Analyse zu Urheberrecht: Künstler verdienen deutlich mehr als vor 15 Jahren

Bild: Tobias M. Eckrich

Das Internet ist nicht der Untergang der Kreativen, vielmehr eröffnet es neue Chancen. Dies zeigt eine Analyse der Einkommensentwicklung der in der Künstlersozialkasse versicherten Kulturschaffenden. Christian Hufgard, Urheberrechtsexperte der Piratenpartei Deutschland und 1. Vorsitzender des Musikpiraten e. V., stellt die Ergebnisse seiner Kurzstudie am 20. März auf dem Onlineportal des Vereins vor. Laut der Analyse der Daten konnten Künstler ihr Einkommen in den vergangenen Jahren im Durchschnitt um 2,6 Prozent steigern – inflationsbereinigt. Am besten steht sogar die Sparte da, deren Rechteverwerter in der Öffentlichkeit am meisten klagen: Musik.

»Auch die Daten der Künstlersozialkassen Deutschland bestätigen, was bereits anhand anderer Quellen belegt wurde: Kreativen gelingt es, ihr Einkommen trotz des Internets zu verbessern – oder sogar auch gerade deshalb«,

erklärt Christian Hufgard.

»Nie war es einfacher, ohne Verlage oder Labels seine Kunst zu vermarkten. Offensichtlich gelingt dies kleinen Künstlern deutlich besser als den ewig jammernden Major-Labels oder der GEMA, die auch 2011 wieder Umsatzeinbußen hatte.«

Die Piratenpartei fordert eine Reform des Urheberrechts, welche einen fairen Interessensausgleich zwischen Künstlern und Konsumenten ermöglicht. Bisher wird nach Ansicht der Piratenpartei an einem vollkommen überholten Geschäftsmodell festgehalten, von dem die Verwerter übermäßig und ungerechtfertigt profitieren.

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Kommentare

81 Kommentare zu Analyse zu Urheberrecht: Künstler verdienen deutlich mehr als vor 15 Jahren

Neuere Kommentare →
  1. don schrieb am

    Ok, dann müssen jetzt auch die Auros günstiger werden, die Softwear Programm, an denen ja viele PP Mitglieder verdienen. Wie steht es damit?
    Ich, bin Musiker Theater Eventmanager und arbeite mit Schriftstellern zusammen und was hier besonders vom Vorstand dem jungen Herrn Nerz propagiert wird ist ausgemachter Unsinn.
    Nochmal: Von 100 Musik-Band machen 97 minus. Die riesigen Gewinne machen die wenigen Stars. Diese free donwload Geilheit unsere PArtei geht mir so auf den Wecker.
    Seit Bundestreffen in Offenbach hat er der Vorstand nicht geschafft ein zweites Thema positv zu kommunizieren.
    Nicht unerfahrenheit, inkompentenz ist das problem der Partei.

    • Anonymous schrieb am

      Sehe ich nicht so,

      die riesige Fülle an kleineren „Garagenbands“ und „Hobbymusikern“ wird durch Youtube und co. massiv gefördert. GEMA Bullshit und Abmahnwellen sind hier höchst kontraproduktiv. Es geht nicht um download Geilheit, sondern um ein faires System, welches dafür sorgt, dass das Geld auch dort ankommt, wo es der Konsument auch sehen will: Beim Künstler. Und das ohne irgendwelche komplett veralteten Strukturen mit Raubrittergesinnung mitzufinanzieren.

      Mfg Muffinmoerder

    • Der Tom schrieb am

      Hallo Don.

      Ich konnte leider nicht raus lesen, wie viele der 100 Musik Bands auch tatsächlich Urheber der aufgeführten Stücke sind.
      Es geht in der Meldung ja um Urheber von Musikmelodien und Musiktexten und die sind nicht pauschal mit den Musik-Bands gleichzusetzen.

      Und was bitte hat das mit „free donload Geilheit“ zu tun?
      Wenn Urheber ein generelles Nutzungsrecht für die Öffentlichkeit aussprechen, ist das doch wohl deren eigene Entscheidung.

      Gruß
      Der Tom

      • Don schrieb am

        Hi Tom,
        bevor ich dir Antworte, erlaube mir noch eine Anmerkung zu der Analyse. Steht irgendwo, was für Analysen dort erstellt wurden?
        Analyse ist eh der falsche Begriff, wenn schon Statistik. Wonach wurde eigentlich gefragt? Wie kommen die Ergebnisse zu Stande? Gibt es dazu Infos?
        Jetzt zu deine Reaktion, für die ich mich bedanken möchte. Leider sind hier weder Zeit noch Platz, meine Ansicht detailliert darzustellen Abgesehen davon, kann ich hier nur für die Musikbranche sprechen, die Diskussion über das UhR betrifft ja auch anderes Formen der Kunst und da ich mich damit nur bedingt auskenne halte ich mich an meinem Grundsatz: Schnauze!
        Bei meinen genannten 100 Bands ist das Urheberrecht bei den Bands. In der Branche spricht man auch nicht vom Urheberrecht sondern von Tantiemen (T). Die T’s bringen den Bands das Geld und werden wie folgt verteilt : 1/3 Texter, 1/3 Komponist und 1/3 Interpret und es gibt noch Gelder für die Verlagsrechte. Jetzt kommt ich zu einem Punkt, da bin ich auf deiner Seite. Hier gibt es nicht jeweils ein 1/3 von 100%, sondern wir reden hier im Schnitt! von einem Betrag zwischen €2 und €4 pro verkauften Medium. Das kommt auf die grösste des Act an.
        Die Firmen zweigen viel ab, das macht die CD zu teuer. Wer glaubt, das Apple das besser löst, sage ich ja, für den Verbraucher, abolutes nein für kleiner Bands. Apple hat nicht nur ein geniales Marketing, es sind auch ganz üble ausbeuter Ausbeuter. Sprich Apple macht das nicht aus Freude an der Kunst, sondern aus Profitsucht und der geht auf Kosten der Kleinen. Das ist allerdings wieder ein ganz anderes Kapitel
        Die Gewinne erlauben es den Plattenfirmen (du merkst: der Typ kommt aus der vor CD Zeit) das sie die ca. 90% „Verlust-Bands“ sich leisten können und damit auch Künstler bezahlt werden, die nur eine kleine Käuferschicht bedient. Diese Bands allerdings hohe künstlerische Ansprüche erfüllen. Das ist wahr. Das der Anteil solcher Bands allerdings sehr gering ist, ist auch wahr.
        Gut ist das Piratenargument downloads so zusagen entkriminalisieren, so wie den Konsum von Drogen. Aber es ist zu kurz gedacht und ich dachte, das wollen wir in Zukunft denen überlassen, die das seit Jahren exerzieren.
        WAs meine Aussage der “free download Geilheit” betrifft, da habe ich mich in meiner ersten Erregung missverständlich ausgedrückt und es nicht ausreichend begründet. Das war ein kommunikativer Fehler ;-)
        Ich hoffe, ich konnte dir neues Wissen vermitteln, das meinen Standpunkt, viele der Vorschläge zum Thema Urheberrecht abzulehnen verständlich machen. Die Quintessenz lautet: Den Grossen schadet es kaum, die kleine gehen unter. Ich dachte wir Piraten wollten was ändern?
        War mir eine Freude
        Gruss
        Don

        • Der Tom schrieb am

          Hallo Don,

          ich bin immer froh etwas neues zu lernen, gerade wenn es um ein umfangreiches und ein, in meinen Augen, sehr verworrenes Thema wie das Urheberrecht geht.
          Wie du schon sagtest geht es dabei ja nicht nur um die Musikbranche.
          Ich versuche nach Möglichkeit jede Seite zu verstehen. Leider gibt es in meinem Bekanntenkreis keinen schaffenden Musiker, sondern nur Autoren, Zeichner und Filmemacher. Und wir machen das alles nebenbei und müssen nicht davon leben.
          Bei uns sieht die Situation nochmal ganz anders aus als bei kommerziellen kleinen und großen Musikkünstlern (und damit beziehe ich mich jetzt auf die Komponisten, Texter und Interpreten).
          Von daher bin ich immer dankbar für jede Information die mir hilft einen weiteren Teil dieses komplexen Themas zu verstehen.

          Gruß
          Der Tom

          • Don schrieb am

            Hallo Tom,
            das schlimmste an der JETZT Zeit, ist diese halbgebildete Selbstgefälligkeit. Hier wird ganz übler Lobbyismus gegen die Musiker getrieben. Mein grosses Problem mit der PP Inkompetenz. 90% der Kommentare Michi du im Besonderen. haltet halt endlich mal eure Klappe, wenn ihr von der Materie keine Ahnung habt.
            Das gilt nicht für dich Tom!
            Hier wird die ganze Zeit Abstrakt vom Urheberrechten gesprochen. Tantiemen, darum geht es!!
            Mein Beispiel einer Band, die ihre Musik unabhängig von einem Musik-Label produzieren will, also die – so viel beschworenen Freiheit des Internets nutzt. Diese Blabla, den Plattenfirmen die MAcht zu nehmen usw. wird mit meinem realen Beispiel Ad absurdum geführt. Wenn ich hier von einem dieser Halbgebildeten höre, Musiker müssen endlich mal ihren Arsch hochbekommen, dann biete ich dir meine Faust in der Tasche an du selbstgefälliger Lutscher!! Kunst ist -das wissen aber nur die , die sie machen – 95% harte Arbeit und 5% Kreativität.
            Zum Beispiel.
            Musik lässt sich zwar leicht im Netz downloaden. Aber das ist wie mit dem Steak auf deinem Teller. Bis das dahin kommt, ist ein langer (für Tiere oft quälender) und kostenintensiver Weg.
            Ein Rechenbeispiel:
            Die meiste Arbeit und Kosten macht die Produktion. Du musst ein Studio mieten, brauchst mindestens einen Tontechniker. Als Solo Künstler, brauchst du mindestens einen Gastmusiker. Das alles Kostet Geld. Das Geld muss man erstmal vorab verdienen. Also haben die meisten Künstler mindestens 2 Jobs.
            Wenn du eine CD in 4 – 8 Wochen, a 8 Stunden Arbeit pro Tag und Kosten von ca. €400 – 700 am Tag (das ist dann aber schon günstig) dann sind wir bei einer Investition von ca. €15.000. Dafür hast du ein Masterband in der Hand. Die Kosten für CD Herstellung und Werbung sind noch gar nicht eingerechnet. Du willst live Gigs? Dann musst du eine Halle oder Lokal mieten. Die Logistik muss bezahlt werden, Übernachtungskosten für mindestens 3 Musiker. Die Arbeiten mehr als die meisten von euch und jetzt sollen die auf Ihre Tantiemen verzichten, weil hier ein paar von der Generation „“ Wir erschaffen nichts, aber verschwenden alles“ oder „Ich habe alles ich will noch mehr“.
            Hier wird schlimmster Lobbyismus betrieben und viele merken es ja nicht mal.
            Tom, dir einen Gruß

