Am kommenden Donnerstag, dem 31.01.2013, wird der Deutsche Bundestag in namentlicher Abstimmung über die Fortführung des Einsatzes deutscher Soldaten im Rahmen der ISAF-Mission in Afghanistan befinden. Die Piratenpartei Deutschland steht der erneuten Verlängerung des ISAF-Mandats kritisch gegenüber und begrüßt den mit der Kontingentverringerung einhergehenden Teilabzug der Bundeswehr aus Afghanistan.
Dazu Sebastian Harmel, Verteidigungspolitiker und Spitzenkandidat der PIRATEN Sachsen zur Bundestagswahl:
»Meine persönlichen Einsatzerfahrungen als Soldat in Afghanistan haben mir gezeigt, dass unter dem dort andauernden Krieg vor allem die Zivilbevölkerung zu leiden hat. Die Zukunft des Landes sollte wieder in die Hände der Afghanen gelegt werden – ohne eine Einmischung westlicher Staaten, welche nicht zuletzt auch eigene Interessen verfolgen. Die Menschen in Afghanistan leiden seit Mitte des 19. Jahrhunderts unter der ständigen Einmischung anderer Staaten und der Instrumentalisierung von Bevölkerungsgruppen. Diese Einflussnahme muss beendet werden.«
Die Piratenpartei Deutschland erkennt die Souveränität von Afghanistan an und fordert die Nichteinmischung der Bundesregierung in die inneren Angelegenheiten des Landes. Sie setzt sich für eine solidarische, transparente, nachhaltige und faire Entwicklungszusammenarbeit und die Förderung der Zivilgesellschaft ein.
Als Teil einer weltweiten Bewegung setzen sich die PIRATEN für die Interessen der Betroffenen ein. Jede afghanische Friedensinitiative und die Aktivitäten des hohen afghanischen Friedensrates sind als mögliche Wegweiser zum Frieden zu unterstützen. Nach Meinung der PIRATEN kann nur ein nachhaltiger wirtschaftlicher und sozialer Wiederaufbau Afghanistans dauerhaften Frieden und Stabilität zurückbringen.
Afghanistan: Keine Verlängerung des ISAF-Mandats





Kommentare
13 Kommentare zu Afghanistan: Keine Verlängerung des ISAF-Mandats
Das ist ziemlich weltfremd.
a) ist die BW auch auf Wunsch der afghanischen Regierung dort, das also zur “Einmischung”.
b) geht ein vollständiger Abzug auch nicht von heute auf morgen
“a) ist die BW auch auf Wunsch der afghanischen Regierung dort, das also zur “Einmischung”.”
Es gibt keine afghanische Regierung, nur ein paar Leute in Kabul, die sich dafür halten.
Viele Grüße
René
‘a) ist die BW auch auf Wunsch der afghanischen Regierung dort, das also zur “Einmischung”.’
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Meinen Sie die nach der “Eroberung” von Afghanistan installierte mutmaßliche Marionette, die später mittels nachgewiesener Wahlfälschung “wiedergewählt” wurde? Soviel also zu einem klassischen Zirkelschluß.
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“b) geht ein vollständiger Abzug auch nicht von heute auf morgen”
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Einerseits: “Von heute auf morgen.” Andererseits waren aber auch rd. 10 Jahre Besatzung nicht “ausreichend”. Es gibt auch Leute, die behaupten, daß es nicht ganz für den ersten Platz gereicht hat, wenn sie Letzter werden.
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Es ist wohl eine Frage des Blickwinkels, was man als “weltfremd” bezeichnet.
In Vietnam ging der Abzug der Amerikaner ganz schnell. Die Sowjetunion hat für ihren Abzug aus Afganistan auch nicht ewig gebraucht.
Damit machen sich die Piraten zum Helfershelfer der Linken und Afghanistan wird wieder an die Taliban fallen.
Kein Rückrat um einen wirklich eigenen alternativen Standpunkt zu erarbeiten.
