Mit der Einführung der GEZ-Gebühr auf internetfähige PCs und andere Geräte in 2006 hat sich das Eintreibungsverfahren der Gebühren für den öffentlichen Rundfunk in Deutschland endgültig ad absurdum geführt. Die jüngsten Abmahnungsversuche der GEZ gegenüber der Info-Website akademie.de aufgrund umgangssprachlich weit verbreiteter Begriffe wie "GEZ-Gebühr" belegen einen besorgniserregenden Realitätsverlust der leitenden Mitarbeiter der GEZ.
Diesem Zensurgebaren sowie dem oft penetranten Verhalten der GEZ-Eintreiber kann nur mit einer Auflösung der GEZ wirksam begegnet werden. "Die Finanzierung des öffentlichen Rundfunks läuft aktuell weiter aus dem Ruder, die Gebühren sind völlig überhöht, auch durch die unzulässige Ausweitung der Tätigkeitsfelder.“ so Jens Seipenbusch, Vorsitzender der Piratenpartei Deutschland. Seipenbusch weiter: „Statt der GEZ mit ihrem umständlichen Meldeverfahren sollten die notwendigen Teile des öffentlichen Rundfunks auf alle Bürger bzw. Haushalte umgelegt werden und somit z.B. aus Steuermitteln finanziert werden. Dies ist insgesamt billiger und gerechter. Befürchtungen, dass der öffentliche Rundfunk dadurch inhaltlich zum Staats-Rundfunk wird, kann nur jemand haben, der willentlich die bereits existierenden politischen Seilschaften und Proporzgremien in diesen Anstalten ausblendet."
Mit der Umstellung der Finanzierung bietet sich auch die Chance die Finanzierungssätze der durchschnittlichen Einkommensentwicklung der Bevölkerung anzupassen. Denn in den vergangenen Jahren wurde die GEZ-Gebühr regelmäßig angehoben, und das ungeachtet der realen Einkommensverluste in Deutschland. Ein erster Schritt zur Abschaffung der GEZ könnte schon Ende dieses Jahres gemacht werden, wenn die von den Ministerpräsidenten der Länder angekündigte Überprüfung der GEZ-Internetgebühr ansteht.
Kommentare
Weg mit der GEZ
Die GEZ ist ja schon vor der Diskussion um Gebühren für internetfähige PCs mehrfach in die Schlagzeilen geraten, weil's deren "Sheriffs" mit Recht und Gesetz nicht immer so genau genommen haben. War's bisher nur das Fußvolk, fallen jetzt auch höhere Ränge negativ auf. Das sollte Grund genug sein, die GEZ grundsätzlich zu überdenken. Außerdem wird Rundfunk über immer mehr Wege empfangbar. Es führt doch nur ins Chaos, für jede neue technische Möglichkeit das Gesetz zu ändern. Mein Vorschlag: Das Finanzamt soll, wie es das schon für die Kirche tut, von allen Steuerpflichtigen einen Rundfunkbeitrag einziehen, wobei der Beitrag als Pauschale zu betrachten ist und für alle Geräte und Standorte des Beitragpflichtigen gilt. Das ist einfach und durchschaubar, und man muß das Gesetz nicht immer wieder anpassen, wenn sich neue technische Möglichkeiten ergeben.
Michael, NRW