        • grecore schrieb am

          Moin,

          Ich sehe ein, dass das Thema Urheberrecht irgendwie Kompliziert ist, aber man sollte schon sachlich korrekte Dinge posten.
          Das Urheberrecht ist das Recht des Urheber an seinem geistigen Eigentum. Die Verwertung dieser Rechte (das zu-Geld-machen) kann, muss aber nicht einer Verwertungsgesellschaft (wie der GEMA) übertragen werden.
          Folgendes nun zu dieser Diskussion:
          1) Die Künstlersozialkasse hat Informationen darüber, wie viel ihre Versicherten verdienen, aber das sagt nicht darüber aus, wieviel von diesem Einkommen aus Urheberrechten stammt. Bei der KSK Versicherte verdienen durch: Unterricht, Plattenverkäe, Konzertgagen, Merchandise etc. und nur zu einem Bruchteil an Urheberrecht.
          Es sind ja auch nicht alles Urheber. Es zu einen grüsseren Teil Musiklehrer, Interpreten, Mietmusiker etc.
          2) Die Tantiemen, die für Plattenverkäufe ausgeschüttet werden, haben nichts mit den Urheberrechten zu tun. Hier werden Leistungsschutzrechte verwertet, das Recht an der erbrachten Leistung als Interpret, nicht das geistige Eigentum. Beispiel: bei einer reinen Coverplatte gehen alle Tantiemen an die Interpreten, die den Kram gespielt haben und das dem Urheber wegen seines geistigen Eigentums zustehende Geld geht an die Verwertungsgesellschaft (GEMA), die es dem Komponisten der Werke wiederum auszahlt.
          Tantiemen werden nicht für Urheberrechte bezahlt.

          3) Das Urheberrecht ist das Recht an geistigem Eigentum (Wie auch das Markenrecht).
          Mit diesem geistigen Eigentum wird viel Geld umgesetzt, etwa dadurch, dass Google Anzeigen schaltet, weil aufgrund von Inhalten, die Google dort bereitstellt, viele User die Site besuchen. Diese Inhalte gehören aber nicht Google, sondern dem jeweiligen Urheber. Hier macht ein Riesenkonzern Milliardenumsätze mit dem Eigentum anderer und weigert sich, diesen wenigstens eine Beteiligung dafür zu zahlen.
          Daran ist überhaupt gar nichts ok.

    • Gedankenverbrecher schrieb am

      Guten Morgen
      > Nochmal: Von 100 Musik-Band machen 97 minus. Die riesigen Gewinne machen die wenigen Stars.
      > Diese free donwload Geilheit unsere PArtei geht mir so auf den Wecker.

      Ich glaube, dass die PM hier genau diesen Rückschluss: Kostenloskultur => Musiker machen Minus aufgreifen und widerlegen will.

      Den Schaden haben nach dem Text gerade die großen Firmen und die Gema als Rechtevertreter, während Künstler die sich selbst vermarkten oder alternative Methoden (abseits der großen Labels) nutzen, gar nicht so schlecht da stehen
      und neben dem ‚Schaden‘ durch kostenlose Verbreitung auch den Werbeeffekt kostenloser Verbreitung nutzen können.

      Dass 97 von 100 Musikgruppen schlechter dastehen ist meiner Meinung nach nicht das Problem der ‚Kostenloskultur‘ sondern eines extrem undurchsichtigen Verteilungsschlüssels, den die GEMA anwendet.
      Dieser ganze E und U-Musik-Schmonzenz. Ein Geschäftsmodell das darauf abzielt dem Gema-Vorstand und einigen wenigen Nutznießern Zusatzgewinne auf Kosten der zahlreichen weniger berühmten Mitglieder zu generieren.

      Außerdem – selbst wenn man wollte: Man kann die Zahnpasta nicht in die Tube zurückdrücken. Es gibt nunmal das Internet. Man kann es nicht aus der jetzigen Gesellschaft entfernen (zumindest nicht ohne einen fatalen Schaden anzurichten), es ist Teil von Kultur und auch Wirtschaft und ähnlich wie Automobil und Elektrizität keine Modeerscheinung sondern ein Fakt.
      D.h. man muss einen Weg finden *mit* dem Internet und den damit verbundenen technischen Möglichkeiten der Qualitätsverlustfreien Kopie von Informationen zu leben und natürlich einen Ausgleich zu finden.
      Aber eben nicht gegen die technischen Möglichkeiten die es jetzt schlicht gibt.

      Das was die Gema im Moment macht ist ähnlich sinnbefreit (wenngleich rührend verständlich) wie die großen Proteste der Vereinigung der Lichtspielhausorchester als der Tonfilm erfunden wurde.

      Die Hintergrundbedingungen haben sich geändert und sie (die Gema) versuchen krampfhaft an ihrem System festzuhalten und machen damit mehr kaputt als die Sache letztlich wert ist.
      Ein Beispiel ist dieser Schmarrn den sie mit Youtube abziehen.

      Dort gilt allgemein eine Lizenzrate von 5 – 6 Dollar pro tausend Klicks (die Youtube an die verschiedenen Rechteverwerter in verschiedenen Ländern zahlt.
      Alleine in Deutschland liegt die Forderung der Gema bei etwa dem 25fachen also rund 130 Euro / 1000 Klicks.
      Und das ist der Grund warum man so oft das fröhliche Gesicht mit: Leider ist dieses Video in deinem Land nicht verfügbar, da die Gema die Rechte daran nicht eingeräumt hat. Tut uns leid.
      sieht.
      Und ja: Youtube IST Werbung für die Bands. Weil mehr als genug Leute (wenn auch nur ein Bruchteil derer die das Video sehen) auch den ‚Dieses Lied kaufen‘-Button drücken weil sie die CD haben wollen.
      Und ebenfalls ja: Solche frustrierenden Aktionen erhöhen die Bereitschaft sich ‚illegal‘ Musik zu beschaffen.

      Ein anderes Beispiel für sinnlose Geschäftsmodelle ist der ganze DRM-Unfug der immer groteskere Blüten treibt.
      Ich kaufe mir eine CD, nichtmal brandneu für rund 30 Euro (erinnert sich noch wer, dass Neuerscheinungen mal nicht mehr als 30 Mark gekostet haben und man 60 höchstens für so Mehrfachalben oder Pink Floyds ‚Wall‘ hingelegt hat?)
      Dann stelle ich fest: Tja. Im Auto zickt die CD aufgrund von irgend einem obskuren Kopierschutz rum.
      Und im Computer auch.
      D.h. sie läuft nur auf meiner etwas betagten, Stereoanlage – die leider nicht im selben Zimmer wie mein PC steht…
      Ach ja – und zurückgeben kann man das Ding natürlich auch nicht.
      Und weiterverkaufen eigentlich auch nicht mehr, wenn es ein englisches Album ist (Dort lässt die Lizenz z.B. keinen Weiterverkauf einer gebrauchten CD zu…)

      Ich glaube, wenn es ein vernünftiges Angebot gäbe – das mir den KAUF eines Tracks, welcher dann mein Eigentum wird (merke nur die entsprechende Kopie nicht das Stück an sich) erlaubt, würde vieles besser laufen. Dann würde ich wahrscheinlich auch anfangen wieder Musik zu erwerben. (und nein, ich raubmordkopiere nicht. Ich höre Radio oder meine alten CDs, die nicht im Auto rumzicken)

      Das gleiche mit Filmen: Erstens warte ich endslang bis der Film / die Serie die ich unbedingt sehen will auf dem Deutschen Markt landet. Dann bekomme ich sie wenn ich Pech habe nur grottig Synchronisiert im Fernsehen.
      DVD kaufen bedeutet: 5 Minuten nicht wegklickbarer ‚Raubmordkopierer sind Terroristen‘-Trailer, gefolgt von einem 10 Minuten Katalog den ich beim ersten Mal auch nicht überspringen kann, dann die ‚Raubmordkopierer sind Terroristen‘-Texttafeln in 160 Sprachen (merke selbst wenn der Film nur mit 3 oder vier Tonspuren ausgeliefert wird…)

      Dann… kommt das MENÜ!
      Und wenn ich den FIlm Starte kommt erstmal eine ‚Raubmordkopierer sind Terroristen‘-Warnung. Fehlt gerade noch der Hinweis, dass Handykameras oder Kameras am Abspielort (Wohnzimmer) strengstens verboten sind.

      Oh. Und dann kommt der Film :)

      Wenn ich eine DVD Rippe
      lege ich die DVD ein.
      Das Menü erscheint
      dann beginnt der Film.

      Und mit jeder Maßnahme die noch zusätzlich draufgepackt wird um die bösen Raubmordkopierer zu stoppen erhöht sich bei mir der Leidensdruck und das Bedürfnis die CD zu rippen (was übrigens auch strengstens verboten ist, selbst wenn man das nur für den Eigenbedarf macht, weil man ja einen Kopierschutz umgeht…)

      Was ich damit zum Ausdruck bringen will:

      Alle Beteiligten – die Firmen, die Kunden, vielleicht sogar die Gema – hätten wesentlich weniger Stress, wenn man KUNDEN oder potentielle KUNDEN nicht als potentielle Verbrecher brandmarken würde (und als potentiell auszunutzende Abmahn oder Prozessopfer nutzen würde).

      Wenn es ein Angebot gäbe, dass mir zeitnah und in vernünftiger Qualität (d.h. Abspielbarkeit in meinem Auto, keine nervigen unüberspringbaren Warnhinweise) Ware anbietet, würden auch mehr Leute zahlen.
      Oder auch Werbefinanzierte Projekte könnten gut was reißen. Youtube machts vor.

      > Seit Bundestreffen in Offenbach hat er der Vorstand nicht geschafft ein zweites Thema positv zu
      > kommunizieren.

      Hm. Basisdemokratie anyone? Transparenz in öffentlichen Ämtern und Regierung? Fahrscheinloser Nahverkehr? Drogenaufklärung und Legalisierung? Volksbegehren auf Bundesebene?

      Stimmt. Die PP ist eine Lupenreine Ein-Themen-Partei…

      > Nicht unerfahrenheit, inkompentenz ist das problem der Partei.

