Bambi für Bushido – PIRATEN vermissen grundlegende Werte beim Burda-Verlag

Bild: Tobias M. Eckrich

Die Piratenpartei schließt sich der Kritik an der Verleihung des Bambis in der Kategorie »Integration« an den Rapper Bushido an. Dessen Abwertung von Schwulen, Lesben, Transsexuellen, Frauen und Juden kann nach Meinung der PIRATEN keinen positiven Beitrag zum Zusammenleben in Deutschland bieten – sie stellt ganz im Gegenteil eine Gefahr dar.

»Wir bieten dem Burda-Verlag gerne einen Integrationskurs zur Vermittlung grundlegender Werte an«,

so Bernd Schlömer, Stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei.

»Offensichtlich gibt es da Defizite im Verständnis. In einem Land, in dem Diskriminierung wegen der sexuellen Identität immer noch nicht durch das Grundgesetz verboten ist und das Gesetz selbst noch an vielen Stellen Schwule, Lesben, Trans- und Intersexuelle diskriminiert, kann das aber wohl leider passieren.«

Im November 2010 gab sich die Piratenpartei das liberalste und progressivste geschlechter- und familienpolitische Programm Deutschlands. Um die diskriminierende Rechtslage zu beenden, fordert sie darin nicht nur die vollständige Gleichstellung von Ehe und eingetragener Partnerschaft, sondern auch die Abschaffung des Ehegattensplittings und die Einführung des Adoptivrechts für gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Die eingetragene Partnerschaft will sie darüber hinaus für alle Formen des familiären Zusammenlebens– auch solchem von mehr als zwei Personen – öffnen. Ihre Ausgestaltung soll ähnlich dem französischen zivilen Solidaritätspakt flexibilisiert werden.

Um die freie Selbstbestimmung der eigenen sexuellen Identität zu gewährleisten, schlagen die PIRATEN eine Reihe konkreter Maßnahmen vor. So soll beispielsweise das Merkmal »Geschlecht« durch den Staat nicht mehr erhoben werden dürfen.

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Kommentare

2 Kommentare zu Bambi für Bushido – PIRATEN vermissen grundlegende Werte beim Burda-Verlag

  1. Horbach schrieb am

    Bushido sollte statt für Schwulenhass für Liebe und Tolleranz antreffen!

  2. Bayernpirat schrieb am

    Und die Piratenpartei sollte sich nicht als Moralwächter aufspielen. In unserer Gesellschaft kann doch wohl jeder private Verlag einen Preis verleihen an wen er will. Die Kritik daran sollte nicht zum Gegenstand von Politik gemacht werden, sonst enden wir im totalitären Staat ohne Meinungsfreiheit.
    Ich finde diese Preisverleihung auch total daneben, muss sie aber tolerieren. Diese Antidiskriminierungs-Keule, die derzeit gerne geschwungen wird, erreicht bestimmt nicht das, was mit ihr bezweckt werden soll und schafft eher ein Klima von political correctness und Intoleranz.

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