Die Piratenpartei wird ab sofort eine politische Gruppe bei dem Netzwerk Xing haben. Mittwoch abend wurden wir kontaktiert, dass es möglich sein werde, ebenso wie die anderen im Bundestag vertretenen Parteien ein eigenes Profil zu bekommen. Wir freuen uns, dass allen unseren Unterstützern nun auf einem weiteren Portal die Möglichkeit gegeben wird, zu wichtigen Themen, auch im Bereich Bürgerrechte und Netzpolitik, diskutieren zu können.

Quelle: Fefe
Beeindruckend ist aber vor allem die Vorgeschichte der Zulassung, die erneut die aktuelle politische Wucht der deutschen Internet-Gemeinde demonstriert. Das Portal Xing hatte am gestrigen Mittwoch damit begonnen, politische Profile der großen Parteien anzulegen. Ein eigenes Profil neben den anderen im Bundestag vertretenen Parteien war der Piratenpartei zuletzt vor allem aufgrund ihres mangelnden Fraktionsstatus versagt worden. Die am gleichen Tag begonnene Umfrage, welche Partei man wählen würde, wurde mit den gleichen 6 Parteien und der Gruppe "Sonstige" durchgeführt. Sie bestätigte jedoch nur, was im Netz schon seit längerem bekannt ist: Dass die Netznutzer in Umfragen nach authentischen Alternativen suchen. Dementsprechend lautete auch das Ergebnis.
Bereits am Nachmittag war also abzusehen gewesen, dass sich die Situation von Juni wiederholen würde. Damals hatte bereits das Netzwerk StudiVZ/MeinVZ politische Profile unter Ausschluss der Piratenpartei angelegt, nach zahlreichen Nutzeranfragen jedoch auch ein eigenes Wahlkampfprofil bewilligt. Bei Xing reagierte man gestern ähnlich. Nachdem am Nachmittag sogar die Server des Netzwerks aufgrund der vielen Unterstützeranfragen versagt hatten, machte man bereits gegen Abend bekannt, dass die PIRATEN ein eigenes Profil bekommen würden.
Zwar dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass die Piratenpartei in der Internetgemeinde einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat, aber es gibt mittlerweile auch immer mehr Feedback aus der Offline-Welt. In den nächsten wichtigen Wochen müssen wir nun zeigen, dass wir es auch schaffen können, dort ein Momentum aufzubauen. Dazu brauchen wir vor allem noch einiges an Hilfe. Unsere Landesverbände Berlin, Hamburg und Sachsen haben bereits unter anderem einen eigenen Spendenaufruf auf die Webseite gestellt. Einen allgemeinen Aufruf werden wir in den nächsten Tagen verfassen. Der Wahlkampf hat begonnen.
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