      Ja. Jetzt wo du’s sagst.
      Jungs: Machen wir den Laden dicht….

      Gruß
      Gedankenverbrecher

      P.S. Immer dran denken: Diese Moderscheinung der ‚Automobilisten‘ wird bald wieder verschwinden.

      • Gerdi schrieb am

        Und ja: Youtube IST Werbung für die Bands. Weil mehr als genug Leute (wenn auch nur ein Bruchteil derer die das Video sehen) auch den ‘Dieses Lied kaufen’-Button drücken weil sie die CD haben wollen.

        Das bezweifle ich stark. Woher nimmst Du diese Info? Die YT=Werbung-Gleichung ist Käse, auf YT wird hauptsächlich konsumiert. Und wenn ich es dort konsumieren kann, wieso soll ich mir dann noch die CD kaufen?

      • Helian Schulte schrieb am

        Ich kann es nicht mehr hören. Kauft Euch mal richtige Computer und vernünftige Handys. Dann werden Eure hoffentlich legal erworbenen CD’s und DVD’s auch nicht mehr mucken. Ich lese da immer von Problemen, die ich selbst noch nie gehabt habe, und ich benutze reichlich von dem Zeug. Auch auf CD gebrannte im Netz gekaufte Songs und Filme ärgern mich weder zu hause, noch in meinem Studio, noch im Auto. Dosencomputer mit am besten noch illegal erworbenen Betriebssystemen und Programmen (wie leider bei den Meisten), sind nun mal nicht in der Lage die Aufgaben zu erfüllen und das ist auch gut so. Auf der Welt ist nun mal NIX umsonst. Warum sollte es im Internet da eine Ausnahme geben? Ein vernünftig gekaufter Rechner mit legal gekauften Programmen würde nie die Probleme machen, von denen ich hier lese. Schämt Euch!

        • RSFiesta schrieb am

          Es gibt immer so Leute, die fühlen sich genötigt „ihr seids nur zu blöd oder zu illegal/ das Leben ist unfair und das ist OK so/ Nix is umsonst/ ich bin ja so abgebrüht“ abzusondern.
          Selbstverständlich ist es nicht schön, wenn eine CD, eine Software etc., die legal und oft zu teuer (CDs, Itunes) erworben wurde, mehr Probleme bereitet! NATÜRLICH!!! Das ist zum Kotzen!! Daß legale Medien manchmal komplizierter zu bekommen sind und nicht für den Eigenbedarf kopierbar – was ausdrücklich erlaubt ist !!!!!
          Ausdrücklich. Eigentlich ist es nicht mal klar, ob ein Kopierschutz nicht an sich gesetzeswidrig ist.

          Zurück zum Schwachsinn:
          Warum das Autoradio der Beweis für Raubkopiermentalität ist, hmm. Daß in vielen billigeren Consumergeräten aus Preiskosten simple Computerlaufwerke verbaut werden, führt dazu daß sich z.B. ältere Autoradios wie billige „Dosencomputer“ verhalten, wenn man so eine drecks DRM-CD einlegt. Ergo: Wer zu billig kauft, ist (laut Mr.Schulte) selbst schuld und überhaupt verachtenswert. Und was zum Henker hat die Herkunft des Betriebssystem mit dessen Leistung zu tun? Man erkennt, der Autor kennt das alles eher vom Hörensagen.
          Sein Computer ist nagelneu und war teuer, genauso wie das Autoradio. Und das ist auch gut so!
          Schon mal mit einem alten, damals teuren, Philips CD-Player probiert? Kann auch schief gehen, der ist aber gar nicht raubkopiert. Am Ar*** is halt finster.

          Anderes Beispiel:
          Ich kenne ein Studio, das sich das Waves-Platinum-Bundle (Effekt-plugins für Audiosoftware) um ein Vermögen – wir sprechen von über 1000€ – gekauft haben, aber gezwungen sind mit den Raubkopien davon zu arbeiten, weil das paranoide und aufdringliche Kopierschutzverfahren von drei Audio-und Computerspezialisten in Tagen nicht zu bewältigen war? Ist halt, wie so oft bei komplizierten Installationen, schiefgegangen: Support hat die wie Kriminelle behandelt.
          Dieselbe Firma hat laut übereinstimmender Angaben von Studios z.B. in Berlin auch Spione eingesetzt, die sich etwa als fesche Sängerin plus Produzent ausgeben, um Studios nach Raubkopien auszuspionieren. Vermuten sie irgendwelche Raubkopien, wird das Studio erpresst, sich die gesamte Software zu kaufen, um einer Anzeige zu entgehen. Wohlgemerkt: Vermuten. Daß heißt, man kann sich unter Umständen einen Anwalt nehmen, selbst wenn man nur ein abgelaufenes Demo rumliegen hat. Na deshalb habe ich kein Demo von Waves und werde mir in diesem Leben nichts von diesen Psychopathen zulegen.

          Ist das nicht offensichtlich, daß das nicht in Ordnung ist?
          Ich habe volles Verständnis, daß sich die Anbieter von Software einiges einfallen lassen, um Raubkopien ein bisschen einzudämmen. Dazu gibt es z.B. den ilok.
          Würde mich interessieren, was die dazu sagen daß jeder Vollhugo in Minuten das gesamte Angebot raubkopiert im Internet finden kann. Der Kopierschutz ist völlig für die Katz ;)

          Dann gibts noch Adobe: Da gibts/gabs eine Seite in der man Leute denunzieren kann, die illegal mit ihren Tools arbeiten. Nun ist Adobe Marktführer bzw Quasimonopolist, extrem erfolgreich und hat seinen Erfolg MEINER FESTEN ÜBERZEUGUNG nach sehr stark daher, daß jedes Kind seid Jahrzehnten mit Photoshop spielt. Ich habe vor über 20 Jahren damit gespielt, ich kenne nur Leute, die mit der Raubkopie angefangen haben. Wenn sie die Software dann wirklich brauchen, kaufen sie sich Photoshop- nicht ein Programm der Konkurrenz (als es die noch gab). Und die meisten ernsthaften User kaufen sich ihre Software.
          Ich schäme mich nicht dafür, daß von meinen 5 Rechnern zwei ab und zu Schwierigkeiten mit DRM haben. Ich kaufe mir aus Prinzip nichts mehr mit DRM. Punkt.

          • RSFiesta schrieb am

            Hihi, ich wollte interessehalber fragen: mit welchen Handys kann man sich gleich wieder CDs und DVDs anhören? So was will ich auch…

      • Don schrieb am

        Du bist 100% unter 30. Jahre alt. Woher ich das weiß? Grosse Klappe, halbgebildet und selbstgefällig.
        Typische Attribute vieler, der Generation: Wir schaffen nichts und nehmen alles.

        • puki schrieb am

          Don – bis hier fand ich dich sympatisch… – widerlegen – nicht unsachlich angreifen – dass die heutige Gesellschaft immer mehr auf Egotrip geht ist nichts Neues -> Aufklärung und Beharrlichkeit!

    • Mickmack schrieb am

      Stimme zu. Diese Eindimesionalität der Piraten für Freibier im Internet verhunzt all die anderen viel wichtigeren Themen, die leider mehr und merh untergehen: Eta zum Grundeinkommen bzw. eine echte auf kreative Freiheiten ausgelegte Sozialpolitik finden kam mehr statt. Ich hoffe in dieser Hinsicht auf Besserung und vor allem Schärfung der eigen Ideen wenigstens bis zum Bundestagswahlkampf.
      Also los – und ich wäre dabei…

      • Josch schrieb am

        Es gibt sicherlich auch Piraten, die sich für „Freibier im Internet“ aussprechen, aber gerade diejenigen, die sich mit den Urheberrechtsthemen befassen, gehen inhaltlich doch deutlich tiefer in die Details.
        Für alle Andren muss der Slogan genügen „Think free as in free speech, not free beer.“
        Die Probleme des Urheberrechts in der digitalen Welt und die Gefahren, die sich aus der Durchsetzung des veralteten Urheberrechts ergeben, sind ein urpiratiges Thema, das keine der Altparteien inhaltlich abdecken kann. Die Grünen und Einzelpersonen anderer Parteien versuchen sich manchmal halbherzig daran, aber nur, weil sie Angst davor haben, Stimmen an die Piraten zu verlieren.

    • Claudia schrieb am

      Also ich weiss ja nicht, wo diese Zahlen herkommen… !!!!
      Als freiberufliche Musikerin kann ich nur bestätigen, dass in diesem Bereich weniger und weniger zu verdienen ist.
      Was nicht unbedingt ein Problem des Urheberrechts sein muss . .. das muss man sehen.
      Aber jedenfalls kann man nicht so eine Überschrift dazu bringen !! Die entspricht absolut gar nicht der Realität. Mag ja sein, dass einige wenige grosse Stars heutzuage mehr verdienen als vor 15 Jahren, aber das kann man nicht auf den gesamten Berufsstand übertragen und es gibt einfach ein komplett falsches Bild.
      Wäre schön, das zu korrigieren, bitte !!

      • Peter Riese schrieb am

        Das kann ich nur bestätigen. Wenn man wie hier auf Grund von halbgaren Statistiken versucht Propaganda zu machen, muss ich sagen, dass der Autor offensichtlich keine Statistik unter dem musikalisch arbeitenden Volk gemacht hat. Diese Überschrift ist schlicht weg falsch! Ich arbeite seit 25 Jahren im musikproduktiven und komponierenden Bereich und ich (sowie auch 80% meiner Kollegen) kann mit Bestimmtheit (und erschreckendem Blick auf mein Bankkonto) sagen, dass ich weit weniger verdiene als noch vor 15 Jahren bzw. der Verdienst trotz gleicher Arbeitsmenge stetig gesunken ist. Allein die KSK zur Bemessung heran zu ziehen ist aus vielerlei Gründen, deren Erläuterungen hier den Rahmen sprengen würden, absurd.

      • RSFiesta schrieb am

        Absolut! Selbstverständlich ist es nicht leichter geworden. Allein die Gagen waren vor 20 Jahren teilweise fünfmal so hoch. Aber da wird schon der richtige geschmiert worden sein, um solche Aussagen zu tätigen.

    • JHS schrieb am

      Augen aufmachen! Die Software wird ständig billiger. Besonders extrem: Gerade die AppStores der diversen Hersteller haben zu einem massiven Preissturz bei Software geführt – und das ohne Umsatzeinbußen; im Gegenteil.

      Haben denn früher (vor dem Internet – seufz) von 100 Musik-Bands weniger als 97 minus gemacht? Schonmal darüber nachgedacht, dass es eben schlicht 3 Profis und 97 Hobbymusiker sind?