“Damit machen sich die Piraten zum Helfershelfer der Linken und Afghanistan wird wieder an die Taliban fallen.”
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Nein, das löst man hier anders. Man nennt die Taliban wieder in Mudschaheddin um. So wie sie schon mal hießen als sie vom Westblock noch mit Waffen gegen die sowjetische Armee beliefert wurden.
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Wenn Sie uns Ihr Rückgrat beweisen wollen, dann sollten Sie sich selbst freiwillig an die Front melden statt andere in den Krieg zu schicken. Unfaßbar, daß Sprüche klopfen heute schon Rückgrat bedeuten würde.
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Wenn Afghanistan wieder in die Hände der Taliban fällt, dann sind dafür diejenigen verantwortlich, die diesen Krieg begonnen, geführt und verloren haben. Anscheinend fehlt hier aber das Rückgrat, Verantwortung zu übernehmen. Lieber Sündenböcke und Dolchstoß-Legenden erfinden.
Juhuuu!
IMO eine kompetente Einschätzung.
Wie Souverän kann den Afghanistan sein wenn die Taliban Spinner wieder an die Macht kommen und die dortige Republik zerstören ?
“Taliban Spinner”
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Zum Leidwesen der “Allianz der Willigen” sind diese “Spinner” allerdings militärisch erfolgreich. Möglicherweise liegt es auch am fehlenden Respekt bzw. Selbstüberschätzung, wenn die “Allianz der Willigen” diesen Krieg verliert. Und wer durch eine respektlose Einstellung schon keinen Krieg gewinnen konnte, wird damit erst recht keinen Frieden erreichen.
@kaizoku & Hendrik https://wiki.piratenpartei.de/Parteiprogramm#Pr.C3.A4ambel
“Die Piratenpartei versteht sich daher als Teil einer weltweiten Bewegung, die diese Ordnung zum Vorteil aller mitgestalten will.” Krieg ist niemals zum Vorteil aller Menschen. Wart ihr schonmal in Afghanistan? Mit wieviele Afghanen habt ihr Euch unterhalten? Wer sind eigentlich die “Taliban”? Wir Piraten haben http://www.afghanistanprotest.de/friedenskongress-2012/ teilgenommen und sind auch zum European-Afghan Peace Conference im Herbst in Strasbourg eingeladen. Kommt doch vorbei und sprecht direkt mit Betroffenen.
- unter dem andauernden Krieg in Afghanistan leidet vor allem die Zivilbevölkerung
- die Zukunft des Landes sollte wieder in die Hände der Afghanen gelegt werden
- ohne Einmischung westlicher Staaten, welche eigene Interessen verfolgen
- Menschen leiden seit Mitte des 19. Jahrhunderts unter der ständigen Einmischung anderer Staaten
- Diese Einflussnahme muss beendet werden
RAUS AUS DEM ÖL-FELDZUG
Der Afghanistan Krieg wurde von Tony Blair auch mit der Opium Produktion durch die Taliban begründet. Tatsächlich hat sich der Mohn-Anbau aber nach Schätzungen in rd. 10 Jahren Besatzung rd. verzehnfacht. Mohn-Felder kann man nicht in die Hosentasche stecken. Die “Allianz der Willigen” scheint mit Drogen-Produzenten äußerst zweifelhafte Verbündete zu haben. Und Herr Karsai ist nicht wirklch als Mitglied von Transparency International bekannt geworden. Aber unsere gleichgeschalteten Massenmedien müssen diese Verhältnisse ja auch nicht breit treten. Sonst würde man ja den Taliban helfen.
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Dieser Krieg ist nicht mehr als eine einzige Lüge.
Seit dem 19ten Jahrhundert oder 20ten Jahrhundert? Amsonsten befürworte ich endlich mal wieder einen Beitrag von euch. Wenn man denn so gerne gegen Warlords entgegenagieren möchtet wieso war man bisher nicht in somali? Oder Burma…We will bring you democrazy (Damit soll auf das paradoxe hingewießen werden. Es ist keine anspielung das eine andere regierungsform besser sei).
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