DGB‑Chef Sommer: Gesprächsangebot stößt bei Piraten auf offene Ohren

Michael Sommer (CC-BY Heinrich-Böll-Stiftung)

In einem Interview mit der »Welt Online« vom 6. Februar äußerte DGB-Chef Michael Sommer Bedenken gegenüber den Haltungen der Piratenpartei zu Urheberrecht und Bedingungslosem Grundeinkommen. Gleichzeitig signalisierte Sommer Gesprächsbereitschaft. Auch wenn dieses Angebot die PIRATEN nur indirekt erreichte, nimmt Sebastian Nerz, Bundesvorsitzender der Piratenpartei, gerne an. Ob Podiumsdiskussion oder Vier-Augen-Gespräch bleibt dem DGB-Chef überlassen.

»Ich verstehe nicht ganz, wie Sommer das Bedingungslose Grundeinkommen pauschal als Missachtung von Arbeit ablehnen kann, auf der anderen Seite aber gute Arbeit und eine Ordnung wünscht, die Flexibilität und Sicherheit ermöglicht. Denn nichts anderes tut das Bedingungslose Grundeinkommen. Aber das können wir gerne diskutieren«, so Nerz.

»Bei dieser Gelegenheit können wir Herrn Sommer auch noch einmal ausführlich darlegen, worin der Unterschied zwischen einer neuen Form der gemeinschaftlichen Nutzung von Wissen und einem einfachen ‚Klauen im Netz‘ besteht. Insbesondere die weit verbreitete Behauptung, dass uns der Urheber eines Werkes egal sei, sollte richtig gestellt werden«, so Nerz weiter.

Freier Zugang zu Wissen und ein Bedingungsloses Grundeinkommen werden immer wichtigere gesellschaftliche Themen. Die Piratenpartei nimmt dazu gerne das Gespräch mit den Gewerkschaften auf.

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Kommentare

33 Kommentare zu DGB‑Chef Sommer: Gesprächsangebot stößt bei Piraten auf offene Ohren

  1. Gerd Lindenblatt schrieb am

    Das selbst ein Gewerkschafts-chef so schlecht informiert ist. Ist das Kalkül? Egal in unserem Boot ist viel Platz. Besichtigungen erwünscht.
    MpG
    Gerd L.

  2. Carsten Schulz schrieb am

    na das ist doch klar, dass die Gewerkschaften Probleme mit dem BGE haben, da dessen Einführung ihre gesellschaftliche Position erheblich schwächen würde. Aber wo setzen sich Gewerkschaften denn tatsächlich für die Rechte von Arbeitslosen und Hartz-4-Empfängern ein??.

    • tastengockel schrieb am

      richtiger geht es gar nicht. Die Gewerkschaften unterstützen nur die Arbeitsplatzbesitzer. Sie sollten sich aber mehr für Rechte in den Firmen, wie Weiterbildung, die vorhandene Arbeit auf mehr Menschen verteilen & die Verbesserung der Arbeitsbedingunen für alle einsetzen.
      Eine Möglichkeit wäre die Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer.

      Mit freundlichen Grüßen
      Andreas Herrmann

      • Michael8 schrieb am

        Verstehe ich nicht. Eine Gewerkschaft sollte die Interessen ihrer Mitglieder vertreten. Dafür ist sie da.

    • mySpam schrieb am

      falscher Ansatz. Gewerkschaften dürfen sich per gesetz nur für ihre Mitglieder einsetzen. Weil sie aber glauben Allmachtswünsche ausleben zu können, tun sie so als wenn sie für jeden kämpfen, selbst wenn er nicht in der Gewerkschaft ist. Und das führt direkt dazu, dass keiner mehr in die Gewerkschaften eintritt und das führt dazu, dass die Gewerkschaft nicht das macht, woziu sie eigentlich da ist, denn sie schafft sich selber ab.

  3. gast schrieb am

    Arbeit um der Arbeit willen ist genauso sinnlos wie Wachstum des Wachstums willen. Menschan haben ein Anrecht auf gesellschaftliche Teilhabe und dazu benötigen sie eine Grundlage – das Grundeinkommen. Und zwar unabhängig davon, ob es durch Arbeit, Kapital oder sonstwas erwirtschaftet wird.