    • mySpam schrieb am

      irgendwie glaube ich nicht, dass diese 97 Band vor 15 jahren Gewinn gemacht hätten. Bitte unterlege deine Aussage mit Zahlen. Vor allem mit zahlen von vor 15 Jahren, als diese 97 Band wohl alle Gewinn gemacht haben.
      Aber wir kennen das ja , früher war IMMER alles besser. die Verdorbene Jugend führt die Wlet ins Kaos. Der Videorekorder hat alles Kaputt gemacht. Der Schallplattenspieler hat die Liveauftritte abgeschafft. Der Kassettenrekorder hat die Verwertungsindustrie zerstört-…das Gejammer gibt es seit 50 jahren..und nie ist es den Künstlern so gut gegangen wie heute.

      • schelpmeier schrieb am

        Grecore, danke für diesen Kommentar! Don hat es richtig gesagt, bei den PP-lern fehlt es deutlich an Hintergrundwissen zu dem Thema, und ich bin froh über jeden der hier dazu beiträgt da mal mehr Klarheit zu schaffen.
        und an Don – verstehe sehr gut das dir hier der Draht aus der Mütze geht – es ist tatsächlich auch meine Erfahrung, und ich bin seit über 30 Jahren dabei, das durch die ganze Digitalisierung zwar neue Strukturen entstanden sind, die auf den ersten Blick eine Demokratisierung des Kreativbereiches darstellen, bei genauer Betrachtung aber dazu geführt haben, dass die Branchen immer mehr am Stock gehen. Profiteure sind in kommerzieller Sicht ein paar große IT-Firmen (die Namen kennt ihr) und einige wenige Medienkonzerne die früh genug erkannt haben, wie sie sich die Ladung vom sinkenden Schiff unter den Nagel reißen können.
        Die „Studie“ über die KSK-Einnahmen ist der Witz schlecht hin. Grecore hat das teilweise schon gut erklärt. Den treffensten Kommentar dazu habe ich neulich von einem berfeundeten Musiker gehört. „Die Piraten berichten über die Lebensrealität von Künstlern = Eskimos reden über das Leben in der Wüste“

      • schelpmeier schrieb am

        hallo myspam,

        ich kann dir dazu etwas aus eigener Erfahrung sagen: sicherlich haben früher von 100 Bands auch nicht viel mehr als 3-4 kommerziell langfristig überlebt. Aber die Situation hat sich deutlich verschärft. Früher hatten z-B. die großen Plattenfirmen auf grund ihrer Einnahmen die Möglichkeit vielen Bands eine Chance zu geben ihre Musik ordentlich produzieren zu lassen. Und während dieser Zeit haben sie sich ausschließlich daruf konzentrieren können. weil die Plattenfirmen ihnen entsprechende Vorschüsse, die zwar verrechenbar auf die Einnahmen, aber nicht rückzahlbar im Falle des Scheiterns war. Das war Risikokapital, von dem viele profitiert haben, nicht nur Bands: Studios, Fotografen, Grafiker, Veranstalter, Tourpersonal. Denn die Plattenfirmen haben auch Promotouren finaziert. Und die Konzerteinnahmen, Merchandising etc. gehörten der Band alleine. Das waren schon Chancen sich selbst im Falle des Scheiterns eine Existenzgrundlage zu schaffen, und das Geld ging wie gesagt auch in die Breite. (Grafiker, Tourunternehmen etc.) das Bild von der gierigen Plattenfirma das gerne gemal wird, war zumindest vor ca. 15 Jahren so nicht richtig. Das alles gibt es nicht mehr, denn die Einnahmen aus CD Verkäufen sind so dramatisch zurück gegenagen. Ganz nebenbei sind in der Plattenfirmenbranche in den letzten 15 Jahren viel tausen Arbeitsplätze abgebaut worden.
        Und das betrifft auch die vielen kleinen alternativen Unternehmen der Branche.
        Von einem der größten deutschen alternativen Downloadlabes (ich habe versprochen Namen und exakte Zahlen nicht zu nennen – ich bitte mir dennoch zu glauben) kann 2012 mit Ach und Krach so gerade ein Typ seine Familie ernähren. Vor 15 Jahren hätte dieser Betrieb ca. 15-20 Leuten Arbeit gegeben. Man kann vieleicht die Zeit nicht umdrehen, aber man sollte auch keine Märchen von der großartigen Situation der Musiker (Bz.. Kreativbranche, denn es betrifft viel mehr als nur die Musiker) in Zeiten der Weltherrschaft von spottify, Fotolia, Facebook, Apple, Google etc. in die Welt setzen.

    • Michi schrieb am

      Hallo don,
      es geht in der Sache nicht darum, Künstlern ihr Einkommen vorzuenthalten, wegzunehmen oder zu schmälern. Wir sind sicher alle der Meinung, dass für ehrliche Arbeit auch ein ehrlicher Gegenwert geleistet werden muss.
      Aber worüber reden wir hier eigendlich? Ist es nicht so, dass beispielsweise Bühnenkünstler, die nicht von der breiten Masse adaptiert werden, eher froh darüber seien können, ein freies Medium nutzen zu können, um ihr Schaffen „an den Mann zu bringen“? Ist da nicht die Frage angebracht, an welcher Stelle nun der Schnitt gezogen werden soll, was im I-Net frei zugänglich ist, und was nicht? Und wer entscheidet darüber? Sollen die Künstler selbst darüber entscheiden, ob ihre „Waren“ frei verfügbar sind? WER ist dann letztendlich in der Lage sicher zu stellen, dass jedem Künstler auch das gleiche Recht zur freien Vermarktung seiner Ware zugebilligt wird. Ist es in diesem Zusammenhang nicht eher denkbar, dass ein paar Große die Kontrolle über die Infrastruktur I-Net übernehmen, um dann Ihre Position ausnutzen, um die „nicht-im-eigenen-Team-Spieler“ schlichtweg unterzubuttern. Und –
      Sind dann die Waren des kleinen Künstlers überhaupt frei verfügbar, oder muss er sich dann wieder in eine Abhängigkeit begeben, aus der er, dank des Freien I-Net, grade entkommen kann.
      Nein: Dein Gedankenansatz ist in der Sache nicht zielführend.
      Wir müssen über die Notwendigkeit nachdenken, die alleinige Marktmacht in den Händen von Labels und Verlagen konzentriert zu lassen, oder nicht.
      Und don: Bist ernsthaft der Meinung, dass das ?statistische? Mindereinkommen von Künstlern daraus resultiert, dass sich die Leute Musik oder Filme im Internet anhören bzw. downloaden?

      Und über was reden wir hier. Über ein möglicherweise viel zu hohes Einkommen von George C. und Co.
      Gut: Ob die Höhe angemessen ist, oder nicht, habe ich nicht zu entscheiden!

      Weiter im Text:
      Wie viele dieser Leute hätten sich denn auch tatsächlich die CDs oder DVDs dieser Künstler gekauft?
      Ist nicht eher der Effekt entstanden, dass der Bekanntheitsgrad, besonders der „kleineren“ Künstler gestiegen ist?
      Kann man nicht davon ausgehen, dass möglicherweise diese Leute gerade jetzt Konzerte dieser Künstler besuchen? Nach dieser tollen billigen I-Net Werbung?
      Man muss sich eben den neuen Gegebenheiten anpassen!
      Und man muss als Künstler den Arsch mal hoch kriegen, wenn man Meisen verdienen will. Von Nichts kommt eben Nichts.
      Hier hilft das freie I-Net auch wieder. Jeder kann ganz wunderbar, auch ohne Veranstalter, die einen Großteil der Gage abgreifen, seine eigenen Events orgarnisieren und sein Schaffen, gegen Geld natürlich, einem breiten Publikum in eigens dafür angemieteten Hallen darbieten.
      Ist das nicht mal ein guter Vorschlag?
      Auch zu Pre-Internet-Zeiten war es durchaus möglich, sich Tonträger mit Musik oder Filmen zu beschaffen, ohne dafür zu bezahlen, sei es von Freunden oder aus dem Radio oder, oder, oder…. Zum selbstbehalten oder nur zum eimaligen Konsum. Das ist ein ganz normaler Vorgang.
      Das dieser Vorgang jetzt durch das Internet deutlich vereinfacht wird, bedeutet aber nur, dass die Möglichkeiten, die das Internet und die digitale Technik mit sich bringen, auch die individuelle Vermarktung von Kunst deutlich vereinfachen.
      Niemand ist mehr von infrastrukturellen Gebäuden der Grosskonzerne wie Sony, Universal, Warner, etc. angewiesen und da ist die Stelle, die wir hier diskutieren sollten.
      Auch diese Firmen müssen sich den neuen Gegebenheiten anpassen und eine neue Nische finden, in der sie Geld verdienen können und das wollen sie nicht. Der Status Quo ist ja auch einfacher und hat sich jahrzehnte lang bewährt.
      Wenn man vor 150 Jahren die industrielle Revolution verboten hätte, um den Handwerkern ihr Einkommen zu sichern, wo wären wir dann jetzt. Und die Handwerker gibt es immer noch, oder. Sie haben eben ihre Nische gefunden.
      Entwicklung lässt sich halt nicht aufhalten.
      Wenn man sie allerdings reglementieren will, muss man sicht ernsthaft Gedanken darüber machen, WER sie reglementiert und WER die Einhaltung der Regeln überwacht. Wenn nicht sicher gestellt ist, dass dies von integeren Stellen übernommen wird, muss man auf jeden Fall von Reglementierung jeglicher Art die Finger lassen!
      Ich glaube auch nicht, dass das Thema „freies Internet“ auch nur annähernd so viele kleine Gegensprecher fände, wenn es nicht um Musik und Urheberrechte ginge, sondern wenn man z.B. Strom oder Benzin aus dem Internet saugen könnte.
      Mfg Michi

      Ich gebe zu, dass das wohl der Königsweg sein könnte. Ich befürchte allerdings, wenn Gesetze diese Freiheit einschränken oder regementieren, kann auch der kleine Künstler das noch freie Medium nicht mehr so nutzen, wie er es momentan kann, weil er dann von Personen oder Institutionen schlicht daran gehindert wird, sein Stück vom Kuchen zu bekommen.
      Es geht in der Sache vielmehr darum, den „Großen“ ein Stück vom Kuchen zu nehmen bzw. erst gar nicht zu geben.

