind: Arbeitet Ihr denn selbst nur fürs edle Herz? Wollt Ihr keinen Lohn oder Honorare für Eure eigene Arbeit? Wovon bezahlt Ihr denn Eure Miete, Euer Essen usw.?
    Was würdet Ihr sagen, wenn Euer Chef Euch sagt: „Ab morgen arbeiten Sie umsonst“ ? Ich nehme an, da würde Euch ganz schnell der Begriff „Ausbeutung“ über die Lippen kommen.
    Bislang habe ich noch keine vernündtige Begründung gehört, warum ausgerechnet Künstler, die ja traditionell schon nicht zu den Begüterten gehören, ihre Arbeit umsonst liefern sollen, aber alle anderen Berufe Geld für ihre Arbeit fordern dürfen.

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