    • Ruppert Lydowski schrieb am

      Unabhängig davon, ob es durch Arbeit…..oder sonstwas erwirtschaftet wird!? Oder sonstwas beherzigen ja schon Viele, die ihr Geld in der Schweiz anlegen!
      Bedingungsloses Grundeinkommen? Da frage ich mich: Bin ich im falschen Film oder haben die Piraten zuviel Rum getrunken?

      • Inna schrieb am

        Ja, Sie sind im falschen Film und zwar dauerhaft: Der falsche Film ist Ihr Alltag!

        • Matthias Auswöger schrieb am

          Ob es durch Arbeit oder sonst was erwirtschaftet wird find ich gut, da will ich was dazu sagen.
          Also durch Arbeit kann ich nur das Geld erwirtschaften das ein anderer sich bei einer Bank geliehen hat. Von dem her wird durch mehr Arbeit auch nicht mehr Geld geschaffen, neues Geld geschaffen wird nur durch „oder sonst was“. Und ob man das jetzt in Deutschland tut und die 25% KeSt zahlt oder damit in die Schweiz geht ist fast egal, denn es ist so oder so leistungsloses Einkommen. Und da ist das leistungslose Einkommen scheinbar von jedem akzeptiert, und keiner hat zu viel Rum getrunken. Und dabei ist das Grundeinkommen nicht unbedingt anders als ein Zinsertrag, nur das er eben allen zugute, die Gesellschaft stärkt und nicht schwächt.

          Viele können sich ein BGE nicht vorstellen denn:
          Wer wird denn noch arbeiten wenn er nicht unbedingt muss?
          Also ich denke so gut wie jeder. Kaum einer wird sich zuhause aufs Sofa sitzen und nur noch Gemüse sein, denn danach streben die meisten Menschen gar nicht. Gut, es wird sich niemand mehr bis zum Burnout abrackern, oder für einen Chef arbeiten von dem man erniedrigt wird. Und eine Wurstsemmel-Diebstahl-Kündigung wird ein bisschen was an Schrecken verlieren. Aber das sind doch nicht unbedingt negative Effekte.

          Das ist doch unleistbar, wie soll man denn das ganze finanzieren?
          Zum zweiten Dogma, das ist doch unfinanzierbar. So eine Aussage find ich immer besonders gut, weil sie in dem Moment wo sie in den Raum gestellt wird schon wieder falsch ist. Denn ich kann ja festlegen woher das Geld kommen soll. Und es ist ja nicht unbedingt zu wenig Geld da, ganz im Gegenteil, und dort wo viel ist wirds immer mehr(siehe erster Absatz). Und wenn ich jetzt hergehe und einfach 10% des Vermögens als Steuer eintreibe kann ich damit die rund 600-700Mrd aufbringen um jeden Deutschen 800€ Grundeinkommen zusichern zu können. Dies soll kein Gesetzesvorschlag sein, sondern einfach nur das Argument entkräften das es unleistbar ist. Und weil wir grad dabei sind würden bei so einer Regelung die ärmeren 50 Prozent der Bevölkerung im Schnitt etwas über 120€ im Jahr berappen müssen.

          Aber ist es nicht furchtbar ungerecht wenn alle Geld bekommen ohne dafür etwas zu leisten, und der Staat sichs dafür bei den Besitzenden holen muss?
          Für mich ist es genau so ungerecht wenn jemand durch welche Rechtsgrundlage auch immer alle anderen aus einer Sache oder einem Grundstück ausschließen kann. Wenn jemand das kann, und das bedeutet Besitz in meinen Augen, dann sollte dieser die Allgemeinheit dafür entschädigen müssen.(Und kommt mir jetzt nicht mit der Grundsteuer) Und das kann in meinen Augen nur durch ein Bedingungsloses Grundeinkommen bewerkstelligt werden. Oder anders gesagt, dadurch das man Gesetze und Besitzverhältnisse anerkennt oder dazu gezwungen wird sie anzuerkennen hat man ja eigentlich was geleistet, und sollte dafür auch entlohnt werden.