      • RSFiesta schrieb am

        Arsch hochkriegen ist eine SCHEI*** Ansage im Zusammenhang mit Künstlern, VON NICHTS KOMMT NICHTS genauso. Das deckt sich mit dem Bild der arbeitsscheuen Spätaufsteher, das die Gesellschaft von ihren Künstlern hat (und pflegt!). Pfui.-

  2. Optimist schrieb am

    Ahoi,
    @Mickmack,Don: Du hast völlig recht, es gibt Themen die sich aus machnerlei Gründen, zumindest zeitweise, extrem in den Vordergrund drängen sodass andere Themen daneben dann eher verblassen, aber das bedeutet nicht, dass diese Themen nicht vorhanden sind und nicht *piratentechnisch* verfolgt würden. Und darüber hinaus obligt es doch gerade JEDEM Piraten sich selbst in der Partei dafür stark zu machen, wenn ihm seiner Meinung nach ein Thema nicht oder nicht ausreichend diskutiert wird – eben DAS macht doch den Core der PIRATEN aus und unterscheidet einen Piraten von einer Partei in der Mutti allen sagt wo es lang gehen soll!
    @Gedankenverbrecher, Anonymous,DerTom,Don: Lange Rede kurzer Sinn oder so… passt schon. Es geht nicht darum und ich denke da spreche ich nun für die Mehrheit der Piraten, immer überall alles unkontroliert umsonst aus dem Internet zu wulfen sondern es geht darum, dass neue, zeitgemäße Regeln und Geschäfts-/Verwertungsmodelle gefunden werden, die ein für alle möglichst transparentes, faires und Preis-Leistungsentsprechendes Szenario geschaffen wird indem aber auch noch *Privatspähre/Anonymität* des Endbenutzers gewart bleibt.

    Ansonsten bin ich auch immer etwas traurig, dass sich ein Thema so in den Vordergrund drängt und das nicht nur bei uns sondern allgemein in der gesamten Medien, Politiklandschaft, dass andere sehr wichtige oder gar wichtigere Themen ausgeblendet werden. Sei es nun das leidige Thema der Causa Wullff & Co., also nicht die Person ansich sondern das ganze scheinbar alteingefahrene System was sich dort seit ca. Helmut Kohl und seinen Blackouts in diesem Land angesumpft hat oder sei es die schier wahnsinnige Europa-/Europolitik die sich gegen Europa-Volkes-Willen gerade ereignet und Acta und und und und und da hätte ich auch mehr Gewicht zumthema Bedingungsloses Grundeinkommen und Formen/Möglichkeiten der Umsetzung in der tagespolitik in den Medien.

    • Anonymous schrieb am

      Die ksk hat doch nur ihre geldeintreibmethode intensiviert. Mit dem durchschnittseinkommen in der realitaet hat das nichts zu tun.

      • Hans Schmidt schrieb am

        Demnach liegt das Durschnittseinkimmen noch weit unter den angaben der Künstlersozialkasse.
        wäre schön wenn Du da ein paar Zahlen dazu liefern könntest.
        Herzlichen Dank

  3. jan schrieb am

    hallo gedankenverbrecher, das was du forderst gibt es ja bereits: itunes, amazon, spotify etc. ich habe meine musiksammlung nur mit itunes aufgebaut. schnell, einfach, legal und geht auch im auto. paar filme habe ich auch schon angeschaut. bei diesen ging es auch direkt los. also weniger schreiben und mal ne 1 euro für track ausgeben. easy. aber wahrscheinlich weil ich das wort apple und amazon in einem kommentar erwähnt habe, bin bei dir schon unten durch.

    • Gedankenverbrecher schrieb am

      Ich will prinzipiell nicht wegen irgendwelcher Reizworte wie Apple und Amazon kritisieren.

      Und ja es gibt ne Menge Material bereits relativ problemlos zum Download – gebe ich zu. Allerdings ist das System weit vom ‚Idealfall‘ der mir vorschwebt entfernt.

      Itunes ist verhältnissmäßig teuer. Wenn ich bedenke ca 1 Euro / Track komme ich bei einer ’normalen‘ CD mit 15 – 20 Tracks auf 15 – 20 Euro.
      Wohlgemerkt *nur* für die Downloads. Und das DRM-Problem habe ich trotzdem

      Amazon hat mitunter sehr restriktive Vertragsbedingungen (hier kann ich eher das Beispiel Kindle / Ebooks anführen) Und das DRM-Problem habe ich trotzdem.

      Mit Spotify habe ich mich zugegebenermaßen noch nicht auseinandergesetzt. Allerdings habe ich (berichtige mich, wenn ich mich irre) mitbekommen dass die Gema mit Spotify rumzickt und dass man das Angebot ohne Einschränkungen noch gar nicht nutzen kann.

      Ich bin auf jeden Fall erstmal genötigt, unzählige Persönliche Daten anzugeben, die Kosten sind relativ hoch, DRM nervt und wollte ich etwas sehen hören, was noch nicht für den Deutschen Markt lizensiert ist (gerade bei amerikanischen oder englischen Serien kommt das gerne vor) muss ich warten oder mich in eine rechtliche Grauzone begeben.
      Da gehören ordentliche Regeln und Angebote her.

      Ansonsten stimme ich dir zu, dass sich bereits langsam etwas tut und man hoffen kann, dass das noch besser wird

      Gruß Gedankenverbrecher

      • JHS schrieb am

        From Gedankenverbrecher
        >Itunes ist verhältnissmäßig teuer. Wenn ich bedenke ca 1 Euro / Track komme ich bei einer ‘normalen’ >CD mit 15 – 20 Tracks auf 15 – 20 Euro.
        >Wohlgemerkt *nur* für die Downloads. Und das DRM-Problem habe ich trotzdem

        Wobei zumindest bei Musik im iTunes-Store das DRM-Problem nicht vorhanden ist. iTunes-Musikstücke sind nicht durch ein DRM geschützt. Meines Wissens nach gibt es ein Wasserzeichen, aber das empfinde ich als legaler Käufer nicht als extreme Einschränkung meiner Nutzung.

        Ob der Preis zu teuer ist, kann ich schwer sagen – was ist denn zu teuer? Kriegt jeder Beteiligte noch eine seiner Leistung angemessenen Entlohnung? Sahnt jemand über Gebühr ab? Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da einiges an Fett weg kann und das die Preise gleichbleibend (nur umverteilt) oder gar günstiger sein könnten.

      • I.C.H. schrieb am

        Dir ist aber schon klar, daß das aufsummieren der Preise pro Lied nicht den Preis des gesamten Albums ergibt? Wenn man das ganze Album haben will, kann man es auch als Ganzes kaufen, das kostet dann in den meisten Fällen 9,99 Euro.

        • Gedankenverbrecher schrieb am

          Nein, war mir tatsächlich nicht klar. Danke für den Hinweis.
          Damit ziehe ich das Argument ‚Teuer‘ teilweise zurück. Wobei 9,99 für reine Daten immer noch recht üppig ist.
          Und Ich stimme JHS zu, dass das Geld sicher besser umverteilt werden könnte, dass z.B. der Künstler mehr davon abbekommt (der ja trotz allem den Hauptteil der Leistung erbracht hat – ohne den alle anderen Schritte in der Wertschöpfung gar nicht stattfinden könnten)

          Aber – jetzt zum Kommentar von JHS – auch ein Wasserzeichen ist eine Form von DRM. Sicherlich nicht so nervig und einschränkend, aber es kollidiert meiner Meinung nach mit dem Recht auf Privatkopie (was z.B. auch das kostenlose Zusammenstellen eines Samplers für Bekannte einschließt) und auch mit einer nicht-kommerziellen Weiternutzung wie z.B. dem kreiren von Mashups.

          Wie gesagt: Es gibt bereits Angebote und es ist nicht alles schrecklich schlecht – aber die Situation ist einfach noch sehr weit von ‚befriedigend‘ oder auch nur ‚ausreichend‘ entfernt.

          Gruß
          Gedankenverbrecher

          P.S. die Framebreite und die Formatierung im Kommentarbereich ist m.M.n. ziemlich gruselig.
          V.A. dass das Editorfenster breiter ist als der schlussendlich angezeigte Text.

  4. ralf schrieb am

    Hallo,

    schön dass die kleine Gruppe von Musikern in der KSK jetzt satte 2,6% mehr verdient. In der KSK sind aber nicht nur Musiker sindern die KSK ist für Künstler und Publizist.

    Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt.
    Publizist ist, wer als Schriftsteller, Journalist oder in ähnlicher Weise wie ein Schriftsteller oder Journalist tätig ist.

    Und wer etwas die Augen aufhält wird doch sicherlich feststellen, dass es für darstellende oder bildende Kunst im Web keine Verdienstmöglichkeiten gibt. Wer eine kennt – kann sich gerne mit der Lösung an mich wenden.

  5. LordSnow schrieb am

    „Stimme zu. Diese Eindimesionalität der Piraten für Freibier im Internet verhunzt all die anderen viel wichtigeren Themen, die leider mehr und merh untergehen: Eta zum Grundeinkommen bzw. eine echte auf kreative Freiheiten ausgelegte Sozialpolitik finden kam mehr statt.“

    Bin zwar für ein Grundeinkommen, aber wenn ich sowas lesen, sollte wir es vielleicht doch wieder aus dem Programm nehmen. Wir sind die Piratenpartei, nicht die Grundeinkommenspartei.

    Viele Grüße
    René

    PS: Die Zahlen der KSK sind nun wirklich eindeutig. Es beudetet aber nicht, dass es keine Personen gibt die ein wenig „rumklimpern“ und dafür kaum was einnehmen.

    • Mickmack schrieb am

      „Bin zwar für ein Grundeinkommen, aber wenn ich sowas lesen, sollte wir es vielleicht doch wieder aus dem Programm nehmen…“
      Hallo Rene, danke für die Klärung. Wenn also die Piraten sich freiwillig derart einengen wollen, dann doch lieber ohne mich.
      Tschüss!

  6. Frank schrieb am

    Hier eine kritische Auseinandersetzung mit den Thesen von Herrn Hufgard.
    Analyse kann man den von der Piratenpartei hier auf der Seite veröffentlichten Artikel sicher nicht nennen, das ist in der Form ein reines Thesenpapier. Den folgenden Artikel sollte man als Ergänzung dazu in jedem Fall auch kennen…

    http://irights.info/index.php?q=node%2F2176

  7. JanM schrieb am

    Bitte, bitte lest den Link, den Frank gepostet hat.

    Ich würde mir echt wünschen, dass die Wissenschaftsfraktion in der Partei bei so transparentem Agendasetting mit Pseudostatistik mal mit der Schuhsohle auf den Tisch kloppt. Eigentlich sollte das Wissen, was für ein gewaltiger Aufwand nötig wäre, um bei einer so heterogenen Berufsgruppe über einen so langen Zeitraum zu verwertbaren Zahlen zu gelangen, in den Reihen der Piraten doch vorhanden sein. “Kurzstudie”, my ass.

