Piratenpartei unterstützt Forderung der Familienministerin

Veröffentlicht am 26.7.2009

Gutes Benehmen im Internet sei wichtig, meint Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Das sieht die Piratenpartei genauso. »Seit zwei Jahrzehnten existiert die sogenannte Netiquette, die festlegt, wie ein guter Umgangston im Netz aussieht«, sagt Thorsten Wirth, Bundestagsspitzenkandidat aus Hessen und Vorstandsmitglied der Piraten.

Die Herausforderung, einen fairen Umgang miteinander zu etablieren, erkennt die Piratenpartei besonders bei den jungen Usern. Wie auch Frau von der Leyen betont, kann Mobbing im Web schwerwiegende Folgen haben. Die Piraten stehen der Familienministerin auf Wunsch gern mit Rat und Tat zur Seite, diese Regeln an diejenigen zu vermitteln, die mit der Netiquette noch nicht so vertraut sind. Beispielsweise könnten Familienministerium und Experten der Piratenpartei gemeinsam konkrete Leitlinien und Vorschläge entwickeln, die Eltern und Erziehern dabei helfen, Kinder und Jugendliche mit dem fairen und verantwortungsbewussten Umgang untereinander vertraut zu machen – besonders im Internet.

Die Netiquette existiert bereits seit den 80er-Jahren und wird auch als »Knigge des Internets« bezeichnet. Sie wurde 1995 als Internet-Standard RFC 1855 von der Internet Engineering Task Force (IETF) festgeschrieben. Seither wurde die Netiquette mehrfach überarbeitet und an aktuelle technische Entwicklungen angepasst. Bis heute dient sie der Höflichkeit und dem respektvollem Umgang untereinander im Internet.

Verantwortlich für den Inhalt dieser Pressemitteilung: Bundespressestelle der Piratenpartei Deutschland
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Anmerkung (kein Teil der Pressemitteilung):
Es geht hier nicht darum, die Netiquette in irgendeiner Form gesetzlich verbindlich vorzuschreiben, sondern ein höflicher Umgangston sollte unserer Meinung nach für jeden Menschen selbstverständlich sein.

Kommentare

Knigge ist keine Vorschrift

"Von Knigge halte ich auch nichts ... ich lasse mir nicht vorschreiben was guter Umgang ist. ;-)"

Betrachte es als Möglichkeit, zu verstehen, was andere für guten Umgang halten. Ob und wie weit du dich darauf einlässt, bleibt dir überlassen.

"Ich denke mit so einer Aussage habt ihr sehr viele verunsichert."

Sieh es doch einmal positiv: Hier wird den etablierten Parteien vorgemacht, was von ihnen keiner mehr erwartet. Man gibt jemandem Recht, wo man mit diesem jemand einer Meinung ist, obwohl man in anderen Dingen völlig anderer Meinung ist. Nur weil eine Aussage von jemandem der anderen Partei stammt, muss es nicht wieder klein geredet werden.

Helmut Schmidt sagte einmal: "Das schöne an der Demokratie ist, dass immer nur die Opposition weiß, wie man regiert."

Zu deiner Aussage, dass sich jemand im Netz genauso verhält wie im Real Life, ist nur bedingt richtig. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Wildsau im Real Life auch im Netz wie eine Wildsau aufführt, ist ziemlich groß. Allerdings ist es durchaus vorstellbar, dass jemand, der im Real Life die Zähne nicht auseinander bekommt, im Netz im Schutze der Anonymität die Sau raus lässt. Das muss nicht so sein, ist aber denkbar.

Gruß
Thorsten