          Aber das ist nur meine unbedeutende Meinung zum Thema BGE, auch wenn sie wahrscheinlich nicht zu 100% die Meinung der Piratenpartei Deutschland wiederspiegelt.

  4. ostpirat schrieb am

    Ob der DGB Chef der richtige Diskussionspartner ist, darf stark bezweifelt werden. Immerhin war es Herr Sommer der seinerzeit verhinderte dass DGB Gewerkschaften sich an den Anti-HartzIV-Demos beteiligten. Dafür wurde er extra vom damaligen Kanzler Schröder gelobt.

    Trotzdem sollte man vielleicht auch die Gelegenheit nicht verpassen.

    • Hugo Trawny schrieb am

      Ja, das Stimmt. „Piraten“, der Name sagt ja schon alles! Es gibt in der überschaubaren Vergangenheit viele Beispiele, bei denen der Name alles sagte. Er sagte alles, weil er von Leuten vergeben wurde die mit dieser Vergabe diffamieren wollten um dann aber als Qualitätsmerkmal in die Geschichte einzugehen.
      Ich erinnere an die beiden bekanntesten Beispiele:
      „Made in Germany“ mussten die deutschen Lieferanten auf ihre Waren drucken, die nach England geliefert wurden. Es sollte damit abstoßend für die englischen Verbraucher sein. Es wurde ein Erfolgfsschlager und war der Garant für Qualität. Ein weiteres Beispiel waren die Musiksender vor den Küsten, außerhalb der 3 Meilen Zone. Diese wurden, um sie zu diffamieren, „Piratensender“ genannt.. Es waren die beliebtesten Sender bei allen Freunden moderner Musik!
      Wie gesagt, der Name sagt alles!

  5. Thiele schrieb am

    Es ist doch klar, dass ein Gewerkschaftsvertreter, dessen angenommenes Lebensziel es historisch gesehen sein sollte, die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter zu verbessern, einer Idee zur Freisetzung der Menschen von Zwang zum Erwerb von Lohnsklaverei zurückhaltend, wenn nicht sogar feindlich gegenübersteht. Hauptsächlich bedeutet das BGE einen Machtverlust für die Gewerkschaftsbosse, da die Arbeiter dann selbst entscheiden können, zu welchen Bedingungen sie sich auf eine Tätigkeit einlassen oder nicht. Doch ist das zu kurz gedacht: Denn der Kampf der Arbeiter um beispielsweise eine gerechte Entlohnung für ihre Tätigkeit wird doch mit dem BGE nicht abgeschafft, vielmehr sollte nach der Einführung des BGE die verfügbaren Arbeitskräfte vom Zwang zur Arbeit befreit mit ihrer Arbeit zufrieden und froh sein können. Wer dann noch in einem Job tätig ist, durch den er sich ausbeuten lässt, ist selbst schuld. Für die Übrigen müssen auch weiterhin korrekte Löhne, verbindliche Urlaubsregelungen, Work-Life-Balance eine entscheidende Rolle spielen. Das BGE ist keine Utopie – es ist notwendig um dem Wahnsinn des Ausbeutungswahns und dem grenzenlosen Wachstums entgegenwirken zu können. Gerade letzteres wird von Gewerkschaften meines Wissens überhaupt nicht kritisch beachtet.

  6. Erik schrieb am

    Wieso eigentlich noch ein Grundeinkommen, wenn Kultur, Nahverkehr, etc. sowieso gratis ist? Versucht doch einfach die Arbeit der Bauern und Bäcker zum Gemeinwohl zu erklären, richtet eine Essensflatrate für 10€/Monat ein und fertig. Klappt doch bei den „Kultur-Leuten“ auch? Verstehe die ganze Aufregung der Piraten nicht.
    (Zitat)
    Insbesondere die weit verbreitete Behauptung, dass uns der Urheber eines Werkes egal sei, sollte richtig gestellt werden«, so Nerz weiter.
    (/Zitat)
    Und warum sagt dann jede Stellungnahme von euch zum Thema Urheberrecht genau das aus? Ich habe noch nicht einen Beitrag gelesen, in dem ihr nicht am Anfang sagt: Der Urheber ist uns wichtig – und am Ende: Der Urheber soll sich bitte nicht so aufspielen, wir sind mehr die ein Recht auf „Freiheit“ haben als er, der sein Recht auf „Geistiges Eigentum“ dagegen setzt.
    Ihr bringt mich wirklich um den Schlaf… Ich habe die gleiche Angst, dass ihr euch durchsetzt wie damals bei der NPD. Traurig aber wahr.