  8. Mafioso schrieb am

    Mich würde mal interessieren, woher ihr hier alle wisst, wie viel der Künstler am Ende von den (beispielsweise) 99 Cent pro Song erhält. Und damit meine ich ausdrücklich diejenigen, die NICHT von Musik leben und lieber null Cent zahlen, als durch einen legalen Erwerb allein auf Verdacht zu riskieren, dass der Künstler zu wenig Geld verdient (was mehr als absurd ist, wenn man bereit ist, sich auf diese Logik einzulassen). Außerdem freue ich mich darüber, dass die Befürworter eines veränderten/zeitgemäßgen/am liebsten abgeschafften Urheberrechts das Wohl der Künstler so offensichtlich am Herz liegt. Das ist sehr altruistisch. Und auch sehr glaubhaft. ;-)

  9. derek schrieb am

    hm. ist es ein zufall, dass der autor dieses artikels ausgerechnet die absoluten zahlen weglässt? ein anstieg von mehreren prozent klingt ja erstmal durchaus nach was – wenn man dann aber mal die absoluten zahlen anschaut, sieht das ganz anders aus. die rede ist hier von einem durchschnittseinkommen von 8700 euro (1995) vs. 11700 euro (2011) – JAHRESeinkommen, wohlgemerkt.

    erstaunlich, dass gerade diese essentielle info hier verschwiegen wird. aber würde wahrscheinlich schlecht zum reisserischen bild des gierigen urhebers passen, das die piratenpartei so leidenschaftlich zu zeichnen sucht, was? ;-) mal im ernst: das ist unterstes niveau, höchst transparente manipulation. schämt euch. kaum in der politik angekommen, übernehmt ihr die populismus-methoden der „grossen“? na super.

    tut dann nur noch sein übriges, dass ausserdem verschwiegen wird, dass 1. beileibe nicht alle musiker in der KSK sind und insofern diese zahlen wenig bis gar keine aussagekraft haben und 2. ein nicht ganz unwichtiger faktor derjenige ist, dass die KSK inzwischen stichprobenartig die angaben der musik überprüft (früher haben musiker gerne bei ihrem zu erwartenden gehalt untertrieben, um die beiträge niedrig zu halten, das geht jetzt nicht mehr, wobei der unterschied bei um die 10.000 euro JAHRESgehalt nun wirklich nicht die welt sind). natürlich wird das ebenfalls alles verschwiegen. nicht dass am ende dabei ein ergebnis herauskommen könnte, dass nicht zur linie passt.

    herzlichen glückwunsch. ihr habt nur 2 jahre gebraucht um bei den moralstandards auf CDU-niveau zu sinken. das ist wahrscheinlich neuer rekord, wenn auch ein ziemlich trauriger. so gesehen, danke für die veröffentlichung dieses artikels, immerhin macht er die agenda der piratenpartei und ihre wahl der mittel schön transparent. ist ja auch zu was gut.

  10. Pingback: Piratenstudie im Kreuzfeuer: Einkommen der Kreativen wirklich um 30% gestiegen? | Binzl Online

      • derek schrieb am

        @tom: für blöd verkaufen können sich die nutzer selber, danke. es ist ja quasi also unbestritten, dass die kritik an der suggestivkraft des titels („30% mehr!“) wohlbegründet ist. ist ja schön, dass irgendwo unten in einer fussnote der artikel/die studie zugibt, dass die ergebnisse potentiell auch das gegenteil bedeuten könnten – was steht aber im titel? „30% mehr!“. und ich wäre schon sehr überrascht, wenn sich das nochmal ändert, oder gar eine richtungstellung (vielleicht sogar HIER, mit dem bisher versäumten hinweis auf die absoluten zahlen unter der armutsgrenze) erfolgen würde. mal ganz davon abgesehen dass schon der fakt, dass die absoluten zahlen sicherlich nicht zufällig hier im artikel weggelassen wurden, genug über die agenda aussagt.

        das ist transparenter populismus wie er im buche steht, sorry. und wenn in der reaktion auf den VUT kommentar scheinheilig einer auf „ach, denkt der VUT die medien könnten nicht selber die studie lesen?“ gemacht wird…also sorry – in der piratenpartei hat also noch nie jemand stefan niggemeier gelesen? *selbstverständlich* schreibt ein grosser teil der medien unhinterfragt das ab, was den grössten knaller gibt. und das weiss die piratenpartei auch. und deswegen steht da oben immer noch „Einkommen seit 1995 um 30% gestiegen“.

        • Der Tom schrieb am

          Hallo Don,

          erst mal sollte ich vielleicht erwähnen, dass meine Einstellung zu allen Studien anfangs immer lautet: Trau keiner Studie die du nicht selber manipuliert hast.
          Und bevor ich jetzt missverstanden werde: damit meine ich nicht das ALLE Studien falsch sind.

          Deswegen habe ich auch nur darauf hingewiesen, dass es bereits Gegenstellungen zur einer Gegenstellung gibt, damit sich die Nutzer nicht für blöd verkaufen, sondern sich eine eigene Meinung bilden können.

          Über die Art und Weise, wie ein Artikel in der Überschrift beworben wird, will ich hier gar nicht erst anfangen zu diskutieren. Das würde definitiv den Rahmen sprengen und gehört meiner Meinung nach auch nicht hierher.

          Gruß
          Der Tom

  11. wolfgang schrieb am

    Seit geraumer Zeit verfolge ich Eure Entwicklung mit Interesse und stelle fest, dass ihr einige Punkte nicht weiter ausdifferenziert habt. Z.B., „muss geistiges Uhrheberrecht der Allgemeinheit zurückgeführt werden, weil es sich aus diesem öffentlichen Schatz generiert“. Das ist schlicht esoterischer Unsinn! Im Gegenteil generiert sich Kultur generell aus geistigem Eigentum. Um also kulturelle Vielfalt zu fördern bedarf es deshalb einer strengen Achtung und finanziellen Förderung der Kultur- und Geistesschaffenden. Die Moral, geistiges Eigentum als frei von kommerziellen Interessen betrachten zu wollen, ignoriert die gesellschaftlichen Produktionszusammenhänge und setzt eine unmoralische Zwangsvergesellschaftung voraus. Damit ersticken die Piraten jede Kreativität im Keim und schaden besonders den Subkulturen. Dabei ist die „menschliche Schöpfungsfähigkeit“ ein zartes Pflänzchen, das gefördert werden sollte! Dies müsste von Euch m.E. dringend nochmals mit genügend geistiger Schärfe durchdacht werden. Mit freundlichen Grüßen, W. Neitzel

    • Udo Hartmann schrieb am

      Ganz so sehe ich das nicht. Kein Künstler kann seine Kunst aus dem Vakuum erschaffen. Jedes Werk basiert auf Erfahrungen, gelerntem, anderen künstlerischen Werken. Das heißt aber nicht, dass ich die kreative Leistung des Künstlers anzweifele.
      Das Problem ist doch diese schwarz-weiß-Sicht. Natürlich gibt es die Unverbesserlichen, die alles kostenlos wollen, aber ich glaube an das Gute im Menschen :-) und gehe davon aus, dass diese Gruppe wesentlich kleiner ist, als von der Content-Industrie behauptet. Die geht nämlich davon aus, dass jeder Mensch weltweit alles kostenlos haben will. Hintergrund dürfte sein, dass die Leute, die den größten Einfluss haben, tatsächlich selbst vieles kostenlos bekommen, was der normale Bürger (also der ohne besondere Beziehungen) bezahlen muss. Da in den letzten Jahren ständig De-facto-Rechte der Bürger eingeschränkt wurden, ohne dass es zu einem Ausgleich kam, muss ernsthaft über eine vernünftige Reform des Systems nachgedacht werden. Das heißt nicht alles kostenlos für alle, sondern vernünftige Nutzungsbedingungen zu vernünftigen Konditionen. Auswüchse, wie Kindergärten abzukassieren, weil dort tatsächlich Kinderlieder gesungen werden finde ich zum Beispiel unmöglich, geauso wie die Kriminalisierung der Privatkopie (zum persönlichen Gebrauch, nicht zum Verteilen an Freunde).

  12. anynomous schrieb am

    Warum macht denn die Piratenpartei und ihre Befürworter, nicht einfach ihre Musik und Filme und alles andere was sie umsonst bekommen wollen, nicht einfach selber? Ist doch so einfach und so billig.. und es kann ja auch jeder machen…..sieht man ja, die geilen und coolen YouTube Videos der Laien…die sind doch auch zurecht umsonst….dafür musste niemand studieren, niemand musste eine Entourage an Beleuchtern, Kameraleuten, Schauspielern…etc. engagieren. Niemand musste jahrelang üben, Unterricht nehmen etc.
    Wenn die Piraten und Ihre Befürworter allerdings Content von Profis hören und sehen möchte, dann müssen sie wohl oder übel dafür bezahlen….wenn nicht, nehmen wir einfach ihren Fernseher von zuhause mit oder das Auto…iss ja dann das gleiche…nicht ganz…die Glotze und den TV ist von Steuergeldern bezahlt….also eh meins.

    • Robin-Zack schrieb am

      Dazu fällt mir die Geschichte der Band „Ton Steine Scherben“ ein. Diese Band musste in den 70ern zu Demos/Festivals der damaligen politischen Bewegung kostenlos aufspielen/zur Verfügung stehen.
      Ein Recht der Musiker von ihrer Musik leben zu können war damals der Bewegung scheißegal.

      • Martin schrieb am

        Stimmt! Deshalb haben die Scherben sich ja auch aufgelöst, da auch in der linken Szene ohne Bezahlung nichts läuft.

  13. Martin schrieb am

    „Künstler verdienen deutlich mehr als vor 15 Jahren“, ja liebe Piraten, dass nennt man wohl Inflation. Mein Tankwart verdient auch deutlich mehr als vor 15 Jahren und trotzdem darf ich nicht umsonst tanken. Ausserdem zahlen in die KSK nicht nur Musiker ein, sondern auch Werbeagenturen, Schauspieler usw., dass nennt man dann wohl schlechte Recherche und Polemik. Ich werde den Eindruck nicht los, dass die „Piraten“ der Piraten Partei, die einzigen „Freibeuter“ sind, die zwei Holzbeine und zwei Augenklappen haben und bei denen der Papagei auf der Schulter gleich das Denken und das Nachplappern übernommen hat.

