Pressemitteilung der Piratenpartei
Anlässlich des Welternährungstages am 16. Oktober warnt die Piratenpartei Deutschland vor Patenten in der Landwirtschaft. Die Piratenpartei hält Patente auf Leben für unmoralisch und gesellschaftlich unklug. Sie fordert ihr Verbot sowie – kurzfristig und hilfsweise – ein uneingeschränktes Recht auf Nachbau.
„Multinationale Konzerne wie BASF oder Monsanto kontrollieren weite Teile der Lebensmittelerzeugung und bringen Bauern überall auf der Welt in Abhängigkeit“, kritisiert Torge Schmidt, Spitzenkandidat der Piratenpartei bei der Landtagswahl in Schleswig-Holstein. „Monsanto hält bereits über 1000 Patente auf Leben, insbesondere Saatgut. Das führt zu Hunger und Armut, denn laut UN sind 1,4 Milliarden Menschen darauf angewiesen, Saatgut aus der eigenen Ernte zu verwenden oder mit ihren Nachbarn zu tauschen, um Nahrung für ihre Familien anzubauen und ein Einkommen zu haben.“
Die Piratenpartei lehnt Patente auf Leben – einschließlich Zuchtverfahren, Saatgut und Gene – ab. Solche Patente privatisieren gemeinschaftliche Güter ohne Gegenleistung und ohne Not, behindern die gesellschaftliche Entwicklung und haben kein Innovationspotential im ursprünglichen Sinne. Um der bisherigen Patentierungspraxis Einhalt zu gebieten und Bauern vor Klagen zu schützen, fordern die PIRATEN kurzfristig und hilfsweise die Formulierung eines uneingeschränkten Rechtes auf Nachbau. Vertragsbestimmungen, die diesem widersprechen, sind für nichtig zu erklären.
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