  7. Ruppert Lydowski schrieb am

    Bedingungsloses Grundeinkommen! Wer dies fordert fördert eine Lehre die der nachwachsenden Generation einen Scherbenhaufen hinterlässt! Alles ist in diesem Piratenstaat frei erhältich!
    Drogen, Einkommen, Kinder (alle gleichgeschlechtlichen Paare müssen Kinder bekommen dürfen = sh Parteiprogramm)
    Für Piraten gilt: Wir fordern die völlige Freiheit! Jeder hat das Recht sich selbst zu verwirklichen.
    Aber schon Thomas von Aquin wusste, dass Freiheit ohne Pflichten den Weg in den Untergang bedeutet. Fazit: Das Gedankengut der PP ist gefährlich! Wie soll ich meinen Kindern beibringen, dass sich Fleiß lohnt?

    • Bernd schrieb am

      Das sich in Deutschland Fleiß noch lohnt möchte ich bezweifeln.

    • Inna schrieb am

      Der Fleiß lohnt sich, weil eine gut gemachte Arbeit (bezahlte wie unbezahlte) Freude bereitet – man freut sich kurz darüber, was man geleistet hat und lange Zeit danach an den Folgen seiner gut gemachter Arbeit. Und genau in diesem Sinne sollen Sie Ihre Kinder erziehen.

    • takomitom schrieb am

      Zit:,,Wie soll ich meinen Kindern beibringen, dass sich Fleiß lohnt?“

      Ganz gewiss müssen wir Innovationskräfte mobilisieren dies geht aber nicht mit Zwang sondern nur mit Freude am Tun (Intrinsische Arbeit) oder auch Flow und den bekommt man ohne zwang am ehesten (Sozialwissenschaftlich längst bewiesen). Motivation entsteht aus Selber wollen und immer nur ohne Erpressung ist das jetzt endlich geklärt.

  8. Stefan Schmidt schrieb am

    Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist das beste was ich in meinem ganzen Leben gehört habe. Nur dauert es bis die Idee (und deren Konsequenzen) in die Gehirne hineinsickert. Vor allem die Abschaffung der Sozialbürokratie (inkl. Bafög) gefällt mir. Endlich Lebenslanges Lernen nicht nur als Motto sondern auch praktisch durchführbar.

  9. Stefan Schmidt schrieb am

    Gönnst du auch dem bösen Nachbarn sein bedingungsloses Grundeinkommen?

  10. Karl Thomas schrieb am

    Können die BGE Gegner mal aufhören Wirtschaften als Gegeneinander darzustellen! Wirtschaften ist ein Für-Andere-Arbeiten. Noch niemand in Deutschland hat im Beruf für sich selbst gearbeitet. Kein Friseur, Kein Bäcker, Kein Banker, Kein Lehrer. Alle leisten und arbeiten für andere! Nur das Einkommen bekommen Sie selbst.

    Die Trennung von Arbeit und Einkommen ist einer der wichtigsten Gedanken überhaupt. Menschen streiken nicht für Arbeitsplätze, Menschen streiken für Einkommensplätze.

    Am Wesen des Geldes wird das Wirtschaften deutlich:

    „Kreditgeld ist das juristische Band das die Leistung von Heute mit der Gegenleistung von Morgen verbindet.“

  11. Hartmut Koller schrieb am

    Meine Beobachtung des jetzigen Zustandes in Deutschland:
    Die, die wenig haben werden gegen die gehetzt die gar nichts haben.

    Mein Gefühl bei den „etablierten“ Parteien und ihren „Reformen“: Es bleibt alles irgendwie gleich, nur noch schlechter und noch komplizierter.

    Hier setzten Piraten an:

    Abbau fast der gesamten Sozialbürokratie durch bedingungsloses Grundeinkommen.