  14. Pia schrieb am

    Ich bin Schriftstellerin und sehe mein Buch auf Google Buchsuche eingescannt und gefragt hat mich keine Sau, ob mir das recht ist. Mein blutsaugerischer Ausbeuter von Verlag hat mir ein Garantiehonarar teils als Vorschuß bezahlt, ohne den ich das Manuscript nicht hätte fertigstellen können. Nun kann ich mir kreativ ein neues Geschäftsmodell überlegen, als Künstler endlich selber den Arsch hochkriegen, wie ein Diskussionsbeiträger so fröhlich meint, vielleicht per Twitter um Spenden betteln, mich ums Layout und den Druck kümmern? Der Schriftsteller als Selbst-Vermarkter im Netz. Kafka, Trakl, Bachmann und wie die ganzen introvertierten lebensuntüchtigen Figuren so heißen wären wohl jämmerlich gescheitert.Wenn ich mir bei Youtube anschaue, welche Filme am meisten geklickt werden, kann ich mir schon lebhaft ausmalen, welche Sorte Literatur da seine Vorfinanzierung finden würde

    Anbei noch ein Kommentar, den ich in einem anderen Forum fand:
    H. J. Am 12. Januar 2012 um 07:38 Uhr
    Ich war gerade an einer sehr hitzigen Diskussion über e-books beteiligt. Anlass war ein Kleinverlag, der seine 12.95 €-Bücher für 8.95 € als e-book herausbrachte. Der Tenor der Diskussion ging dahin, dass ein e-book nicht mehr als 2 oder 3 € kosten dürfte, da das Buch ja praktisch schon da sei und ohne Aufwand vervielfältigbar sei.
    Dass in diesem Buch bereits eine Menge Arbeit von Autor, Lektor, Setzer und Korrektor steckte, interessierte die Nur-Leser überhaupt nicht. Das können gefälligst die Deppen bezahlen, die die Print-Version wollen. Diese Haltung begegnet mir immer wieder: Es werden nur die Kosten für das Kopieren, nicht aber die Aufwände für das Herstellen des Inhalts betrachtet.
    Und dabei sind Kleinverlage in der Regel etwas, was nur funktioniert, weil die Beteiligten sich schamlos selbst ausbeuten. Der Stundenlohn für das Lektorat liegt jedenfalls deutlich unter 1 €. Es funktioniert nur, weil die Beteiligten einen anderweitigen, regulär bezahlten Job haben.
    Vielleicht ist es in 20 Jahren normal, für freie Inhalte zu bezahlen (sind die dann überhaupt frei?), aber bis dahin könnte es für alle, die davon zu leben versuchen, verdammt eng werden.

    • schelpmeier schrieb am

      Pia, schön das du die Diskussion ein mal von der Musik weg holst! Denn es sieht ja fast immer so aus als wäre das ganze Thema auf ein paar ewig gestrige Musiker, die GEMA und die letzten 3 übrig gebliebenen Schallplattenfirmen zu reduzieren. Tatsächlich betriff es so viel Leute mehr, und das dicke Ende für die Buchindustrie steht erst noch bevor, wir Mucker sind euch da schon einige bittere Erfahrungen voraus. Teile der Fotobranche hat es auch schon sehr derbe erwischt – es gibt ja kaum noch seriöse Stockfotoagenturen.
      Am tragischten finde ich, das offensichtlich überhaupt nicht gesehen wird, das am Ende dieser Entwicklung lediglich eine handvoll Monopolisten von der Nutzung nahezu sämtlicher digitalisierter Inhalte profitiert, und auch noch über die Steuerungmechanismen verfügt welche dieser Inhalte dem jeweilen „User“ zugänglich gemacht werden.

    • Robin-Zack schrieb am

      Liebe Pia,
      Du hast meine volle Solidarität. Aus Piratensicht werden Deine Argumente trotzdem nicht nachvollziehbar sein. Das Dein Buch nicht gleich in digitaler Form vorlag stellt aus Piratensicht „eine künstliche Verknappung“ dar. Durch Dein Beharren auf Dein Urheberrecht an Deinem Buch „hemmst Du die Verbreitung und Nutzung von Kultur und mindert so den Wohlstand “ – (diese durchschlagenden Argumente sind hier nachzulesen http://wiki.piratenpartei.de/Urheberrecht ) . Wenn Dein Buch als freies Gut im Internet kostenlos downloadbar ist, soll aus Piratensicht Dein finanzielles Einkommen durch Verkauf Deines Buches nicht tangiert sein. Eine digitale Kopie wird ja niemandem weggenommen.
      Als Urheberin die auf ihr Recht besteht „enteignest Du Computerbesitzer von ihren Geräten“.

      Dein Urherberecht an Deinem Buch ist laut Piratensicht auch ethisch nicht mehr begründbar – nach zu lesen hier http://aggregat7.ath.cx/2009/07/19/probleme-der-ethischen-begrundung-von-%E2%80%9Cgeistigem-eigentum%E2%80%9D-und-immaterialguterrechten-im-informationszeitalter

      “Geistiges Eigentum” stellt aus Piratensicht nur einen missbräuchlich von Befürwortern verwendeten „politischen Kampfbegriff“ dar.

      “Geistiges Eigentum in Form von Schutzrechten ist kein Eigentum im Sinne des Grundgesetzes, Artikel 14 oder Artikel 17 der Menschenrechtskonvention“ (weiteres Zitat von dort)

      Über dieses geänderte Bewusstein bezüglich Urheberrecht lässt sich eigentlich auch nicht diskutieren.

      „ich freue mich, dass Ihnen mein Wortbeitrag bei der Meinungsbildung
      helfen konnte. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Wahl einer anderen Partei.“
      Das erwiederte ein prominenter Berliner Piratenabgeordneter einem Fotografenkollegen von mir.

  15. Michael Maaß schrieb am

    Ein hartes Stück arbeit, dass ganze hier durch zu lesen. :) Natürlich bin ich auch ziemlich enttäuscht. Es gibt hier verschiedenste Aussagen von Künstlern auch auf den anderen Seiten der Piraten aber es wird ihnen jedes mal alles abgesprochen, von Ihrer eigenen Branche etwas zu wissen. Ich bin auch seit 20 Jahren in der Musikbranche tätig, als Künstler sowie als Label und ich kann auch nur bestätigen, dass nichts besser geworden ist, eher viel schlechter.
    Die ganzen neuen Möglichkeiten sind eigentlich genial, Kaufen per Download oder Hören per Spotify aber es kann nicht sein, dass hier die jenigen den Preis diktieren, die gar nicht aus der Branche kommen, also demnach aufzeigen, was der Künstler zu verdienen hat.
    Weiss eigentlich jemand, was an den Streamings verdient wird? 0,02 Cent bis 0,45 Cent, dass heisst, ein Künstler kann dann davon leben, wenn er bis zu 10.000.000 Streamings pro Monat hat. Als Beispiel, Lady Gaga hat 2011 1.000.000 im ganzen Jahr gehabt. Wie realistisch sollen die Preise sein, die angeblich zu hoch sind? Das ist die Zukunft, weil Käufe immer weiter zurück gehen. Es wäre super, wenn die Piraten mal Fairness auch leben und nicht nur drüber reden. So werde ich Euch nicht weiter wählen können.

  16. Michael Maaß schrieb am

    Auch eine Sache, die hier aufgetaucht ist, kann jemand die Künstler nennen, die es ohne ein Label zu Erfolg und Ruhm geschafft haben? So eine Hand voll z.B.?
    Vielleicht hilft mir jemand auf die Sprünge, da es hier einige gab, die es als Chance für die Künstler sehen, sich selber zu vermarkten und damit das Geld selber erwirtschaften können und dadurch auch wesentlich mehr verdienen.
    Und ich meine nicht die Künstler, die sich von den Labels getrennt haben, weil Sie es schon mit ihrer Hilfe geschafft haben.
    Mal zum Thema, andere wissen immer wie es besser geht. :)

  17. sukram schrieb am

    Es ist klar, dass das geistige Eigentum durch die Urheberrechte geschützt werden sollten. Jeder Künstler hat recht auf sein Werk – genau so wie jeder von uns Eigentumsrechte gelten will auf alles, was er besitzt. Problem liegt nach meiner Meinung mehr daran, dass die ganze Unterhaltungsindustrie mehr Geld durch Abmahnungen erpressen kann, als manche Werke wert wären. Dazu kommt noch eine provokante Verhaltensweise. Wenn ich etwas kostbares hätte, würde es doch nicht herum tragen und jedem anfassen lassen. Ich will damit sagen, dass viele Künstler unausreichend schützen ihre Werke (die gewinn-orientierte Unterhaltungsindustrie mach auch fast unmöglich die Urheberechte ausreichend zu schützen.
    Sie benehmen sich wie jemand, der an der polnischen Grenze sein Auto nicht abschließt und dann wundert sich, dass es weg ist, oder mindestens das Radio nicht mehr da ist.
    Durch zu leichten Zugang zur von Provider gespeicherten Verbindungsdaten und mechanisierten Verfolgungssoftware ist es möglich irgendetwas zu behaupten, um über IP-Adresse den Nutzer zu finden und dann so lang bedrohen und erpressen, bis er nachgibt und zahlt. Dabei handelt sich um „Werke“ die mir dem „geistigem Eigentum“ nur bedingt etwas zu tun haben können. Die verlangten Summen sind durch keine plausiblen Argumente zu rechtfertigen. Dazu muss man noch sagen, dass die GEMA-Gebühren seit 2007 (wenn ich mich nicht irre) auch die PC umfassen. Warum also speichern von Music, Filmen und anderen Dateien nicht so geregelt sein könnte, wie damals mit dem Videorekorder und Tonbandgeräten?

