Veröffentlicht am 23.07.2009
Die Piratenpartei wird in 15 Bundesländern zur Bundestagswahl 2009 antreten. Dafür sammelten Mitglieder und Sympathisanten in den letzten Wochen zehntausende Unterschriften in allen Bundesländern mit Ausnahme Sachsens. Über den Erfolg freuen sich besonders die Piraten in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die erst vor wenigen Wochen mit der Gründung eines eigenen Landesverbandes Kurs in Richtung Bundestagswahl gesetzt hatten. Bis zuletzt war es spannend geblieben, ob die PIRATEN auch in Brandenburg auf dem Stimmzettel stehen würden. Erst am vorletzten Tag konnte mit einer letzten Anstrengung die benötigte Anzahl an Unterschriften erreicht werden. Bundesweit wurde von den Info-Ständen berichtet, dass viele Bürger gezielt auf die Piraten zukamen und fragten, wo sie unterschreiben könnten.
Probleme gab es vorübergehend in NRW: Die Landeswahlleiterin machte die Verantwortlichen darauf aufmerksam, dass viele Unterschriften formal ungültig seien. Die Piraten hätten das Unterstützungsformular unzulässig verändert, als sie eine Version erstellten, die am Computer ausgefüllt werden kann. Dadurch fehlten 900 Unterschriften an der erforderlichen Mindestzahl von 2.000. Die aktiven NRW-Piraten konnten innerhalb weniger Tage 1.400 weitere Unterschriften sammeln und damit insgesamt über 4.000 einreichen, also mehr als doppelt so viel wie nötig.
Mit der erfolgreichen Unterschriftensammlung nimmt die Piratenpartei eine weitere Hürde zum Entern des Bundestages. Der Bundesvorsitzende Jens Seipenbusch dankt im Namen aller Piraten den vielen Unterzeichnern für ihre Unterstützung. Mit diesen vielen Unterstützern im Rücken freuen sich die PIRATEN auf einen energiegeladenen und kreativen Wahlkampf.
Die Spitzenkandidaten der jeweiligen Bundesländer sind:
Der Landesverband Sachsen, erst am 08.08.2008 gegründet und deswegen noch in der Aufbauphase, sah sich, konfrontiert mit der am 30. August und damit fast zeitgleich mit der Bundestagswahl stattfindenden Landtagswahl, außerstande, beide Ereignisse ihrer Wichtigkeit gemäß zu bearbeiten und entschloss sich deshalb auf eine Teilnahme an der Bundestagswahl zu verzichten.
Kommentare
Antwort
1) Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist. Das ist in Deutschland ein Grundsatz und den Leben die Piraten. Es geht hier darum, glaubwürdig zu sein und nicht seine Prinzipien, nämlich de Glaube an das GG, bei erster Gelegenheit über Bord zu werfen. Vielleicht wenden sich dadurch viele ab, aber wir gewinnen noch mehr dazu indem wir einfach unseren Prinzipien treu bleiben. Die Frage ist, ob die die sich abwenden wirklich die selbe Meinung vertreten wie die Piraten und wenn nicht, ob wir Leute brauchen die uns unterstützen nur weil der Name cool ist oder ob wir nicht doch lieber für ein GG, Datenschutz, die Unschuldsvermutung etc.. eintreten.
2) Interpunktionen (das sind .,-!? etc.) helfen einen Text besser zu verstehen. Für ernsthafte Diskussion sollte ausserdem eine funktionierende Shifttaste (die mit dem dicken Pfleil nach oben drauf) sowie zumindest ein wenig Kenntniss von Gramatik und vor allem Rechtschreibung existieren. Ich sage nichts über ein paar Tippfehler. Die macht jeder. Aber dein Text ist furchtbar zu lesen.