    Abbau der Steuerbürokratie durch Konsumsteuer. Grundsatz: Steuern müssen nicht erhöht werden, Steuern müssen gezahlt werden. Wegfall von Steuerausnahmen und Subventionen.

    Wegfall der Hartz IV Problematik (immer mehr Arbeitslose durch immer mehr Maschinenarbeit) durch bedingungsloses Grundeinkommen.

    Menschenwürde des Einzelnen gesichert durch bedingungsloses Grundeinkommen.

    Siehe Hartz IV Bericht vor kurzem in der Bildzeitung (Strafen). Mir tut es fast körperlich weh zu lesen das Hartz IVler alles Drückeberger sein sollen.

  12. Manfred schrieb am

    Hallo Piraten,

    wenn Ihr (wir) es schaffen, ein BGE zu etablieren, dann ist dies allein das Beste, dass nach der Entstehung des GG geschaffen wurde. Dann hört endlich die immer mehr um sich greifende Ausbeutermentalität auf!

    • Manuel Spitz schrieb am

      Sehe ich ähnlich. Die Idee des BGE ist DER GRUND um Piraten zu wählen. Ich mag auch an dem Wort „bedingungsloses Grundeinkommen“ das es sich nicht als Phrase abschwächen oder umdeuten lässt. Bedingungslos bleibt Bedingungslos.

  13. Che schrieb am

    Es geht doch wie immer um Macht und Kontrolle. Der Verlust dessen würde zwangsläufig die Wichtigkeit der Ausübenden in Frage stellen.
    Z.B. Unsere gute Frau“Neben der Linie“!
    Testet dies doch mal in einem Gespräch mit einer sog. wichtigen Person bzw. stellt diese in Frage, vor allen Dingen wenn jemand von dieser Person abhängig ist, sprich ARGE oder auf dem Sozialamt beim Antrag der Grundsicherung. Ganz nebenbei bemerkt, eine Beratung, die etwa zum Vorteil des Probanden gereichen würde ist nicht vorhanden.
    Die Wirklichkeit :
    http://www.chesoft.net/workde/cgi-bin/forum/cgi-bin/sbb.cgi?&a=forum&forum=9

    • Che schrieb am

      Anhang:
      Es ist fast unmöglich Menschen, die sich in ihrer Art und Einstellung noch quasi im Mittelalter befinden etwas klar zu machen. Die Mittel sind die gleichen, nur wie sie gehandhabt werden haben sich geändert. Siehe das moderne Sklaventum, von den Anderen, die auf Grund dieser Politik an den Rand der Gesellschaft geworfen werden ganz zu schweigen……!!!!

  14. Andreas Herrmann schrieb am

    Zum Thema BGE möchte ich ergänzen:

    Das BGE sollte bescheiden ausfallen.

    Jeder sollte das Recht, aber nicht die Pflicht haben in einer gGmbH arbeiten zu dürfen. Die gGmbH soll eine Ergänzung zum BGE sein. Wer nicht will, muss nicht. Wem es nicht reicht, kann gern in der Freien Wirtschaft frei sein – aber bitte als erstes frei von Subventionen.

    Die gGmbH ist die einzige Rechtsform in Deutschland, welche Subventionen erhält.
    Innerhalb von 10 Jahren werden alle anderen Subventionen gestrichen.
    Nach meiner Fantasie erhält die Firma 10€ pro Stunde geleisteter Arbeitszeit.
    Die Firma zahlt an einen Hilfsarbeiter 7,50€, an einen Facharbeiter 10,00€ und an einen Ingenieur 12,50€. Den Rest erhält die Direktion für die Mühe, die Menschen in Arbeit zu bringen. Mit Arbeit meine ich Wettbewerb, nicht den Blödsinn (Papierblumen basteln), der heute teilweisen in gGmbH veranstaltet wird. Die gGmbH soll am wirtschaftlichen Wettbewerb teilnehmen – Produkte entwickeln und verkaufen. Wir hätten neue/alte Arbeitsplätze zurück in Deutschland.
    Das Beste an dieser Idee: Diese Rechtsform muss nicht erfunden werden. Sie existiert schon lange. Man muss nur die Gesetze einhalten.
    Spielt bitte mit Excel, es ist spannend.
    Einem Boss, der 1000 Arbeitsplätze auf diese Art schafft gönne ich einen satten Lohn.