  18. Michael Maaß schrieb am

    Das verstehe ich nicht ganz, was meinst Du mit besser schützen?
    Schützen kann man das Material nur, wenn man es im Safe hat und niemanden zeigt aber um ein Produkt bekannt zu machen, muss man es den Radiosendern, Magazinen, Portalen etc. zu spielen, damit davon gesprochen wird und nun darfst Du mal raten, wer dann die Sachen ins Netz stellt, dass ist eigentlich das perfide.
    Wenn Du das überhaupt gemeint hast. :)

  19. nick schrieb am

    Ich gebe jeden Monat fürs Musikmachen ca. 160 EUR aus. Das ist es mir wert, weil es mich ausfüllt. Und wir veröffentlichen ein wenig, verdienen natürlich garnichts. Wieso ist es so schwer für reine Musikkonsumenten, die selber kein Instrument spielen können, wenigstens einen Euro für ein vollendetes Werk/Song auszugeben? Von allen Künstlern, die mir gefallen, kauf ich immer die CD- weil es einfach nur fair ist. Künstler arbeiten, ich arbeite und wir tauschen Musik gegen Geld. Das System finde ich gut. Ich will nichts geschenkt und ichj verschenke meine Arbeit auch nicht. Auch will ich die beste Hörqualität haben, deshalb muss es immer auf CD sein. MP 3 sind einfach immer noch zu schlecht. Sie haben keine Klangtiefe. Ich verstehe die „Gib-mir-alles-Gratis“-Mentalität was Musik angeht überhaupt nicht. Es ist eine Herabwürdigung von konsumgeilen „Kindern“ bzw. Egoisten die sonst auch nur Cut & Paste kennen, die einfach nur enttäuschend ist. Aber veilleicht kommt auch wieder eine Zeit der Qualität, in der Diejenigen die zu Geizig sind, nur noch schlechte Musik und in schlechten Clubs langweilige Konzerte erhalten. Gut möglich, dass es sich aus der momentan Ausweglosigkeit doch wieder eine Art Elite bildet, die bereit ist, für gute Musik in guten Clubs zu bezahlen. Und dass die schmarotzenden Nervensägen mit ihren Macs und Blogs, die eh nur zum Quatschen und Realpräsentation ihrer Hipness in Clubs kommen, aber nicht zum aktiven zuhören, dann draußen bleiben, allein aus Geldmangel. Das kann ich nur hoffen. Die Ticketpreise sind leider auch noch viel zu niedrig. Musik ist ein Erlebnis und die Momente im Konzert sollten kostbar sein! Es geht letztlich um Wertschätzung.

  20. Heinz schrieb am

    Ist das eigentliche Problem nicht das eine Digitale Kopie eines Werkes in der heutigen Zeit
    automatisch die Kriterien für ein Öffentliches Gut erfüllt?
    Es besteht sowohl eine nicht Nicht-Ausschließbarkeit als auch eine Nicht-Rivalität.
    Wenn man dies bedenkt kann ein Markt in dieser Form gar nicht existieren.
    Während der Musiker allerdings über Konzerte ein Gut anbieten kann das diese Kriterien
    nicht erfüllt muss der Buchautor bzw. viel mehr unsere Gesellschaft für die Künstler
    eine Möglichkeit der gerechten Entlohnung finden. Dies wäre z.B. über ein Bedingungsloses
    Grundeinkommen bzw. eine Kulturflatrate/abgabe als Ablösung der GEZ zu realisieren.
    Es ist kein Allheilmittel aber zumindest als Denkanstoß koennte man dieses vielleicht heranziehen.
    Ich möchte mir keine Zukunft ausdenken wo nur noch
    finanziell erfolgreiche Kunst ein Recht hat zu bestehen.
    Des weiteren würde der Künstler ja weiterhin mit verdienen wenn ein Verlag sein Buch druckt
    oder z.B. ein Radiosender seine Musik spielt. Diese Vertriebswege würden ja weiterhin existieren.

  21. Ulrich schrieb am

    Ich lese gerade so ein wenig hin und her bei Euch (gehören noch nicht dazu, weil ich den Namen PP ausserordentlich doof finde).
    Grundeinkommen ist doch die Lösung für einen riesigen Teil unserer Künstler in D. Dann hat sich der Streit um die paar Groschen für die zunehmend (!) vielen tollen Künstler, die leider im Rattenschwanz landen, doch gelegt. ( http://www.rattenschwanz.net/about/ ). Wer mit Musk dann noch „reich“ werden will, muss halt ein anderes Geschäftsmodell beginnen. ( Da ist ja noch was zu tun: http://www.piratenpartei.de/politik/staat-und-demokratie/wirtschaft-und-finanzen/ )
    Schönen guten Morgen wünscht Ulrich

  22. lars willen schrieb am

    EDIT: Bitte demnächst sachlicher bleiben. Anm. Kommentarteam/SP

    ihr seit so blöd das euch die schweine beißen.die künstler der künstlersozialkassen sind leute die nachweisen müssen das sie „Erwerbsmäßig“ mehr als 1300 euro verdienen

    wir wissen alle das in den letzten 15 jahren die reichen reicher wurden und die armen ärmer,genau die leute unterstützt ihr piraten jetzt

    ihr piraten verratet uns die gegen die GEMA kämpfen mit diesen artikel.ihr wurdet so richtig gefickt von der GEMA.würdet ihr auch nur einmal nachdenken,würde euch klar das die künstler nicht nicht nicht mehr verdienen,sondern so wie alle anderen weniger

    ihr habt euch in den fronten verlaufen,zeit für eine 180grad wende und weg mit den artikel und zurück schwimmen an das ufer derer die gegen acta und gema sind

    • Pia schrieb am

      So. Jetzt ist das Ganze mit unflätigen Worten wieder bei der GEMA etc., nachdem die Diskussion schon mal ziemlich in die philosophischen Grundlagen gegangen war. Ich habe die empfohlenen Links nachgeschaut und stelle dort, wie auch in dem anschließenden Diskussionsbeitrag fest, dass das Grundeinkommen als Trostpflaster für die Kulturschaffenden zählen soll. Das heißt, der Künstler als Asket am unteren Ende der Einkommensskala.
      Was hier völlig verkannt wird, ist die Rolle der grundsätzlichen gesellschaftlichen Anerkennung als Motivation. Wenn es völlig egal ist, ob ich ein Buch schreibe oder in der Nase bohre, und wenn ich schließlich irgendwann sehe, wie die zerschredderten Bruchstücke meiner Gedanken als Copy and Paste Rohstoff in dem Mahlstrom des Netzes verschwinden, wieso soll ich eine schwierige, langfristige Arbeit in Angriff nehmen?

  23. Heinz schrieb am

    Wenn der Künstler erfolgreich ist kann er ja auch weiterhin sein entsprechendes Geld verdienen. Der Musiker mit Auftritten oder gewerblicher Nutzung seiner Stücke. Der Buchautor mit Lesungen, Filmrechten, Buchverkäufen usw. Halt alles wo Gewerblich damit verdient wird. Auf der anderen Seite hat aber auch der Künstler eine Absicherung der es um seiner selbst willen macht. Somit wird im Endeffekt mehr Kultur/Kunst der Allgemeinheit bereitgestellt und erzeugt als es zurzeit der Fall ist.
    Der Künstler kann also sowohl Asket sein und sich rein seiner Kunst widmen oder diese vermarkten insofern diese bei den Leuten einen entsprechenden Anklang findet.

    • Pia schrieb am

      Wer kauft ein Buch, wenn ers kostenlos downloaden kann?
      Was Lesungen anlangt: Inzwischen müssen auch bekanntere AutorInnen darum kämpfen, daß Buchhandlungen überhaupt noch mehr als die Unkosten dafür bezahlen.

      • Heinz schrieb am

        Ich z.B. Das lesen auf Kindel usw. ersetzt niemals für mich ein richtiges Buch.
        Leider kann ich nicht nachvollziehn ob und wie es mit Lesungen gehandhabt wird jedoch weiß ich aus Erfahrung das ein solcher Buchladen bei der entsprechenden Lesung doch um einiges voller ist als zu normalen Zeiten. Würde mich wundern wenn sich das nicht auch in der Kasse bemerkbar machen würde. Ich sage ja das ich keine allgemeine Lösung für das Problem habe aber da es sich bei „digitalen“ Medien um eine Paradebeispiel eines öffentlichen Gutes handelt kann es hier keine marktspezifische Lösung geben.

      • Holger Wohlfrei schrieb am

        Hallo Pia,
        Interesse an Büchern wird es immer geben.
        Ich kann Dir hier dieses Buch empfehlen http://www.amazon.de/Clever-tauschen-mit-KaZaA-Co/dp/3772360084/ref=sr_1_2?s=books&ie=UTF8&qid=1333304315&sr=1-2
        „Clever tauschen mit KaZaA und Co. “ ist geschrieben von Fritz Effenberger.
        Der hat voll die Ahnung und ist auch Kandiadt bei der Piratenpartei http://wiki.piratenpartei.de/BY:Kandidat_Fritz_Effenberger

        Vielleicht setzt Du dich mal mit ihm in Verbindung damit er Dir erklären kann was Sache ist.

  24. DB schrieb am

    Die Feststellung, dass die Sicht hier zu sehr auf den Bereich der Musik eingeschränkt ist, ist ja schon fast euphemistisch. M.E. ist es noch schlimmer. Es wäre ja schon viel gewonnen, wenn sich einige Leute mal überlegen, ob ihre Argumente auch noch funktionieren, wenn es nicht um Popsongs sondern z.B um eine neue große Choroper geht. Hat hier irgendeiner auch nur den Hauch einer Vorstellung, was eine große Opernproduktion ein Theater kostet?

    • Pavarotti schrieb am

      In einer Opernvorstellung ist jeder Zuschauerplatz mit ca 650 Euro subventioniert.
      Wer in die Oper geht bekommt quasi Geld aus öffentlicher Hand geschenkt.

  25. JL schrieb am

    Wir haben einen Indielabel gehabt. Bis vor zwei Jahren. Und ich kann die Argumente meiner Vorredner Don und grecore nur bestätigen.

    Nochmal: hört Euch den Regner Beitrag auf Zündfunk an.
    http://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/regener_interview100.html

    Lest mal die Süddeutsche Zeitung / Samstag Ausgabe – 31.März – Seite 3
    auf der sich viele Musikbusinessbeteiligte äußern. (Ja, ich lese Zeitung und bin 30)
    Mehr muss man zu dem Thema, jedenfalls was den Musikbereich unter den Künstlern betrifft, nicht sagen. Dieser mit „Ohne mich“ betitelte Beitrag gibt jeden Künstler Grund oder zumindest Nachdenkenspotential die PP nicht zu wählen.
    Im Musikbusiness gibt es durch die Bank weg eine Mordswut auf die Piratenpartei. Natürlich die PP hat den illegalen Downlod nicht erfunden, aber man fragt sich ob ein Parteiprogramm das frei mit gratis gleichsetzt, sich mit realen Lebensbedingungen von Künstlern auseinandergesetzt hat oder nur einfach über deren Köpfe hinweg ideologisiert um Wählerstimmen zu kassieren.

    Und noch schlimmer sich nicht informiert, obwohl es diesen Punkt zum Parteiprogramm erklärt hat.
    Und das finde ich echt schade. Denn nur die PP widmet sich offensiv diesem von anderen Parteien vernachlässigten Thema.

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