    Jeder Verein kann einen Förderverein als gGmbH gründen. Ein Geschäftsführer, eine Sekretärin, ein PR-Maannaaggeerr, und ein Buchhalter wären für jeden Verein bezahlbar. Jeder „Bäcker an der Ecke“ darf seine Firma umwandeln.
    Wenn der „Staat den Lohn zahlt“ stellt jeder Bäckermeister einen Gesellen und zwei Verskäuferinnen ein.
    Finanziert wird alles aus der Luxus-Mwst.
    Ich bilde mir ein, wir bekommen Vollbeschäftigung.
    Bitte scharf und gründlich diskutieren.

    • takomitom schrieb am

      Diese gGMBH ist also Staatlich verstehe ich das Richtig?
      Das ist nicht das was ein Bedingungsloses Grundeinkommen, das ja eigentlich ein grundauskommen sein soll will, mit diesem vorschlag wird das freiheitliche am BGE Untergraben und es herrscht ein Arbeitszwang und das kanns nicht sein und solls auch nicht sein denn Zwang haben wir schon genug, wenn diese Gesellschaft einen sprung nach vorne machen kann, dann nur ohne Zwang ob Direkt oder Indirekt spielt dabei keine Rolle. Denn mit der Freiheit Steigt auch die Innovatioskraft allgemein und die Lust am leben im besonderen, das ist doch allemal ein gewisser Fortschritt der im Sozialen bereich dringend notwendig ist angesichts des eindimensionalen neoliberalistischen Wahnsinns.
      Wenn wir hier nicht bereit sind ohne vorbehalte Bedingungslosigkeit herzustellen wird diese gesellschaft langsam aber sicher vor die Hunde gehen sprich zerstört(womöglich in manchem Kranken Hirn erwünscht)

  15. Namesi schrieb am

    Auf die Frage „Wer geht dann noch arbeiten?“ antwortete 3sat in einer Dokumentation zum bedingungslosen Grundeinkommen:

    „Nach einer Umfrage des Wirtschaftsmagazins brand eins würden 60% der Menschen mit Grundeinkommen weiter arbeiten, 30% würden weniger oder etwas anderes tun, und nur 10% würden reisen, ausschlafen oder studieren.
    Doch 80% glauben, daß ihre Nachbarn auf gar keinen Fall weiter arbeiten würden.“

    In der Dokumentation wird das Thema vertieft:
    http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/152216/index.html

  16. takomitom schrieb am

    Meine Erfahrung als Zugbegleiter bei der Deutschen Bahn mit den Gewerkschaften sowohl der großen GDED(alle mitarbeiter) als auch der GDL(meist Lokführer und Zugführer) waren nicht wirklich eine Hilfe.
    Der damalige GDED(Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschland) Chef Herr Hansen war Gewerkschaftschef als auch Aufsichtsratsmitglied hatte also zwei hochdotierte Jobs im DB Konzern. Insgesamt wurde nichts erreicht auser nachteilige Arbeitszeiterhöhungen plus Dienstplanverdichtung bis zum Abwinken hingenommen von beiden Gewerkschaften die 40 Stundenwoche ohne lohnausgleich wogegen in der Metallbranche noch 35stunden gearbeitet wurden zu höherer Bezahlung usw.
    Die Gewerkschaften sind das Opium für den Lohnsklaven. Was die vor allem dem Schienenpersonal angetan haben und immer noch tun, immer mit dem Argument der Einsparung(Selbstgemachte Privatisierungskonkurenz) und der achso Lieben Notwendigkeit. Sie Schaften mehr Stellen im Büro zur besseren kontrolle der als Faul und Vertrauensunwürdig angesehenen Schienenpersonale, ein System das Krank macht. Zudem gibt es dort immer noch Lohnunterschiede von mehreren hundert euro pro monatslohn für ein und die selbe Tätigkeit Usw.usw.

    Ein BGE wäre allemal das Beste gegen solche Kathastrophale Arbeitsbedingungen.

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